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Strukturierte Textwiedergabe
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schüler325
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Anmeldungsdatum: 05.05.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2010 - 17:48:27    Titel: Strukturierte Textwiedergabe

Hallo leute ich habe da eine Strukturierte Textwiedergabe erstellt und wollte mal frage wie ihr sie findet. Als erstes zeig ich euch den Text aus dem ich das entworfen habe.:

Kleidungsstück oder politisches Symbol?

Es begann als Rechtsstreit zwischen einer muslimischen Lehrerin und dem Land Baden-Württemberg. Es gipfelte in einer erbitterten Grundsatzdebatte über Integration und religiöse Toleranz - am Mittwoch entscheidet das Bundesverfassungsgericht im Kopftuchstreit.

"Was bedeutet eigentlich eine Lehrerin, die ein Kopftuch trägt, beziehungsweise das Kopftuch selbst?" Diese Frage des Bundesverfassungsrichters Winfried Hassemer wird am Mittwoch von dem Karlsruher Gericht zu klären sein. Gespannt wird die endgültige Entscheidung im jahrelangen Rechtsstreit zwischen der muslimischen Lehrerin Fereshta Ludin und dem Land Baden-Württemberg erwartet. Das Land will das Unterrichten mit Kopftuch nicht erlauben. In Deutschland als Grundsatzproblem diskutiert, ist die Frage in anderen christlichen Ländern kaum ein Thema.

Zu Beginn des Streits vor sechs Jahren war es zunächst lediglich ein Problem zwischen der in Afghanistan geborenen, inzwischen eingebürgerten Muslimin Ludin und dem Land Baden-Württemberg. Doch zwei Jahre nach den Terroranschlägen des 11. Septembers ist daraus ein grundsätzliches Problem des Verhältnisses des christlich geprägten deutschen Staates zum Islam geworden.

Während die einen von einer Kopftuch tragenden muslimischen Lehrerin religiös-politische Manipulation der Schüler befürchten, plädieren andere für das Recht auf Toleranz für alle Glaubensrichtungen. "Wie viel Religion, speziell fremde Religion, verträgt eine Gesellschaft?" - so formulierte Hassemer bei der mündlichen Verhandlung am 3. Juni das Grundproblem.

Im Kern geht es bei dem Streit darum, zwei Verfassungsgrundsätze gegeneinander abzuwägen: Auf der einen Seite steht das verfassungsrechtliche Gebot der strikten Neutralität des Staates in weltanschaulichen Fragen, wie sie das Gericht bereits 1995 im Kruzifix-Urteil bestätigte. Ludin beruft sich dagegen auf ihre Grundrechte der Religionsfreiheit und der unbeschränkten Zulassung zu öffentlichen Ämtern unabhängig vom religiösen Bekenntnis. Hassemer versuchte das Problem zu lösen, indem er neben der rechtlichen Seite auch das Erfahrungswissen zu Wort kommen ließ. Daher die Frage, welche Bedeutung ein Kopftuch habe: "Ist es ein reines Kleidungsstück, ein Zeichen einer religiösen Haltung oder ein Symbol verweigerter Integration?" Reagierten Schüler mit einem Schock oder mit Ermutigung oder vielleicht gar nicht auf das Kopftuch einer Lehrerin? Die Anwälte Ludins verweisen darauf, dass es mehrere Fälle gebe, in denen muslimische Lehrerinnen mit Kopftuch unterrichteten, ohne dass es zu Problemen komme.

Genau in dieser Vorgehensweise der Verfassungsrichter sieht die Wortführerin der Kopftuch-Gegner, die "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer, einen Beweis dafür, dass das höchste deutsche Gericht dieser "so brisanten Frage auf jeden Fall nicht" gewachsen sei. "Entweder ist das Verfassungsgericht naiv oder es ist befangen", heißt es in einem "Emma"-Editorial Schwarzers. Hassemer setze bereits voraus, dass Ludin wirklich religiöse Motive habe, während Schwarzer die Lehrerin "in durchaus politischen Zusammenhängen" sieht.

Als einen Beweis gegen Ludin führt Schwarzer die Schule an, an der diese zur Zeit unterrichtet: Eine islamische Grundschule in Berlin, deren Trägerverein "Islam Kolleg e.V." im vergangenen Jahr die "taz" verklagt hatte, die sie als "Tarnorganisation" der vom Verfassungsschutz beobachteten islamischen Gemeinschaft Milli Görüs bezeichnet hatte. Das Landgericht Berlin entschied, das Kolleg habe nach dem damaligen "Stand der Glaubhaftmachung keinen Anspruch darauf, nicht als Tarnorganisation von Milli Görüs bezeichnet zu werden".

Ludin wirft Schwarzer übelste Verleumdung und Diffamierung vor. Schon bei der mündlichen Anhörung im Juni hatte sie beklagt, ihr werde wegen des Kopftuchs nicht zugetraut, hinter den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen.


Sie betrachte aber sowohl den Islam als auch die freiheitlich-demokratischen Werte als "Bestandteil meiner Persönlichkeit". Das Kopftuch werde dagegen fälschlicherweise gleichgesetzt "mit Dingen, von denen ich mich schon zur Schulzeit klar distanziert habe", etwa die Unterdrückung von Frauen. Wegen ihrer Distanzierung von bestimmten Strömungen des Islam habe sie 1987 Saudi-Arabien verlassen.

Gegner des Kopftuchs verweisen gerne auf die Türkei: In dem mehrheitlich islamischen Land herrscht eine strikte Trennung von Staat und Religion, die das Tragen von Kopftüchern an Schulen generell verbietet. Warum sollte also im nicht-islamischen Deutschland das Kopftuch für Lehrerinnen erlaubt sein, fragen sie. Andererseits gibt es in anderen christlichen Ländern wie Schweden, Dänemark oder Italien kein entsprechendes Verbot und auch keine Grundsatz-Debatte wie in Deutschland.

Von Mirjam Mohr, AP


so das war der text und jetzt kommt meine erstellte Strukturierte Textwiedergabe:

Im Artikel "Kleidungsstück oder politisches Symbol?", der am 23.09.2003 auf Spiegel-Online erschienen ist, berichtet die Journalistin Mirjam Mohr über einen bizarren Streit zwischen dem Land Baden-Württemberg und einer muslimischen Lehrerin. Hintergrund ist das Kopftuch, dass die Lehrerin auch im Unterricht nicht ablegen möchte. Die Frage ist, ob das Kopftuch ein reines Kleidungsstück, ein Zeichen einer religiösen Haltung oder ein Symbol verweigerter Integration darstellt. Mirjam Mohr verweist weiter darauf, dass dieser Streit nach den Anschlägen des 11. Septembers auf das problematische Verhältnis des christlichen geprägten Landes Deutschland zum Islam hinweist. Auf der einen Seite gebe es die Furcht, dass eine Kopftuch tragende muslimischen Lehrerin zu einer religiös-politische Manipulation der Schüler führe, andere Stimmen plädierten jedoch für das Recht auf Toleranz für alle Glaubensrichtungen. Und so stehen auch zwei Verfassungsgrundsetze im Mittelpunkt des Streits: Das verfassungsrechtliche Gebot der strikten Neutralität des Staates in weltanschaulichen Fragen dem sich das das Grundrecht der Religionsfreiheit und der unbeschränkten Zulassung zu öffentlichen Ämtern unabhängig vom religiösen Bekenntnis entgegenstellen lässt. Eine Entscheidung ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels noch nicht getroffen, die Autorin verweist aber auf unterschiedliche Handhabungen mit dieser Problematik in anderen Ländern. So werde in solchen Fällen oft auf die mehrheitlich islamische Türkei verwiesen, wo eine strikte Trennung von Staat und Religion das Tragen von Kopftüchern an Schulen generell verbiete. Andererseits sei zu vermerken, dass es in anderen christlichen (europäischen) Ländern kein entsprechendes Verbot und auch keine Grundsatz-Debatte wie in Deutschland gebe.


ich hoffe es gefällt euch und vllt. könnt ihr mir da einige tipss geben für verbesserungen.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 11:38:16    Titel:

Ich habe mal die Merkmale einer strukturierten Textwiedergabe aus dem Internet herausgesucht:


Zitat:
Die strukturierte Textwiedergabe hebt sich von den übrigen Formen der Textwiedergabe deutlich ab.

Funktion

Die strukturierte Textwiedergabe (STW) hat die Aufgabe, über den wesentlichen Inhalt, den Textaufbau und den Gedankengang des Verfassers / der Verfasserin eines Sachtextes in verkürzter Form zu informieren. Besondere Bedeutung hat dabei die folgerichtige Erfassung und genaue Beschreibung des Gedankenganges, wie er sich in der argumentativen Struktur eines Textes zeigt.

Aufbau

Die strukturierte Textwiedergabe besteht aus zwei Teilen.
In der Überblicksinformation erhält der Leser eine Reihe von wichtigen Kurzinformationen über den Autor, den Text und seine Entstehungsumstände und -bedingungen.

Bei der Textwiedergabe i. e. S. wird der Inhalt unter Beschreibung des Textaufbaus und des Gedankenganges wiedergegeben.

Sprachliche Form

Präsens (Gegenwartsform)
sachlich
sprachlich eigenständig
distanziert, ohne eigene Wertungen
Umwandlung der wörtlichen Rede in indirekte Rede
ohne Zitate
informativer Stil ohne Ausschmückungen

(Quelle: teachSam )

Und jetzt müsste man mal kontrollieren, ob du das so gemacht hast.

Allgemein fällt mir auf, dass du keine Gliederung des Artikels erkannt hast. Du gibst einfach nur den Inhalt wieder.

Zitat:
Im Artikel "Kleidungsstück oder politisches Symbol?", der am 23.09.2003 auf Spiegel-Online erschienen ist, berichtet die Journalistin Mirjam Mohr über einen bizarren Streit zwischen dem Land Baden-Württemberg und einer muslimischen Lehrerin.


"Bizarr" ist eine Wertung. Was die einen "bizarr" finden, ist für die anderen ganz alltäglich. Aber hier geht es um einen Streit vor dem Bundesverfassungsgericht, einem der höchsten deutschen Staatsorgane. Die Klägerin hat nicht weniger als eine Verfassungsbeschwerde eingelegt, über die bereits im Juni 2003 mündlich verhandelt worden ist, und für die jetzt für den morgigen Tag die Entscheidung (=das Urteil) erwartet wird. Inhaltlich geht es um die Abwägung zweier Verfassungsgrundsätze, ... usw. usw.

So musst du formal und inhaltlich das Thema strukturieren und nachvollziehbar machen.

Aber was machst du?

Zitat:
Hintergrund ist das Kopftuch, dass die Lehrerin auch im Unterricht nicht ablegen möchte.


Ein Kopftuch ist kein Hintergrund und "dass" wird hier nur mit einem "s" geschrieben. Du meinst: Konkreter Hintergund ist, dass die Lehrerin ihr Kopftuch auch im Unterricht nicht ablegen möchte.

Zitat:
Die Frage ist, ob das Kopftuch ein reines Kleidungsstück, ein Zeichen einer religiösen Haltung oder ein Symbol verweigerter Integration darstellt.


So geht es nicht. Im Artikel war das ein ZITAT:

Zitat:
Daher die Frage, welche Bedeutung ein Kopftuch habe: "Ist es ein reines Kleidungsstück, ein Zeichen einer religiösen Haltung oder ein Symbol verweigerter Integration?"

Die zitierte Person ist Windfried Hassemer, Bundesverfassungsrichterin. Das musst du angeben und du musst das Gesagte in die indirekte Rede mit dem Konjunktiv setzen. Aber man würde es in deiner Textwiedergabe auch gar nicht verstehen, weil du das verfassungsrechtliche Problem und die Situation vor dem Bundesverfassungsgericht noch gar nicht dargestellt hast.

Ich würde dir empfehlen, wesentlich systematischer und sorgfältiger zu arbeiten.
schüler325
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Anmeldungsdatum: 05.05.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 20:12:07    Titel:

ok danke du bist eine grpße hilfee
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