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Entspannungspolitik
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Elrond
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Anmeldungsdatum: 24.11.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2010 - 17:48:32    Titel: Entspannungspolitik

Hi,
ich halte am Dienstag einen kurzen Vortrag über Entspannungspolitk. Könnte mir da jmd Korrektur lesen, ob der Inhalt korrekt ist? Rechtschreibfehler usw. sind egal!

Hier der Text:

1. Definition

Allgemein versteht man unter dem Begriff Entspannungspolitik die Beilegung von Konflikten verschiedener Staaten auf diplomatischem Wege. Die Beteiligten versuchen, Konflikten mit Kompromissen zu begegnen und sie in Verträge zu fassen. So soll auch politischen und militärischen Eskalationen und Krisen vorgebeugt werden. Jedoch üben auch manche Gruppen, wie Konservative aus Angst vor Machtverlust Kritik an der Entspannungspolitik.
Meistens wird unter dem Begriff Entspannungspolitik die seit etwa 1960-1970 immer stärker werdende Distanzierung vom Konfrontationskurs zwischen den westlichen Industrieländern und dem sozialistischen Ostblock verstanden, die bis zum Zerfall des Ostblocks um etwa 1980 – 1990 führte.
Der sog. "Ost-West-Konflikt" oder auch "Kalte Krieg" bezeichnet die Jahrzehnte, die durch heftige Systemkonfrontationen geprägt waren. Durch Wettrüsten, Stellvertreterkriege und militärische Aktionen der Supermächte befand sich die Welt oft an der Schwelle zu einem weltweiten Desaster.

2. International

Die Entspannungspolitik hatte für alle Betroffenen enorme Notwendigkeit, da sie große Bedeutung für die weitere Existenz der Menschheit hatte und durch das Wettrüsten auf beiden Seiten sehr hohe Kosten entstanden sind. Daher setzten sich Politiker aus allen Parteien für die Entspannungspolitik ein, mussten sich aber Angriffen aus der eigenen Partei aussetzen. Die wohl wichtigste Rolle auf der Seite der Bundesrepublik Deutschland nahm Willy Brandt ein und auf der Seite der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker, der eine "Koalition der Vernunft" forderte, die vor allem den immer stärker werdenden Konflikt zwischen den USA und der UdSSR mäßigen sollte, nachdem die UdSSR nach Afghanistan eingefallen war.

Aufgrund der genannten Gründe begann die Entspannungspolitik zwischen den USA und der UdSSR Anfang der 60er Jahre:

1963 „Heißer Draht“ zwischen Moskau und Washington
Hierbei handelt es sich um eine Fernschreiberverbindung zwischen den Büros der beiden Regierungschefs, auf die sich Kennedy und Chruschtschow geeinigt hatten. Vorher waren Nachrichten von der einen Seite zur anderen über Umwege bis zu18 Stunden unterwegs.

1963 Verbot von Nuklearwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser
Durch die starke Zunahme an atmosphärischer Radioaktivität aufgrund von Kernwaffenexplosionen hatte der Vertrag das Ziel radioaktive Niederschläge, sog. Fallouts, zu reduzieren.

1968 Atomwaffensperrvertrag
Dieser internationale Vertrag tritt 1970 in Kraft und beinhaltet das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen. Mittlerweile wurde er von 184 Staaten unterzeichnet.

1972 SALT I - Vertrag
Erst nach über 130 Sitzungen konnten sich die verhärteten Fronten auf eine Begrenzung der Anzahl an strategischen Waffen und Abwehrsystemen einigen.

1973 Abkommen über die Vorbeugung von Atomkriegen
Es schreibt im Falle eines Konfliktes sofortige Beratung zwischen den beiden Seiten vor.
Frankreich beginnt die ersten eigenen Atomwaffen zu bauen.

1970 - 1973 Ostverträge
Die Bundesrepublik Deutschland erkennt den Status quo an, der das Festhalten an den damaligen politischen Grenzen beschreibt, und regelt ihre Beziehung zu der UdSSR.

1975 KSZE
Ziel war für ein geregeltes Miteinander des West- und Ostblocks in Europa zu sorgen.
In den Konferenzen wurden Vereinbarungen über Menschenrechte, Gewaltverzicht, Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Umwelt, territoriale Integrität und Sicherheitsfragen getroffen.

1979 SALT II -Vertrag
In diesem Vertrag wurden gleiche zahlenmäßige Begrenzungen der nuklear-strategischen Waffensysteme beider Seiten vereinbart.


Die Leitgedanken der Entspannungspolitik waren:
Ausbau einer friedlichen Koexistenz
Verbesserung des Ost-West-Handels
Verträge zur Rüstungskontrolle und Abrüstung
Abkommen über Truppenreduzierungen in Europa
Ausbau der Zusammenarbeit zwischen USA und UdSSR
mehr Kulturaustausch
Ausbau von Tourismus, obwohl die sozialistischen Staaten aus Angst vor Abwanderung ihren Bürgern Reisemöglichkeiten vorenthielten

Seit 1985 etablierte sich durch Michail Gorbatschow die Entspannungspolitik auch in der Sowjetunion, wobei kurz darauf der Zerfall der UdSSR und auch anderer sozialistischer Systeme begann. Möglicherweise war der Zusammenhalt der sozialistischen Staaten nur durch den Ost-West-Konflikt gewahrt und nach dessen Lösung wurden den Menschen die innenpolitischen Probleme ihrer Systeme erst bewusst.

3. Deutschland

Parallel zu den internationalen Vorgängen der Enspannungspolitik leistete Bundeskanzler Willy Brandt das Kernstück der deutschen Entspannungspolitik und sorgte für Entspannungen in Mittel-Osteuropa. In seiner Ostpolitik bemühte er sich um Versöhnung und Normalisierung der Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten.
Das Ziel war mehr Menschlichkeit im geteilten Deutschland und vor allem der Hauptstadt Berlin. Daher bemühte man sich um Verständigung mit dem Ostblock und garantierte in den Ostverträgen für die Souveränität der Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg. Des Weiteren fanden Gespräche mit Polen und Verhandlungen über Gewaltverzicht mit der UdSSR, der DDR und den anderen Mitgliedern des Warschauer Paktes statt. Den Auftakt bildete das Erfurter Gipfeltreffen mit dem Regierungschef der DDR, Willi Stoph. Ein wichtiger Schritt zur gegenseitigen Anerkennung war der Kniefall von Willy Brandt in Warschau. Obwohl oftmals Kritik am Weg Willy Brandts geübt wurde, haben auch seine Nachfolger, die Koalition aus CDU/CSU und FDP, an seinem Grundkonzept festgehalten und schließlich führte der von Brandt eingeschlagene Weg bis zur Wiederverinigung Deutschlands.
Doch diesen Wandel ermöglichte erst die Reformpolitik Michail Gorbatschows, denn die Entspannungspolitik erlebte in den 80er Jahren durch das Scheitern abrüstungspolitischer Verhandlungen einen Rückschlag. Erst dadurch wurde das Ende des Kalten Kriegs und die deutsche Wiedervereinigung möglich.

Vielen Dank im Voraus Smile
Elrond
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Anmeldungsdatum: 24.11.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2010 - 17:23:02    Titel:

Niemand, der n bisschen Ahnung von Geschichte + Politik hat? Nur mal kurz überfliegen, ob die Fakten stimmen... ?
Muss morgen halten Shocked Confused
Jassinho
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 327

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2010 - 11:27:50    Titel:

Ist jetzt zwar etwas spät, aber wenn deine Vortragsweise im Einklang mit deiner inhaltlichen Ausarbeitung war, darf man denke ich zu einem gelungenen Vortrag gratulieren ?
Elrond
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Anmeldungsdatum: 24.11.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2010 - 11:45:50    Titel:

Yo, war okay Wink
Danke!
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