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Immer mehr Zweitklässler werden nicht versetzt.
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Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
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BeitragVerfasst am: 18 Jun 2010 - 22:06:44    Titel: Immer mehr Zweitklässler werden nicht versetzt.

Zitat:
Immer mehr Zweitklässler werden nicht versetzt. Mancher Schüler kommt nur weiter, damit Plätze für Nachrücker frei werden. Nicht nur in sozialen Brennpunkten bestehen die Probleme.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/berliner-grundschueler-zunehmend-ueberfordert/1862136.html;jsessionid=0986E52AC13CD472CD3CFB9324988ACE

GELD scheint nicht allein das Problem zu sein.
Es muss wohl noch etwas anderes dahinter stehen, warum Deutschlands Kinder immer "dümmer" zu werden scheinen.
Sarazins letzte Äußerungen waren mehr als prophetisch. Crying or Very sad
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 03:13:15    Titel:

Ich zitiere einen Satz aus dem Artikel, den du verlinkt hast:

Zitat:
Im Ergebnis sei es dieses Jahr bei rund 45 Prozent der Kinder nicht gelungen, ihnen in den ersten zwei Schulbesuchsjahren all das beizubringen, was zur Versetzung in die dritte Klasse nötig sei,


Sehr viel mehr Information beinhaltet der Artikel leider nicht. Sowohl über die Gründe dafür, über die Defizite der Kinder und über die Qualifikation der Lehrer kann deshalb nur spekuliert werden.

Die Sprache der Kleinen (arabisch) ist mit Sicherheit eines der Probleme. Meine Idee, arabisch sprechende Lehrer einzusetzen habe ich wieder verworfen. Die Familien-Dialekte der Kinder sind dermaßen ausgeprägt, daß sie einen hocharabisch sprechenden Lehrer gar nicht verstehen würden. Unterricht in Arabisch stünde also ebenfalls vor großen Problemen.
Die wichtige Rolle von Sprache ist seit Einführung der Schulpflicht bekannt. Sprachkompetenz muß von Schülern zusammen mit Lehrern erarbeitet werden. Das wissen wir, aber wir wissen nicht wirklich, wie das geht.
Mein Klientel (hauptsächlich Deutsche Eingeborene) schaffen am Ende ihrer 12.jährigen Schullaufbahn gerade mal die Note 3 in Deutsch.


Und Sarazin? Würde man ihn auch dann zitieren, wenn er Lösungsvorschläge vortragen würde?

Gruß Dornbusch
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 08:47:12    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:



Und Sarazin? Würde man ihn auch dann zitieren, wenn er Lösungsvorschläge vortragen würde?

Gruß Dornbusch


Experten trugen regelmäüßig Lösungsvorschläge vor, um der Krise, in der wir uns befinden/befanden, vorzubeugen. Wann wurden sie erst zitiert? Sehr wohl, als es bereits zu spät war. Thilos Beitrag ist zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit mit heiklen Themen ist gut und richtig.




Leider weiß auch ich jetzt nicht, welche Qualifikationen dem Nachwuchs fehlen, um die Klassenstufe zu bestehen. Wenn's, wie im Artikel erwähnt, hautsächlich um den Umgang mit einer Schere und Vergleichbares geht (was zweifellos eine wichtige Fertigkeit ist), dann muss ich sagen, dass unsere Unterrichtspläne nicht zeitgemäß sind. Wie viele Grundschüler können denn heutzutage mit einem Computer umgehen? Wie viele konnten es vor 15 Jahren? Und wie viele PCs stehen einer Schulklasse oder Schule zur Verfügung?
Ich 3.0
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 673
Wohnort: Sowjet-Europa

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 09:32:07    Titel:

Das linke Bildungssystem scheint wohl nicht zu funktionieren. (so eine Überraschung). Wann werden endlich Reformen durchgeführt. Wann kapieren die Linken endlich.
Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2959

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 10:08:31    Titel: Re: Immer mehr Zweitklässler werden nicht versetzt.

Filzstift hat folgendes geschrieben:
GELD scheint nicht allein das Problem zu sein.

Wenn mehr Geld nichts bringt, dann vielleicht weniger; mal als Gedankenspiel? Smile
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 10:47:48    Titel:

Wow, meine Prophezeiungen werden erfüllt. Very Happy

Nein, ehrlich, es ist traurig was in Deutschland abgeht. Ideologiedebatte verzetteln Schulreformen und Politiker sehen gar nicht, woran es wirklich hapert: Am Grundstoff. Es ist wirklich nicht so wichtig, ob jahrgangsübergreifend gelehrt wird, ob die Primarstufe mit der 4. oder mit der 6. Klasse aufhört usw. usf.

Was wirklich zählt ist die konkrete Förderung. Wir brauchen eine Pflichtvorschule, in der jedes Kind vernünftig Deutsch lernt - ja sogar die Deutschen selbst. Wir brauchen Unterstützung neben dem regulären Unterricht, um Problemkinder zu unterstützen. Wenn jemand nicht gut genug in Mathe ist, braucht er eben noch eine Extrastunde pro Woche! Wenn jemand keine Scheren benutzen kann, muss man es ihm außerhalb des regulären Unterrichts beibringen! Das sollte flächendeckend eingeführt werden. Ob die "stärkeren" dann frei haben oder anderweitig gefördert werden, z.B. durch Vertiefungen im Unterrichtsstoff, ist den Ideologen zu Entscheiden. Ideologie ist nicht mein Ding. Ich will wirklich was verändern.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 11:16:31    Titel:

Danke LoLzeBob. Genau das ist es. Wie soll individuelle Förderung im Klassenverband geschehen? Wer Defizite hat muss diese zeitnah beheben können, wenns sein muss, indem er Einzelunterricht erhält. Es ist gar nicht einzusehen, warum Eltern über Nachhilfe das machen sollen. Damit haben wiederum nur diejenigen, die es sich leisten können Bildungschancen.

Des weiteren müsste gerade bei unserer Klientel eigentlich ein Sozialarbeiter oder Psychologe an jeder Schule zur Verfügung stehen. Die Probleme sind i.d.R. nicht nur reine Lernprobleme sondern liegen in vielen Fällen auch im Elternhaus begründet. DA kann man an der Schule noch so schön Rechnen beibringen. Wenn Papi daheim das Kindergeld versäuft hat der Junge/das Mädchen i.d.R. viel realere Probleme als das Lösen einer Gleichung nach x.

Gruß
Pauker
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 13:50:58    Titel:

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:


Was wirklich zählt ist die konkrete Förderung. Wir brauchen eine Pflichtvorschule, in der jedes Kind vernünftig Deutsch lernt - ja sogar die Deutschen selbst.


Und wenn in diese auch 95% Kinder aus nichtdeutsch muttersprachlichen Familien kommen?
Das Problem wurde doch im Artikel schon benannt. Kindergärten und Schulen an denen es quasi keine muttersprachlichen Schüler mehr gibt.
Wenn nur die Betreuer oder Lehrer deutsch sprechen, bleibt es für die Kinder Fremdsprache.
Wenn Kinder in ihren Familien, in ihrer Wohnumgebung, beim Hören der zu Hause laufenden Medien und im Umgang mit ihrem Klassenkameraden kein Deutsch benötigen, dann werden diese Kinder die Sprache deutsch auch nie als Umgangssprache benötigen und begreifen lernen. Confused
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2010 - 13:52:34    Titel:

Nuja, ganz so pessimistisch würde ich nicht sein. es schaffen ja auch andere in andere Länder auszuwandern...

Cyrix
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