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Studieren nach dem Technikerabschluss
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-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 2002

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 06:13:47    Titel:

R1 hat folgendes geschrieben:
-stopfkind- hat folgendes geschrieben:
dir ist schon klar, dass es dann aber um unterschiedliche aufgaben felder geht oder? niemand lässt einen ingenieur die tätigkeit eines technikers verrichten. dazu ist der ing. einfach zuteuer.


LOL!

Also wenn ich Dir mal die Realität zurechtrücken darf.....

In der Industrie arbeiten Techniker & Ingenieure in, zumeist, gleichwertigen Funktionen (Projektleitung, Prozesstechnik, Konstruktion, Abteilungsleitung......)

Vielleicht erst mal ein bisschen Berufsleben schnuppern, bevor Du "Wissen" darüber verbreitest.


danke für die belehrung aber ich habe bereits gearbeitet und arbeite immer noch nebenbei (in der schwer industrie) und das was du hier erzählst ist einfach nur die halbe wahrheit. sicher der meister arbeitet auch mit den gesellen zusammen aber wer hat da die verantwortung? nur weil sie zusammen arbeiten hat der ing. doch eine ganz andere aufgaben als der techniker und auch ganz andere herangehensweisen.
R1
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 928

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 16:13:23    Titel:

@ xmisterDx, @ stopfkind,

ich kann Euch leider Eure Erfahrungen nicht abnehmen, da sie dem widersprechen, was ich in 20 Jahren in den verschiedensten Unternehmen (und über meine engen Kontakte zum Arbeitgeberverband und hierüber zu den Kollegen der anderen (Industrie-) Unternehmen (Kfz-Hersteller u. Zulierferer)) für Erfahrungen gesammelt habe. Vor allem auch in Fragen bezüglich notwendiger Qualifikationen, betreffend freier Stellen, arbeite ich sehr eng mit den Personalern zusammen. Die einzige Ausnahme, die es in den meisten Unternehmen gibt, findet man im Bereich F&E - hier wird bei der zu besetzenden Stelle erstrangig nach Ingenieuren (mögl. Uni) gesucht (wobei auch hier Techniker, in der Bewerberauswahl, nicht von vorneherein ausgeschlossen werden).

Ansonsten gilt: Wenn man die Wahl zwischen zwei Äpfeln hat (gleichwertige Erfahrungen, Leistungs- u. Kenntnisnachweise etc.) entscheidet man sich natürlich (in Abhängigkeit vom Zwischenmenschlichen) eher für den höher Qualifizierten.

In "meinem" Unternehmen (1000Ma) gibt es keine signifikanten Unterschiede darin, ob ein Techniker oder ein Ing. eine Funktion ausführt - abgesehen vom F&E-Bereich (wobei auch hier ein Abteilungsleiter Techniker ist).

Insgesamt sind ca. 30% der Abteilungs-u. Hauptabteilungsleiterstellen mit Technikern besetzt (deren MA dann eben auch oft Akademiker sind).

Je größer freilich ein Unternehmen ist (z.B. Automobilhersteller), um so mehr kann das Unternehmen aus dem "Vollem" schöpfen (dort stehen für zu besetzende Stellen 1000 "Äpfel" vor der Tür mit Uni-Abschluss).

Nebenbei: In der Kostruktion findet man nicht selten, dass gelernte Technische Zeichner (2 Qualifikationsstufen unterhalb eines Technikers) die selben Stellen besetzen wie Ingenieure.

Somit: In letzter Instanz geht es darum, wer was leistet.

Davon ab ist - in manchen Bereichen - ein guter und erfahrener Techniker auch einem erfahrenen Ingenieur überlegen (z.B. Prozesstechnik). Denn was die Theorie anbelangt, ist der Bildungsstand eines Technikers in den meisten Bereichen für die Anwendung im Beruf vollkommen ausreichend; wobei ihm hier noch seine praktischen Kenntnisse aus Ausbildung und Berufserfahrung ein gutes Stück entgegenkommen, was eben manche Ing.'s (ohne Ausbildung & Berufserfahrung als Werker) nicht so gut kompensieren können.

Dass hier nichts missverstanden wird: Selbstverständlich ist eine Ing-ausbildung, in der theoretischen Qualität, bedeutend tiefergehend und anspruchsvoller; doch, wie erwähnt, liegen die beruflichen Herausvorderungen in (ca.) 80% der Stellen auf einem Niveau, welches in Gänze durch eine Technikerausbildung abgedeckt ist. Und das ist es, worum es geht: Die Erfüllung der Aufgaben.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 16:36:29    Titel:

Nun die Zahlen sind da recht eindeutig. Ingenieure verdienen besser, im Schnitt 15-20k pro Jahr...
bimbo_nr_1
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 1011

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 16:50:31    Titel:

Zitat:
LOL!

Also wenn ich Dir mal die Realität zurechtrücken darf.....

In der Industrie arbeiten Techniker & Ingenieure in, zumeist, gleichwertigen Funktionen (Projektleitung, Prozesstechnik, Konstruktion, Abteilungsleitung......)

Vielleicht erst mal ein bisschen Berufsleben schnuppern, bevor Du "Wissen" darüber verbreitest.


Vielleicht ist das bei den älteren Arbeitnehmern noch so aber in Zukunft, also in 5 Jahren wenn der TE sein Studium abgeschlossen haben wird, sieht es doch ein wenig anders aus, wage ich zu behaupten.

Da wird man als Techniker halt kaum noch in Führungspositionen reinkommen und falls man so gut ist und soviel Glück hat, es doch zu schaffen, wäre man mit einem Studium sicher nochmal deutlich weiter gekommen.

Und in die Entwicklungsabteilung größerer Unternehmen kommst du heutzutage ohne Studium sowieso nicht rein. Eher noch brauchst du einen Master und bei Firmen wie VW oder Siemens laufen sicherlich auch genug Doktoren und Professoren herum.

Ich will dem Techniker nicht seine Qualifikationen absprechen. Mit einer Ausbildung, Berufserfahrung und den erweiterten theoretischen Kenntnissen im Vergleich zu Facharbeitern wird man sicherlich auch eine gute berufliche Perspektive haben.



Man kann einem jungen Mann Mitte 20 nicht sagen, der Techniker reicht, verschwende deine Zeit nicht mit dem Studium, wenn er das Potential dazu hat. Nicht mehr im 21ten Jahrhundert. Nicht mehr in einem immer eng zusammenwachsenden Europa.



Zitat:
Dass hier nichts missverstanden wird: Selbstverständlich ist eine Ing-ausbildung, in der theoretischen Qualität, bedeutend tiefergehend und anspruchsvoller; doch, wie erwähnt, liegen die beruflichen Herausvorderungen in (ca.) 80% der Stellen auf einem Niveau, welches in Gänze durch eine Technikerausbildung abgedeckt ist. Und das ist es, worum es geht: Die Erfüllung der Aufgaben.


Eigentlich finde ich das sogar sehr gut, dass deine Firma das so handhabt. Die meisten wissen wohl,dass die Theorie des Studiums nachher eigentlich nur die Lernfähigkeit trainiert hat und fast nie auch nur ansatzweise vollständig ausgeschöpft wird im Beruf.

Nur wir leben hier in Deutschland. Wir leben in einem Land, in dem du einem Arbeitgeber quasi einen zweiwöchigen Lehrgang im Bedienen eines Staubsaugers und im Machen von Betten vorzeigen musst, willst du nur den Nebenjob als Zimmermädchen für 5 Euro die Stunde machen.

Ich bin mir sicher dass wegen dieser Einstellung einiges an Potential in diesem Land brach liegt aber Arbeitgeber erwarten größenteils halt entsprechende fachliche Qualifikationen, Studienabschlüsse, Berufsausbildungen etc pp, einfach nur, damit die Arbeitgeber einen überhaupt kennenlernen wollen. Da wird deine Bewerbung auch einfach mal in den Müll geworfen, wenn die Tinte ein bischen verdruckt ist oder dem Personaler deine Nase nicht gefällt.

Ich kenne das doch. In einem Betrieb in dem ich mal arbeitete, da waren auch Leute ohne Ausbildung, die waren aber keinesfalls dumm.Die hätten mitunter auch ein Studium gepackt. Aber die haben halt eine Familie zu ernähren oder andere Probleme . Die haben sich autodidaktisch in die Funktionsweise der teilweise recht komplexen Maschinen reingefuchst und konnten auch selbstständig Wartungen durchführen. Das freute natürlich die Arbeitgeber,die denen trotzdem keinen vollständigen Facharbeiterlohn zahlen mussten. Nur wenn die Firma mal ein paar Leute entlassen muss, stehen diese Leute als arbeitslos und ungelernt mit mitte 30 auf der Straße und wer wird diese Leute als Arbeitgeber dann überhaupt noch als Menschen ansehen und nicht als billigen Lohnsklaven für niederste Arbeiten?

Mein Fazit, Papiere sind wichtig und ein Studienabschluss schonmal ein wahrer Türöffner.

Außerdem verdienen Ingenieure besser als Techniker. Vor allem bei den jungen, unter 30 Jährigen.
R1
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 928

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:08:52    Titel:

@ bimbo,

Diese Aussage von Dir:

"Man kann einem jungen Mann Mitte 20 nicht sagen, der Techniker reicht, verschwende deine Zeit nicht mit dem Studium, wenn er das Potential dazu hat."

kann ich nur Unterschreiben (jedoch zumeist nur aus rein gesellschaftspolitischen Gründen - es sei denn ein Techniker möchte mit Leib und Seele Forscher werden). Und genau das habe ich auch geschrieben:

"Wenn Du 2 (gleichwertige) Äpfel hast nimmst Du eher den mit der höheren Qualifikation"!

Was nichts daran ändert, dass die Qualifikation sehr wohl ausreichend für die meisten industriellen Herausforderungen ist, was sich in jedem mittleren Unternehmen der Industrie auch so wiederspiegelt. Dass sich dies aufgrund von möglichen Überkapazitäten, von Qualifizierten, deutlich zu Gunsten von Ings entwickeln kann und wird, ist auch klar - würden sich eines Tages 100 Promovierte auf eine "einfache Ing-Stelle" bewerben, würde man hier genauso (bei gleichwertigen Äpfeln) auf den am höchsten Qualifizierten zugreifen. Somit: Eine Stelle für die ein "normaler, kleiner" Ing (z.B. Bachelor oder Dipl. FH) ausreichend wäre, würde somit mehr und mehr von deutlich höher Qualifizierten besetzt - dadurch, allein, wird die jedoch Stelle keineswegs anspruchsvoller, und man kann auch nun nicht sagen, dass es von den Anforderungen her eine "Dr.-Stelle" ist.

Des Weiteren: Wirst du in der Industrie nicht nach deinem Abschluss bezahlt, sondern danach, was für eine Tätigkeit du ausführst - und hier sind die diversen Stellen nahezu gleichermaßen von Ing's u. Technikern besetzt (hierbei natürlich: je größer, je komplexer, desto eher Ings, desto eher Ings (Master/Uni), desto eher Promovierte - daneben: bei recht einfachen Produktionsprozessen (auch bei schon mittelgroßen Werken) ist hingegen oftmals die Betriebsleiterstelle gar von einem Meister besetzt.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:10:52    Titel:

R1 hat folgendes geschrieben:

Des Weiteren: Wirst du in der Industrie nicht nach deinem Abschluss bezahlt,


Desweiteren solltest du zur Kenntnis nehmen, dass Ingenieure im Schnitt besser verdienen, als ihre Techniker-Kollegen Wink
R1
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Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 928

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:12:46    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Nun die Zahlen sind da recht eindeutig. Ingenieure verdienen besser, im Schnitt 15-20k pro Jahr...


Ich weiß nicht was für Ingenieure dabei sein sollen, auf die M&E-Industrie, zumindest, trifft dies nicht zu. Völliger Nonsens.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:17:30    Titel:

Woher stammen deine Zahlen? Oder handelt es sich dabei tatsächlich nur um "Ich kenne da aber 10 Techniker und die verdienen genausoviel wie Ingenieure"-Erfahrung? Laughing
qwevadsrew
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:31:23    Titel:

hier wird offensichtlich ein grober Fehlschluss begangen.

der (in diesem Thread implizit geäußerte) Fehlschluss lautet:

"diplomierte ingenieure verdienen im schnitt 15-20 k mehr pro Jahr als ein Techniker => daraus folgt: der Abschluss bringt 15-20 k pro Jahr ein."

Dieser Schluss ist offensichtlich falsch.

Denn selbstverständlich sind es gerade die intelligenten leute, die ein Studium angehen. Es lässt sich also schwer sagen, ob diese intelligenteren Leute später mehr verdienen, weil sie ein Diplom haben oder weil sie eben intelligenter sind. Vielleicht würden diese intelligenten Leute mit einem Techniker-Abschluss sogar mehr verdienen.

Diese einfache statistische Binsenweisheit sollte eigentlich jedem klar sein....
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2010 - 18:35:56    Titel:

Wieso sollte derselbe intelligente Mensch, dessen Intelligenz sich ja nicht plötzlich ändert, mit dem niedrigeren Abschluss mehr verdienen? Laughing

Gerade wenn man von ein und derselben Person ausgeht, dessen Charakter und Intelligenz sich nicht in Abhängigkeit des Abschlusses ändern, kann man absolut sagen, dass der höhere Abschluss der deutlich Vorteilhaftere ist...

Gefährlich wirds, wenn man einen guten Techniker mit nem schlechten Ingenieur vergleicht. Aber das tut ja Niemand...

Aber mir solls Recht sein. Macht den Techniker und studiert um Himmels Willen nicht. Das bringt nichts... Weder Geld, noch Aufstiegschancen Wink
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