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"demokratischer Sozialismus" = Etikettenschwindel
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> "demokratischer Sozialismus" = Etikettenschwindel
 
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Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:15:40    Titel:

Das ist eine ideologische und eine empirische Fragestellung, die primär nichts mit der Möglich- und Umsetzbarkeit zu tun hat. Du sprichst den Wunsch nach materieller Sicherheit (Grundbedürfnis an Wohlstand) und Distinktion (mehr Wohlstand als andere (implizit: bei mehr Leistung)) an.

Und genau jetzt wird es in der Ökonomie gefährlich. Die ökonomische Wissenschaft versteht sich grundsätzlich als methodologische, jedoch versteifen sich auch eine große Anzahl der Klassiker auf implizit ontologische und anthropologische Grundannahmen über die conditio humana des Menschen. Das sind eherne Fundamente, die in den Wirtschaftswissenschaften zumeist nicht hinterfragt und nicht bewusst gelehrt werden. Damit ein Student der Volkswirtschaftslehre überhaupt seine Theorien und Modelle entwickeln kann, muss er eben methodologische Grundannahmen treffen. Das Problem liegt darin, dass sie eben häufig nur explizit methodologisch sind und implizit den Anspruch in sich tragen, den Menschen am zutreffensten darzustellen.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:16:40    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
Haha, "schlecht administriert" ist ja ein schöne Umschreibung für "aufgezwungen". So lässt sich das eigenen Gewissen auch beruhigen!


????

falsch administriert bedeutet falsch reglementiert...
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:16:48    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
makro3 hat folgendes geschrieben:
Kapitalismus ist eben viel mehr in der Lage Wohlstand zu schaffen als Sozialismus.


Wohlstand auf der einen Seite, Elend auf der Anderen...

Es gibt im Kapitalismus keine Situation, in der alle gewinnen. Im Kapitalismus gibts großen Wohlstand, der aus dem Elend der Verlierer generiert wird...


Sorry, aber in Deutschland gibt es praktisch kein Elend.
Vergleiche einfach mal Westdeutschland mit Ostdeutschland anno 1990: 99,9% der Westdeutschen ging es besser als ihrem Ostdeutschen Pendant. Ein ähnlicher Vergleich lässt sich zwischen Nord und Südkorea ziehen.
Gerade wir in Deutschland sollten doch verstanden haben, dass der Kapitalismus sehr breiten Schichten großen Wohlstand bringt.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:18:04    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
makro3 hat folgendes geschrieben:
Kapitalismus ist eben viel mehr in der Lage Wohlstand zu schaffen als Sozialismus.


Wohlstand auf der einen Seite, Elend auf der Anderen...

Es gibt im Kapitalismus keine Situation, in der alle gewinnen. Im Kapitalismus gibts großen Wohlstand, der aus dem Elend der Verlierer generiert wird...


Unsinn, wir leisten doch Aufbau Ost und nicht umgekehrt auch in Europa geht das Wohlstandsgefälle Richtung Ost abwärts....
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:18:16    Titel:

Klar, "hier" geht's uns gut, aber auf wessen Kosten?

Edit: davon abgesehen ist das aber auch relativ, immerhin ist die Realität des Marktes (Entlassungen trotz Rekordgewinnen, krasser Gegensatz im Einkommen) auch schon in Deutschland angekommen.
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:20:32    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Das ist eine ideologische und eine empirische Fragestellung, die primär nichts mit der Möglich- und Umsetzbarkeit zu tun hat. Du sprichst den Wunsch nach materieller Sicherheit (Grundbedürfnis an Wohlstand) und Distinktion (mehr Wohlstand als andere (implizit: bei mehr Leistung)) an.

Und genau jetzt wird es in der Ökonomie gefährlich. Die ökonomische Wissenschaft versteht sich grundsätzlich als methodologische, jedoch versteifen sich auch eine große Anzahl der Klassiker auf implizit ontologische und anthropologische Grundannahmen über die conditio humana des Menschen. Das sind eherne Fundamente, die in den Wirtschaftswissenschaften zumeist nicht hinterfragt und nicht bewusst gelehrt werden. Damit ein Student der Volkswirtschaftslehre überhaupt seine Theorien und Modelle entwickeln kann, muss er eben methodologische Grundannahmen treffen. Das Problem liegt darin, dass sie eben häufig nur explizit methodologisch sind und implizit den Anspruch in sich tragen, den Menschen am zutreffensten darzustellen.


Ich weiß nicht warum wir hier in eine Wissenschaftsdiskussion einsteigen, aber was du schreibst zeugt von Unwissen. Grundannahmen werden permanent hinterfragt und existente Modelle verbessert.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:21:23    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
Klar, "hier" geht's uns gut, aber auf wessen Kosten?

Edit: davon abgesehen ist das aber auch relativ, immerhin ist die Realität des Marktes (Entlassungen trotz Rekordgewinnen, krasser Gegensatz im Einkommen) auch schon in Deutschland angekommen.


Und der Sozialismus berücksichtigt weltweite Bedürfnisse?? Wie stellen wir uns das vor? Und welchen Sinn haben dann Globalisierungsgegner innerhalb der linken Organisationen?
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:21:34    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Pauker hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

ach was, die schützen das Wirtschaftssystem? Wie das denn?? Das Zinsniveau oder Zölle und Subventionen? und ich Schelm dachte echt es geht um den Schutz der Demokratie und des Rechtsstaates.


Sie schützen z.B. die herrschenden Eigentumsverhältnisse.

Gruß
Pauker


ja das ist Teil des Rechtsstaates...


Das ist schlicht Unsinn, jeder Lexikoneintrag zum "Rechtsstaat" belehrt hier eines Besseren. Rechtstaatlichkeit bedeutet primär unbedingte Regelleitung, sie ist eine Form der rationalen Herrschaft und schützt unveräußerliche Rechtsgüter vor staatlicher Willkür. Ein Rechtsstaat sichert ein System zu, in dem der Einzelne nach festgelegten Prinzipien (zumeist durch eine unabhängige Judikative) seine Rechtsgüter beanspruchen kann und eben nicht einer willkürlichen Rechtssprechung ausgesetzt ist. Ein Rechtsstaat ist im Rahmen der Rechtsauslegung damit berechenbar.
Welche Rechtsgüter jedoch von ihm materiell vertreten werden, ist kontextabhängig. Dass es etwa Eigentum an Produktionsmittel gibt hat herzlich wenig mit dem Rechtsstaat an sich zu tun.
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:22:21    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Smutje hat folgendes geschrieben:
Haha, "schlecht administriert" ist ja ein schöne Umschreibung für "aufgezwungen". So lässt sich das eigenen Gewissen auch beruhigen!


????

falsch administriert bedeutet falsch reglementiert...


Korruption, Rent Seeking, Vetternwirtschaft.... Was da genau schief läuft habe ich auch noch nicht verstanden, aber es muss (in manchen Ländern) sehr viel sein.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 15:23:35    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Smutje hat folgendes geschrieben:
Klar, "hier" geht's uns gut, aber auf wessen Kosten?

Edit: davon abgesehen ist das aber auch relativ, immerhin ist die Realität des Marktes (Entlassungen trotz Rekordgewinnen, krasser Gegensatz im Einkommen) auch schon in Deutschland angekommen.


Und der Sozialismus berücksichtigt weltweite Bedürfnisse?? Wie stellen wir uns das vor? Und welchen Sinn haben dann Globalisierungsgegner innerhalb der linken Organisationen?


Zumindest ist es nicht die Logik des Sozialismus, den größten Profit für die minimalste Menge an Produktionsmitteln zu erwirtschaften. Was das mit Ausbeutung der Dritten Welt inkl. (indirekter, durch Androhung) Eingriffen in das politische und wirtschaftliche System zu tun hat, kannst du ja versuchen zu ermitteln.
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