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"Wir leben auf dramatische Weise über unsere Verhältnis
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xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 17:30:30    Titel:

Elzéard B. hat folgendes geschrieben:

misterdx würde wohl wirklich gerne in einer Republik leben, in der jeder Mensch - egal ob er sie braucht oder nicht - Transfers bekommt.


Endlich verstehen wir uns Wink
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 18:37:20    Titel:

Gut. Sinn aber bitte nicht hinterfragen.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 18:38:05    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Wenn ich heute einen Bildungskredit aufnehme, dann habe ich da teilweise horrende Zinsen zu bezahlen

Momentan beträgt der Kreditzinssatz (KfW-Studienkredit) zwischen 3 und 4 Prozent.
Maximal waren es bisher 6,5%.
Da von "horrend" oder ruinös zu sprechen ist ja absurd.
In anderen Ländern ist das ja auch kein Problem.

Bildung sollte so günstig wie möglich verfügbar sein. Nicht zuletzt wird ein gebildeter Mensch uns alleine durch die höhere Steuer, die er wird zahlen müssen, Geld rein bringen, da kann man nicht verlangen, auch durch Zinsen über Inflationsniveau diese Menschen auszuquetschen. sonst wird Bildung wieder nur Eliten zugänglich werden.

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Mein Vorhaben unterscheidet sich also deutlich vom heutigen Modell...

Ich sehe nicht wo?!

Gut, du willst den Leuten den Tilgungsplan in Abhängigkeit vom Einkommen vorschreiben, anstatt sie selbst entscheiden zu lassen. Also ein bisschen weniger Freiheit und mehr Zwang. Aber wofür? Die, die sich freiwillig länger Zeit lassen, die zahlen ja dafür (Zinsen).
Es würde uns jährlich Unsummen an Geld einsparen, wenn die Regeln vereinfacht werden. Es macht letztendlich keinen großen Unterschied mehr aus, denn kaum einer wird z.B. mehr als 10% seines Gehalts auf Schuldtilgung verwenden, wenn er sonst nicht über die Runden kommt, und umgekehrt wird niemand mehr als 10% dafür verwenden, wenn 10% ausreichen um diese Schuld innerhalb kurzer Zeit zu tilgen.


Und ja, dann ist da noch die Rede von niedrigeren Zinssätzen.
Da stellt sich nicht nur die Frage der Finanzierung, sondern auch die nach dem Sinn:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:
ein zinsloses oder zinsgünstiges (Zinssatz im Bereich der Inflation)

Dir ist schon klar, dass ein zinsloses Darlehen de facto immer einen negativen Realzins (!) darstellt?
Jeder Kreditnehmer stellt sich damit besser als jemand ohne Kredit.
Und bei Zinssätzen in Inflationshöhe sieht das nicht viel anders aus:
Kredit mit Maximalauszahlung beantragen, Geld auf der Bank anlegen - und man gewinnt risikolos dabei.
1. Nein, es geht um Zinsen auf Inflationsniveau, das heisst es gibt keinen Realzins bzw. Realzins = 0%.
2. Sicherer ist es heutzutage garantiert nicht, den Kredit auf die Bank zu legen und langsam sowohl Gebühren als auch Kredit abzustottern, mal davon abgesehen, dass bereits einer von 100 Fehlplanern in dem System dann erhebliche Neukosten verursachen könnten. Ganz davon abgesehen ist es doch völlig unklar, ob man vielleicht ein Ausandssemester dranhängen möchte oder vielleicht für seine Bachelor Thesis ein Semester mehr braucht oder man vieleicht schneller als in Regelstudienzeit fertig ist, sowas gibts auch, und dann muss man Zinsen auf etwas zahlen, was man eigentlich gar nicht braucht.


Da kann man jedem Studenten gleich den Zinsspread aufs Konto überweisen. Ohne den Verwaltungsaufwand und die Vertriebsprovisionen kommt das sicher günstiger.


Ich finde, eine Ablehnung des HECS-HELP Systems basiernd grundsätzlich auf Missinformation.

PS:
Nein, wir leben schon seit Schröder nicht mehr über unseren Verhältnissen. Wir haben aber so lange über unsere Verhältnisse gelebt, dass wir jetzt den Preis dafür zahlen. 42 Milliarden Euro jährlich alleine für Zinsen, könnten wir diesen Posten einfach streichen, dann hätten wir garkein Defizit mehr. 15% der Bundesausgaben gehen für Schuldentilgung drauf (laut diesem Artikel), bei einem Haushaltsdefizit von "nur" 4,4%. Jeder kann sich ausrechnen, was das bedeuten würde, hätten wir nicht so unglaublich viel Geld in den Himmel geschossen, unseren Beamtenapparat nicht so aufgebläht, Hartz IV schon viel früher durchgezogen und es gar nicht erst so weit kommen lassen, dass 11 Millionen deutsche Sozialhilfen beziehen.
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 19:45:21    Titel:

Wir haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt. Lediglich der Staat hat das getan. Die "Gesellschaft" bzw. Volkswirtschaft als ganzes weist seit Jahre einen LB-Überschuss auf. Bisher wurde das Haushaltsdefizit des Staates immer mehr als ausgeglichen durch das positive Haushaltssaldo der Privaten.

Man muss also beim Staat ansetzen, wenn man das Leben über Verhältnissen bekämpfen möchte. Dafür taugt misterdx lächerlicher Vorschlag von ALG II für Studenten und Transfers für alle nun überhaupt nichts.
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 20:32:55    Titel:

Auch mit Blick auf das Staatsdefizit beweist sich offensichtlich die Tragik der Allmende.

Wie sonst sollte man sich erklären, dass der Bürger im Privaten ganz gut mit Geld umzugehen weiß, aber nicht bereit ist, sich von Privilegien zu trenne, die ihm staatlicherseits eingeräumt werden ?


Zuletzt bearbeitet von Steve2525 am 24 Mai 2010 - 21:09:47, insgesamt einmal bearbeitet
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2010 - 21:08:54    Titel:

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
Bildung sollte so günstig wie möglich verfügbar sein. Nicht zuletzt wird ein gebildeter Mensch uns alleine durch die höhere Steuer, die er wird zahlen müssen, Geld rein bringen, da kann man nicht verlangen, auch durch Zinsen über Inflationsniveau diese Menschen auszuquetschen. sonst wird Bildung wieder nur Eliten zugänglich werden.

Erzähl das dem Mechaniker, Handwerker oder sonstwem, der mit 19 auf eigenen Füssen steht und Steuern zahlt.
Der Knackpunkt ist ja nicht mal die (niedrigen) Studiengebühren, die man auch abschaffen könnte, wenn man wollte.

Bafög bzw. Studienkredite finanzieren primär den Lebensunterhalt.
Und es ist (siehe erster Satz) schwer zu vermitteln, warum man denen, die später durch höhere Gehälter profitieren auch noch den Lebensunterhalt (realzinslos) subventionieren sollte.

Zumal dann, wenn diese das gar nicht benötigten.
Wenn ich aus privilegiertem, wohlhabendem Elternhause käme, das mir ein Studium finanziert (man könnte eigentlich sagen: das war ich früher), dann würde ich diesen Kredit selbstverständlich voll ausschöpfen und anlegen.
Auf Kosten der Gemeinschaft "gratis" Zinsen kassieren - das ist ein gutes Geschäft.

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
1. Nein, es geht um Zinsen auf Inflationsniveau

Im von mir zitierten Beitrag war explizit auch von "zinsfrei" die Rede.

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
Zinsen auf Inflationsniveau, das heisst es gibt keinen Realzins bzw. Realzins = 0%

Die Anlegerzinssätze sind fast immer - und das schon seit Jahren - höher als die Inflation.
Es gilt das, was ich schon im Vorbeitraf geschrieben habe:
Kredit aufnehmen und anlegen lohnt sich auch für quasi jeden.

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
2. Sicherer ist es heutzutage garantiert nicht, den Kredit auf die Bank zu legen und langsam sowohl Gebühren als auch Kredit abzustottern

Vielleicht doch.
Einlagensicherung und Politik sei dank.
Vielleicht sogar sicherer als wenn man keinen Kredit hat.
Denn wenn die Inflation galoppiert oder die Währung zusammenbricht, dann pulverisiert sich ja auch die Schuldenlast.
Gut möglich, dass man sich damit deutlich besser stellt als jemand, der nur "Guthaben" auf der Bank hat.
x-x-x
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Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 824

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 01:43:01    Titel:

Mehr Umverteilung bei durchgehender Progressivität im Steuertarif zur Sicherung des Leistungsprinzip ist der Schlüssel zu höherem Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 07:39:18    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:


Zumal dann, wenn diese das gar nicht benötigten.
Wenn ich aus privilegiertem, wohlhabendem Elternhause käme, das mir ein Studium finanziert (man könnte eigentlich sagen: das war ich früher), dann würde ich diesen Kredit selbstverständlich voll ausschöpfen und anlegen.
Auf Kosten der Gemeinschaft "gratis" Zinsen kassieren - das ist ein gutes Geschäft.



Nicht nur "würde", das ist schon lang gelebte Realität.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 07:39:43    Titel:

x-x-x hat folgendes geschrieben:
Mehr Umverteilung bei durchgehender Progressivität im Steuertarif zur Sicherung des Leistungsprinzip ist der Schlüssel zu höherem Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt.


höherer Wohlstand für wen?
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 07:43:31    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

höherer Wohlstand für wen?


genau das frage ich mich auch die ganze Zeit. Confused

Einerseits wird ständig davon geredet, dass wir über unsere Verhältnisse lebten/leben und andererseits fordert er höheren Wohlstand?
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