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Schwarz-Gelb plant längere AKW-Laufzeiten ohne Bundesrat
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Schwarz-Gelb plant längere AKW-Laufzeiten ohne Bundesrat
 
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Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 20:59:13    Titel:

Wäre die Abkehr von unseren großen Strommonopolisten nicht auch im Sinne einer liberaleren Stromwirtschaft? Dummerweise zementieren die Zeloten des freien Marktes mit weiteren Jahr(-zehnten) bereits finanzierter AKW-Laufzeit diese Monopole...
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 21:03:28    Titel:

[quote="Elzéard B."] Mit dem Wegfall von 100% der Kernenenergie bis 2020 würden aktuell 25% der Energieversorgung wegfallen.

Die Zahl stimmt nicht.


Elzéard B. hat folgendes geschrieben:
Mal ein Schmankerl: 40 Mrd Euro Endkosten für den Verbraucher allein durch die skandalöse Solarförderung.

Zitat:
Die Förderung übersteigt die Investitionen.


http://www.wiwo.de/technik-wissen/kosten-fuer-solarfoerderung-erreichen-rekordhoch-427495/


Kein vernünftiger Mensch würde diesem Gesetz, was wohl ganz offen darauf aus ist, so viel Wohlstand wie möglich zu vernichten, zustimmen.
Die ganze Welt baut AKWs, nur wir wissen es wieder besser und verlieren wegen der gesamten Übersubventionierung sogar mittlerweile die Wettbewerbsfähigkeit in der Solarindustrie.

Ein grandioses Beispiel für Scheitern von Staatswirtschaft.


In Kernenergie wurde ein vielfaches gesteckt. Ausserdem solltest du dich einmal darüber informieren wie die ganze Welt AKWs baut. Zum einen kann die nicht jeder bauen, weshalb die ganzen Bauvorhaben sowieso nicht umgesetzt werden und zum anderen sind Neubauten von Antomkraftwerken auch riesige Investitionslöcher.
x-x-x
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Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 824

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 21:20:21    Titel:

...was vielfach vergessen wird, richtig. Die Kosten für Auf-, vor allem aber auch Abbau sind Wahnsinn. Die Lagerung auch. Atomkraft ist alles, aber nicht günstig.
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 21:25:01    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
Wäre die Abkehr von unseren großen Strommonopolisten nicht auch im Sinne einer liberaleren Stromwirtschaft? Dummerweise zementieren die Zeloten des freien Marktes mit weiteren Jahr(-zehnten) bereits finanzierter AKW-Laufzeit diese Monopole...


Das ist eine gute Frage. Kenne mich damit ganz gut aus, weil ich solch eine gemeine Fallstudie in einer meiner Mikroökonomie Klausuren im Studium hatte Very Happy


Es wurde uns damals die Frage gestellt, ob in einem liberaleren Strommarkt prinzipiell niedrigere Preise zu stande kommen würden, als es derzeit der Fall ist.

Intuitiv würde man natürlich ja sagen, da die Grenzkosten für die Stromerzeugung schließlich viel niedriger sind als die Preise.

Richtig ist aber, dass die Preise in einem Strommarkt mit vielen kleinen Anbietern wohl eher höher wären: Der Grund liegt in der hohen Fixkostendegression bei den großen Anbietern. Die hohen Deckungsbeiträge, die Verbraucher als unverschämt empfinden, dienen nämlich nur der Deckung der Fixkosten der Kraftwerke. Ansonsten müssten die Stromanbieter ja horrend hohe Gewinne einfahren, die über den üblichen Kapitalkosten für ein vergleichbares DAX-Unternehmen liegen. Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Gäbe es nun einen liberalen Strommarkt mit vielen kleinen Erzeugern wären die Skalenerträge über die vielen (zugegebenermaßen vermutlich kleineren) Kraftwerke wohl kaum ausreichend zur Deckung der ja ohnehin anfallenden Fixkosten. Die Grenzerträge müssten also steigen und damit auch der Strompreis.

Insofern halte ich auf dem Strommarkt ein Duopol für richtig, allerdings nur unter der Bedingung, das es stark vom Kartellamt überwacht wird.
Wie oben erläutert, wären viele kleine Anbieter nämlich wegen höheren Gesamtkosten der Stromerzeugung wohlfahrtsmindernd für die Gesellschaft.

Ist sicherlich ein bisschen tricky, mit ein paar Graphen kommt man aber schon drauf.


@ naim

Was ist denn die richtige Zahl? Habe bei Energieversorgung für Gesamtdeutschland KK 25% gefunden und hatte das auch so in Erinnerung
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 22:11:14    Titel:

Wieso arbeiten dann unsere Stadtwerke so rentabel? Ist die Stromproduktion tatsächlich so viel Fixkostenintensiver als jegliche andere industrielle Produktion? Wäre dein Argument dann nicht auf jegliche Produktion anzuwenden?

Gruß
Puaker
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 07:39:48    Titel:

x-x-x hat folgendes geschrieben:
Außerdem... Lasst uns doch erstmal dafür sorgen, dass weniger Energie verbraucht wird. Aber das kümmert niemanden.


Es ist ziemlich bitter, dass dieser Satz so einfach übergangen wird. Fast schon symptomatisch für solche Diskussionen...

Beispiel? Ich arbeite in einem Großraum-Büro mit 6 Leuten. Natürlich hat Jeder einen Computer, manche sogar eine duale Bildschirmlösung. Wenn ich morgens als Erster reinkomme, leuchten in der Regel bei allen Bildschirmen (außer bei meinem) die Standby-Lampen... Beim Drucker natürlich auch...

Jeder möge sich selbst ausmalen, was das für ne große Firma bzw. unseren Verbrauch bedeutet...
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 09:08:45    Titel:

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E05952403B6F34097B00B49C9EFAF5313~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Strom, kommt doch aus der Steckdose....
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 09:16:39    Titel:

Zur Dena:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Energie-Agentur

Nur damit klar wird, wer hinter solchen Aussagen steckt.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 09:22:54    Titel:

Wie immer gibts mehrere Meinungen und Studien... Jeder nimmt natürlich die, die ihm am Besten passt...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,690440,00.html#ref=rss
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 10:04:00    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
Zur Dena:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Energie-Agentur

Nur damit klar wird, wer hinter solchen Aussagen steckt.


>>Es befindet sich mehrheitlich in Staatseigentum.<<

ja das sollte man unbedingt festhalten, wer dahinter steckt.
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