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Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
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Drakta
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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 17:56:01    Titel: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Hab eine Frage zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Ich arbeite auf Stundenlohnbasis und normalerweise 5 Tage woche, allerdings wurde ich in der letzten Zeit nur 4 Tage eingesetzt.
Jetzt war ich 14 Tage krank und mein Arbeitgeber behauptet ich kriege nur 7 Tage Krankengeld denn ich hätte ja wenn ich gearbeitet hätte auch meine freien Tage gehabt. Somit kriege ich an diesen Tagen kein Krankengeld. Meiner Meinung nach ist das nicht so ganz richtig.
Wer hat damit Erfahrung und kann mir sagen wie das wirklich ist.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 18:18:47    Titel:

Falsches Forum! Jura-Studenten haben von Lohnabrechnung nicht die geringste Ahnung. Zum Glück bin ich kein Jura-Student Laughing

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) geregelt.

Zu deinem speziellen Fall habe ich folgenden Paragraphen gefunden:

§ 4 (3) EFZG
Wird in dem Betrieb verkürzt gearbeitet und würde deshalb das Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers im Falle seiner Arbeitsfähigkeit gemindert, so ist die verkürzte Arbeitszeit für ihre Dauer als die für den Arbeitnehmer maßgebende regelmäßige Arbeitszeit ... anzusehen. ....

Also ich bin der Meinung, dass dein Arbeitgeber Recht hat und dir nur die Fortzahlung für 4 Tage zusteht.

Allgemein verfährt man bei Urlaub, Feiertagen oder Krankheit immer so, dass dem AN das zusteht, was er in der Zeit verdient hätte, wenn kein Feiertag, Urlaub usw. dazwischen gekommen wäre.

Ein anderes Beispiel:

Ein AN hat eine regelmäßige Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche auf 5 Tage verteilt. Mo bis Do arbeitet er 8,5 Stunden und Fr nur 6 Stunden. Wenn Fr ein Feiertag ist, bekommt der AN für den Feiertag nur 6 Stunden vergütet.
Drakta
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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 18:35:05    Titel:

Hm laut Arbeitsvertrag arbeite ich 40-45 Stunden pro Woche. Wenn der Arbeitgeber mich aber nur an 4 Tagen pro Woche einsetzt weil er zu viel Personal hat dann ist das ja nicht mein Problem.
Ich arbeite ja nicht verkürzt sondern Vollzeit.
Es kann ja nicht sein dass wenn ich 14 Tage krank bin nur 7 Tage bezahlt bekomme.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 20:09:11    Titel:

Also ich kann dir bei so einem Streit natürlich auch nur wenig weiterhelfen. Aber vom Prinzip her ist es schon so, dass man in solchen besonderen Zeiträumen bei Krankheit, Urlaub usw. nur das vergütet bekommt, was man in der Zeit unter Berückischtigung aller Umstände TATSÄCHLICH verdient hätte. Wenn er dich in dieser Zeit nur für 4 Tage eingeplant hat, dann würde ich auch nur das abrechnen.

Wie ist das eigentlich, wenn er dich nur 4 Tage/ Woche arbeiten lässt. Dann hast du ja Minusstunden. Denn der Arbeitsvertrag garantiert dir ja mindestens 40 Stunden pro Woche oder sieht er eine variable Stundenzahl vor? Teilt der AG dich dann in den anderen Wochen für mehr Stunden ein? Geht das auf ein Arbeitszeitkonto?

Gilt für dich eigentlich ein Tarifvertrag? Tarifverträge können nämlich günstigere Regeln vorsehen als das Gesetz standardmäßig vorsieht.
Drakta
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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2010 - 22:08:55    Titel:

Also normal arbeite ich 5 Tage woche aber da der Arbeitgeber zu viel Personal hat und gerade nur wenig los ist teilt er mich im moment nur 4 tage ein. Das heisst ich hab 4 Tage kein Geld verdient.
Aber es ist ja nicht mein problem muss auch schauen dass ich auf mein Verdienst komme und wenn er zu viel Personal hat kann ich ja nichts für.
Laut Arbeitsvertrag hab ich eine 40-45 Stunden Woche.
Hm ob es für das Taxigewerbe ein Tarifvertrag gibt müsste ich mich auch erst mal schlau machen aber ich glaub schon.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2010 - 16:28:52    Titel:

Man müsste die Formulierungen im Arbeitsvertrag genau prüfen, um eine definitive Antwort zu geben. Wenn der Arbeitsvertrag eine feste oder eine Mindeststudenzahl pro Woche vorschreibt, dann muss der AG dir das auch bezahlen. Da kommt er nicht drum herum. Allerdings ist es leider so, dass man Als AN insgesamt nicht immer besser dasteht, wenn man auf seine Rechte pocht. Denn jeder Arbeitsvertrag kann auch gekündigt werden. Deswegen mussst du eben überlegen, ob du es risikieren willst, dich mit deinem AG anzulegen. Es nützt nichts, wenn du einmalig ein paar Stunden mehr bezahlt bekommst und dafür gekündigt wirst.

Zu meiner Antwort mit der Anrechnung von Arbeitszeit bei Krankmeldung muss ich zurückrudern: Was ich bisher gesagt habe, gilt wohl nur für Feiertage. Bei Krankheit wird die regelmäßige Arbeitzeit auf die Krankentage heruntergerechnet. Bei einer 40St/Wo müsste man für jeden Tag, an dem man krank ist, 8 Stunden angerechnet bekommen. Ganz sicher bin ich mir da aber auch nicht, wie es ist, wenn AN unregelmäßige Abeitszeiten haben.
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