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Anstiftung zur Beihillfe zur eigenen Tat
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eulenspiegel1981
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Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2010 - 19:40:24    Titel: Anstiftung zur Beihillfe zur eigenen Tat

Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit meiner großen HA im StrafR und bin auf ein Problem gestoßen, bei dem ich etwa Hilfe benötigen könnte: A und B möchten ein Casino ausrauben. Damit sie in den Tresorraum hineingelassen werden, bittet A den C, die Überwachungstechnik des Tresorraums zu manipulieren. C tut dies, A und B begehen einen Diebstahl aus dem Tresor. Hier meine Frage:
A und B haben sich wegen Diebstahls strafbar gemacht.
C hat sich wegen Beihilfe zum Diebstahl strafbar gemacht.
--> A müsste sich wegen Anstiftung zur Beihilfe strafbar gemacht haben. Anstiftung zur Beihilfe ist Beihilfe zur Haupttat. Allerdings hat A die Haupttat begangen. Soll dies heißen, dass er sich auch wegen Beihilfe zu der von ihm begangenen Tat strafbar gemacht hat? Es leuchtet mir irgendwie nicht ein. Wie verhält sich dann diese Beihilfe bezüglich der Haupttat? Ich nehme an, dass sie zurücktritt, oder?
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte.
Liebe Grüße
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2010 - 23:33:57    Titel:

Würd' ich aufgrund folgender Überlegung ablehnen.

Die Teilnahme leitet ihren Unwertgehalt von der Haupttat ab.
Jede Form der Teilnahme stellt nur ein Minus des Unwertes der Haupttat dar.

Schon aus diesem Grunde kann der Teilnehmer nicht mehr Unrecht verwirklichen als der Haupttäter. Stünde tatsächlich Beihilfe neben Täterschaft, so würde trotzdem kein Mehr an Unrecht verwirklicht.

Ich würde sogar meinen, dass der Täter als Herr des Geschehens per se nie Teilnehmer(Anstifter/Beihelfer) sein kann, weil er nicht die Tat eines anderen, sondern im Endeffekt seine eigene fördert.
Wenn hier der Täter den C auf die Idee bringt, das Schutzsystem zu umgehen, so stellt die Umgehung zwar für C Beihilfe zur Tat des A dar, diese Beihilfe steht aber nicht allein, sie kann nur dann existieren, wenn A eine Straftat begangen hat. Damit steht aber auch fest, dass A auch seine eigene Tat fördert. Da die Beihilfe des C an der Tat des A nicht ohne die Tat des A existieren kann, und über A's Tat hat A (und B) Tatherrschaft, hängt die Beihilfestrafbarkeit des C letztlich auch von A ab. A kann gar nicht Teilnehmer an der Tat des C sein, denn er hat die Beihilfe des C letztlich mit in der Hand, indem er den Diebstahl verwirklicht oder nicht - A ist nicht Randfigur/Teilnehmer an der Beihilfe des C am Diebstahl des A/B.
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2010 - 04:01:42    Titel:

Der Ken immer mit seinen Oceans-SVs...^^ Vielleicht lohnt es sich da, sein Erstsemester-Skript anzusehn, ich erinnere mich stark an solch ähnliche Sachverhalte.
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