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"Wir leben auf dramatische Weise über unsere Verhältnis
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LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 14:05:43    Titel:

Elzéard B. hat folgendes geschrieben:
Der einzige, der ueber seinen Verhaeltnissen lebt, ist der Staat und dessen Gestalter: Unsere in der Tat nutzlosen Berufspolitiker.

Ansonsten haben "wir" (=Private) durch unseren Leistungsbilanzueberschuss im letzten Jahrzehnt andauernd Kapital exportiert und damit unter unseren Verhaeltnissen gelebt.
Wir haben von der Wiedervereinigung an bis vor kurzem über unsere Verhältnisse gelebt, nach deiner Ausdrucksweise. Mittlerweile hätten wir in der Tat einen Haushaltsüberschuss, müssten wir nicht für die Kredite der Vergangenheit gerade stehen, aber das ist erst seit wenigen Jahren der Fall (Den einmaligen Verkauf der UMTS Lizenzen ausgeschlossen).


Wo man also anzusetzen hat, sollte klar sein: Den Politikern das Geld entziehen und den Staat zurechtstutzen. Dem Staat lediglich mehr Einnahmen zu verschaffen, waere nutzlos, da dieses - seit Jahrzehnten angewandte Konzept - immer das gleiche Ergebnis gebracht hat:
Ja, und das bedeutet, dass bei jedem einzelnen Bürger gekürzt werden muss. Deshalb die Phrase: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, weil wir alle mehr erhalten haben, als wir eigentlich hatten (wenn man alle Bereiche, die der Staat berührt, mit einbezieht - Schule, Gesundheit, ÖPNV etc.)


Unser daemlichen Politiker verfruehstuecken jeden Euro Mehreinnahme sofort fuer Sozialleistungen [Sozialtransfers + Zinszahlungen > Haushaltsbudget (!) ] , die Staatsschulden steigen und der Effizienzverlust fuer die Volkswirtschaft nimmt stetig zu.
Weil wir alle lange mehr haben wollten als möglich, und deshalb aus Wahlversprechen die falschen Parteien gewählt und unterstützt haben.


Letzterer Punkte zeigt sich vor allem in den fast schon peinlich niedrigen Nettoinvestitionen in Deutschland (letzter in der OECD). Wenn wir nicht aufpassen, uebersteigen die Bruttoinvestitionen noch nicht einmal mehr die Abschreibungen.

Meines Achtens nach liegt auch bei weniger Staat der Schluessel zum Abbau des LB-Ueberschusses ohne steigende Arbeitslosigkeit, da erst dann die Inlandsinvestitionen wieder anziehen werden.
Da gebe ich dir Recht.


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makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 14:14:25    Titel:

Ich denke die schonendste Methode zur Einsparung, die auch überfällig ist, ist eine Zusammenlegung der Bundesländer. Aber aus offensichtlichen Gründen zweifle ich an der Umsetzung.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 14:54:03    Titel:

KamiKami hat folgendes geschrieben:
Ich finde das schon sehr bezeichnend, das Herr Koch erst nach der Wahlniederlage in NRW sein wahres Gesicht zeigt. Ich halte es für unglaublich naiv und unverschämt zugleich, wenn Herr Koch der Bevölkerung weiß machen möchte, das sich der Abbau der Staatsverschuldungen alleine mit Sparen zu machen sein.

Wieso gerade muss in der Bildung und Kinderbetreuung gekürzt werden? Solche Sparmaßnahmen, werden sich früher oder später garantiert bemerkbar machen. Und entschuldigt, aber ich denke die steuerlichen Abgaben an den Staat durch die Bürger nochmals zu erhöhen und im gleichen Atemzug nichts zu geben dafür aber dann Bildung und dergleichen nehmen, halte ich für eine Unverschämtheit.

Koch will bei Kitas und Bildung sparen

Gruß


ich finde es hingegen mehr als bezeichnend, dass als Antwort auf dieses Interview nun genau das Geeiere kommt, welches uns in diese Situation brachte. Hätte Koch oder Rüttgers um mal bei der von Dir aufgeführten Wahl in NRW zu bleiben, vor der Wahl das gesagt, dann hätte also die Union haushoch gewonnen?? Weil der Wähler so "Wahheitsliebend" ist??

Warum nicht auch bei Bildung?? Oder Kitas? Wir, sind wir alle.
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:09:29    Titel:

makro3 hat folgendes geschrieben:
Ich denke die schonendste Methode zur Einsparung, die auch überfällig ist, ist eine Zusammenlegung der Bundesländer. Aber aus offensichtlichen Gründen zweifle ich an der Umsetzung.


Besser wäre eine Verkleinerung der Bundesregierung.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:12:14    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Warum nicht auch bei Bildung?? Oder Kitas? Wir, sind wir alle.


Weil man damit den Ast absägt, auf dem man sitzt, um das Holz zu verkaufen...

Wie stellst du dir denn vor, wollen wir unseren Wohlstand in Zukunft halten? Indem wir Schrauben produzieren und Pullover stricken?

Wir überleben nur, wenn wir Technologieführer bleiben bzw. in anderen Branchen wieder werden...
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:24:02    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Warum nicht auch bei Bildung?? Oder Kitas? Wir, sind wir alle.


Weil man damit den Ast absägt, auf dem man sitzt, um das Holz zu verkaufen...

Wie stellst du dir denn vor, wollen wir unseren Wohlstand in Zukunft halten? Indem wir Schrauben produzieren und Pullover stricken?

Wir überleben nur, wenn wir Technologieführer bleiben bzw. in anderen Branchen wieder werden...


ohje, wenn plötzlich aus 100 mrd nur noch 95 werden würden, Stand 2008 bricht das Bildungssystem zusammen?? und dann Deutschland und dann Europa und dann die GANZE WELT....

Aber nee, wenn wir heute nicht die 5 mrd sparen, werdens am Ende vielleicht nur 50 mrd die wir ausgeben dürfen, weil dann der IWF das Sagen hat, was hätte das für Folgen?? Na egal heut können wir ja noch Kredite aufnehmen, wen schert das Morgen gell!!
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:24:40    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Warum nicht auch bei Bildung?? Oder Kitas? Wir, sind wir alle.


Weil man damit den Ast absägt, auf dem man sitzt, um das Holz zu verkaufen...

Wie stellst du dir denn vor, wollen wir unseren Wohlstand in Zukunft halten? Indem wir Schrauben produzieren und Pullover stricken?

Wir überleben nur, wenn wir Technologieführer bleiben bzw. in anderen Branchen wieder werden...


solche oder ähnliche Argumente lassen sich gegen jede Kürzung finden.
Ich denke wir haben es hier mit einem political economy problem zu tun. Egal was du machst, du musst dich gegen Lobbyisten und verdiente Parteifreunde durchsetzen. Deswegen die Rasenmähermethode: man spart einfach überall und verhandelt die Budgets entsprechend nicht mehr individuell.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:28:56    Titel:

Meine Meinung, deine Meinung Wink

Ich halte Kürzungen im Bildungsbereich für grundfalsch. Es wird eher noch zu wenig investiert...
Masor
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Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:29:53    Titel:

Dazu ganz lustig Bofinger in der SZ:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/137/511245/text/
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 15:49:44    Titel:

misterdx hat vollkommen Recht. Wenn man irgendwo nicht kuerzen sollte, dann im Bildungsbereich. Hier geben wir in der Tat schon zu wenig aus und bekaempfen dann die Folgen dieser Unterfinanzierung mit Sozialtransfers.

Anstatt bei Zukunftsinvestitionen wie Bildung zu sparen sollte man sich an die beiden Riesenposten Rente und Gesundheit ranwagen. Gerade bei erstem Posten wuerden sich nach Abschaffung der Rentengarantie, die ohnehin keine Zukunft hat, enorme Einsparpotentiale ergeben.

Bei der Gesundheit sollte man den Zuschuss aus dem Bundeshaushalt einfrieren und dann entweder Leistungen kuerzen (niemand muss 18x im Jahr zum Arzt) oder zusaetzliche Kosten 1:1 auf die Beitragszahler umwaelzen.


EDIT: Wuerde man Herrn Bofinger glauben, dann haetten wir seit 1998 glaube ich schon 10 Konjunkturprogramme aufgelegt und staenden jetzt trotz Steuererhoehungen da, wo Griechenland heute ist.

Kein Wunder, dass dieser Herr mittlerweile eine absolute Aussenseiterposition in der Professorenschaft fuer Nationaloekonomie eingenommen hat. Seine zahlreichen Minderheitsvoten im Sachverstaendigenrat zeigen dies ja zu genuege.
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