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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 17 März 2010 - 09:56:16 Titel: Künstliche NOx Quelle |
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Guten Tag,
habe eine Frage, und zwar such ich nach einer Möglichkeit Nox (N0/NO2) künstlich in einem Dieselmotor zu erzeugen, ohne die AGR zu senken. Über eine Eindüsung in den Abgastrang oä... hat jmd ne Idee?
MfG |
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Lothol Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.03.2009 Beiträge: 961
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Verfasst am: 18 März 2010 - 20:01:59 Titel: |
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Nehme an, daß AGR für Abgasrückführung steht. Wenn du NOx erhöhen willst: Verdichtung erhöhen und hochtourig drehen lassen; denn NOx-Ausstoß geht überproportional hoch:http://de.wikipedia.org/wiki/NOx _________________ mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual |
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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 19 März 2010 - 09:35:32 Titel: |
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Ups, ja... heißt Abgasrückführung.
Das Problem das ich habe ist die Dieselpartikelfilterregeneration. Ein DPF mit einer katalytischen Schicht kann den Ruß ab etwa 220°C Oxidieren, also NO2 reduziert sich mit dem Ruß und baut diesen ab. Aber halt nur mit NO2... Das nur ausreichend unter hohem Moment entsteht... Da sich der DPF bei kleinen Drehzahlen mit wenig Last nicht wirklich regeneriert suche ich nach einer Möglichkeit künstlich und definiert NO2, bzw NO in den Abgasstrang einzudosieren... Habe halt Fzgtechnik studiert nd net viel Plan von der chemischen Seite, vll gibts da ne Möglichkeit dieses zu reformieren, umwandeln, additiv, Speichern und bei Bedarf abgeben oder sonst was. Vll weiss jmd was, wäre super, aber danke mal für deine Antwort.
mfG |
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Lothol Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.03.2009 Beiträge: 961
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Verfasst am: 20 März 2010 - 00:22:01 Titel: |
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Bzgl. der chem. Möglichkeiten muß ich leider passen - bin da selbst nicht so beschlagen.
| Mathedan hat folgendes geschrieben: | | Da sich der DPF bei kleinen Drehzahlen mit wenig Last nicht wirklich regeneriert suche ich nach einer Möglichkeit künstlich und definiert NO2, bzw NO in den Abgasstrang einzudosieren... |
Bzgl. Dieselmotoren sieht es allerdings schon besser aus
Bei niedrigen Drehzahlen arbeitet jeder Dieselmotor mit Luftüberschuß; d.h. der vorhandene Sauerstoff wird bei weitem nicht für die Verbrennung verbraucht. Gleichzeitig wird der Motor natürlich auch nicht besonders warm.
Deshalb kann man es sich erlauben, AGR zu betreiben, die i.d.R. bei höheren Drehzahlen wieder stillgelegt wird, weil dann der Motor den Sauerstoff vollumfänglich (ggf. durch Turbolader noch erhöht (drücken i.d.R erst ab ca. 2000 U/min rein)) braucht.
Wenn es nicht sonderlich auf definierte Zuführung von NOx ankommt, könntest du folglich versuchen, bei heißgefahrenem Motor und hoher Drehzahl (damit die AGR weggeschaltet ist) die Sauerstoffzufuhr zu drosseln, um dadurch evtl. NOx-Ausstoß zu maximieren. _________________ mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual |
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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 22 März 2010 - 10:37:49 Titel: |
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Hallo,
ja, NOx entsteht ja bei hoher Temperatur bzw hohem Druck... Ich könnte als innermotrische Maßnahme auch mal versuchen die Voreinspritzung soweit zu drosseln, das der Motor hohe Druckspitzen erreicht und sich dadurch ein erhöhter NOx Ausstoß einstellt... Muss das mal, oder in Kombination mit Sauerstoffmangel, ausprobieren. Du meinst dann wohl die sog Androsselung, hab schonmal davon gehört, aber bin mir nicht sicher wie ich das durchführen soll, da ich ja beim Diesel keine Drosselklappe zur Verfügung habe.
gruß |
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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 24 März 2010 - 11:31:26 Titel: |
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Bin mal fündig geworden...
Salpertersäure eindüsen sollte klappen... das reagiert ja zu NO2+H2O. Aber halt ziemlich giftig
Gibs villeicht noch andere "Additive"? kennt sich da jmd aus?
Gruß |
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Lothol Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.03.2009 Beiträge: 961
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Verfasst am: 26 März 2010 - 01:30:49 Titel: |
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Die Sauerstoffdrosselung kannst du im Ansaugbereich auch mechanisch vornehmen (in Richtung "Abwürgen").
Um was für einen Motor handelt es sich konkret? Saug- od. Turbodiesel? Hubraum? Fabrikat?
Wie oft willst du das machen (km-Intervall)?
Bist du in der Lage (Kenntnis + Werkzeug + ggf. Vorrichtungen) einen Dieselmotor exakt (bzgl. Förderbeginn) einzustellen? _________________ mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual |
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Lothol Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.03.2009 Beiträge: 961
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Verfasst am: 26 März 2010 - 01:31:54 Titel: |
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Die Sauerstoffdrosselung kannst du im Ansaugbereich auch mechanisch vornehmen (in Richtung "Abwürgen").
Um was für einen Motor handelt es sich konkret? Saug- od. Turbodiesel? Hubraum? Fabrikat?
Wie oft willst du das machen (km-Intervall)?
Bist du in der Lage (Kenntnis + Werkzeug + ggf. Vorrichtungen) einen Dieselmotor exakt (bzgl. Förderbeginn) einzustellen? _________________ mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual |
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Hausmann Senior Member

Anmeldungsdatum: 22.08.2009 Beiträge: 2505
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Verfasst am: 26 März 2010 - 02:34:00 Titel: |
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OT
Geht es um neue Krimi-Ideen?  |
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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 26 März 2010 - 10:46:52 Titel: |
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hallo,
das Thema Abgastemparaturerhöhung durch mechansiche Androsselung habe ich nun hinterforscht. Das Einbringen einer Drosselklappe im Ansaugtrakt hat sicher ein Potential in Verbindung mit der AGR die Abgastemperatur zu erhöhen.
Bin Diplomand in einer Firma die sich mit dem Thema "Abgasnachbehandlung" befasst, also jegliches Mittel ist vorhanden.
Die Idee liegt im Grunde darin einen bestehenden Euro 1 Dieselmotor durch Einbringen eines DPFs zu neuen Angasnormen zu verhelfen. Meine Aufgabe besteht da in der Untersuchung von diversen Stellhebeln die die Regeneration des DPFs im Betrieb sicherstellen. Der Motor ist ein 2,9 Liter mit Hochdruck-AGR und Verteilereinspitzpumpe. Das heisst, die Möglicheit der Nacheinspritzung wie beim Common Rail um die Abgastemperatur anzuheben ist nicht gegeben.
Der DPF verfügt über einen Oxikat und einen katalytisch beschichteten Wandstromfilter. Das heisst bei einer bestimmten Abgastemperatur (350°C) in etwa, eher weniger, setzt die passive Regeneration ein. Für diese aber NO2 im Abgas enthalten sein muss... Und da liegt ebend das Problem, bei hoher AGR sinkt die NO2 im Abgas. Und bei niedriger AGR bekomm ich nicht die Temp die nötig wäre... Mit der NO2 Eindüsung hätte ich die Möglichkeit die aktive Regeneration, (Diesel in den Abgasstrang einzudüsen) in größeren Abständen durchzuführen.
Und deshalb suche in einen Weg eine NO2 quelle, wo ich natürlich sagen muss das dieses chemische Wissen meinerseits nich allzu ausgeprägt ist .
Grüße |
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Lothol Senior Member

Anmeldungsdatum: 08.03.2009 Beiträge: 961
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Verfasst am: 26 März 2010 - 23:45:38 Titel: |
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@Hausmann: jedes mitdenkende Hirn ist höchst willkommen
Aber bitte nicht "in Rätseln" antworten. OT: Originalton? Oberer Totpunkt?
Auch wenn wenn von "Abwürgen" die Rede ist, geht es nicht um einen Krimi, sondern um: http://de.wikipedia.org/wiki/Dieselpartikelfilter
| Zitat: | | Bin Diplomand in einer Firma die sich mit dem Thema "Abgasnachbehandlung" befasst, also jegliches Mittel ist vorhanden. |
Klingt schon gut. (bw, 2,9 Liter: evtl. DB?)
| Zitat: | | Das heisst, die Möglicheit der Nacheinspritzung wie beim Common Rail um die Abgastemperatur anzuheben ist nicht gegeben. |
Selbst wenn das nicht geht, ist damit noch längst nicht das "Ende der Fahnenstange" erreicht; denn:
a) wäre denkbar, AGR (auch bei niedrigen Drehzahlen = niedrige Temperatur) einfach zu unterbrechen (z.B. Magnetventil, Drosselklappe o.ä.)
b) auch bei niedrigen Drehzahlen Temperatur-Erhöhung herbeizuführen
zu a): dürfte ohne weiteres realisierbar sein
zu b):ist schon aufwendiger (deshalb meine Frage nach dem km-Intervall) aber nicht unmöglich; denn die Einspritzung (Förderbeginn) ist natürlich für die "normale" Motorbeanspruchung ausgelegt.
Das schließt aber keineswegs aus, den Motor vorübergehend (bewußt kurzfristig) mal richtig griffig i.S. der zwangsweise herbeizuführenden Temperaturerhöhung zu beanspruchen.
Konkret ist das möglich, indem der Förderbeginn in motorverträglichem Maß vorgezogen wird.
Das führt zu erhöhtem "Knäckern" dürfte aber auch zu erhöhter Temperatur führen.
Ersteres macht jeder Dieselmotor klaglos mit (hatte mal einen versehentlich falsch eingestellt), letzteres habe ich zwar nicht überprüft, ist aber m.E. schlüssig. Kannst du ja mal durch Messungen überprüfen.
Bliebe ggf. nur noch die technische Lösung zu erarbeiten, wie man die üblicherweise starre Fixierung der Einspritzpumpe variabel zu gestalten hat.
Nachdem aber technisch ausnahmslos alles machbar ist - an sich auch kein Problem  _________________ mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual |
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Mathedan Full Member

Anmeldungsdatum: 08.10.2006 Beiträge: 68 Wohnort: bw
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Verfasst am: 29 März 2010 - 09:51:56 Titel: |
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Hi,
ja das mit der Nacheinspritzung ist so ne Sache... Bei langsamen und gemächlichen Fahrerprofilen wird durch Nacheinspritzung die Abgastemperatur erhöht. Das führt aber zu einer Ölverdünnung und ist energetisch auch ziemlich aufwendig den gesamten Abgasstrang zu erhitzen. Also das ist bei meiner Arbeit eh nicht drin.
Durch eine Androsselung oder Erhöhung der AGR, die dann zu einer Verbrennungsschwerpunktsverschiebung nach hinten führt kann man um einige °C erhitzen, das stimmt.
Ich werde wohl die Idee mit der NOx quelle mal hinten anstellen und mich an einem Dieselverdampfer+Oxikat halten... Denke das hat viel Potential, durch die kalatytische Verbrennung kann man auch Temperatren um die 600°C erreichen, was ja reichen würde um zu regenerieren.
Gruß mal |
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