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"Wir leben auf dramatische Weise über unsere Verhältnis
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Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 18:37:55    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:


Insofern sollte man sich darüber lieber keine Gedanken machen, denn man kommt sonst zu dem Schluss, dass massive Rentenkürzungen ziemlich undankbar wären...


die treffen ja dann zukünftig "die Richtigen" ... Sad


Die Schulden und Zinsen, vor den Angst gemacht wird, sind so irreal, wie die Möglichkeit sie je zu tilgen.
Also was solls?
Banken und unser gesamtes System lebt von der Bedienung dieser Schulden. Niemand der daran verdient, hat an der Tilgung ein Interesse.

Bricht das System zusammen, brechen auch die "Zahlentürme" in sich zusammen.
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 - 19:55:49    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Steve2525 hat folgendes geschrieben:

Wer darin kein Problem sieht, sollte sich mal darüber Gedanken machen, worauf unser Wohlstand basiert.


Zu einem ganz erheblichen Teil basiert unser Wohlstand auf der Arbeits- und Aufbauleistung der Generation(en) die heute Rente beziehen...

Insofern sollte man sich darüber lieber keine Gedanken machen, denn man kommt sonst zu dem Schluss, dass massive Rentenkürzungen ziemlich undankbar wären...


Um die Rentner brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die geben in dieser Republik nämlich in zunehmendem Maße den Ton an. Bevor man an der Rente spart kürzt man lieber in der Bildung und nimmt den heutigen Jugendlichen die Möglichkeit, einen vergleichsweise großen Wohlstand zu erarbeiten. Ein einmal erreichtes Wohlstandsniveau zu erhalten ist nämlich keineswegs einfacher als dieses aufzubauen.

Und wie gesagt, Koch hat die zunehmende Bedeutung der Renter erkannt, und betreibt jetzt wider jeder wirtschaftlichen Vernunft Klientelpolitik. Dabei dürfte ihm diese vor knapp einem Monat veröffentlichte Studie den letzten Schub gegeben haben.

Und nur um es nochmal zu sagen: die höhe der Rente von Morgen hängt in ganz erheblichem Maße von der Leistungsfähigkeit und damit dem Bildungsstand der Jüngeren ab (Stichwort: Generationenvertrag, umlagefinanzierte Rente).
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 18 Mai 2010 - 23:01:31    Titel:

Tja,

wie blöd,

neben den 25 mio Rentnern und den 10 mio noch nicht arbeitenden Kindern und Jugendlichen plus, hier zwar nicht aber an anderer Stelle erwähnten 3 mio Arbeitslosen und 7 mio Hartz IV Empfängern darf man also auf gar keinen Fall und nie nicht....

Von 80 mio Bürgern, sind nun 45 mio irgendwie nur Leistungsempfänger, 10 mio sind Beamte, kosten also nur, erwirtschaften aber nichts. 55 mio leben also von dem, was 25 mio erarbeiten. Die unter 18 jährigen abgezogen ergibt das eine absolute Mehrheit an Wählern, die entsprechend ihrer persönlichen Betroffenheit niemals Einsparungen zustimmen würden um die noch arbeitende Minderheit zu entlasten.


Ach was, das wird schon nicht so schlimm....leihen wir uns eben noch was, sobald die Demographie sich ändert bezahlt das irgendwann schon mal einer, notfalls eben die Griechen.

Wie blöd sind wir eigentlich??? Oder sagen wir lieber spätrömisch dekadent?
veteran
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 709
Wohnort: Eurabia, Almanistan

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 12:32:05    Titel:

Keine Schulden – keine Zinsen. Solange es den Finanzmarktkapitalismus gibt, solange es die einflussreichen Profiteure gibt, werden sie die Welt so organisieren, dass wieder und wieder jemand in die Schuldenfalle geraten muss. Der Staat spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn der Staat ist der Garant dieses Systems. Deswegen ist der Staat selbst auch der beste, der sicherste Schuldner.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 12:48:34    Titel:

veteran hat folgendes geschrieben:
Keine Schulden – keine Zinsen. Solange es den Finanzmarktkapitalismus gibt, solange es die einflussreichen Profiteure gibt, werden sie die Welt so organisieren, dass wieder und wieder jemand in die Schuldenfalle geraten muss. Der Staat spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn der Staat ist der Garant dieses Systems. Deswegen ist der Staat selbst auch der beste, der sicherste Schuldner.


gute Idee.
Kauf dir ein Auto, am besten einen Porsche, auf Kredit, und schieb es den Finanzhaien in die Schuhe, wenn du das Geld mit deinem mickrigen Gehalt nicht zurückzahlen kannst.

Das ist nur noch ein Grund, warum ich als Student nicht in Deutschland alt werden möchte. Also, wenn Deutschland eine Zukunft haben will... Ach wem erzähle ich das eigentlich.

PS: Ich habe letztens von 26 Mio arbeitende Bevölkerung gehört.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 15:09:34    Titel:

Was erzählt der Koch da ?
"Wir leben auf dramatische Weise über unsere Verhältnisse." Laughing

Ja, wer ist denn die Partei, die dafür gesorgt hat, daß die Staatsverschuldung heute so hoch ist ?
War es nicht die CDU, die das Land seit fast 30 Jahren regiert ? - Mit einer kurzen Unterbrechung durch Rot-Grün,
die aber eher gespart als mehr ausgegeben haben (siehe Unternehmenssteuern, Hartz-IV).

Was meint der Mensch wohl, warum die Leute CDU wählen ? Eben weil die CDU nicht spart,
angefangen bei Adenauers "genialer" Rentenreform in den 50ern.

Wenn die CDU jetzt eine Kursänderung vollzieht, wird sie bei den nächsten Bundestagswahlen einen gleichen Absturz erleben wie neulich in NRW.

P.S.: Ich versichere, daß ich nicht über meine Verhältnisse lebe,
und persönlich auch keinen näher kenne, auf den das zutrifft.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 15:24:22    Titel:

Vielleicht sollte man, bevor man daran denkt an Universitäten und Schulen noch mehr Geld einzusparen und uns in den Bildungs-GAU zu lenken, mal darüber nachdenken unsinnige Subventionen einzusparen:

(Ich muss jetzt leider mal den "Feind" Laughing zitieren:)

http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/03/18/theater-subventionen/dieser-opern-platz-kostet-125-steuer-euro.html

Kann man sich das vorstellen?

Die Deutsche Oper am Rhein wird mit 125 Euro pro Besucher subventioniert. 125 Euro!
Wir pfeffern also für eine 2-3 stündige Veranstaltung mehr Steuergeld heraus, als wir einem ALGII-Empfänger pro Woche(!) für sein Essen, Trinken gönnen...
Und das auch noch für eine Klientel, die sich in aller Regel den Besuch auch dann leisten könnte, wenn er den vollen Preis kosten würde...

Rabatte für Schulklassen kann ich übrigens durchaus nachvollziehen. Aber eine Subventionierung für den Unternehmer und seine Gattin?
Während manch Student sich fragt, wie er die 500 Euro Studiengebühren zusammenkratzen soll?

DAS ist über die Verhältnisse leben par excellence, denn Kultur, so wichtig sie auch ist, MUSS hinter Bildung, Sozialem und Arbeit stets zurückstehen. Kultur ein Luxusgut, dass sich eine Gesellschaft nur dann leisten kann/sollte, sofern sie den Rest im Griff hat und ein Überschuss existiert...

PS:
Würde man die Subvention für die Deutscher Oper am Rhein abschaffen, könnte man zum Beispiel die Studiengebühren an der Universität Dusiburg-Essen abschaffen Wink
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 15:59:20    Titel:

Und wieso sollte man Studiengebuehren abschaffen? Wer es noch nichtmal hinbekommt, sich ueber ein Semester 500€ neben dem Studium zu verdienen den wuerde ich als lebensuntauglich und damit auch als studiums- und erst recht berufsuntauglich erklaeren.

Wenn man jeden Monat ein Wochenende z.B. Samstags von 13- Feierabend in einer Kneipe arbeitet, stellt das ueberhaupt kein Problem dar. Ich wuesste auch nicht, wieso z.B. ein Geringverdiener ueber seine Abgaben den Studenten ihr Studium voll finanzieren sollte. Das das Studium vom Staat subventioniert wird, ist selbstverstaendlich, aber wieso es vollkommen kostenfrei sein sollte, ist mir nicht erklaerbar.

Ein Student hat mit Sicherheit nicht mehr Recht darauf ohne jegliche Kosten zu studieren als dass der Unternehmer mit seiner Gattin subventioniert in die oper gehen darf.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 16:08:13    Titel:

Statt Abschaffung der Studiengebühren sollte man ein vernünftiges Finanzierungssystem auf den Weg bringen, und den Haushalt konsolidieren, damit wir in eine Situation geraten, in der es kein Problem für Studenten ist, mal hier und das etwas Geld zu verdienen.

Ich gebe gerne das Beispiel Australien, hier kommt es wieder:
In Australien arbeiten mehr Studenten als dass sie nicht arbeiten. Außerdem haben sie ein sehr vernünftiges Finanzierungssystem für jederman (HECS-HELP), nicht so ein Unsinn wie Bafög, das auch noch unmengen an Bürokratiegelder verschlingt. Ein Studium in Australien kostet Australiern theoretisch viel mehr als ein Studium in Deutschland für Deutsche, aber sie kriegen es einfach gebacken, den Studenten so abzusichern, dass er nichts zu verlieren hat - zum Beispiel kann man die HECS Förderung wie hierzulange die Kirchensteuer direkt vom Gehalt - und auch gehaltsabhängig - mit der Steuer abführen. Keine Probleme, die Zinsen bereinigen quasi nur die Inflation.

Aber naja, jeder will sparen, aber nur beim anderen.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 16:14:07    Titel:

Ich hatte in einem anderen Post übrigens ein alternatives Modell zum Bafög vorgeschlagen:

Jeder Student erhält die Möglichkeit ein zinsloses oder zinsgünstiges (Zinssatz im Bereich der Inflation) Darlehen zu beantragen, welches nach dem Abschluss oder nach dem Abbruch zurückgezahlt werden muss... Die Höhe der Raten bzw. der Rückzahlungssumme richtet sich nach dem Gehalt und dem Studienerfolg (das habe ich gerade ergänzt)...

Heisst:

Ein Student, der sein Studium abbricht und anschließend bei VW am Band steht, zahlt seinen Kredit natürlich voll und schnell zurück. Schließlich verdient er gut und kann "sich das leisten"...

Ein Absolvent, der in einer schwierigen Branche arbeitet und daher eher wenig verdient, zahlt sein Darlehen in deutlich geringeren Raten zurück...

Ein Absolvent, der übermäßig gut abschließt, bekommt seinen Teil des Darlehens als Geschenk erlassen... (damit auch die Neoliberalen Marktschreier zufrieden sind, für die Leistung über Alles geht)...
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