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Gedichtsanalyse
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freeloader09
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Anmeldungsdatum: 16.05.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 21:21:23    Titel: Gedichtsanalyse

Hi Leute,

ich habe eine Gedichtsanalyse geschrieben und wollte fragen, ob einer von euch die überprüfen kann. Leider bin ich sehr schlecht in Deutsch und mache sehr viele Rechtschreibfehler. Ich glaube mein schreibstill ist auch nicht so gut...Ich würde mich für Tipps wie ich das verbessern kann freuen. Smile Das Gedicht das ich analysiert hab befindet sich auf dieser Seite.
http://www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?36295 Wen links hier nicht angezeigt werden können einfach bei google "medien gedicht" eingeben, dass ist der erste beitrag.

In dem Gedicht „Medien“ von Fabienne Röbl, das am 25.03.2005 veröffentlicht wurde, handelt davon, dass man nur noch schlechtes in den Medien hört. Das Gedicht ist für Medieninteressierte Leute geschrieben.
Das Gedicht ist in der Epoche „Literatur der Gegenwart“ geschrieben und beinhaltet daher auch die heutige Mediennutzung.
Das Gedicht handelt davon, dass egal welches Medium man nutzt, man immer was schlechtes über die Welt erfährt. Die in dem Gedicht genannten Medien sind das Radio, die Zeitung und der Fernseher.
Der Autor erwähnt am Ende, dass man sich wünscht, dass alles besser wird.
Das Gedicht besteht nur aus einer einzigen Strophe mit 18 Versen.
Das Reimschema des Gedichts ist der Paarreim und das Gedicht ist in einem Jambus geschrieben.
In den ersten zwei Versen geht es um das Radio und, dass man schon was von Anschlägen hört, sobald man es anschaltet. (V.1-2)
In den nächsten sechs Versen wird beschrieben, was man sieht wen man die Zeitung raus holt. Auch hier kritisiert der Autor, dass man schon gleich auf der Titelseite nichts beruhigendes steht. In diesem Fall ist es, das viele Länder Pleite gehen und über die Selbstmordraten im Westen. (V.3-Cool.
Die nächsten Verse gehen um den Fernseher. Auch ihn kritisiert der Autor mit den gleichen Kritikpunkten wie das Radio und die Zeitung. Er schreibt, dass man zur Abwechslung dann mal den Fernseher anschalten will, und sieht wieder nur schreckliches. Er sieht wie Obdachlose Kinder weinen. (V10-14)
In den letzten vier Versen schreibt Fabienne Röbl, dass man dann zum Sternenhimmel empor schaut und sich wünscht, dass alles besser wird.
Damit hat er nicht nur die Medien kritisiert sondern die Menschheit an sich, dass sie überall leidet.
Im ganzen Gedicht findet man keine Stillmittel.
Das Gedicht erzeugt durch fehlende Adjektive keine Spannungen beziehungsweise Gefühle. Und das obwohl er von Dingen erzählt die schlecht sind und wenigstens etwas Gefühl hervorbringen sollten.
Der Autor hat dies sicher absichtlich so geschrieben, da die Medien versuchen alles Neutral rüber zu bringen. Außerdem passieren so oft schlimme Sachen, dass es schon fast normal ist und man sich nicht mehr so viele Gedanken dazu macht.
Im ganzen hat der Autor recht die Medien erzählen wirklich zu viel schlechtes. Das liegt aber auch daran, dass viel zu viel schlechtes passiert. Man müsste die Welt von Grund auf verändern, damit es nicht mehr so ist. Leider ist dies unmöglich selbst wenn man die Welt verändern würde. Es kann eben nicht nur gutes geben.


Bitte möglichst auf Rechtschreibfehler achten wens geht.
Ich bedanke mich schonma im voraus. Smile
MfG
MWo
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Anmeldungsdatum: 16.05.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2010 - 23:37:51    Titel: hallo

heyhey
zunächst eine kurze Frage, in welche Klasse gehst du denn, nur um einen groben Überblick zu haben. Und: Was war die genaue Aufgabenstellung. Nur Analyse kommt mir ein bisschen wenig vor, meistens wird das Gedicht auch mithilfe der Analyse interpretiert.

Zitat:
In dem Gedicht „Medien“ von Fabienne Röbl, das am 25.03.2005 veröffentlicht wurde, handelt davon, dass man nur noch schlechtes in den Medien hört.


entweder: "In dem Gedicht geht es um", oder "das Gedicht handelt von", evtl. noch besser "Das Gedicht thematisiert"

Wo wurde es veröffentlicht?

die Aussage "dass man nur noch schlechtes in den Medien hört" ist zu ungenau und geht eher schon in Richtung Interpretation. Versuch den Kerngedanken zu erfassen, quasi die Essenz herauszufinden. Der Gegenstand des Gedichts sind die Medien allgemein und wie der Sprecher des Gedichts diese auffasst. Versuch doch diesen Grundgedanken, ohne zu interpretieren, in den Basissatz einzubinden.

Zitat:
Das Gedicht ist für Medieninteressierte Leute geschrieben.


Woher nimmst du diese Information? Wenn du etwas sagst, begründe es!!!!

Zitat:
Das Gedicht ist in der Epoche „Literatur der Gegenwart“ geschrieben und beinhaltet daher auch die heutige Mediennutzung.


Die Epoche "Literatur der Gegenwart" klingt etwas gestelzt und würde, glaube ich, von niemandem verwendet werden. Versuch doch den Satz ein bisschen umzustellen.

Zitat:
Der Autor erwähnt am Ende, dass man sich wünscht, dass alles besser wird.


Wichtig, wichtig, wichtig! Du musst genau unterscheiden zwischen dem Autor und dem Sprecher des Gedichts. Die sind nämlich nicht ein und dieselbe Person, zumindest in den allerallerallermeisten Gedichten nicht!!!!!

Zitat:
Das Gedicht besteht nur aus einer einzigen Strophe mit 18 Versen.


Lässt es sich vielleicht in Sinnabschnitte unterteilen?

Zitat:
Damit hat er nicht nur die Medien kritisiert sondern die Menschheit an sich, dass sie überall leidet.


Wird wirklich die Menschheit kritisiert?

Zitat:
Im ganzen Gedicht findet man keine Stillmittel.


Der Meinung bin ich nicht! Ein Sternenhimmel ist eine wunderschöne Metapher, oder?

Zitat:
Der Autor hat dies sicher absichtlich so geschrieben, da die Medien versuchen alles Neutral rüber zu bringen.


Ein gute Ansatz aber noch nicht wirklich ausgereift. Versuch wirklich klar zu begründen, warum du diese Intention erkennst!

Ich glaube, ich würd die Analyse (mit Interpretation?) evtl. noch einmal schreiben.

Achte darauf dass du wirklich Stellen aus dem Text als Beweis für eine Analyse nimmst!!!
Baue Argumente auf.... (XY erscheint soundso weil YX, dies wird klar am beispiel XYX...)
Versuch eine klare Linie in deinem Text zu haben.
Lass dir einen überraschenden Schluss einfallen, entweder du kontextualisierst und stellst die selbe Frage, die dieses Gedicht aufwirft in einem anderen Zusammenhang, oder du findest eine überraschende Lösung für das Problem, oder, oder, oder....
Sei ruhig ein bisschen kreativ, dafür ist der Schluss da!

Liebe Grüße und wenn du noch Fragen hast, stell sie einfach.
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 10:44:36    Titel:

Mich würde mal interessieren, wer das Gedicht zur Analyse ausgewählt hat. Du selbst? Shocked

Ehrlich gesagt, es wirkt doch wie ein banales Schülergedicht, in 5 Minuten hingekritzelt.

Zitat:
Man stellt das Radio an,
und hört von Anschlägen ab dann.
Man schüttelt den Kopf, und schaltet ihn aus,
und zieht die Zeitung heraus.


Was schaltet man aus? Den Kopf? Das würde doch gar nicht zum Nachdenken passen. Die Zeichensetzung stimmt nicht. Wo zieht man denn die Zeitung heraus?

Zitat:
Man erblickt auf der Titelseite,
wie viele Länder gehen pleite,

Der Satzbau wurde so verändert, dass es sich zwangsweise reimt (eigentlich müsste es heißen: "wie viele Länder pleitegehen" - zusammengeschrieben). Eine solche Technik findet man häufig von Laiendichtern bei Gedichten zu Hochzeits- und Geburtstagsfeiern. Wink

Wie viele Länder gehen denn so pleite? Razz

Zitat:
die Anzahl der Toten im Westen,
in der Selbstmordrate sind wir die Besten.

Na, das ist bestimmt kein Jambus. Da ist überhaupt kein einheitlicher Rhythmus drin.
Welche Toten im Westen denn? Die Selbstmordrate ist im Osten doch wesentlich höher.

Zitat:
Erkennen kann man weinende, obdachlose Kinder,
und dies alles im tiefsten Winter.

Reim dich oder ich fress dich! Razz
Der tiefere Gehalt der Aussage haut einen vom Hocker.

Freeloader, natürlich lässt sich jedes Gedicht analysieren. Aber dann würde ich die Minderwertigkeit des Gedichtes auch schonungslos offenlegen.

Und überhaupt, ich weiß zwar nicht, wer Fabienne Röbl ist, aber ganz sicher ein Mädchen/eine Frau und damit kein "Autor".
freeloader09
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Anmeldungsdatum: 16.05.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 14:03:37    Titel:

aso xD...Ja, dass das Gedicht nicht so professionel ist, habe ich selber gemerkt. aber irwie hab ich zu Medien auch keins gefunden, das ansprechend wäre.
Eigentlich wollte ich die Analyse nur schreiben, damit ich mich nochmal mit der Rechtschreibung ein bisschen auseinandersetze, aber auch um das Analysieren zu Üben. Ich bin Deutsch leider sehr schwach. Ich gehe in die 10.Klasse auf ein Gymnasium xD. Mein Deutsch entspricht glaub ich, dass eines Schülers der 3rd Klasse. Naja ich schreibe morgen die Zentrale Prüfung. Während wir in der Klasse Gedichte vorgenommen haben letztens, war ich leider Krank und wollte das wiederholen.
Naja ich bin wohl ein hoffnungsloser Fall, wenn es um Sprachen geht. Sad

Danke, dass Ihr euch damit auseinandergesetzt habt, die Tipps werden mir sicher helfen.
Hättet ihr evtl. noch ein paar Übungen? Also zum beispiel eine Analyse zu einem bestimmten Text?
MWo
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Anmeldungsdatum: 16.05.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 17:09:40    Titel: also

Falls du wirklich üben willst ein Gedicht zu analysieren und interpretieren, dann versuch dich doch mal an ganz simplen Dingen, wo du dir, was die Argumentation angeht, sicher bist. Bestes Beispiel hierfür: Barock!!!! ganz ganz simpel, verläuft immer nach den gleichen Mustern.
Wenn du willst kannst du mir gern eine grobe Analyse und Interpretation über ein Gedicht geben und ich schau dir dann drüber.

ein gutes ist zum bsp:

Vergänglichkeit der Schönheit
Christian Hofmann von Hofmanswaldau

Es wird der bleiche tod mit seiner kalten hand
Dir endlich mit der zeit um deine brüste streichen
Der liebliche corall der lippen wird verbleichen;
Der schultern warmer schnee wird werden kalter sand

Der augen süsser blitz die kräffte deiner hand
Für welchen solches fällt die werden zeitlich weichen
Das haar das itzund kan des goldes glantz erreichen
Tilgt endlich tag und jahr als ein gemeines band.

Der wohlgesetzte fuß die lieblichen gebärden
Die werden theils zu staub theils nichts und nichtig werden
Denn opffert keiner mehr der gottheit deiner pracht.

Diß und noch mehr als diß muß endlich untergehen
Dein hertze kan allein zu aller zeit bestehen
Dieweil es die natur aus diamant gemacht.

oder:

Es ist alles eitel
Andreas Gryphius

Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden:

Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was itzt so pocht und trotzt ist morgen Asch und Bein
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles dies, was wir für köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't.
Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!



und nein, dein Deutsch ist deutlich besser, als das eines Drittklässlers, allerdings siehst du ja auch selbst, dass da noch viel mehr geht!
Wenn du wirklich Probleme hast was das Schreiben angeht, solltest du dich evtl. um eine Nachhilfe bemühen. Geb ich übrigens auch.

Hast du evtl. die Blätter oder Hefteinträge, die eure Klasse gemacht hat, als du nicht da warst? Schau dir die nochmal an, schreib dir das wichtigste raus und les vielleicht noch ein paar Interpretationen, das hilft immer.

Liebe Grüße und viel Glück für morgen.
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