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Dünnschichtchromatographie
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Elmo!
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Anmeldungsdatum: 26.03.2010
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 19:40:58    Titel: Dünnschichtchromatographie

Hi, ich hob ein Verständnisproblem bei folgendem Text aus Wikipedia:

"Bei der DC wandert ein Lösungsmittel durch Kapillarkräfte an einem festen, feinporigen Trägermaterial (z.B. Kieselgel) aufwärts. Sind in dem Lösungsmittel unterschiedliche organische Substanzen mit verschiedenartigen funktionellen Gruppen enthalten, so gibt es Adsorptionswechselwirkungen der einzelnen Substanzen mit dem Trägermaterial. Eine starke Wechselwirkung dämpft die Wanderungsgeschwindigkeit der einzelnen Komponente in bezug zur Lösungsmittelfront. Je höher der Anteil eines stark polaren Lösungsmittels (Wasser ist besonders schlecht) bei der Auftragung, desto mehr Oberflächenbereiche der Beschichtung sind für die Adsorption unwirksam, desto schlechter das Trennergebnis bei der DC (geänderte Rf-Werte, Fleckenverbreiterung). [2] Entscheidend ist, dass sie individuell sehr rasch von der einen Phase in die andere wandern (auf Grund der Wärmebewegung, der Diffusion und der raschen Austauschprozesse) und wieder zurück (dynamischer Gleichgewichtszustand). Der Zeitanteil, den das individuelle Teilchen in der mobilen bzw. der stationären Phase zubringt, entspricht auch genau dem Anteil der Teilchen dieser Sorte in den beiden Phasen. Diese Verhältnisse gelten auch, wenn die mobile Phase nicht bewegt wird."


(Wikipedia)

Meint der Verfasser mit dem Lösungsmittel und den darin gelösten Substanzen die aufgetragene und zu untersuchende Probe, oder das Laufmittel? Ich denke er meint damit die Probe.

"Eine starke Wechselwirkung dämpft die Wanderungsgeschwindigkeit der einzelnen Komponente in bezug zur Lösungsmittelfront."


Ich verstehe es so, dass bei starker Wechselwirkung der Substanzen mit der Platte (weil die Kieselgelplatte und die Substanz polar sind), nur eine geringe Wanderung bzw. keine erflogt.


"Je höher der Anteil eines stark polaren Lösungsmittels (Wasser ist besonders schlecht) bei der Auftragung, desto mehr Oberflächenbereiche der Beschichtung sind für die Adsorption unwirksam, desto schlechter das Trennergebnis bei der DC (geänderte Rf-Werte, Fleckenverbreiterung)."

Meint er damit, dass bei einem zu stark polaren Lösungsmittel die darin gelösten Substanzen nicht mit der Platte in Wechselwirkung treten können, weil das Lösungsmittel aufgrund der Wechselwirkung (Ww.) die ganze Fläche beschichtet?

"Entscheidend ist, dass sie individuell sehr rasch von der einen Phase in die andere wandern (auf Grund der Wärmebewegung, der Diffusion und der raschen Austauschprozesse) und wieder zurück (dynamischer Gleichgewichtszustand)."


Ist das so zu verstehen, dass die Substanz mit der Platte in Ww. steht, diese sich kurzzeitig aufhebt und die Substanz dann mit dem Laufmittel in Ww. treten kann?

Bitte helft mir so schnell wie es geht, damit ich weiterschreiben kann. Wink
Andy 1987
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Anmeldungsdatum: 22.04.2009
Beiträge: 278

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 - 22:02:37    Titel:

Hey,

1.) Es ist das Laufmittel gemeint. Wenn ein fester Stoff gelöst werden muss, wird das Laufmittel auch als Lösungsmittel für die Probe verwendet.

2.) Das siehst du richtig. polare Gruppen im zu untersuchenden Molekül bilden temporär Wasserstoffbrückenbindungen mit polaren Gruppierungen des Kieselgels. Durch diese Wechselwirkung werden die Moleküle der Probe kurzfristig immobilisiert.

3.) und 4.) Ja. So kann man das sagen.

Gruß
Elmo!
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Anmeldungsdatum: 26.03.2010
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2010 - 00:02:25    Titel:

Hey vielen dank für deine Antwort. Very Happy
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