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Statistik- oder Mathematikstudium?
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ravenhawk
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Anmeldungsdatum: 07.05.2010
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 16:09:05    Titel: Statistik- oder Mathematikstudium?

Hallo,

ich bin derzeit im 2. Semester und studiere Mathematik. Nun hab ich in den letzten Tagen gemerkt, dass mir das Fach vllt. doch etwas zu trocken und theorielastig ist, was vor allem meine Motivation fürs Lernen sehr drückt (Schwierigkeit ist ok). Jetzt hab ich an der LMU München den Statistikstudiengang entdeckt, den ich sehr interessant finde, da es auch einige praktische Fächer gibt, wo man mit realen Daten und so arbeitet, aber die Mathematik nicht zu kurz kommt.

Nun weiß ich aber nicht, ob sich die Statistik/Stochastik Veranstaltungen zum Mathematikstudium großartig ändern, da wenn dies nicht der Fall ist, ein Wechsel wohl überflüssig wäre.
Hier ist z.b. mal eine Lehrveranstaltungsseite von Wahrscheinlichkeitstheorie I: http://www.statistik.lmu.de/institut/ag/biostat/vorlesungen/WS0910/Statistik_III/materialien.html
Könntet ihr mal drauf gucken, und mir sagen, ob die Inhalte und Übungsaufgaben nicht ganz so theorielastig sind, wie im Mathematikstudium?
Das ist so der Aufbau von dem Studiengang: http://www.statistik.uni-muenchen.de/studium/vorlesungsverzeichnis/uebersicht_bachelor.html
Könnt mir ja evtl noch sagen, ob ich mir da nicht zuviel verspreche, und am Ende doch das selbe ist wie der Studiengang Mathematik mit Vertiefung in Stochastik/Statistik.
Danke für eure Hilfe.
Jonsy
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 17:37:11    Titel:

Was genau meinst du denn mit "trocken"? Abstrakt und ohne Anwendungsbezug?
Wenn ja, denke ich, dass alles, was mit Mathematik zu tun hat, ab einem gewissen Niveau "trocken" wird. Hinter vielen Anwendungen steckt aeusserst kranke Theorie.
Ich hatte damals noch Stochastik I gehoert. Das war noch recht soft, aber sogar da braucht man einige "theoretische" (d.h. nichts, was unmittelbar mit der Praxis zu tun hat) Kenntnisse - sprich Masstheorie.
Kommilitonen sind dann in Richtung Wirtschaftsmathematik bzw. Stochastik I gegangen: Das war dann nur noch Analysis.

Die Aufgaben die du gepostet hast sind noch recht... entspannt. Ich denke vom Stoff her ein Teil einer Stochastik I Vorlesung. Die sind auch nicht so sehr theorielastig.
Aber darauf wuerde ich mich auf keinen Fall verlassen. Hier die Stochastik II Vorlesung an meiner Uni:
http://www.math.hu-berlin.de/~mreiss/UebungenWS09.pdf
Auch wenn du nichts verstehen wirst, wirst du sicherlich feststellen, dass die Bezuege zur Praxis nun nicht so... stark ausgepraegt sind Wink

Mathematik = Harte Theorie! Damit wirst du dich abfinden muessen, denke ich Wink

Jonsy
ravenhawk
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Anmeldungsdatum: 07.05.2010
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 18:08:46    Titel:

Hmm naja, so richtig beschreiben kann ich es auch nicht, aber ich finde es z.b sehr trocken, dass 80-90% der Übungsaufgaben daraus bestehen, immer bestimmte Eigenschaften zeigen zu müssen. Ich weiß, hätte ich mir vor dem Studium denken können, aber damals fand ich das noch recht interessant.
Praxisbezug ist jetzt kein Muss, aber oftmals würde ich halt lieber die Mathematik auch mal anwenden wollen. Und hier werde ich wohl im Mathematikstudium nicht mehr wirklich glücklich damit.
Statistik wäre für mich halt wahrscheinlich ein guter Kompromiss, man hat noch recht viel Mathematik, aber es gibt auch genug Fächer, wo man die Mathematik auch anwendet, und das in einem guten Verhältnis.
So richtig wird mir hier wohl keiner helfen können, da wohl die wenigsten beide Fächer mal studiert haben, um einen guten Vergleich zu ermöglichen...

P.s.: Bin auch an der HU Smile
Arthur170389
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Anmeldungsdatum: 26.06.2008
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 19:40:33    Titel:

ravenhawk hat folgendes geschrieben:
Hmm naja, so richtig beschreiben kann ich es auch nicht, aber ich finde es z.b sehr trocken, dass 80-90% der Übungsaufgaben daraus bestehen, immer bestimmte Eigenschaften zeigen zu müssen. Ich weiß, hätte ich mir vor dem Studium denken können, aber damals fand ich das noch recht interessant.
Praxisbezug ist jetzt kein Muss, aber oftmals würde ich halt lieber die Mathematik auch mal anwenden wollen. Und hier werde ich wohl im Mathematikstudium nicht mehr wirklich glücklich damit.
Statistik wäre für mich halt wahrscheinlich ein guter Kompromiss, man hat noch recht viel Mathematik, aber es gibt auch genug Fächer, wo man die Mathematik auch anwendet, und das in einem guten Verhältnis.
So richtig wird mir hier wohl keiner helfen können, da wohl die wenigsten beide Fächer mal studiert haben, um einen guten Vergleich zu ermöglichen...

P.s.: Bin auch an der HU Smile


Um Mathematik anwenden zu können musst du ersteinmal die Theorie draufhaben. Du bist erst im 2.Semester, dir werden noch Grundlagen vermittelt. Deshalb guckt man auch nicht so auf Anwendungen.

Außerdem hat die praktische Seite einen Nachteil.
Wenn du von Anwendungen redest, betrachtet man immer EINEN SPEZIELLEN Fall. Das ist für einen Mathematiker uninteressant. Er will es allgemein haben, spricht alles auf einmal erschlagen.

Ein Dozent sagte mal zu uns:
Mathe is an der Uni sehr abstrakt, realitätsfremd (zumindest scheint es so) und trocken, aber der Vorteil ist, wenn du es einmal kapiert hast, kannst du es auf alle Fälle übertragen, du kannst einfach deduzieren.

Mal davon abgesehen kann man sich an den meisten Unis spätestens im Master auf angewandte Mathematik (Numerik, Wiss.Rechnen, Optimierung etc) spezialisieren. Da hat man dann auch mehr Anwendungen, aber auch viel Theorie.
Hoffe, dass konnte dir weiterhelfen Very Happy
Jonsy
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2010 - 19:42:08    Titel:

Hmm, hattest du mal an irgendeinen Studiengang an ner FH gedacht, wenn dich Anwendungen interessieren? Also, wenn du hier an der Uni n paar Semester durchhaelst, wird es auch anwendungsbezogenere Faecher geben. Aber ich denke an jeder Uni wirst du die harte Mathematik dahinter verstehen muessen.

Jonsy
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