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Gute Helfer, schlechte Helfer
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 15 Jun 2010 - 18:45:22    Titel: Gute Helfer, schlechte Helfer

Wär ja noch schöner wenn da jeder dahergelaufene plötzlich helfen könnte. Lasst dem Staate, was dem Staate ist!!!

http://www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/schaden-die-tafeln-den-armen/

Mio linker Umverteilungsfetischisten und Sozialstaatsromantiker ihrer Ideologie beraubt. Eine Frechheit.
Ich 3.0
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 05:27:16    Titel:

Wieder ein Beweis das linke Konzepte nicht funktionieren.
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 07:48:22    Titel:

weniger ein Beweis sondern eher eine These.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11820
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 08:27:38    Titel:

Richi hat folgendes geschrieben:
weniger ein Beweis sondern eher eine These.


ja schlimm genug solche Thesen überhaupt aufzustellen....
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 09:26:02    Titel: Re: Gute Helfer, schlechte Helfer

Tafeln sind für wirklich Bedürftige, in diesem Fall Obdachlose, absolut notwendig. Deren Situation hat sich trotz Hartz 4 nicht verbessert. Versucht man, ohne Meldeadresse und Konto ALG II zu bekommen, dann darf man im besten Fall seinen Tagessatz von 4,x EUR täglich bei der ARGE selbst abholen.

Andererseits berichten die Fernsehsender idiotischerweise von fast verhungerten Schulklassen und Hartz-4-Familien, die mehrmals täglich in der Tafel speisen müssen, um nicht zu verhungern. Dass hierbei eingesparte Leistungen für den Lebensunterhalt für Alk und Kippen aufgewendet werden, wird natürlich nur beiläufig erwähnt oder gänzlich unter den Tisch gekehrt. Kein Wunder, warum die Anzahl der Tafel steigt und zum Kostensparpunkt bei Bürgern und sogar beim Staat selbst wird.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 09:55:27    Titel:

Mal ein zwischenruf, das wollte ich schon immer mal wissen, wie wird man eigentlich obdachlos?

Ich meine, wie geht das, in unserem Sozialstaat? Eine Wohnung wird einem doch finanziert? Oder ist das eine freiwillige Entscheidung gegen die Sozialhilfe?
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 10:07:11    Titel:

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
Mal ein zwischenruf, das wollte ich schon immer mal wissen, wie wird man eigentlich obdachlos?

Ich meine, wie geht das, in unserem Sozialstaat? Eine Wohnung wird einem doch finanziert? Oder ist das eine freiwillige Entscheidung gegen die Sozialhilfe?


Persönlicher Schicksalsschlag, Überschuldung, Abhängigkeit, keine Kraft bzw. kein Überblick mehr für Behördliches --> Zwangsräumung. Oder Rauswurf aus gemeinsamer Wohnung bei ehem. Partnern, Weglaufen vom Elternhaus gepaart mit zu hoher Schamgrenze, keinen Freunden/Bekannten für eine Meldeadresse etc.

Ohne Wohnung keine Stütze, ohne Stütze keine neue Wohnung...
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 11:52:57    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Richi hat folgendes geschrieben:
weniger ein Beweis sondern eher eine These.


ja schlimm genug solche Thesen überhaupt aufzustellen....


hm was willst du mir damit sagen, versteh ich grad nicht?
Jetlag
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 14:03:17    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:

Tafeln sind für wirklich Bedürftige, in diesem Fall Obdachlose, absolut notwendig.



Notwendig sind sie nur dann, wenn man sich vorsätzlich in eine solche Bedürftigkeit begibt. Z.B. weil man die staatlichen Sozialangebote ausschlägt oder sie z.B. versäuft.

Klar, wenn man Null Bock auf garnichts hat oder alle Zuwendungen vom Staat in Alkohol "investiert", man aber dennoch ab und zu was Essen möchte, dann sind diese Tafeln super.

Allerdings reduzieren diese Tafeln keineswegs das Leid, sondern verschleppen es und ziehen es in die Länge. Wie das bei allen co-abhängig agierenden Personen so ist.

Wenn z.B. die Gattin eines schweren Alkoholikers ihm immer schön das Süppchen kocht, wird der kaum nachhaltig auf die Idee kommen, mal etwas an seinem Verhalten zu ändern. Warum auch? Es geht doch auch so. Er wählt den Weg des geringsten Widerstandes. Die Gattin ist Co-Abhängige und als solche verschlimmert sie das Leid bzw. zieht es in die Länge.

Und genau so agieren die Tafeln.

Musste ich als Alkoholiker oder Spielsüchtiger bislang doch ab und zu schauen, meinen Hintern hoch zu bekommen, um mir doch mal was zu Essen zu kaufen, kann ich seit der Einführung der Tafeln mein komplettes Geld verjubeln. Also meiner Sucht zu 100 Prozent fröhnen. Brauche ich etwas anderes, gibt es ja genügend Helfer mit Helferkomplex (kurz: Co-Abhängige).

Je mehr solcher "Helfer" es gibt, desto mehr wird das Geld für Zigaretten, Alkohol, Drogen, (Automaten-) Spiele und sonstige Dinge zum Fenster rausgeworfen - sehr auch zum unmittelbaren Schaden der Süchtigen.

Tafeln helfen also nicht, sie schaden. Und zwar gewaltig!



HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:

Deren Situation hat sich trotz Hartz 4 nicht verbessert.



Ich kann einem Alkoholiker statt 350 Euro auch das Doppelte in die Hand drücken. Nehme ich ihm zusätzlich noch die "Last" der Eigenverantwortung, nämlich sich zumindest gelegentlich mal um Lebensmittel zu kümmern, so wird er jegliche Beträge ohne Probleme versaufen können.

Hat er mehr Geld zur Verfügung, dann kann er sich häufiger (teure) Kneipenbesuche leisten, anstatt immer nur den billigen Fusel aus dem Aldi zu erwerben. Und wenn er noch viel mehr Geld hat, kann er auch in Nobel-Puffs das Geld in beliebiger Höhe unters Volk bringen. 10.000 Euro pro Woche zu verprassen sind locker möglich.



HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:

Versucht man, ohne Meldeadresse und Konto ALG II zu bekommen, dann darf man im besten Fall seinen Tagessatz von 4,x EUR täglich bei der ARGE selbst abholen.




Ja, und warum sollte man sich dann den Luxus leisten, auf eine Meldeadresse zu verzichten? Klar, braucht man nicht. Die 4,x Euro werden versoffen und wenn man was zu Knabbern haben möchte, dann geht man zur nächsten Tafel. Null Problemo.

Wer hätte schon gedacht, dass die Resozialisierung ein Teil der Sozialunterstützung wäre? Nein, wir müssen den Ausstieg fördern und zementieren. Den Tafeln sei Dank geht das immer besser, für immer mehr dysfunktionale Menschen in der Gesellschaft zu sorgen.


HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:

Andererseits berichten die Fernsehsender idiotischerweise von fast verhungerten Schulklassen und Hartz-4-Familien, die mehrmals täglich in der Tafel speisen müssen, um nicht zu verhungern.




Jap. Und interviewt man die Eltern dieser "fast verhungernden Kinder", dann hocken die da fast immer mit Kippe im Mund, vollem Aschenbecher und wenn sie nicht eh am trinken sind, so sieht man ihnen den Suff der letzten Nacht noch im Gesicht an.

Klar, warum sollten sich diese verantwortungslosen Eltern um Lebensmittel für die Kinder sorgen, wenn das die Tafeln machen? Ist doch gut für die Eltern, schließlich können sie dann noch mehr versaufen und verqualmen. Und je mehr Tafeln es gibt, desto mehr wird von einschlägigen Eltern versoffen und verqualmt.

Die Tafeln halten zur Verantwortungslosigkeit in Bezug auf sich - und im Falle von Eltern - in Bezug auch auf die Kinder an. Die Bürger werden entmündigt - so ist das im Sozialstaat - anstatt zu mehr Eigenverantwortung angehalten zu werden.





HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:

Dass hierbei eingesparte Leistungen für den Lebensunterhalt für Alk und Kippen aufgewendet werden, wird natürlich nur beiläufig erwähnt oder gänzlich unter den Tisch gekehrt. Kein Wunder, warum die Anzahl der Tafel steigt und zum Kostensparpunkt bei Bürgern und sogar beim Staat selbst wird.




Nicht alle lassen es unter den Tisch fallen, dass die eingesparten Aufwändungen für Lebensmittel versoffen und verqualmt werden. Oder halt mal eine neue Game-Konsole oder neuer Flach-TV - weiß der Geier.

Es ist doch pfiffig, eigene Kostenpositionen zu senken, um mehr Geld für Sonstiges (Alkohol & Co) in der Tasche zu haben. Das folgt den ökonomischen Prinzipien. Warum soll ich Geld für etwas ausgeben, wenn ich das Erwünschte auch so bekommen kann?

Übrigens: bei mir in der Nähe ist auch eine Tafel. Ich habe da schon Uni-Dozenten speisen gesehen. Schmeckt gut und kostet deutlich weniger als in der Mensa oder gar in einem Restaurant. Außerdem ist es bequem, weil man keine Arbeit zum Einkauf, Zubereitung, Saubermachen, etc. investieren muss.

Wirklich großartig!

Mit "Armut" und "Hungern" hat das alles aber nichts zu tun.

Gruß

Jetlag
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2010 - 15:13:35    Titel:

Jetlag verallgemeinet hier sicherlich etwas und übertreibt (z.B., Dass sämtliche Einsparungen durch die Tafeln nur dem Alkoholkonsum zugute kommen). Allerdings finde ich, sollte man das Prinzip der Tafel noch etwas genauer beleuchten:


Dort wird nur angeboten, was sonst weggeschmissen würde. Deshalb finde ich es gut, dass es Tafeln gibt, in denen Sachen eben vor dem "wegschmiß" wegerettet werden, die andere, nicht so wohlhabende Menschen diese noch gebrauchen können. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Altkleidersammlung.

Wie man das umsetzt, ist jetzt eine andere Frage. Ich gebe dir Recht, Jetlag, mit den grundsätzlichen Äußerungen in der Richtung "schadet eher als es nützt bei Alkoholikern oder Kettenrauchern". Aber vielleicht kann man noch einen Mittelweg gehen, in dem z.B. die Tafeln mit dem Arbeitslosenamt zusammen arbeitet bspw. durch Nahrungsmarken zusätzlich zum HIV die Ausgabemenge kontrolliert. Denn ich finde es durchaus sinnvoll, Waren weiterzuverwenden, die manch einer sonst weggeschmissen hätte. Siehe auch Second-Hand-Läden.[/b]
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