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Erstsemester Fragen
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Denis_FFM
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Anmeldungsdatum: 27.12.2009
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2010 - 15:22:11    Titel: Erstsemester Fragen

Hi,

studiere jetzt die ersten paar Wochen Jura in Frankfurt. Die Vorlesungen sind ja wirklich spannend und Jura ist ganz toll aber irgendwie hab ich das Gefühl ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll zu lernen und mir systematisch die Themengebiete zu erarbeiten.

Ich gehe also Regelmäßig in die Vorlesungen, Online werden uns die Folien dafür im nachhinein gestellt, aber was soll ich denn dort genau mitschreiben? Wie prüfe ich ob ich genug von den Vorlesungen mitgenommen hab?

Ich hab mich für jedes Fach in eine AG eingetragen.. dabei hab ich die mir zeitlich so gelegt das ich mo,di,mi vorlesungen habe und donnerstag + freitag die AGs. Ist das irgendwie ein Nachteil für mich von der zeitlichen lerneffektivität her? Sollten die AGs näher an die jeweiligen Vorlesungen liegen (das war bei mir leider nicht möglich, mir fällt es jetzt aber schwer nen vernünftigen zeitplan mit vor/nachbereiten auszutüfteln)?

Ich hab mir nach einlesen in die Lehrbücher Degenhart/Köhler/Wessels gekauft, aber wie geh ich am besten mit der Literatur um? Vor den vorlesungen in das jeweilige Thema einlesen? Wie erarbeite ich mir generell Lehrbücher und lese sie nicht nur durch?

Wann sollte ich anfangen mit Fallbüchern zu lernen? Oh und woher weiß ich das ich an einem Tag genug oder sinnvoll gelernt habe.. also Mo-Mi bin ich dank Vorlesungen gut beschäftigt und komm erst um 20:00 nach hause, aber Donnerstag und Freitag sind nur AGs und ich hab an diesen Tagen das Gefühl ich mach zu wenig EGAL wie viel ich lese, arbeite.. wie stellt man sich am Tag ein Ziel und sagt dann "okay das wars, heute hab ich genug gelernt und kann zufrieden sein".. welche lernzeit ist normal?

bin für jeden hinweis dankbar ^^
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 03:22:04    Titel: Re: Erstsemester Fragen

Ich kenne ja nun deinen Studienplan nicht, aber meiner Erfahrung nach
- ist es unnötig, im ersten Semester großartig selbständig Vorlesungen vor/nachzubereiten (oder überhaupt zu besuchen)
- ist es egal, wie die AGs zeitlich zu den Vorlesungen liegen, da du ja die Vorlesungen eh nicht hörst bzw. die AG-Leiter sich nicht unbedingt am Fortschritt der Vorlesung orientieren
- ist es unnötig, sich irgendwelche Bücher zu besorgen, weil es sie eh in der Bib gibt und siehe top 1 es eh nicht notwendig ist, schon aktiv großartig was zu lernen

denn das Relevante lernst du während dem Schreiben deiner ersten Hausarbeiten während der Semesterferien.

Sprich, erstmal passiv bleiben, dir ein bis zwei Vorlesungen raussuchen, in denen du Kontaktpflege betreiben kannst, die AGs besuchen denn dort hörst du alles, was du wissen musst.
Umbraticulus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2008
Beiträge: 112
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 12:12:12    Titel:

Hi,

also ich kann meinem Vorredner zumindest insoweit zustimmen, dass du dich nicht so sehr verrückt machen musst, wie du es offenbar gerade machst.
Nach meinen bisherigen 5 Semestern Jura würde ich dir folgendes raten:

Vorlesungen: Die würde ich schon auf jeden Fall regelmäßig besuchen. Zwar wirst du sicher nicht alles, was du dort hörst, für die Anfängerklausuren brauchen. Allerdings wirst du später, wenns um die großen Scheine und die Examensvorbereitung geht, dankbar sein für alles, was du schonmal entfernt gehört hast und nicht komplett neu für dich ist. Diese Empfehlung steht aber unter dem Vorbehalt, dass dein Prof keine totale didaktische Niete ist. In diesen Fällen lohnt es sich dann auch schon im 1. Semester die Vorlesung gegen ein gutes Lehrbuch einzutauschen.

AGs: Du tust gut daran, auch da regelmäßig hinzugehen, denn die Vorlesungen sind leider allzuoft zu abstrakt, sodass du jede Möglichkeit nutzen solltest, dein Wissen in die Falllösung zu integrieren. Das kann gerade in Staatsorga am Anfang (und auch später noch) große Probleme machen.
Ob die AGs jetzt aber am gleichen Tag wie die Vorlesung sind oder nicht, ist m.E. egal. Solang du da ordentlich mitarbeitest, bist du schon gut dabei.

Lehrbücher: Deinen Lehrbüchern nach, gehe ich mal davon aus, dass du gerade Staatsorga, BGB AT und Strafrecht AT hörst. Mit Degenhart und Wessels/Beulke habe ich auch gearbeitet und war damit eigentlich ganz zufrieden. Ggf. hilft auch mal, das eine oder andere Fallbuch auszuleihen und zu schauen, wie man sein erlerntes Wissen sinnvoll in Fälle ummünzt. Lass dich dabei nicht abschrecken, wenn du einiges noch nicht verstehst. Das ist im 1. Semester, wo man noch keinen Überblick über die Gesamtmaterie hat, vollkommen normal.
In BGB AT hatte ich ein anderes Lehrbuch (Rüthers/Stadler), aber der Köhler ist auch sehr beliebt, deswegen machst du da bestimmt auch nichts falsch.

Zum Lernen mit Lehrbüchern: Ich halte von Vorlernen vor der Vorlesung nichts. Mir gelingt der Einstieg in neue Materie am besten, wenn ein guter Prof die Grundzüge darstellt und ich dann im Lehrbuch nochmal alles ordentlich nachlesen kann. Es bringt dir aber auch nichts, wenn du die Lehrbücher nur pro forma liest, sprich um dein Gewissen zu beruhigen. Deswegen am Anfang lieber nur die Basics lesen und dafür dabei lieber sorgfältig sein.
Ansonsten kannst du im Internet mal nach der ÜFLFÜ-Methode suchen. Diese habe ich vor kurzem erst kennen gelernt und bin sehr zufrieden damit. Vielleicht ist das auch was für dich.

Fazit: Cool bleiben. Da es bei dir offenbar nicht an Motivation mangelt, wirst du mit der Zeit schon den richitgen Weg finden. Diese Probleme hast nicht nur du, sondern deine Kommilitonen auch. Und die kochen in der Regel auch nur mit Wasser. Wink
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 14:53:24    Titel:

das kommt wohl drauf an wie viele HAs man schreiben muss. ich musste nur in meinem Grundstudium eine HA schreiben. Wäre fatal gewesen, da nie zu ner Vorlesung oder AG zu gehen.
lady in red
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Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 14:55:00    Titel:

Hey! ich studiere seit 2 Jahren Jura und sage wie auch andere sagen, mach low.... Very Happy Die Vorlesungen, die du jetzt hast, sind schwer für Anfänger, du sollst sie aber immer besuchen. Die AG's sind eigentlich am wichtigsten. Du hast natürlich auf gute Bücher zurückgegeriffen, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass du auch z.B. Bücher zum Lernen benutzen solltest, die extra für Studenten geschrieben sind, ich empfehle die Rolf Schmidt Reihe.. Die Bücher sind einfach super, leicht geschrieben, nicht für Professoren geschrieben sondern für uns, die sich nicht auskennen.
Viel Glück!
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 15:02:27    Titel:

"Normale" Lehrbücher sind auch nicht für Professoren geschrieben, sondern für Studenten...
Denis_FFM
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Anmeldungsdatum: 27.12.2009
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2010 - 08:30:33    Titel:

oh leute, danke für die tipps Smile
bin jetzt auf jeden fall schlauer
Gonzalez
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Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2010 - 13:47:27    Titel:

meiner erfahrung nach, muss man gar nicht zu irgendeiner vorlesung oder ag gehen, das kannst du dir alles zu hause selbst erarbeiten, so habe ich es bis jetzt (4. sem) gemacht und alles ist super gelaufen. jetzt im 4. sem gehe ich zum ersten mal regelmäßig in die uni (übungen), mal gucken, ob ich dann so viel besser abschneide (schätze schon, da man eben nur das lernen muss, was der prof durchnimmt)... ansonsten waren die ags bei uns NIE auf die vorlesung abgestimmt... wenn wir in der vorlesung unmöglichkeit besprochen haben, hat die in der ag aufrechnung gemacht (was der prof im übrigen gar nicht während der vorlesung besprochen hat...). von daher: bleib erst mal zu hause und lerne da, oder setz dich von mir aus in die bib, wenn du unbedingt in die uni gehen willst.
EinHeinzelmännchen
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Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 97
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2010 - 20:43:06    Titel:

Da erkennt man auch wieder gut eine Grundkrankheit von Jurastudenten - ich mache nix, ich kann alles und sowieso, was wollt ihr eigentlich. Ein Prof von uns fing auch an: Ich war nie in einer Vorlesung, habe Altgriechisch und hebräisch nebenher gelernt. Das wird so auch stimmen, bringt dir aber gar nix.

Auf solche Selbstbeweihräucherungen würde ich erstmal nicht viel geben. Das einzige was du mitnehmen solltest ist, dich nicht verrückt zu machen. Zum lernen - lediglich Fälle lösen. Stoff kriegt man nebenher ausreichend mit und man lernt den Stil (was ja eh erstmal das einzig wichtige ist).

Besuch deine AGs. Besuch die Vorlesungen um unter Leute zu kommen. Am Anfang ist es erstmal ziemlich viel und ziemlich neu. Das legt sich auch wieder. Wink

Achja, und wenn eure AGs nicht mit den Vorlesungen harmonieren, dann nennt halt wenigstens eure Unis. Das ist doch wohl das mindeste. Wenn ich sowas vorher bei ner Uni hören würde wär die damit raus. Ich gehe doch auch nicht zu einem Friseur, wo ich vorher höre, dass er die Haare schief schneidet...
Gonzalez
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Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2010 - 20:59:55    Titel:

EinHeinzelmännchen hat folgendes geschrieben:
Da erkennt man auch wieder gut eine Grundkrankheit von Jurastudenten - ich mache nix, ich kann alles und sowieso, was wollt ihr eigentlich. Ein Prof von uns fing auch an: Ich war nie in einer Vorlesung, habe Altgriechisch und hebräisch nebenher gelernt. Das wird so auch stimmen, bringt dir aber gar nix.
Auf solche Selbstbeweihräucherungen würde ich erstmal nicht viel geben.

Das hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Viele (ich behaupte nun einfach mal die meisten) Studenten gehen zur Uni bzw. in die Vorlesung, um ihr Gewissen zu beruhigen. Die wenigen Male, die ich in einer Vorlesung war, ist mir eins jedes mal aufgefallen: Mindestens 50% der Studenten hören nicht zu oder schlafen sogar während der Vorlesung (ist ja auch ganz schön früh, wenn man schon um 10h da sein muss). Die, die nicht zu hören, weil sie quatschen, lenken die, die lernen wollen, ab. Dazu die tolle Atmosphäre und die bequemen Sitzgelegenheiten und schon ist der Tag im Eimer. Da schlafe ich doch lieber aus, bleibe zu Hause und lerne dort meine 6 Stunden effektiv, als den halben Tag in der Uni zu verschwenden und mich dann ausgelaugt an den Schreibtisch zu setzen, um dann noch zu lernen bzw. es zu versuchen. Das ist meine Meinung, die muss nicht jeder teilen, das ist klar. Wenn der prof wirklich ein genie ist und man echt was in der Vorlesung lernt, dann sollte man ruhig hingehen. Dies ist leider nur selten der Fall.

EinHeinzelmännchen hat folgendes geschrieben:
Zum lernen - lediglich Fälle lösen

Halte ich für gefährlich und nicht effektiv bzw. sogar falsch. Wie soll ich denn einen Fall lösen ohne das materielle Wissen dazu zu haben?

EinHeinzelmännchen hat folgendes geschrieben:
Achja, und wenn eure AGs nicht mit den Vorlesungen harmonieren, dann nennt halt wenigstens eure Unis. Das ist doch wohl das mindeste. Wenn ich sowas vorher bei ner Uni hören würde wär die damit raus. Ich gehe doch auch nicht zu einem Friseur, wo ich vorher höre, dass er die Haare schief schneidet...

In diesem Fall die Berliner Eliteuni. Rolling Eyes
Ok, dazu muss ich sagen, dass die Dame sowieso einen inkompetenten Eindruck gemacht hat. Da waren die anderen AGs schon besser, aber trotzdem nicht zwingend erforderlich.
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