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Der geordnete Rückzug
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 10:05:25    Titel: Der geordnete Rückzug

Ob auch seine Funktion als Standartfeindbild linker Denke durch seinen Nachfolger ausgefüllt wird bleibt jedoch offen.

http://de.news.yahoo.com/26/20100525/tde-roland-koch-legt-politische-mter-nie-e7455f6.html

Ist vielleicht nur ein eher subjektives Gefühl meinerseits aber irgendwie scheinen die Unionsminipräsis leichter ihre Karriere beenden zu können und die Nachfolge zu regeln als die der SPD.
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1859
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 10:59:08    Titel:

Eine "klare Position" zu vertreten, wie es in dem Text heißt, ist zwar lobenswert und durchaus etwas, wovor man den Hut ziehen sollte - angesichts der Tatsache das auch Politiker gerne einem Opportunismus anheimfallen und das sagen was man hören möchte (auch Herr Koch) - aber man muss hier aber auch ganz ehrlich zu Protokoll geben, das es nicht das erste Mal war das Roland Koch sich im Ton vergriffen und die falschen Themen angesprochen hat. Für mich ist es immer noch nicht nachvollziehbar, wieso er seine katastrophalen Bildungspläne aufgetischt hat. Das ihm damit inner- und außenpolitische deswegen vielen an den Kragen wollten, war imho schon im Voraus abzusehen.

Gruß
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 13:04:33    Titel:

Ich finde es schade, dass sich Roland Koch zurückzieht. Er ist einfach ein Vollblut-Politiker und ein brillianter Redner. Auch wenn ich einige seiner Vorschläge nicht teile, fand ich an ihm immer gut, dass er Klartext geredet hat. Jetzt verliert die Union auch noch ihren letzten Klartext-Politiker. Es gibt jetzt nur noch Beschwichtungs-Apostel und Kuschel-Politiker in der Union. Wenn Leute wie Roland Koch gehen, verliert die Union immer mehr an politischem Profil.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 13:08:59    Titel:

Tonka hat folgendes geschrieben:
Es gibt jetzt nur noch Beschwichtungs-Apostel und Kuschel-Politiker in der Union. Wenn Leute wie Roland Koch gehen, verliert die Union immer mehr an politischem Profil.


Nuja, ganz so ist es ja nun nicht. Mit Mappus (BW) und Bouffier (HE) stehen ja schon wieder zwei ziemlich konservative Köpfe ihrem jeweiligen Landesverband (bald) vor...

Für Wulf dagegen könnte dies nicht besser laufen: Von den potentiellen Nachfolgern Merkels ist er der einzige, der noch unangeschlagen und fest im Sattel sitzt.


Cyrix
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 13:31:15    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Es gibt jetzt nur noch Beschwichtungs-Apostel und Kuschel-Politiker in der Union. Wenn Leute wie Roland Koch gehen, verliert die Union immer mehr an politischem Profil.


Nuja, ganz so ist es ja nun nicht. Mit Mappus (BW) und Bouffier (HE) stehen ja schon wieder zwei ziemlich konservative Köpfe ihrem jeweiligen Landesverband (bald) vor...

Für Wulf dagegen könnte dies nicht besser laufen: Von den potentiellen Nachfolgern Merkels ist er der einzige, der noch unangeschlagen und fest im Sattel sitzt.


Zu Bouffier kann ich nichts sagen, da ich ihn noch nie habe reden hören. Mappus kann wohl auch ganz gut abledern, wie er es mit Röttgen getan hat. Wulff wäre wohl noch die beste Lösung als Kanzlerkandidat, falls Merkel irgendwann aufhört.

Ich finde es aber schon erstaunlich, wie lange Roland Koch sich als MP gehalten hat. Der befindet sich ja mittlerweile schon in seiner dritten Legislaturperiode. Verwunderlich ist das, weil er ja schon sehr polarisierend ist und auch eine Menge Leute ihn nicht mögen. Außerdem hat er sich trotz Fehlern wie Spendenaffäre, Doppelte Staatsbürgerschaft, Fast Niederlage 2008 immer noch im Amt gehalten. Das schafft bei weitem auch nicht jeder Politiker.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 13:59:17    Titel: Re: Der geordnete Rückzug

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Ist vielleicht nur ein eher subjektives Gefühl meinerseits aber irgendwie scheinen die Unionsminipräsis leichter ihre Karriere beenden zu können und die Nachfolge zu regeln als die der SPD.


Das Gefühl scheint m.E. wirklich nur subjektiv zu sein: Die wenigsten MP-Wechsel in "letzter Zeit" waren wirklich "freiwillig":

- Althaus (CDU) -> Lieberknecht (CDU) in TH: Abwahl
- Stoiber (CSU) -> Beckstein (CSU) -> Seehofer (CSU) in BY: "Abwahl"
- Oettinger (CDU) -> Mappus (CDU) in BW: freiwilliger Wechsel in "höhere Ämter"
- Stolpe (SPD) -> Platzeck (SPD) in BB: Rückzug aus Altersgründen
- Milbradt (CDU) -> Tillich (CDU) in SN: weggeputscht (Sachsen-LB-Affaire)
- Scherf (SPD) -> Böhrnsen (SPD) in BR: keine Ahnung...
- Clement (SPD) -> Steinbrück (SPD) in NRW: freiwilliger Wechsel in "höhere Ämter"
- Steinbrück (SPD) -> Rüttgers (CDU) in NRW: Abwahl
- Simonis (SPD) -> Carstensen (CDU) in SH: Abwahl
- Gabriel (SPD) -> Wulff (CDU) in NI: Abwahl
- Diepgen (CDU) -> Wowereit (SPD) in BE: Abwahl
- Höppner (SPD) -> Böhmer (CDU) in ST: Abwahl
- Ringstorff (SPD) -> Sellering (SPD) in MP: keine Ahnung...
- Scharping (SPD) -> Beck (SPD) in RLP: keine Ahnung; Kanzlerkandidatur?
- Lafontaine (SPD) -> Klimmt (SPD) in SL: freiwilliger Wechsel in "höhere Ämter"
- Klimmt (SPD) -> Müller (CDU) in SL: Abwahl


Das müssten so die letzten Wechsel des MPs in den meisten Bundesländern sein. Meist ist Abwahl der Grund, warum der Vorgäbnger gehen musste, unabhängig von der Partei...

Cyrix
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 15:43:12    Titel:

Er wußte wohl, dass er bundespolitisch nicht mehr werden konnte, und seine politische Karriere wohl spätestens mit der nächsten hessischen LTW beendet sein würde. So zieht er eben rechtzeitig die Reißleine. Schade ist sein Abgang trotzdem. Mit ihm geht einer der letzten, die sich nicht zu schade dazu waren auch mal gegen den bundesrepublikanisch- linksgrünen Konsensstachel zu locken. Zurück bleibt ein parteipolitischer Einheitsbrei.
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 22:00:40    Titel:

Bedauerlich auch, dass es in der ganzen ersten Politikerriege keinen einzigen profilierten Wirtschaft- und Finanzpolitiker mehr gibt. Merz weg, Clement weg, Steinbrück weg, jetzt Koch weg. Das ist nicht gut für Deutschland.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 22:19:27    Titel:

Ist irgeneiner von denen die ihm hier Nachweinen aus Hessen? Hier sind die Meinungen ganz anders. Und seine Klartext Aussagen sind größtenteils Plumper Poplulismus, wenn man sie einmal der Realität entgegenstellt.

Und 2008 wurde er abgewählt und wurde nur durch das Ypsilanti Debakel wieder 2009 ins Amt gebracht. Ihr verklärt hierganz schön seine Arbeit.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 22:22:02    Titel:

Steve2525 hat folgendes geschrieben:
Bedauerlich auch, dass es in der ganzen ersten Politikerriege keinen einzigen profilierten Wirtschaft- und Finanzpolitiker mehr gibt. Merz weg, Clement weg, Steinbrück weg, jetzt Koch weg. Das ist nicht gut für Deutschland.


Da stimme ich dir zu. Vielleicht kommt ja Merz wieder und wird der nächste Kanzlerkandidat der CDU
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