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Vor- und Nachteil des Förderalismus
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Felix2000
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 10:50:21    Titel: Vor- und Nachteil des Förderalismus

Hallo !

Viele Staaten auf der Erde besitzen nciht unbedingt eine förderalistische Verfassung. Mich würde interessieren, was es durch den Förderalismus für Vortiel und was für Nachteile entstehen.

Meine Meinung:

Vorteile:

- Entlastung des gesamten Verwaltungsapperates und Aufteilung der exekutiven Aufgaben auf Landesebene

Nachteile:

- Kein hunderprozentiges gleiches Gesetzesbild, viele Länder händeln Aufgaben und Probleme unterschiedlich ab (Bspw. das Nichtrauchergesetz in er Gastronomie)
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 11:07:23    Titel: Re: Vor- und Nachteil des Förderalismus

Felix2000 hat folgendes geschrieben:

- Entlastung des gesamten Verwaltungsapperates und Aufteilung der exekutiven Aufgaben auf Landesebene


halte ich für falsch. Welche Entlastung ergibt sich in der Summe, wenn du jede Verwaltung 15 Mal brauchst? Das bläht den Überbau enorm auf.

Als Vorteil würde ich idealerweise einen Wettbewerb der Länder sehen. Dieser wird allerdings über einen Länderfinanzausgleich letztlich wieder zunichte gemacht.
Oder wie es unser Bürgermeister jüngst sagte... "Leute, was nützt es uns, wenn Schwäbisch Hall spart und seinen Haushalt saniert, solange es die anderen nicht machen, zahlen wir am Ende bloß deren Rechnungen"

Gruß
Pauker
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 11:29:37    Titel:

Bürokratie entwickelt sich überproportional. D.h. die Gesamtsumme der föderalen Bürokratie ist geringer als eine zentralisierte Superbürokratie. Der Threadhersteller hat also recht damit, wenn er sagte das Förderalismus zu weniger Bürokratie führt.

Zu den Nachteilen: Das gibt es eben verschiedene Gesetze, darin ist nichts schlimm. Regionen und Menschen sind verschiedenen, deshalb müssen sich die Gesetze an regionale Gegebenheiten anpassen.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:01:30    Titel:

Ich 3.0 hat folgendes geschrieben:
Bürokratie entwickelt sich überproportional. D.h. die Gesamtsumme der föderalen Bürokratie ist geringer als eine zentralisierte Superbürokratie. Der Threadhersteller hat also recht damit, wenn er sagte das Förderalismus zu weniger Bürokratie führt.

Zu den Nachteilen: Das gibt es eben verschiedene Gesetze, darin ist nichts schlimm. Regionen und Menschen sind verschiedenen, deshalb müssen sich die Gesetze an regionale Gegebenheiten anpassen.


Die fett markierten zwei Wörter bilden ein Paradoxon, nur so nebenbei.

Ich halte einen Föderalismus als notwending, schon alleine, wenn wir unsere Flickenteppichstaatsgeschichte angucken. Auch finde ich es richtig, dass es mehrere politische Ebenen mit verschiedenen Aufgaben gibt. Ich halte diese Aufgaben jedoch für falsch verteilt.

Ganz konkret: Es ist ein großer Fehler, dass Bildung nicht zentral geregelt wird.
Zumindest in Deutschland. Es gibt auch Länder, da klappt das. Aber hier offensichtlich nicht.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:02:22    Titel:

Ich 3.0 hat folgendes geschrieben:
D.h. die Gesamtsumme der föderalen Bürokratie ist geringer als eine zentralisierte Superbürokratie.


Beleg? Argument?

Gruß
Pauker
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:06:23    Titel:

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
Ich 3.0 hat folgendes geschrieben:
Bürokratie entwickelt sich überproportional. D.h. die Gesamtsumme der föderalen Bürokratie ist geringer als eine zentralisierte Superbürokratie. Der Threadhersteller hat also recht damit, wenn er sagte das Förderalismus zu weniger Bürokratie führt.

Zu den Nachteilen: Das gibt es eben verschiedene Gesetze, darin ist nichts schlimm. Regionen und Menschen sind verschiedenen, deshalb müssen sich die Gesetze an regionale Gegebenheiten anpassen.


Die fett markierten zwei Wörter bilden ein Paradoxon, nur so nebenbei.

Ich halte einen Föderalismus als notwending, schon alleine, wenn wir unsere Flickenteppichstaatsgeschichte angucken. Auch finde ich es richtig, dass es mehrere politische Ebenen mit verschiedenen Aufgaben gibt. Ich halte diese Aufgaben jedoch für falsch verteilt.

Ganz konkret: Es ist ein großer Fehler, dass Bildung nicht zentral geregelt wird.
Zumindest in Deutschland. Es gibt auch Länder, da klappt das. Aber hier offensichtlich nicht.


Wieso glaubst du, dass ein zentralisiertes Bildungssystem qualitativ besser wäre? Hast du Belege dafür? Es gibt viele Nationen mit sehr guten föderalistischen Bildungssystemen. Z.B. Kanada.

@Pauker

Weil der relative Koordinationsaufwand in einer zentralistischen Bürokratie höher ist.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:10:30    Titel:

Ich sach ja, es geht schon.

Aber hier nicht. Gucks dir doch mal an, unser Bildungssystem ist derart beschissen, wir haben jetzt schon zuviele Versager und zuwenig Fachkräfte. Leute, die was draufhaben, ziehen ins Ausland, alleine 6000 Ärzte jährlich. Begabte Kinder werden nicht gefordert, weniger begabte oder gar Kinder mit benachteiligungen (Ausländer etc.) nicht gefördert.

Um dem entgegenzuwirken könnte der Staat das Bildungsresoirt an sich reißen, aber ja, du hast wohl recht, fall du sagst, das würde auch nichts ändern.

/Edit

ich mach mal nen Gesundheitssystem Thread auf. ^^
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:15:30    Titel:

Zitat:
Aber hier nicht. Gucks dir doch mal an, unser Bildungssystem ist derart beschissen, wir haben jetzt schon zuviele Versager und zuwenig Fachkräfte.


So schlecht ist das Bildungsystem auch nicht, wenn man die Hauptschulen außen lässt.

Zitat:
Leute, die was draufhaben, ziehen ins Ausland, alleine 6000 Ärzte jährlich
.

Das liegt nicht am Bildungssystem sondern am ausufernden Staat und die daraus folgende Perspektivlosigkeit.

Zitat:
Begabte Kinder werden nicht gefordert, weniger begabte oder gar Kinder mit benachteiligungen (Ausländer etc.) nicht gefördert.


Deshalb ist ein föderalistisches System besser, weil es näher am menschen ist und stärker sich an die Bedürfnisse der Schüler orientiert.

Zitat:
Um dem entgegenzuwirken könnte der Staat das Bildungsresoirt an sich reißen, aber ja, du hast wohl recht, fall du sagst, das würde auch nichts ändern.


Vor allem muss die Lehrerausbildung stark verbessert werden, denn er bestimmt über den Erfolg der Schüler mass geblich.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 12:28:48    Titel:

Du bist lustig, ja, lass uns die Hauptschulen rausnehmen, die Hauptschüler können wir ja vergasen!

Und unsere Gymnasien sind nicht so elementar besser als anderswo. Ich hatte in Australien Mathe LK und lache jedesmal, wenn ich eine Deutsche Mathe Klausur des LK sehe. Und das in einem Gesamtschulsystem.

Und ja, das liegt auch am Bildungssystem, denn Ärzte sind auch Menschen. Sie wollen auch Familien gründen, Geld verdienen, etwas ansehen für ihre beschissene Arbeit bekommen, und all das ist in Deutschland leider nicht gegeben. Insbesondere der erste Punkt: Denn jemand, der im Ausland mit Küssen auf Händen getragen wird, und dieses Land seine Kinder auch noch besser fördert als Deutschland, dann wird der nicht lange zögern und abhauen. Viele Ärzte gehen zur Zeit nur nicht, weil sie niemanden mehr finden, der ihre Praxis übernehmen will!

Ja du hast Recht, wenn du sagst, dass der Föderalismus es theoretisch besser machen könnte. Tut er aber nicht. Deshalb: Bildung ab zur Kanzlerin, Bildung zur Chefsache erklären! Es ist dringend notwendig. Naja, eigentlich schon zu spät.
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 - 13:27:50    Titel:

Besser das kanadische Modell übernehmen. Ob jetzt die Idioten in Berlin fürs Bildungssystem verantwortlich sind oder die lokalen Politiker, dass ich doch vollkommen irrelevant. Es muss einfach nur die Lehre verbessert werden und die beginnt bei der Lehrerausbildung.

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