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Studium abbrechen - und was dann?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Studium abbrechen - und was dann?
 
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Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2010 - 17:34:20    Titel: Studium abbrechen - und was dann?

ich hab mich jetzt bis ins 10. semester durchgehangelt, krebse so bei 5 punkten rum, und jetzt hab ich auch noch probleme dass mir teilweise scheine nicht anerkannt werden. ich hatte eigentlich vor, im sommer die letzte hausarbeit zu schreiben, außerdem fehlen mir noch 2 praktika. im september wollt ich nen Jahreskurs Rep machen um dann September 2011 Examen zu machen.
So wie s aussieht muss ich aber noch scheine nachmachen, sodass sich das ganze noch n jahr verschieben könnte. ich bin total frustriert, das studium macht mir schon lange keinen spaß, ich bin nicht wirklich gut, und finanziell wirds auch so langsam eng.

ich will nicht noch 2 Jahre mit dem ganzen Mist zubringen und überlege jetzt alles hinzuschmeißen, allerdings möcht ich mich auch nicht bei Aldi an die Kasse setzen. Was hat man mit nem abgebrochenen Jurastudium für Möglichkeiten? ich hab einfach keine Ahnung was ich machen soll.
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2010 - 17:50:56    Titel:

Ich kenne jemanden, der nach nicht-bestehen des 1. Staatsexamens in der Schadensabteilung einer KFZ-Haftpflicht arbeitet. Da geht es halt darum, zu beurteilen, welche Ansprüche bestehen. Keine Ahnung, ob das die Ausnahme war oder ob das regulär möglich ist.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2010 - 21:11:32    Titel:

In der juristischen Sparte dürfte es mit den Berufsaussichten nicht allzu rosig aussehen... man muss sich ja nur mal vor Augen halten, wie viele arbeitslose Volljuristen es gibt, wie viele Leute, die zumindest das erste Examen bestanden und dann abgebrochen haben und wie viele Leute, die das erste Examen zumindest geschrieben haben, aber endgültig durchgefallen sind.

Als jemand, der das erste Examen noch nicht einmal versucht und folglich auch die Examensvorbereitung nicht mitgemacht hat bzw. der sogar noch nicht einmal alle Scheine hat, ist man natürlich wesentlich weniger qualifiziert als alle oben genannten Leute... erst recht dann, wenn man eher mittelmäßige Noten hat.

Willst du denn überhaupt noch etwas in Richtung Jura machen? Wenn du sagst, dass dich das Studium (und ich nehme an, damit auch das Fach Jura an sich?) schon lange nicht mehr interessieren, kommt dann für dich überhaupt noch eine Tätigkeit in Betracht, bei der du mit Jura in Berührung kommst?

Wenn nein, dann wäre es wahrscheinlich sinnvoller, sich nochmal komplett neu zu orientieren.

Wenn du dagegen noch irgendwo im Bereich Jura tätig sein willst, wäre dir doch zu empfehlen, zumindest noch das erste Examen zu machen. Denn ohne dir zu nahe treten zu wollen: ein Abbruch nach 10 Semestern mit mäßigen Noten und ohne scheinfrei zu sein ist nicht gerade ein besonders gutes Argument, warum dich jemand in einem juristischen Tätigkeitsbereich anstellen sollte.
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2010 - 20:06:27    Titel:

Ich würde dir ehrlich gesagt eher zum Abbruch raten. Wie du selber sagst, du hast wahrscheinlich noch 2 Jahre vor dir. Dazu gibt es keine Garantie, dass du das Examen dann auch bestehst.
Jura ist eben ein sauschlechter Arbeitsmarkt, und wenn du (anscheinend) nicht soviel Talent dafür hast + keine Interesse, weiß ich nicht genau, was für ein Weitermachen spricht.

Bei deiner beruflichen Neuorientierung würde ich mich an deiner Stelle nicht zu nah am Jurabereich aufhalten. Für Leute mit ,,suboptimalen Lebenslauf" ist der Staatsdienst immer eine gute Adresse.

Ein Kumpel von mir ist letztes Jahr nach dem 6. Semester in Jura endgültig in der Zwischenprüfung gescheitert, was an meiner Uni wirklich verdammt selten ist. Danach hat er Lehramt Gymnasium angefangen und kommt da super locker durch.

Auf jeden Fall solltest du nicht den Kopf hängen lassen und aktiv nach anderen Optionen suchen. Viele machen Jura ewig weiter, weil es bequem ist, obwohl schon völlig klar ist, dass sie dem Wettbewerb nicht standhalten können.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2010 - 13:19:52    Titel:

Zu wenig Informationen.

Warum hat das Studium nicht geklappt?

Kommt ein Studiengangwechsel in Betracht z.B. BoL?

Kommt ein berufsbegleitendes Studium in Betracht?

Kommt eine Ausbildung in Betracht?

Würde das Arbeitsamt eine Umschulung genehmigen?

Welche berufliche Richtung wird überhaupt angestrebt?

Oft sind Studienabbrecher bei der Bewerbung um Alternativen sich selbst am meisten im Weg (und das Umfeld, das ihnen schlechte Chancen einredet). Mit Abitur und Studienerfahrung ist man immer noch weit interessanter für Unternehmen als der Durchschnitt am Arbeitsmarkt.

Was ich allerdings nicht machen wüde, ist, irgendsoeinen Sachbearbeiterjob bei einer Versicherung anzunehmen, bei dem keine Perspektive besteht, irgendwann einen berufsqualifizierenden Abschluss z.B. als Externer nachmachen zu können. Einen berufsqualifizierender Abschluss muss man haben. Denn alle Weiterbildungsmöglichkeiten sind in Deutschland an so einen Abschluss geknüpft. Ich habe auch gelesen, dass man beim Arbeitsamt als Arbeitsloser nach anderen Regeln behandelt wird, ein ein berufsqualifizierender Abschluss nicht vorhanden ist.
deu86
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Anmeldungsdatum: 28.02.2010
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2010 - 16:34:59    Titel:

Hi,

ja, das kenn ich. Jura kann einen ziemlich frustrieren.
Ich spiele auch mit dem Gedanken aufzuhören. Allerdings bin ich erst im 4. Semester.

Der Beruf des Rechtspflegers könnte für dich sehr interessant sein.
Das ist der gehobene Dienst in der Justizverwaltung. Das ist zwar auch wieder ein Studium, aber wird mit ca. 950 € monatlich "versüßt" und beschränkt sich natürlich nur auf einzelne Themenbereiche (Grundbuchrecht, Vereinsregister, Vollstreckungsrecht, Verwaltungsrecht usw.).

Bewerbungsschluss ist bei jedem OLG bis zum 1. oder 15. Oktober.
Jobaussichten danach sind super!
Zur Zeit gibt es in ganz Deutschland nur 24 arbeitslos gemeldete Rechtspfleger!


Gruß
XandreasX
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2010 - 19:42:25    Titel:

Hey Flauschi,

lass den Kopf doch nicht so leicht hängen!
Versuche dich einfach durchzukämpfen und beiß deine Zähne einfach zusammen.
Ich meine was ist denn schon leicht in diesem Leben, eben garnichts.
Willst Du was erreichen so kämpfe gegen deine innere abneigende Einstellung an, denn es gibt immer einen Ausweg!!!
Ich kennen einen RA der sein erstes Examen im vierzehnten Semester abgelegt hat und mittlerweile als erfolgreicher Rechtsanwalt tätig ist.
Finanziell gehts auch mir nicht leicht, denn ich muss zwei Jobs neben dem Studium her bewältigen, aber mit dem richtigen Zeitmanagement ist alles zu packen.
Bin auch im zehnten Semester und werde erst meinen Examen in drei Semestern ablegen- na und wem interessierts??? Niemanden!!!
Wichtig ist, dass man sich nicht hängen lässt. Ausserdem stelle dir selbst die Frage, einfach fünf Jahre deines Lebens übers Bord zu werfen nur weil Du gerade jetzt nicht mehr weiter weißt??? Da sage ich nur schade.
Wenn man arbeiten sprich sich selbst finanzieren muss, dann dauert das Studium etwas länger als bei den anderen.
Falls du die Schnauze voll hast von deiner Uni, dann wechsel doch einfach z. B. an die WWU in Münster und siehe da:-), da gibts die großen Scheine nicht mehr!!!
Also viel Glück wünsch ich dir und überleg sehr gut, bevor du die Hinwerftaktik in die Tat umsetzen willst.
DeutschLehrer
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
Beiträge: 452
Wohnort: Seifhennersdorf

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2010 - 21:30:07    Titel:

Als Rat eines alten Mannes mit zwei erwachsenen Töchtern:

Staatsdienst ist immer gut, ob Polizei, Verwaltung oder ... , paar juristische Grundkenntnisse sind von Vorteil.

Gruß DL
Flauschi
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Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2010 - 22:38:35    Titel:

hi!
vielen dank für die vielen hilfreichen antworten - hätte ich nicht erwartet!

rechtspflegerausbildung habe ich auch überlegt, aber ob die da jmd nehmen, der nachweislich (5punkte-schnitt und lange studiendauer) weder besonders fleißig noch intelligent ist?
rechtspfleger soll ziemlich anspruchsvoll sein. und jetzt noch ne ausbildung neu anfangen...?

ein anderes studium kommt nicht in frage, eigentlich hab ich auch vom studieren generell (volle hörsäale, geldsorgen, prüfungsstress) die schnauze voll. ich wüsste auch nicht was mich interessiert.


ich werds jetzt doch nochmal versuchen, muss halt in den ferien 2 praktika hinkriegen, und im nächsten semester rep + 1 sem und dann die wiss HA irgendwie dazwischenquetschen.
ist halt blöd weil ich mich voll aufs rep konzentrieren wollte und mich jetzt doch um irgendwelchen kram nebenher kümmern muss, aber da muss ich dann halt durch.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 08:18:06    Titel:

Bedenke bitte auch, dass es nach dem Studium nicht zu Ende ist, sondern dass auch noch das Referendariat kommt und das 2. Examen (was allen Aussagen nach nicht einfacher wird). Ohne Motivation in die Examensvorbereitung? Das ist ganz ganz gefährlich und stelle dir mal vor - was wir nicht hoffen wollen - dass du dann durchfällst und noch mehr Zeit und Energie verschenkt hättest. Außerdem wäre das natürlich ein noch stärkerer Rückschlag (psychisch) als jetzt aufzuhören.

Im Übrigen solltest du auch bedenken, dass du in deinem Beruf 40 Jahre arbeiten musst...
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