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Strafrecht HA Heidelberg
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meteoro1
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2010 - 20:09:31    Titel:

danke für deine antwort, das klingt sehr plausibel, was du sagst. muss die HA ja sowieso kürzen. sag mal, hast du auch konkurrenzen behandelt und, wenn ja, an welcher stelle? kommt das nach jeder einzelnen strafbarkeit einer person? vielen dank Wink
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2010 - 21:30:59    Titel:

Ja Konkurrenzen musst du auch behandeln. Wo man Konkurrenzen behandelt, ist Geschmackssache. Du kannst es ganz am Ende der HA, am Ende der Prüfung der jeweiligen Personen oder auch am Ende der jeweiligen Tatbestände machen.

Ich hab letzteres gemacht. Ist zwar etwas unkonventionell, aber zulässig. Man spart dadurch halt ein paar Zeilen Platz.
meteoro1
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2010 - 12:04:55    Titel:

Vielen Dank, du bist echt eine große Hilfe Very Happy
Sag mal, wenn man Anstiftung zum Mord an G vollständig bejaht hat, muss man doch eigentlich nicht mehr versuchte Anstiftung in Bezug auf C prüfen, oder? ich habe die Literatur so verstanden, dass je nachdem welcher Meinung man bei dem Problem error in persona und Anstiftung folgt, entweder (man folgt der aberratio ictus Meinung) auf eine farlässige Tötung bzg. G und einer versuchten Anstiftung bzg. C kommt, oder ( man folgt der h.M. error in persona ist unbeachtlich) oder nur auf eine Anstiftung zum Mord bzg. G kommt, ohne das man den C noch weiter berücksichtigt.
was meinst du dazu?
LG
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2010 - 17:18:53    Titel:

Fast richtig. Wenn man der aberratio ictus Lösung folgt, kommt man nach hM zu dem Ergebnis, dass eine versuchte Anstiftung und ggf. eine Fahrlässigkeitstat vorliegt.

Eine versuchte Anstiftung ist jedoch nur bei Verbrechen strafbar, § 30 I. Der Anstifter würde nach dieser Lösung also gegenüber der error-in-persona-Lösung privilegiert. Das sehen auch einige Vertreter der aberratio-ictus-Lösung. Daher wird teilweise keine versuchte Anstiftung, sondern eine Anstiftung zum Versuch angenommen.

Eine Anstiftung zum Versuch kann aber logischerweise nur vorliegen, wenn es auch eine versuchte Haupttat gibt. In unserem Fall müsste F also versucht haben, C zu töten. Das ist aber grade nicht der Fall, sein Vorsatz bezog sich zum Zeitpunkt der Tatbegehung allein auf den G.

Es liegt also kein Versuch des Angestifteten vor, daher kann es auch keine Anstiftung zum Versuch geben.

Da Vertreter der aberratio ictus Lösung diese Argumentation benutzen, um das Argument zu entkräften, der Anstifter würde bei Vergehen privilegiert, kannst du das schon als Gegenargument innerhalb der Diskussion "error in persona - aberratio ictus" benutzen.

Bloß musst du dann ein paar Seiten vorher bei F bereits dargestellt haben, dass F nicht versucht hat, C zu töten;)
meteoro1
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 22:21:09    Titel:

Hallo, noch eine Frage für das Abendessen zur Verdauung,
bei dem subjektiven Teil von Totschlag durch Unterlassen der A weiß ich nicht so recht, woran ich den Vorsatz im Sachverhalt erkennen kann. Kann ich einfach sagen, dass sie Kenntnisse von ihrer Garantenstellung hatte und auch Wissen, dass ihr Unterlassen kausal für den Erfolg ist, etc.

LG
ich hoffe, dass es gut schmeckt Laughing
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2010 - 08:41:13    Titel:

Meinst du A oder F? Bei A ist der Vorsatz doch relativ unproblematisch, sie geht doch extra weg, um nicht mit dem Ganzen in Verbindung gebracht zu werden. Bei A geht es eher um die Problematik, ob man einen Verdeckungsmord durch Unterlassen begehen kann und inwiefern ihre Anstiftung zum "gleichen" Mord eine "andere" Tat darstellt.
meteoro1
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2010 - 12:18:26    Titel:

Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin gerade noch mal dabei die versuchte Unterschlagung bzgl. D anzuschauen und habe dort einen untauglichen Versuch bejaht, auf Grund eines Irrtums bzgl. des Tatobjektes. Jetzt bin ich mir aber nicht sicher, wie ich das genau aufbaue. Prüfe ich untauglichen Versuch im Tatentschluss? und wenn ich den untauglichen Versuch bejahe, gehe ich danach direkt zum Ergebnis über? oder wenn nein, was kommt danach noch?Ich hoffe bei dir läuft es gut. VG
meteoro1
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2010 - 11:43:09    Titel:

Hallo, ich habe eine kurze Frage zur Unterschlagung.
wie hast du eigentlich die Zueignung bei Unterschlagung aufgebaut? hast du zuerst beide Komponenten der Unterschlagung (Enteignung und Aneignung) geprüft um danach die Art der Zueignung zu bestimmen (Selbst-Drittzueignungsabsicht) oder alles unter einem Punkt Zueignungswille geprüft?
Danke für die Antwort.
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2010 - 23:29:00    Titel:

Innerhalb der Zueignung hab ich nach hM erst den Zueignungswillen (Aneignungs- und Enteignungswille) und dann die Zueignungshandlung geprüft.

Wann eine Zueignungshandlung vorliegt, ist ja grade umstritten, Stichwort Manifestationslehren gegen materielle Theorien.
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