Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Versuch und Objektive Zurechenbarkeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Versuch und Objektive Zurechenbarkeit
 
Autor Nachricht
ClintWestwood
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 218

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2010 - 20:45:57    Titel: Versuch und Objektive Zurechenbarkeit

Wieso fragt man im Tatentschluss nicht danach, ob der Täter meint der Erfolgsreintritt würde ihm objektiv zurechenbar sein.
Marina85
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2010 - 10:52:20    Titel:

Tatentschluss muss bzgl. aller obj. TB-Merkmale bestehen. Wenn der Täter Vorsatz bzgl. der Verwirklichung eines obj. Merkmals hat, also bzgl. des Erfolgs eines Delikts, ist darin ja quasi bereits enthalten, dass er auch Vorsatz bzgl. Kausalität und obj. Zurechnung hat. Denn der Erfolg setzt dies ja voraus.
hani125
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2010 - 11:49:11    Titel:

Wobei jedenfalls der BGH der Lehre von der objektiven Zurechenbarkeit nicht anhängt. Der Tatentschluss muss sich für ihn nur auf das Hervorrufen des Taterfolgs (im Sinne einer schlichten Kausalität) erstrecken - Wissen (darin steckt die Kenntnis der Kausalität) & Wollen der Tatbestandsverwirklichung + tatbestandsspezifische subjektive Merkmale.

Insoweit ist deine Frage, jedenfalls wenn man der Lehre der objektiven Zurechnung nicht anhängt, nicht ganz unberechtigt. Denn wird für die objektive Tatbestandsmäßigkeit nur Kausalität bezüglich des Taterfolges verlangt und gerade nicht das Setzen eines tatbestandsspezifischen Risikos/Gefahr, dass sich im konkreten Geschehen verwirklicht haben muss, reicht es für den Tatentschluss aus, dass der Täter will und weiß, dass sein Handeln den Taterfolg herbeiführen kann, sei es auch noch so unwahrscheinlich (+ ggfls. tatbestandsspezifische subjektive Merkmale).

Hängt man der Lehre der objektiven Zurechenbarkeit aber an, so muss, wie oben schon gesagt, der Täter auch das von ihm gesetzte Risiko für den konkreten Erfolgseintritt bei Handeln kennen, um vorsätzlich zu handeln.
ClintWestwood
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 218

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2010 - 16:38:29    Titel:

bei einem Unterlassungsversuch wird ja auch nur Vorsatz bezüglich der hypothetischen Kausalität geprüft.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Versuch und Objektive Zurechenbarkeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum