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Hausarbeit Strafrecht FU Berlin
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Sara100
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Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 01:47:51    Titel: Hausarbeit Strafrecht FU Berlin

A lernte den X kennen, der ihm einen gestohlenen neuen Porsche Panamera im Wert von 95.000 € zum „Kauf“ anbot. A ging auf dieses „Angebot“ zum Schein ein und bot 10.000 €an. Tatsächlich hatte A vor, sich das gestohlene Fahrzeug ohne Bezahlung zu verschaffen.
Hierfür bat er B um seine Unterstützung. Am nächsten Tag trafen sich A und B mit X und fuhren mit ihm unter dem Vorwand, den Endabnehmer des Fahrzeugs, der dieses bezahlen werde, aufsuchen zu wollen, in dem Panamera aufs Land. In einem Dorf hielt A, der den Wagen probeweise steuerte, plangemäß vor einer Gaststätte an und erklärte dem X, der auf dem Beifahrersitz saß, er X solle aussteigen und in der Gaststätte auf sie warten, bis sie wieder mit dem Geld zurückkämen; der Endabnehmer wolle nämlich anonym bleiben und nicht in Er-scheinung treten. X, der inzwischen misstrauisch geworden war, weigerte sich jedoch, das Fahrzeug zu verlassen.
Nunmehr forderte A den X in barschem Ton auf, auszusteigen. Als X sich wegen der noch
ausstehenden Bezahlung weigerte, hielt ihm der auf der Rücksitzbank sitzende B entsprechend der vorher mit A getroffenen Abrede eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole an die Schläfe. Nunmehr gab X klein bei und stieg aus, weil er keine Chancenmehr sah, ent-weder den Panamera zu behalten oder zu seinem Geld zu kommen.

Bin am verzweifeln...ist der b hier Mittäter oder nur Gehilfe. Das Auto will ja A für sich behalte? Crying or Very sad
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 10:00:42    Titel:

Beim Prüfungspunkt "gemeinsamer Tatplan" müsste der B neben dem Täter als gleichberechtigter Partner erscheinen. Das ist zumindest zweifelhaft, da sich bspw. A und B nicht den Erlös aus dem Autoverkauf teilen.
Sara100
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Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 15:28:07    Titel:

ja aber das Problem ist, das es dann keine Haupttat gibt, die B unterstützen könnte...A verwirklicht die tat ja nicht selbst...vielleicht könnte es sich ja eine Anstiftung handeln...a stiftet B an...oder?
Sternenratte
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Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 16:07:48    Titel:

wobei aber anstiftung zu beihilfe an der eigenen haupttat (= beihilfe zur eigenen haupttat) schwachsinnig is, oder?
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 18:15:59    Titel:

Den Diebstahl begeht A auf jeden Fall selbst, weil er mit dem Wagen selbst wegfährt...
Sternenratte
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Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 18:45:28    Titel:

naja, dass er wegfährt is zwar klar, aber nicht ausdrücklich gesagt und darum gehts auch nicht. der punkt ist, dass sie x dazu bewegen, aus dem auto auszusteigen.
durch die verwendung der spielzeugpistole liegt dann raub, und nicht lediglich diebstahl vor.
ich ging bisher davon aus, dass a (am steuer) die wegnahme verwirklicht, während b die gewalt ausübt/bzw x bedroht (je nachdem, welcher meinung man folgt). wenn eine mittäterschaft von b aber an mangelnder zueignungsabsicht scheitert, wirds schwieriger.
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 20:01:47    Titel:

Jeder in Frage kommende Tatbestand ist zu prüfen....im Sachverhalt steht extra, dass A am Steuer sitzt.

Raub liegt ja nur im Zusammenwirken der beiden vor. A nimmt weg, B wendet Gewalt an. Ob man das jetzt gegenseitig zurechnen kann, ist ja grade Tatfrage.

Wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass B nur Gehilfe ist, kann man das eben nicht.

Dann läge nur ein Diebstahl des A vor, zu dem B durch eine Nötigung Behilfe geleistet hat.

Diskutieren könnte man eventuelle noch, ob A den Raub durch das Einschüchtern des X selbst verwirklicht hat. Hier fehlt es aber an Kausalität.
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