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Bachelor noten wie wichtig bei garantiertem Master ?
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Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 12:42:22    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Fachlich ist er dem Master in seinem Einsatzgebiet allerdings unbestreitbar haushoch überlegen. Da kann der Master an der Universität noch so spezielle Vorlesungen gehört haben...


Wenn er den Job bekommt und wenn er die Zeit bekommt sich zu entwickeln kann das in einigen Fällen so sein!
Fachlich "überlegen" nicht unbedingt(je nach Einsatz), aber mehr Berufserfahrung wird er haben. Fraglich ob 1-2 Jahre Berufserfahrung angesichts von 50 Arbeitsjahren entscheidend sind.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 12:54:17    Titel:

Früher gab's die FH-Absolventen, die im Idealfall mit 18 nach der FOS studieren gegangen sind und dann mit 22 ihren Dipl.-Ing.(FH) hatten. Wurden die auch nicht gewollt, weil sie so "Kiddies" waren? Und wurden die auch so schlecht bezahlt, wie es jetzt den Bachelor's angedichtet wird, weil es nebenbei noch die gebildeteren Universitäts-Diplomer gab?

Zitat:
Zudem ist das Image dieses Abschlusses beschädigt, da er in vielen Bereichen verliehen wird obwohl er nicht für den Beruf qualifiziert(gerade an Unis).


Was wiederum interessant ist, da es jetzt an den Absolventen selbst liegt, sich zu qualifizieren -- also weg von Verhätschelung und hin zu mehr Eigeninitiative.

Zitat:
Nicht jedes Unternehmen kann Absolventen "fertig" ausbilden, so etwas geht meist nur bei großen Firmen.


Natürlich nicht "fertig" ausbilden, aber ausbilden musst du jeden irgendwie. Große Firmen haben da eher ihre Trainee-Programme, bei den kleinen muss es der Absolvent eben selbst tun.


Zuletzt bearbeitet von Smutje am 27 März 2010 - 12:57:05, insgesamt einmal bearbeitet
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 12:56:21    Titel:

Es tut mir leid aber du malst hier ein Szenario aus, dass in meiner persönlichen Erfahrung einfach nicht stattfindet. Ich bin Bachelorabsolvent eines technischen Studienganges und kenne auch sehr viele Bachelor aus verwandten Studiengängen.
Keiner aus meinem Umfeld musste irgendwie einen Job zur Not annehmen, weil er nicht bekommen hat was er wollte ... auch wenn einige (mich eingeschlossen) ein paar Monate nach dem Abschluss suchen mussten.
Ich bin jetzt technischer Consultant und komme in sehr viele Firmen rein. Mir sagt man sehr oft, dass grundsätzlich nicht zwischen Bachelor und Master unterschieden wird (für sicher >80% der Jobs). Viele bezahlen Einsteigern auch unabhängig des Abschlusses das Selbe.

Ich denke für die ganze WiWi-Schiene gilt dies enbenso.
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2782

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 13:15:10    Titel:

Und entgegen einiger Behauptungen ... ist gibt Arbeitgeber, die auch "nur" Bachelor nehmen und keine Master oder Diplomer und begründen das mit Überqualifikation.
Wollt ich, bis jemanden ausm Bekanntenkreis das passiert ist, auch net glauben Wink.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 13:33:48    Titel:

Klar gibts das...

Gerade in Bereichen, die eher anwendungsbezogen ausgerichtet sind und viel mit Erfahrung zu haben, als mit theoretischer Fachkenntnis. Da nimmt man lieber einen Bachelor (idealerweise mit Berufsausbildung) als nen Master der diese Erfahrung genauso sammeln müsste...

Ich denke einfach, dass Viele die Fachtheorie maßlos über- und gute Grundlagenkenntnisse/Berufserfahrung maßlos unterschätzen. Berufserfahrung besteht nämlich nicht nur aus dem, was viele als "Praxiswissen" abtun. Viele Ingenieure vertiefen im Beruf auch ihre theoretischen Kenntnisse erheblich. Und zwar wesentlich zielgerichteter und spezieller als es ein Masterstudiengang jemals leisten könnte...

Deswegen:

An einen Bachelor, der bereits 2 Jahre in seiner Thematik arbeitet, kommt ein Masterabsolvent so schnell nicht heran. Wissenschaftliches Niveau hin oder her...

Klunki wird sicher bestätigen können, dass er in seiner beruflichen Tätigkeit wesentlich tiefer und spezieller in die Thematik einsteigt und auch deutlich mehr lernt, als in einer Vorlesung mit anschließender Klausur...
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 13:46:04    Titel:

Elijah hat folgendes geschrieben:

Weil die Gehaltsunterschiede eben nicht enorm(wenn überhaupt) sind, da nehme ich eher nen Master oder keinen Akademiker, denen muss man noch weniger zahlen.


Hehe, du interpretierst das völlig falsch...

Das Master und Bachelor gleichviel verdienen, heisst nicht automatisch, dass die Firmen lieber Master nehmen, weil sie dann mehr fürs Geld kriegen. Es könnte genausogut heissen, dass Bachelor nicht wesentlich schlechtere bzw. gleichwertige Arbeit leisten und deswegen ähnlich gut verdienen, wie ihre Masterkollegen...
<ass_könig
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Anmeldungsdatum: 19.01.2008
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 13:57:15    Titel:

Wird jetzt in IG Metall tarifgebundenen Unternehmen eigentlich nach dem neuen ERA System nach Tätigkeit oder auch nach Abschluss bezahlt?

Sollte es so sein, dann wäre es tatsächlich in manchen Fällen günstiger für das Unternehmen Bachelors einzustellen.

Falls nicht, dann hätte man mit einem Bachelor bei großen/beliebten Unternehmen wohl kaum Chancen, weil die Konkurrenz durch besser qualifizierte Master wohl zu groß ist.

Aber wenn es um meine persönliche Empfindung geht, möchte ich gar nicht nach dem Bachelor aufhören zu studieren. Das studieren fängt mir gerade richtig an Spaß zu machen und wenn ich mir vorstelle, dass ich nur noch 2,5 Jahre habe? Man studiert nur einmal im Leben (in der Regel).

Außerdem möchte ich noch ins Ausland, dass wird wohl kaum während des Bachelors zu machen sein. Oder hat dies jemand geschafft?

Es kommt auch immer darauf an, wie gerade die wirtschaftliche Situation ist. Brand Ing kann es sein, dass du im wirtschaftlichen Aufschwung eingestiegen bist?

Weil ich glaube, wenn ich mit dem Bachelor fertig bin, kommen die ganzen "Zwangsmaster" auf den Markt, also die Leute, die nach dem Bachelor wegen dem schlechten Arbeitsmarkt keinen Job gefunden haben.
iKohol
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Anmeldungsdatum: 25.03.2010
Beiträge: 179

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 13:58:41    Titel:

Das Argument von xmisterDx kann man auch unendlich weiterspinnen.

Der Personaler könnte sich auch denken "Ok, ich nehm den Bachelor, weil der Master wird sofort wieder Kündigen, wenn er was Besseres findet und ich brauche jemanden für mindesten 5 Jahre".

Genausogut könnte man aber auch in die Gegenrichtung argumentieren.

Vom dem her: #signed. :>
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2782

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 14:04:05    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Klunki wird sicher bestätigen können, dass er in seiner beruflichen Tätigkeit wesentlich tiefer und spezieller in die Thematik einsteigt und auch deutlich mehr lernt, als in einer Vorlesung mit anschließender Klausur...


Keine Frage ... es gibt zwar Bereiche, besonders wenns ins mathematische Gerüst geht, die man aus der Uni mitnehmen sollte, aber der Erfahrungsgewinn durch die tägliche Arbeit im Betrieb ist unbezahlbar. Zudem ist in der Industrie immer noch ein gewisser Druck vorhanden, dass man in einer gewissen Zeit ein Produkt (manchmal im übertragenen Sinne) erstellen muss und die erforderten Kenntnisse in einer gewissen Schnelligkeit bereitstellen muss. Dieses führt nicht nur zu Erfahrungsgewinn, sondern auch zu ner gewissen Einstellung, gegenüber der Bearbeitung von Themen und der Präzision der Ergebnisse. In der Uni nimmste dir halt mal paar Studenten Zeit und denkst über Problemstellungen, das kratzt Keinen. Im Arbeitsbetrieb muss man schonma (manchmal) bischel schneller nachdenken.
Pitar
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Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 27 März 2010 - 15:00:00    Titel: ...

Leute, ganz ehrlich -dass gewisse Firmen einen Bsc.-Informatiker oder Bachelor-BWLer annehmen, da ein richtiger Akademiker zu teuer und überqualifiziert wäre, kann ich mir gute vorstellen. Ich kenne ein mittelständisches Informatikunternehmen, in dem gut die Hälfte der Mitarbeiter "nur" einen Bsc-Abschluss besitzen, aber praktisch durch gute Leistungen überzeugen.

Aber wenn ich nach dem Bsc. eine Brücke konstruieren müsste - ich wöllte da nicht drüberlaufen. Der Bachelor an einer UNi ist verschult, kaum praxisnah und nicht berufsqualifizierend. Als Absolvent fehlen dir sämtliche Softskills, Erfahrungen im Projektmanagement, wissenschaftliches Arbeiten und und und... Es ist alles schön und gut, solange solche Leute keine Verantwortung übernehmen müssen. Allerdings ist das in den meisten Ingeniersbereichen nunmal der Fall - es gibt keine Esc-Taste, was gemacht wird, muss sitzen.

Deshalb würde ich mir, aber auch keinem anderen meiner Kommilitonen zutrauen, nach dem Bachelor bereits wirkliche, verantwortungsvolle Ingenieurstätigkeiten übernehmen zu können. Sicherlich kann man nach dem Bachelor in den Beruf einsteigen, die Frage ist dann nur, ob die Unilaufbahn dafür denn wirklich nötig war?!

ZU den FH-Absolventen: Dieser Vergleich zw. Uni Bsc. und FH-Diplom hinkt sehr. Grundsätzlich besitzen FH-Absolventen eine andere fachliche AUsrichting als Bachelor-Absolventen an der UNi. Auch wenn ein FH-Studium nicht den theoretischen Tiefgang hat verglichen mit der UNi, so ist es doch eine runde Sache. Die Leute sind vielseitig ausgebildet, haben einen Überblick und vor allem Praxiserfahrungen.

Bei meinem letzten Praktikum habe ich den UNterschied gemerkt: Ich kann zwar tolle Fourierreihen von irgendwelchen Asynchronmotoren herleiten, aber mit praktischen Detailfragen in der Schweißtechnik kenne ich mich einfach nicht aus. Pressverfahren kenne ich nur aus dem Lehrbuch - und in der Praxis sind sie doch ganz anders. Meine Mitpraktikantin - FH - konnte zwar mit dem Begriff Fourierreihe nichts anfangen, dafür aber viel schneller mit anpacken bei der Arbeit, da sie durch zahlreiche Praxisarbeit im Studium einfach wusste, worauf es ankommt.

Ich will damit sagen: Ein FH-Diplom ist durchaus eine runde, fertige Sache, denn es erfüllt seinen Zweck. Ein UNi-Bachelor ist nichts anderes als eine halbfertige Grundlage für ein Studium, dass eigentlich auf die Forschung und Entwicklung vorbereitet, und nach 3 Jahren keineswegs aufgeschlossen sein kann. Es ist nichts halbes und nichts ganzes, weder in der Theorie, noch in der Praxis wirklich tauglich.

So, und nun könnt ihr mich foltern, weil ich das gesagt habe, was man als Bachelor-Absolvent nicht hören will. Leider ist es so!

Gruß

Pitar
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