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Master - einklagen - geht das?!
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Master - einklagen - geht das?!
 
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stuarrdo
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Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 7
Wohnort: Hamburg, Lüneburg

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 10:22:10    Titel: Master - einklagen - geht das?!

Hallo,

erst einmal bin ich froh, dass es ein solches Forum gibt und gespannt, was auf meine Anfrage hier heraus kommt.

Folgender Fall:

Ich habe quasi 6 Semester studiert, stehe kurz davor mein Bachelor abzuschließen und dies voraussichtlich mit einer Durchschnittsnote von höher als 2,5.

An meiner Uni, und etlichen anderen besteht nun die Bewerbungsgrenze von 2,5.

Meine Frage ist nun, ob jemand begründet einschätzen kann, wie hoch die Erfolgschancen für eine Klage zur Zulassung für einen Masterplatz sind und wenn, wie hoch die Kosten dabei ungefähr wären.

Ich freue mich über hilfreiche Beitrage und lasse schonmal die besten Grüße da, und vielen Dank im Voraus.
michael.wi
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 10:49:34    Titel:

schau doch auf den einschlägigen kanzleiwebsites um. die faustregel von dort lautet "je kleiner die uni/hs und je kleiner der studiengang, umso höher die chance". genaue werte wird man hier nicht erfahren.
TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 10:49:54    Titel:

Zitat:
wie hoch die Kosten dabei ungefähr wären.


Der Preis dafür wäre (hoffentlich) der, dass du
1. Bei den Professoren als der "Einkläger" abgestempelt wirst und
2. Du bei den guten Studenten die durch ehrliche Leistung mit guten Noten an ihren Studienplatz gekommen sind unten durch bist.

Das wird nicht das sein was du hören wolltest, aber so wird es kommen. Besonders da die Masterstudiengänge von der Studentenzahl her recht überschaubar sind.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:05:14    Titel: Re: Master - einklagen - geht das?!

stuarrdo hat folgendes geschrieben:
Hallo,

erst einmal bin ich froh, dass es ein solches Forum gibt und gespannt, was auf meine Anfrage hier heraus kommt.

Folgender Fall:

Ich habe quasi 6 Semester studiert, stehe kurz davor mein Bachelor abzuschließen und dies voraussichtlich mit einer Durchschnittsnote von höher als 2,5.

An meiner Uni, und etlichen anderen besteht nun die Bewerbungsgrenze von 2,5.

Meine Frage ist nun, ob jemand begründet einschätzen kann, wie hoch die Erfolgschancen für eine Klage zur Zulassung für einen Masterplatz sind und wenn, wie hoch die Kosten dabei ungefähr wären.

Ich freue mich über hilfreiche Beitrage und lasse schonmal die besten Grüße da, und vielen Dank im Voraus.



Schwer zu sagen...

Bei uns haben es 2 Leute geschafft sich in den Master einzuklagen, die mir bekannt sind(in meinen Studiengang), beide hatten keine 2,5(waren aber unter 3,0).
Bei uns war die 2,5 ein Auswahlkriterium von vielen, jedoch keine Zulassungsvoraussetzung.

Auf den Kosten sind jedoch beide "sitzen" geblieben, es kam zu einer Einigung mit der Hochschule und die Klagen wurden zurück gezogen(hat um die 900 Euro gekostet, laut einem der Studenten. Wie viel es dich kostet hängt von vielen Faktoren ab...).

ES IST DEFINITIV MÖGLICH SICH EINZUKLAGEN!

Auch ist mir bekannt das ein Verwaltungsgericht einem FH Bachelor mit 2,8 zugestanden hat an einer Uni zu studieren(stand inner FAZ), obwohl selbige diesen wegen der 2,8 abgelehnt hat.

Die Asta Potsdam hat auch schon klagen gegen diese Zulassungsbeschränkungen bei einigen Studiengängen an der Uni Potsdam erhoben. Es ist überhaupt fraglich ob solche "Zulassungshürden" rechtens sind(was nicht heisst, das jeder einen Platz bekommen muss der sich bewirbt).

Problem generell:

- Kosten(es wird dich Geld kosten, zumindest vorab)
- du weißt bei Studienbeginn(wahrscheinlich) noch nicht ob deine Klage Erfolg hat(sitzt als in den Vorlesungen OHNE eine Zulassung zu haben).
- Probleme mit anderen Studenten, Professoren sind möglich, wenn es heraus kommt(Neid, Missgunst etc.).

Mein Rat:

Versuche die 2,5 zu schaffen! (es erspart dir viel "Ärger")
Es gibt genügend Studiengänge(Master) die keine 2,5 fordern(wenn auch in Deutschland oft wenige).

Eine moralische Bewertung möchte ich nicht abgeben, denn hat deine Klage Erfolg... dann war sie auch berechtigt!
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:12:37    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
wie hoch die Kosten dabei ungefähr wären.


Der Preis dafür wäre (hoffentlich) der, dass du
1. Bei den Professoren als der "Einkläger" abgestempelt wirst und
2. Du bei den guten Studenten die durch ehrliche Leistung mit guten Noten an ihren Studienplatz gekommen sind unten durch bist.

Das wird nicht das sein was du hören wolltest, aber so wird es kommen. Besonders da die Masterstudiengänge von der Studentenzahl her recht überschaubar sind.


Das muss er aber auch erstmal erzählen... und das machen nicht ALLE.
Ich bin auch mit einem Komolitonen im engen Kontakt der sich eingklagt hat, keiner "mobt" ihn. Was habe ich davon wenn er nicht weiter studieren darf... ich habe meinen Platz, NUR das zählt!
Er hat sich für unseren Studiengang im Bachelor sehr engagiert(war Gruppensprecher, hat auf Messen den Fachbereich vertreten, immer freundlich und hilfsbereit)... wir mögen ihn weiterhin Wink

Gut, er hätte mal lieber mehr lernen sollen Laughing

Auch mit den Professoren hatte er "noch" keine Probleme(sind ja noch 2 Semester...).


Zuletzt bearbeitet von Elijah am 24 März 2010 - 11:20:16, insgesamt einmal bearbeitet
TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:18:25    Titel:

Zitat:
Gut er hätte mal lieber mehr lernen sollen


Und genau das ist der Punkt! Wo endet das ganz denn?
Ich verstehe nicht warum man mittelmäßigen Leuten unbedingt den Zugang zum höchsten Abschluss gewähren sollte. Und mit schlechter als 2,5 ist man in den meisten Fächern eben nur Mittelmaß.

Überlegt nur mal was passiert wenn sich so ein Denken in den Köpfen der Studenten festsetzt: "Lerne ich jetzt heute noch für die Klausur? Ach nein, wäre ja blöd... Ich kann mich ja noch einklagen falls es am Ende nicht so gut aussieht..."
stuarrdo
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Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 7
Wohnort: Hamburg, Lüneburg

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:26:09    Titel:

also danke schonmal! Smile

@ michael: danke, jedoch bezieht sich das evtl. eher auf Einklagen in den Bachelor?

@ TK1985: ich kenne Leute, die sich i.d. Bachelor eingeklagt haben, abgestempelt wird niemand.
2. ehrliche Leistungsbewertung gibt es in Deutschland selten und variiert stark. Außerdem: Studenten starten mit verschiedenen Hintergründen. Studenten, die viel arbeiten müssen um Geld fürs Studium zu haben.
--> bitte keine Grundsatzdiskussion, ob das gut oder böse ist.

@ Elijah: danke für den ausfürhlichen Kommentar - das gibt Hoffnung, ich werde mich dann mal einschlägiger mit dem Thema befassen.

Um hier nochmal auf andere einzugehen: "Noten" sind meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Kriterium um Menschen zum Master zuzulassen oder eben nicht. Es sollten meiner Meinung nach Leute reinkommen, die mit dem Master ihre Ziele und Karrieren verfolgen. Durch eine Notenkonkurrenz auszusieben und persönliche Wissenserweiterung zu blockieren halte ich volkswirtschaftlich für falsch - aber wie gesagt: eine Grundsatzdiskussion hilft mir nicht weiter Smile

@ TK noch einmal:
Ich habe da eine andere Meinung. Wie oben gesagt: Menschen, die studieren, tun dies mit verschiedenen Hintergründen. Wenn du dich komplett selbst finanzieren musst, evtl. nebenbei arbeitest, hast du weniger Zeit fürs Studium. Ein Master bedeutet die Möglichkeit sein Wissen und Können auszubauen - dies sollte unabhängig von Noten sein. Noten spiegeln nicht unbedingt Wissen, Können und erst recht nicht Potenziale wieder.

--> bitte keine Grundsatzdiskussion.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:34:25    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Gut er hätte mal lieber mehr lernen sollen


Und genau das ist der Punkt! Wo endet das ganz denn?
Ich verstehe nicht warum man mittelmäßigen Leuten unbedingt den Zugang zum höchsten Abschluss gewähren sollte. Und mit schlechter als 2,5 ist man in den meisten Fächern eben nur Mittelmaß.

Überlegt nur mal was passiert wenn sich so ein Denken in den Köpfen der Studenten festsetzt: "Lerne ich jetzt heute noch für die Klausur? Ach nein, wäre ja blöd... Ich kann mich ja noch einklagen falls es am Ende nicht so gut aussieht..."


Der höchste Abschluss ist nicht der Master, das ist eine Promotion bzw. der Abschluss in einem Ph.D. Programm.
Ich sehe den Master als nichts "besonderes", es ist lediglich ein Diplom(das durfte vorher jeder machen). Der Bachelor ist in meinen Augen nur ein "Schmalspurabschluss" und in vielen Fächern nicht berufsqualifizierend. Das sehe ich eher als Zwangsexmatrikulation...

Wobei man hier natürlich nach Fachbereich differenzieren muss... ein Bwler kann mit nem Bachelor mehr anfangen, als ein Student der Biologie(ein Beispiel von vielen)...

Wenn eine Klage Erfolg hat, dann war sie auch berechtigt. Bei uns gab es anscheinend zu wenig Plätze bzw. die Hochschule hatte noch Platz für 2 Studenten... jeder bei uns hat einen Sitzplatz und keiner muss auf Unterlagen verzichten... mich juckt es nicht.

Dennoch hast du recht das man im Studium alles geben sollte um gute bzw. sehr gute Noten zu erreichen... auf eine Klage würde ich mich nicht verlassen wollen... denn keiner weiß ob die überhaupt klappt.

Wenn ich die 2,3(mit schlechter als 2,3 im Bachelor, hat man bei uns keine Zulassung mehr bekommen) nicht gehabt hätte, ich wäre ins Ausland gegangen um mein Studium zu beenden. Es gibt in Europa so viele Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen... da würde ich eher das Land verlassen. Ne Klage wäre mir viel zu "unsicher" gewesen...
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 11:41:57    Titel:

stuarrdo hat folgendes geschrieben:

@ Elijah: danke für den ausfürhlichen Kommentar - das gibt Hoffnung, ich werde mich dann mal einschlägiger mit dem Thema befassen.

Um hier nochmal auf andere einzugehen: "Noten" sind meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Kriterium um Menschen zum Master zuzulassen oder eben nicht. Es sollten meiner Meinung nach Leute reinkommen, die mit dem Master ihre Ziele und Karrieren verfolgen. Durch eine Notenkonkurrenz auszusieben und persönliche Wissenserweiterung zu blockieren halte ich volkswirtschaftlich für falsch - aber wie gesagt: eine Grundsatzdiskussion hilft mir nicht weiter Smile



Du hast meine Botschaft falsch verstanden, knie dich rein und schaffe die 2,5... man kann deiner Auffassung sein, die teile ich nur bedingt...

Ich bin der Meinung das der Bachelor berufsqualifizierend sein muss(das ist oft nicht gegeben) und durchaus 4 Jahre gehen sollte(um den Master für die "Masse" überflüssig zu machen)... den Master sehe ich eher für Leute die eine wissenschaftliche Karriere(Forschung/Entwicklung) oder eine Promotion anstreben...
stuarrdo
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Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 7
Wohnort: Hamburg, Lüneburg

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 12:08:19    Titel:

@ elijah: zum reinknien gibt es bei uns leider nicht mehr viel. Ansonsten hätte ich überdies diese Frage hier nicht gestellt.

Ich bin weiter ebenfalls deiner Meinung. Ein Bachelor sollte berufsqualifizierend sein, oder konzipiert sein - ist es aber nicht. Zumindest nicht bei mir.

Aber: Eine Grundsatzdiskussion hilft mir nicht weiter, ich freue mich über weitere Fälle, die evtl. dasselbe betrifft Smile
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