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Versuchter Mord durch Unterlassen
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Versuchter Mord durch Unterlassen
 
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LeoHart
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beiträge: 155

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2010 - 12:59:28    Titel: Versuchter Mord durch Unterlassen

Hallo!! Ich schreibe am Dienstag eine Klausur und da kommt wahrscheinlich das Thema versuchter Mord durch Unterlassen. Weiß jetzt nur nicht,wie man das prüft. Finde in keinem Buch ein Prüfungsschema dafür. Man muss ja zuerst dann nocht Versuchter Totschlag durch Unterlassen prüfen. Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen, wo ich so ein Schema finden könnte?

Lg
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 22 Apr 2010 - 00:43:18    Titel:

kombination der prüfung eines versuchs mit der prüfung eines unterlassens
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 22 Apr 2010 - 05:44:31    Titel:

Könntest du vielleicht ein solches Schema nicht mal erst alleine versuchen und hier posten? Verbesserungsvorschläge kommen dann Wink .
LeoHart
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beiträge: 155

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2010 - 15:51:15    Titel:

I. Tatbestand

1. Subjektiver Tatbestand - Tatentschluss
a. Vorsatz bezüglich aller objektiven tatbestandsmerkmale
b. Vorliegen aller besonderen subjektiven Tatbestandsmerkmalen

2. unmittelbares Ansetzen- Objektiver Tatbestand
a. Kausalität
b. Garantenstellung
c. Objektive Sorgfaltpflichtverletzung
d. Gleichwertigkeitsklausel
II. Rechtswidrigkeit
III. Schuld
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2010 - 16:03:38    Titel:

sorgfaltspflichtvereltzung?

was ansonsten unter 2. steht gehört in 1.
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 14:44:23    Titel:

Unterlassene Hilfeleistung würde ich noch verstehen, Beihilfe durch Unterlassen kenne ich auch. Aber (Mord-)Versuch durch unterlassen - wie geht das denn? Rolling Eyes
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 16:08:06    Titel:

Vater kommt seinem ertrinkenden Kind nicht zu Hilfe, weil das Drecksding in seiner neuen Beziehung eh nur stört, Kind wird letztlich durch einen Dritten doch noch gerettet?
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 22:52:56    Titel:

rOYAL. hat folgendes geschrieben:
Vater kommt seinem ertrinkenden Kind nicht zu Hilfe, weil das Drecksding in seiner neuen Beziehung eh nur stört, Kind wird letztlich durch einen Dritten doch noch gerettet
Danke für das Beispiel. Warum ist das nicht einfach unterlassene Hilfeleistung? Weil den Vater eine besondere Pflicht trifft, auf den Sohn aufzupassen?
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 23:27:56    Titel:

Richtig. Der § 323c nimmt Jedermann in die Pflicht, in bestimmten Situationen Solidarität für seine Mitmenschen zu zeigen, soweit ihm dies zumutbar ist, was die ganze Sache eh schon erheblich einschränken kann.

Jemand, der gegenüber einem anderen eine besondere, auf gegenseitiges Vertrauen ausgerichtete Stellung einnimmt, sei es aufgrund von Familienzugehörigkeit, kraft Rechtsgeschäft oder aus Ingerenz etc, muss für weitaus mehr einstehen als ein unbeteiligter Dritter.
Scrattor
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Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 27
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2010 - 15:59:03    Titel:

Schön schematisch aufgebaut ergibt sich folgende Prüfungsreihenfolge... oder etwa nicht?


1. Vorprüfung
a) Fehlende Vollendung
b) Strafbarkeit des Versuchs

2. Tatentschluß
Vorsatz auf alle Voraussetzungen des
unechten Unterlassungsdeliktes:
a) Erfolgseintritt
zudem beim Mord Vorsatz diesbezüglich
aa) Tatentschluss bezuglich der Tötung
bb) Tatentschluss bezuglich eines tatbezogenen Mordmerkmals
cc) Taterbezogenes Mordmerkmal

b) Nichtvornahme der zur Erfolgsabw. objektiv erforderlichen Handlung
c) Kausalität
d) Physisch-reale Möglichkeit
e) Garantenstellung
f) Abgrenzung Täterschaft/Teilnahme
g) Entsprechungsklausel

3. Unmittelbares Ansetzen beim unechten Unterlassungsdelikt
a) Verstreichenlassen der ersten Rettungsmöglichkeit
(Theorie des erstmöglichen Eingriffs)
b) Verstreichenlassen der letzten Rettungsmöglichkeit
(Theorie des letztmöglichen Eingriffs)
c) Alternativformel
d) Stellungnahme

4. Rechtswidrigkeit

5. Schuld

6. Rücktritt § 28 I
a) Differenzierung zwischen beendetem und unbeendetem Versuch
b) Stets beendeter Versuch
c) Relevanz

Oder etwa nicht?
MfG

Scrattor
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