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Kann hier Schadenersatz geltend gemacht werden?
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mrupper
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Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 10:10:43    Titel: Kann hier Schadenersatz geltend gemacht werden?

Hallo,

habe mal zum Thema Schadensersatz eine Frage.

Angenommen, A kauft bei B ein Möbelstück. Dieses wrd geliefert und aufgebaut. B behauptet das falsche Türen gelefert wurden. B wollte Drehtüren und bekommt Falttüren. B macht Schadensersatzforderungen gegen A geltend weil B die Türen aufgrund seines geringen Platzes im Zimmer nicht ganz öffnen kann. A bestreitet natürlich das Drehtüren bestellt wurden.

Frage:
Ist hier eigentlich eine solche Forderung zum Schadensersatz gültig?

Über eine kurze Erläuterung wäre ich sehr dankbar.

Danke im Voraus.
peter_schulze
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Anmeldungsdatum: 17.01.2009
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 10:27:27    Titel:

es ist kein schaden entstanden, also auch kein schadensersatz

wenn des falsche möbelstück geliefert wurde liegt ein sachmangel vor und es kann das bestellte möbelstück vom händler gefordert werden
mrupper
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Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 10:37:13    Titel:

Danke

Kleine Anwandlung:

A lässt bei C die angeblichen Mängel beheben und fordert nun den Kaufpreis des C von B

Schaden entstanden für Schadensersatzanspruh?
Der Digge
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Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 10:54:28    Titel:

1. Im Kaufrecht hast du kein Recht zur Selbstbvornahme.
2. Man kann man nicht einfach irgendwas von einem Dirtten beheben lassen und dann vom ursprünglichen Vertragspartner seinen Aufwand fordern. Das umgeht das sog. Recht der 2ten Andienung.
3. Ein Schaden ist ein grds. unfreiwilliges Vermögensopfer.
s. Def:
Im rechtswissenschaftlichen Sinn ist ein Schaden eine materielle oder ideelle Verschlechterung eines Rechtsgutes, die durch ein schädigendes Ereignis entsteht.
Hier ist ja kein Schaden entstanden da der Auftrag ja willentlich vom Käufer an den Dritten wietergegeben worden ist. Einen Anspruch auf Aufwendungsersatz sehe ich aus oben genannten Gründen nicht.

Also kein SE.
peter_schulze
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Anmeldungsdatum: 17.01.2009
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 10:58:44    Titel:

Ich nehme an mit "Kaufpreis" meinst du die Kosten für einen Türwechsel.

Für Schadensersatz an der sache selbst (statt der leistung) ist eine fristsetzung notwendig. A hätte B vorher eine 2. Chance geben müssen, ihn also zuerst um die Behebung des Sachmangels bitten.

§281 I S.1 BGB


edit: zu spät
mrupper
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Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 11:31:07    Titel:

Also,

unser Dozent hat uns den Fall gegeben und folgendes muss ich wohl ergänzen.

Der Verkäufer erkennt nicht Mangel nicht an. Es ist aus dem KV auch nicht ersichtlich um welche Tür es sich handeln sollte. Der Verkäufer mahnt den Käufer.

Der Käufer weigert sich daraufhin den Restkaufpreis des Möbelstücks zu bezahlen. Da der Verkäufer den Mangel nicht anerkennt, mindert der Käufer den Kaufpreis um 1600 Euro und lässt die Türen von C ändern. Durch die Rechnung von C und die Minderung würde der Käufer nun ein Geldbetrag zu stehen.

Aber Minderung und Schadensersatzansprüche (neben der Leistung) schließen sich doch aus, oder?
Sind das nicht sozusagen Alternativrechte?
An dem Fall hat sich mit den weiteren Angaben nichts geändert, oder?

Danke im Voraus. Hat mir bisher viel geholfen!
Der Digge
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Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2010 - 12:01:06    Titel:

Wer seinen Gestzestext lesen kann ist klar im Vorteil:

§ 325
Schadensersatz und Rücktritt

Das Recht, bei einem gegenseitigen Vertrag Schadensersatz zu verlangen, wird durch den Rücktritt nicht ausgeschlossen.

+

§ 441
Minderung

(1) Statt zurückzutreten, kann der Käufer den Kaufpreis durch Erklärung gegenüber dem Verkäufer mindern. Der Ausschlussgrund des § 323 Abs. 5 Satz 2 findet keine Anwendung.
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