|
|
| Autor |
Nachricht |
masterintake Junior Member

Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 12
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 13:22:23 Titel: Chancen für Master Finance/Economics an Europas Top-Unis |
|
|
Hi,
Bin gerade in meinen letzten beiden Semestern meines Bachelorstudiengangs und versuche jetzt mal eine realistische Einschätzung meiner Chancen bezgl. verschiedener Masterprogramme zu bekommen. Interessiere mich weniger für die MIM-Master aber eher für Finance/Economics da ich mich gerne noch etwas spezialisieren möchte. (evtl. auch in Verbindung mit CEMS)
Unis die mich interessieren:(Favorit ist bisher SSE)
- SSE
- Rotterdam
- HEC
- Mannheim
- St Gallen
- CBS (copenhagen)
- LSE
Hier mal mein profil:
Studium: - International Business an deutscher FH (Notendurchschnitt 1,4) (ja FH! international heisst, dass das gesamte Studium auf englisch ist und wir eine zweite Sprache mit Zertifikat abschließen müssen. Außerdem verbringen wir ein Jahr im Ausland; Praktikum + Auslandssemester)
Auslandssemester in Italien
Praktische Erfahrung:
2 Praktika im IB.
2 Monate in Deutschland und 6 Monate in New York
GMAT: 700
Weitere Engagements:
Assistent eines Profs für Economics, sehr aktiv in verschiedenen Organisationen wie AIESEC, Rotaract, etc und auch innerhalb der Hochschule. Außerdem noch 2 kleinere Stipendien
Würde mich interessieren was v.a. Leute sagen die an den oben genannten Unis angenommen wurden. Wie denkt ihr wird mein FH-Master angesehen? In wie weit kann mir mein GMAT hier das Leben etwas einfacher machen? Sind meine Chancen realistisch?
Vielen Dank für eure Antworten.
P.S. Möchte aber auch noch dazu sagen, dass ich bitte keine Grundsatzdiskussionen über FH und Uni haben möchte (wie in anderen Threats) sondern möglichst nur konstruktive Meinungen.
Zuletzt bearbeitet von masterintake am 19 Jun 2010 - 15:16:25, insgesamt einmal bearbeitet |
|
 |
derFuxx Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.06.2007 Beiträge: 992
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 13:30:06 Titel: |
|
|
| Wenn ich es mit Leuten vergleiche die im letzten Jahr in Mannheim reingekommen sind, sollte das in jedem Fall reichen, auch wenn es tendenziell die nächsten Jahre etwas schwieriger werden sollte. FH-Bachelor ist kein Problem, "selbst einer" von der DHBW nicht. Zu den anderen kann ich leider nichts sagen. |
|
 |
michael_s Full Member

Anmeldungsdatum: 04.10.2009 Beiträge: 87
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 14:08:40 Titel: |
|
|
SSE: Chancen sind gut - 2 Kommilitonen mit fast gleichem Profil wurden dieses Jahr genommen. (Auch für Finance)
Rotterdam: Keine Ahnung - aber wahr. leichter als SSE.
HEC: Wird schwierig. But give it a shot!
Mannheim: Sicher.
St. Gallen: Bei allen Studiengängen sicher. 650 reicht sowohl für MBF als auch Accfin.
CBS: Sehr gut. Freund mit deutlich schlechterem Profil genommen (Ohne Gmat und 2,x schnitt)
LSE: Keine Ahnung - würds aber versuchen. |
|
 |
don_farzado_de_la_noche Senior Member

Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 921
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 14:13:13 Titel: |
|
|
| LSE: not going to happen -- ever. Bezieht sich auf Fin&Econ oder Econ. As for MSc in Management, keine Ahnung. |
|
 |
Kobi85 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 243
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 14:41:37 Titel: |
|
|
Ich schließe mich mal der Einschätzung von michael_s an.
Zur LSE: Versuchen würd ich es allemal. Mit 700 GMAT sind die Chancen sicher nicht schlecht. Bei dem MSc in Management wärst du damit ziemlich sicher drin, bei Finance sollte es nicht so viel übler sein. Farzads Kommentar ist hier doch ein wenig überzogen (vermutlich stört er sich an der FH.. am GMAT und dem restlichen CV kanns nicht liegen).
Zur SSE: In diesem Jahr war der GMAT-Schnitt knapp 700 (für die Master insgesamt, Finance hat eher mehr Bewerber, von daher solltest du mit 700 ziemlich genau im Schnitt der aktuell Angenommenen liegen. Zudem guter CV, Deutsche sind an der SSE auch gern gesehn). Die Chancen sollten also gut stehen.
Bewerb dich einfach bei an LSE/HEC/SSE/RSM. Die Chancen dass du an gar keine dieser Unis kommst sollte doch sehr gering sein. Sollte garnix gehn kann du immer noch reagieren und dich in St.Gallen und Mannheim bewerben (spätere Fristen als die oben genannten). |
|
 |
don_farzado_de_la_noche Senior Member

Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 921
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 14:46:40 Titel: |
|
|
Natuerlich voelliger Schwachsinn. Er schreibt, er hat an einer FH BWL studiert. Was hat das bitte mit Financial Economics an der LSE zu tun? Absolut nichts. Ich verwette alles, was ich habe, darauf, dass er abgelehnt wird. Und der GMAT ist jetzt auch nicht berauschend. Werdet mal etwas realistisch hier. Es ist ja nicht so, dass die LSE superselektiv ist, eben weil die Gebuehren sehr hoch sind, aber es bewerben sich letzten Endes doch genug Leute, die nicht an einer FH BWL studiert haben, sondern eben Mathe, VWL, Physik, was weiss ich. Wie gehabt, MSc in Management, maybe, aber VWL/Finance no chance (und wir reden hier ueber (Finance &) Economics und nicht ueber den MSc in Finance oder MSc in Accounting & Finance, welche de facto BWL-Masterstudiengaenge sind).
Vor allem glaube ich nicht, dass der Kollege auf jemanden hoeren sollte, der nicht einmal in der Lage ist, den Imperativ von "bewerben" korrekt zu bilden  |
|
 |
WB Junior Member

Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 30
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 14:50:12 Titel: |
|
|
Also, ich teile dann auch mal meine Einschätzungen mit:
Eine Aufnahme an der CBS sollte sehr wahrscheinlich sein. Habe von vielen Freunden gehört, dass sie angenommen wurden, obwohl sie ein deutlich schlechteres Profil (vor allem beim GMAT) hatten als du.
LSE kann ich im Bereich Finance/Economics eher schlecht einschätzen. Beim Management Studiengang würdest Du wahrscheinlich genommen.
Bei HEC kann ich michael_s beipflichten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem GMAT von 740, 1 Jahr voller Berufserfahrung noch nicht mal eine Runde weitergekommen bin, da ich nur ein duales Studium absolviert habe... Keine Ahnung, wie die von der HEC dann ein FH-Studium ansehen. |
|
 |
masterintake Junior Member

Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 12
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:01:44 Titel: |
|
|
Vielen Dank an euch alle für die schnellen und v.a. sehr hilfreichen Meinungen.
HEC und LSE sind soweit auch wirklich nur in meinem erweiterten Kreis, da ich mich möglichst weit aufstellen wollte um sicher zu gehen, dass ich eben auch einen Platz bekomme. (Frankreich und England sind nicht meine bevorzugten Studienländer )
@michael_s: Deine beiden Kommiltonen kamen also auch von einer FH?
@kobi85: Habe deinen Post über deine Annahme an der SSE verfolgt. Glückwunsch nochmal. Dann ist der Average Score doch um einiges hochgegangen. War der nicht bei 660-680 letztes Jahr? War vor ner Woche in der Stadt und hab mir die Uni angeschaut. Ist wirklich schön dort und was die Reputation der Uni angeht braucht man sich diesbezgl. wirklich keine Gedanken machen. Hast du noch ein paar mehr Tipps? Können auch gerne PM schreiben.
P.S. Ob nun 700 nicht berauschend ist oder nicht, sei mal dahingestellt, wäre es jedoch so einfach würde jeder so einen Score erreichen. |
|
 |
wirtschaftler Full Member

Anmeldungsdatum: 01.05.2008 Beiträge: 114
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:12:17 Titel: |
|
|
| HSG nicht, jedenfalls nicht für Quant. Finance/Econ (GMAT wird nicht akzeptiert). |
|
 |
Kobi85 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 243
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:20:37 Titel: |
|
|
@ Farzad:
Ich habe auch nicht von Financial Ec. geredet sondern von Finance. Anstatt hier auf Rechtschreibfehler zu achten, könntest du dich auch bemühen den eigentlichen Inhalt zu erfassen.
Ich kann nur den reinen BWL-Bereich kommentieren.. und da ist die LSE alles andere als selektiv.
@ masterintake:
Im letzten Jahr war der Schnitt irgendwo bei 660, das stimmt. In diesem Jahr war bisher nur die Rede von "knapp 700". Sobald ich vor Ort bin und genauere Infos habe, kann ich dir gerne schreiben. Ist jetzt auch erst der zweite Jahrgang des Masters, die Bewerberzahlen gehen natürlich aufgrund der Reputation und des kostenlosen Studiums steil nach oben. |
|
 |
don_farzado_de_la_noche Senior Member

Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 921
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:26:10 Titel: |
|
|
Learn to read:
| Zitat: | | Interessiere mich weniger für die MIM-Master aber eher für Finance/Economics da ich mich gerne noch etwas spezialisieren möchte. (evtl. auch in Verbindung mit CEMS) |
|
|
 |
Uni123 Junior Member

Anmeldungsdatum: 25.08.2008 Beiträge: 34
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:28:54 Titel: |
|
|
| Kobi85 hat folgendes geschrieben: | @ Farzad:
Anstatt hier auf Rechtschreibfehler zu achten, könntest du dich auch bemühen den eigentlichen Inhalt zu erfassen.
|
Hat er doch garnicht. Er hat lediglich eine grammatikalische Korrektur vorgenommen.
Zuletzt bearbeitet von Uni123 am 19 Jun 2010 - 15:31:09, insgesamt einmal bearbeitet |
|
 |
Kobi85 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 243
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:30:46 Titel: |
|
|
@ Farzad: Du erfreust dich wohl gerne an derartiger Millimeterfickerei? Da steht eindeutig FINANCE vor dem Schrägstrich. Aus dem Satz ist absolut nicht ersichtbar ob er nun Interesse an Finance-Studiengängen (was ich angenommen habe) oder an Economics bzw. Financial Ec. (was du angenommen hast).
@ Uni123: Danke für den Hinweis. Es heisst übrigens "gar nicht" und nicht "garnicht". Da haben wir wohl beide was gelernt. |
|
 |
masterintake Junior Member

Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 12
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:34:44 Titel: |
|
|
| Ich weiss, dass oft kleine Kriege über unglaublich unwesentliche Dinge entstehen. Ich hoffe wir können diesen Post sachlich halten, ohne weitere Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen. Bisher bin ich über eure Beiträge höchst erfreut und ich hoffe, dass wir dieses Level halten können. |
|
 |
Crocker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 01.07.2005 Beiträge: 1125
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:38:45 Titel: |
|
|
Unter den genannten Unis (auf Masterlevel) ist die LSE sicherlich am selektivsten.
FYI: bei mir an der Uni haben alle mit nem gmat ueber 730 eine Zusage der LSE erhalten. Es ist schon moeglich. Deine competition kommt halt von bekannten Unis, mit besseren Noten, 1a CV und hoeheren gmat scores. LSE ist eher nicht drin.
HEC: "Only students with a proven track record from a recognized international institution will be admitted." Koennte schwer werden. IMO HEC ist nicht so gmat-geil, sondern achten eher auf den Namen der Uni und den CV.
Oxford (MFE) und IE (MFin) koenntest du dir noch anschauen. Bei Berufserfahrung evtl. Cambridge und LBS. _________________ Also, we dropped two questions, due to their statistically disappointing performance - Finance Prof  |
|
 |
Uni123 Junior Member

Anmeldungsdatum: 25.08.2008 Beiträge: 34
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:43:18 Titel: |
|
|
| Kobi85 hat folgendes geschrieben: |
@ Uni123: Danke für den Hinweis. Es heisst übrigens "gar nicht" und nicht "garnicht". Da haben wir wohl beide was gelernt. |
Meine Posts sind Ausdruck meiner künstlerichen Ader. |
|
 |
WB Junior Member

Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 30
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 15:54:04 Titel: |
|
|
| Crocker hat folgendes geschrieben: | | Bei Berufserfahrung evtl. Cambridge und LBS. |
Da masterintake aber jetzt erst seinen Bachelor abschließt, dürfte zumindestens LBS im Finance-Bereich kaum möglich sein. Der durchschnittliche Masters in Finance Student an der LBS hat 6 Jahre Berufserfahrung... |
|
 |
Crocker Senior Member

 Anmeldungsdatum: 01.07.2005 Beiträge: 1125
|
Verfasst am: 19 Jun 2010 - 16:04:52 Titel: |
|
|
| WB hat folgendes geschrieben: | | Crocker hat folgendes geschrieben: | | Bei Berufserfahrung evtl. Cambridge und LBS. |
Da masterintake aber jetzt erst seinen Bachelor abschließt, dürfte zumindestens LBS im Finance-Bereich kaum möglich sein. Der durchschnittliche Masters in Finance Student an der LBS hat 6 Jahre Berufserfahrung... |
joar, kann schon sein. War auch eher fuer andere Leute gedacht. _________________ Also, we dropped two questions, due to their statistically disappointing performance - Finance Prof  |
|
 |
eco510 Full Member

Anmeldungsdatum: 27.07.2009 Beiträge: 109
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 00:13:35 Titel: |
|
|
LSE MFE erwartet doch Ökonometriekentnisse. Economics sicher ebenfalls. Insofern werden solche Programme doch grundsätzlich rausfallen..
GMAT ist grade in den Programmen garnicht soo wichtig. Ne Freundin hat nur nen GMAT von 650 geschafft, aber an einer UK Top5-15 Uni sehr erfolgreich Financial Economics studiert und sie hat eine Zusage für LSE MFE erhalten. |
|
 |
testest Senior Member

Anmeldungsdatum: 13.07.2007 Beiträge: 372
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 10:49:59 Titel: |
|
|
| michael_s hat folgendes geschrieben: |
St. Gallen: Bei allen Studiengängen sicher. 650 reicht sowohl für MBF als auch Accfin.
|
Allerdings sind aufgrund des FH-Abschlusses happige Ergänzungsleistungen möglich. |
|
 |
trundle09 Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.04.2007 Beiträge: 468
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 13:23:16 Titel: |
|
|
Also ich kann nur über den Economics Master in Mannheim reden und da wirst du wahrscheinlich sicher zugelassen. Ich komm von der Uni und hab ne 1,7 im Schnitt und wurde auch genommen. GMAT brauch man keinen, bloß 79 Punkte im TOEFL, sollte aber kein Problem darstellen. Man muss halt noch 2 Empfehlungsschreiben von Prof's auftreiben, dann passt die Sache. FHler werden meines Wissens gleich behandelt wie Uni Leute.
Allerdings: Ein Prof. von mir mit guten Kontakten nach Mannheim (hat mir auch eines der Gutachten geschrieben), war vor 2 Wochen am Fachbereich und hat mit ein paar seiner Kollegen da geredet. Fazit: Nach einem Semester haben von den 40 Leuten oder wie viel die genommen haben fast die Hälfte den Studiengang aufgeben, weil zu schwer. Die die noch übrig sind, sind alles Leute im Bereich 1,5 und besser.
Scheint also anspruchsvoll zu sein., Ich weiß nicht, ob ich mir das antun soll, zumal ich von einer Uni komme mit WiWi Studiengang der nicht so quantitativ ist wie der reiner Mannheimer VWL Master. Ich glaub es könnte da schwer werden für mich.
Wenn man von der FH kommt, könnte ich mir Vorstellen, dass man sich noch schwerer tut. Wobei 1,4 ist natürlich schon top. _________________ "Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, dann ist das Leben erklärt."
Mark Twain |
|
 |
mowie Full Member

Anmeldungsdatum: 08.11.2005 Beiträge: 142
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 14:28:11 Titel: |
|
|
| F&E an der LSE wird wohl nichts. Dieses Jahr zumindest war in dem Kurs kein purer BWLer. Den einzigen mit "BWL Studium" den ich kenne, hat eine Ausbildung in einer sehr guten Privatbank gemacht, mit Ausbildung im IBD gearbeitet, in St.Gallen VWL/BWL Doppelbachelor gemacht, während des ganzen Studiums part time Private Wealth/IBD gearbeitet und einen GMAT von >750. Ich glaube es ist bei der Selektion gar nicht mal so super wichtig von welcher Uni man kommt, aber wenn die Uni schon unbekannt ist, braucht man wenigstens sehr gute und belegte Mathe/Statistik skills. Das ist schonmal die erste Schwierigkeit mit BWL Studium, da ist der GMAT dann mehr oder minder die wildcard. Irgendwelche Sprachkenntnisse sind denen glaub ich ziemlich egal. So wie ich die Profs hier kenne, fühlen die sich ich eher beleidigt, wenn man im Personal Statement mit seinen Sprachkenntnissen argumentieren würde. Wenn du von deinen Profs Referenzen bekommst, dass du in jedem deiner Kurse in Mathe/Stats (und entsprechend viele Kurse hattest) bei größerer Studentenzahl Bester warst, könnte es ganz eventuell was werden, aber dann musst du den GMAT auch neu machen. Lass uns doch erstmal wissen, welche FH es ist und was du für einen Quant Score im GMAT hast? Allgemein, der Master ist für die Uni Hauptrektrutierungsfeld für den Finance Phd und ist daher mehr oder minder das erste Jahr davon. Es hat sich auch in den Klausuren gezeigt, dass die Leute, die am wenigsten Schwierigkeiten hatten, vorher Mathe / Engineering studiert haben (MSc Applied Math, Msc Stats, Polytechnique,..). Wir hatten auch jemanden mit MSc EME von der LSE, dem es nicht leicht gefallen ist. Die minder quantitativen Leute sind dann Economics / Econometrics Leute (Bocconi, Yale, UPenn, LSE,..), die definitiv größere Schwierigkeiten haben, das aber zumindest mit Micro/Econometrics Wissen halbwegs kompensieren können. Also, sehr unwahrscheinlich, dass du reinrutscht (warum Farzad free lunch verteilen will weiß ich allerdings nicht). Um es einfach nochmal allgemein zu betonen, das ganze mit Management/ Acc&Fin zu vergleichen ist einfach grober Unfug. Wenn immer das hier aufkommt zeigt das einfach nur, dass sich jemand überhaupt nicht mit den Kursen auseinander gesetzt hat. Acc&Fin ist mehr oder minder die cash cow (größerer Kurs etc) und vermittelt eben größtenteils Corp Fin / Acc und bereitet eher auf Consultancy, Accountancy oder IBD vor. Mal abgesehen, dass du im study room neben ihnen sitzen wirst, ziemlich nette Leute btw, hat das nicht viel gemeinsam. Die Aufnahmebedingungen in Oxford und Cambridge(Cam wenn man betont, dass man unbedingt einen PhD machen will) hingegen scheinen etwas lockerer zu sein (gerade Oxford). |
|
 |
Hank_Moody Senior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 351 Wohnort: Bib
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 15:06:15 Titel: |
|
|
Liege ich richtig in der Annahme, dass es hier (v.a. in mowies post) um den MSc Finance and Economics geht?
Habe mir gerade den Curriculum angeschaut und war wieder etwas irritiert. Muss man nur 3 Pflicht-, 2*0,5 Wahlmodule und die Thesis schreiben?
Habe mir die Inhalte mal angeschaut und auch hier finde ich das jetzt nicht sonderlich stramm. Auch die Literatur ist Standard und z.B das Buch von Baxter "Financial Calculus" ist ja auch eher ein Praktikerbuch.
Ich frage mich also, wieso die von dir genannten Mathematiker bzw Econometrics-Leute hier überhaupt Probleme haben?
Und welches Programm in Oxford meinst Du? MSc Financial Economics? Ist dies leichter zu entern?
Wie hoch sind denn die Chancen ein Scholarship zu bekommen, wenn man in Oxford, LSE etc in solch ein Programm reinkommt? Gibt es Leute, die dann trotzdem nicht antreten können, da ihnen die fundings fehlen, trotz Zusage? |
|
 |
mowie Full Member

Anmeldungsdatum: 08.11.2005 Beiträge: 142
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 18:43:48 Titel: |
|
|
Ja es geht um den MSc Finance and Economics. Ich bin am Donnerstag mit dem Kurs fertig geworden (results stehen daher noch aus) und werd jetzt mal 3 Saetze dazu schreiben.
An der LSE sind alle Master 4 units. In dem Programm sind 3 full units und 2 half units (in einer half unit Klausur in der anderen schreibt man eine dissertation, im Research track eine half unit exam und dissertation nicht fachgebunden). Die drei full units sind
Microeconomics for MSc (Ec411), unterrichtet zusammen mit dem Econ MSc. Der Kurs ist ein Witz. Ist ein undergrad Kurs in ein bisschen komplizierter. Vom Umfang her nicht wenig, aber ausser den General Equilibrium Sachen und “advanced” game theory ist das nicht wirklich zu gebrauchen. Jeder der nen vernuenftigen Undergrad Kurs Micro (also based on Intermediate Micro von Varian oder so, der Micro Kurs in Karlsruhe bei Berninghaus damals war erstaunlich gut wie ich im Nachhinein gemerkt habe) gemacht hat, wird das meiste eh kennen, ist halt etwas nur etwas mathematischer und ein paar proofs. Die Leute die vorher an der LSE oder wo auch immer Econ gemacht haben, haben vllt einen kleinen Vorteil, aber die normal econ aufgaben sollten eh nicht besonders schwer sein (also oligopoly, monopoly, welfare, walras eq, cournot, bertrand,…,convexity, quasiconcavity, homogenity,.. proofs fuer cost, profit, expend, indirect util,..). Die komplizierten Aufgaben in dem Fach sind dann eher cost function aufgaben mit super weird konstruierten production functions (min max min max max max max min max max min min min ^2 max min + max min min min min max)^0.5 (das war leicht uebertrieben, aber so aehnlich), weirde pareto efficient allocation aufgaben (eine klausuraufgabe war zum beispiel irgendein case mit weirden util function und 2 agenten und dann werden zwei equivalente maerkte zusammen gefuegt (also die edgeworth box wird “4dim”)) und besonders gerne weird konstruierte game theory aufgaben in denen man multistage nash eq, spne,… finden muss. Es kommt in dem Kurs groesstenteils auf Logical Reasoning an und man muss ein paar Definitionen wissen, da hilft undergrad econ nicht wirklich, entweder man kommt halt auf die Nash Eq oder nicht (nein, die spiele sind in der regel nicht irgendwas in normal form da multistage). Das ist die full unit fuer die man mit Abstand am wenigstens lernen wird. Die Professoren sind ok, aber nicht grandios, seminars sollte man zu justin kueh (oxford ppe glaube ich) gehen, er ist awesome.
Financial Econometrics (Fm437), der erste Term ist zusammen mit den Econ MSc (EC402 fuer die glaube ich) bei Vassilis Hajivassiliou. Der Kerl ist sehr, sehr nice und gut (metrix phd MIT glaube ich, Econometrica etc.). Fuer den Kurs braucht man meiner Meinung nach kein Econometrics Vorwissen, wenn man gut mit linear algebra umgehen kann und faehig ist dabei abzuleiten und ein bisschen umzuformen. Er hat ueber die Jahre seine mehr oder minder seine “eigenen” Konzepte und baut alle Sachen extrem gut aufeinander auf (die logistischte Vorlesung ever, man weiss einfach immer genau, warum der Professor gerade genau das diskutiert), daher lohnt es sich hier auf jeden Fall in die lectures zu gehen (bei micro nicht unbedingt). In der Klausur laeuft es in dem part dann mehr oder minder darauf hinaus sagen zu koennen welche assumptions fuer OLS, GLS, MLE oder was auch immer in gegebenen konstruierten faellen verletzt sind (mal ein standard beispiel waere lagged dependent variables und autocorrelation in Omega, was dann dementsprechend zu biased, inconsistent estimators fuehren kann oder eben nicht). Normalerweise wird dann auch erwartet das man die inconsistency mit asymptotics und die biasedness zeigen kann. Das “Skript” das man bekommt ist eigentlich eher eine Zusammenfassung und gibt einen extrem guten Ueberblick der Zusammenhaenge und tiefere Einsichten, wenn man die Sachen erst einmal verstanden hat (zum ersten Lernen aber total unnuetz). Ich kann jedem empfehlen, der an der LSE ist, einfach mal beim Econ department anzufragen, ob er das “blue book” bekommen kann.
Der Lent Term ist in 2 Teile aufgesplittet. Der erste Teil bei Xiaoji Lin ist vom teaching her einfach nur crap. Behandelt werden relevante Kapitel aus John Y. Campbell, Andrew W. Lo, & A. Craig MacKinlay. Der zweite Teil ist bei Christian Julliard (Princeton glaube ich), behandelt wird volatitliy und GMM. Er ist ein sehr, sehr guter lecturer und published glaube ich auch recht aktiv. Insgesamt ist Fm437 zwar sehr umfangreich (da 3 lecturer etc) aber auch sehr interessant und nicht zu schwer, wenn man ein bisschen lineare algebra und statistik kann. Die Klausur war aufjedenfall fair.
Financial Economics (FM436). 80% des Masters sind vom Arbeitsaufwand her dieser Kurs. MT (discrete time) wird unterrichtet von Rohit Rahi (Stanford glaube ich), der auch Programm Direktor ist. Das ist alles noch ok, komplizierter sind eigentlich nur die Equilibrium Modelle in dem Kurs. Die Vorlesungen sind halbwegs ok, aber etwas einschlaefernd. Wichtig zu sagen ist hier, dass man im Michelmas Term durchgehend “Quantitative Methods in Finance” als Vorbereitung fuer den Lent Term hat und neben den seminars beim prof noch 2 stunden support session die woche bei einem phd. Der Quant Methods Kurs ist pure mathematics (stochastic processes mehr oder minder, borel sets, measure theory etc) und schon sehr, sehr tough, wenn man die Sachen denn wirklich verstehen will. Ueberhaupt nicht mit irgendwas undergrad maessigem (zum beispiel quant methoden in finance undergrad an der lse) zu vergleichen. Und auch nicht mit irgendeinem Mathekurs, den man in Deutschland waehrend seins VWL, Wing Studiums zu Gesicht bekommt. Unterrichtet wird das von Dr Georgy Chabakauri (Phd Math Moscow State, Phd Finance LBS) und Stephane Guibaud. Sind beide sehr nett aber ziemlich nuts.
Gestoert wird es im Lent Term mit Dr JP Zigrand (Chicago) und financial economics in cont. time. Da kann ich nicht viel zu sagen, einfach nur nuts. 80 clevere Leute sitzen 2 Stunden in der Vorlesung und verstehen kaum ein Wort, wenn er in 2h exotic options abhandelt inklusive allen PROOFS (e.g. american options, barrier options, perpetual options). Das ganze ist mehr oder minder gesplitted in equities und rates. Der rates part ist noch fuenfmal komplizierter als der Teil vorher, ein beispiel waere eine Altklausuraufgabe in der man eine “zero coupon bond rollover strategy” als numeraire nehmen soll und dann fuer verschiedene produkte zeigen muss, ob der jeweilige preisprozess ein martingale ist oder nicht bzw unter welchen bedingungen. JP Zigrand ist der intelligenteste Mensch, den ich jemals getroffen habe, unglaublich sick. Er liest 3 Vorlesungen an der Uni (den Kurs und 2 postgrad/phd financial engineering Kurse inklusive seminare), er ist teilinhaber einer risk management consultancy fuer banken in der city und arbeitet dort, beraet nebenbei unter anderem die FED und arbeitet fuer (!?) einen hedge fund. Alle fuer diesen Kurs angegebenen Buecher decken die Inhalte nicht ab. Es werden ausschliesslich die notes benutzt, die er selber geschrieben hat. Daher kann man ueberhaupt nicht von den Literaturlisten auf die Inhalte schliessen. Die Vorlesung war zwar sehr anstrengend (immerhin nach ner Stunde eine kurze Pause ), aber mit Abstand die beste Vorlesung in meinem Studienleben bis jetzt.
Zu den optional courses sage ich jetzt mal nichts, Fixed Income bei Antonio Mele ist auf jeden Fall sehr gut, gerade in Kombination mit FM436.
Insgesamt ist noch zu sagen, dass das Programm verhaeltnismaessig viele Leute failen und <10% kriegen eine Distinction (in Econ sind das das bestimmt 30%).
Wenn jemand sich sicher ist, dass er einen Phd machen will sollte er anstatt dem Micro Kurs und Econometrics lieber Advanced Micro (es gibt noch Micro for Research students oder so, davon weiss ich aber nichts) und Econometrics zusammen mit den MSc EME Leuten (MSc Econometrics and Math. Economics) machen. Das Ganze ist dann theoretischer (mehr proofs,asymptotics etc) , aber soweit ich es von den Leuten weiss, die das gemacht haben, auf jeden Fall fair, wenn man denn halbwegs mathematisch begabt ist und genug Zeit reinsteckt. Soweit ich weiss ist in den Kursen so, dass die Noten weit auseinander gehen, es failen recht viele Leute aber es kriegen auch (30%, >30%?) eine Distinction.
Ja, in Oxford meine ich den MFE. Von dem was ich gehoert habe kommt man dort einfacher ohne quantitativen background rein da es wohl nicht so quantitativ ist wie an der LSE. Scholarship hier wenn dann im Research Track, aber sehr selten (ein Freund hat full scholarship glaube ich, hat aber auch Schon Econ Master vorher gehabt). In Deutschland gibt es genug Moeglichkeiten fuer Studienkredite (kfw etc), DAAD Stipendien, Hoelderlin oder was auch immer. Ob es Leute gibt die deshalb nicht kommen weiss ich nicht, waeren ja wenn dann nicht hier .
Wenn irgendjemand mit realistischen Chancen in den Kurs reinzukommen Fragen hat, kann derjenige/diejenige mir sehr, sehr gerne eine PM schreiben!
Btw. check this out
http://www.facebook.com/group.php?gid=36833560224&ref=search
http://www.facebook.com/home.php?#!/group.php?gid=124884330867816&ref=ts
Zuletzt bearbeitet von mowie am 20 Jun 2010 - 21:09:41, insgesamt 2-mal bearbeitet |
|
 |
mowie Full Member

Anmeldungsdatum: 08.11.2005 Beiträge: 142
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 20:13:40 Titel: |
|
|
| Verdammte Scheisse, ich glaub es wird dringend Zeit, dass ich wieder zurueck nach Deutschland komme. |
|
 |
michael.wi Senior Member

Anmeldungsdatum: 18.07.2007 Beiträge: 802
|
Verfasst am: 20 Jun 2010 - 20:25:32 Titel: |
|
|
| geilster post seit langem hier. |
|
 |
tuo Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 403
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 08:24:19 Titel: |
|
|
| michael.wi hat folgendes geschrieben: | | geilster post seit langem hier. |
true!
@mowie: Danke für die Ausführlichkeit! Hab kein echtes Interesse an der LSE, aber das war wirklich sehr informativ. Aber irgendwie auch'n bissl creepy. |
|
 |
hanzu Senior Member

 Anmeldungsdatum: 04.03.2009 Beiträge: 310
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 10:16:23 Titel: |
|
|
Ja, guter Post - da hast du ja einigen Leuten, die an die LSE wollen sicherlich eine riesen Angst eingejagt
Mein Favorit ist ja ohnehin die SSE. Die Vorteile liegen auf der Hand:
Sicherlich Top5 in Europa. Londoner IB Büros rekrutieren auch von der SSE
(Wenn man sich diesen placement report von der SSE ansieht, erkennt man auch, dass die meisten mit dem Master ins IB oder UB gehen)
Ich glaube international hat man damit bessere Chancen als wenn man von der HSG kommt.
Keine Studiengebühren, außerdem ist Stockholm wunderschön und muss sich vor London nicht verstecken. Dazu noch die Schwedinnen, die ganze Mentalität dort Oben, die ich viel besser finde. Ebenfalls lernt man noch schwedisch.
Also ich würde persönlich die SSE vorziehen. |
|
 |
don_farzado_de_la_noche Senior Member

Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 921
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 12:46:12 Titel: |
|
|
| mowie, wo gibt es bei mir free lunch? Habe ihm doch auch gesagt, er komme nicht rein. |
|
 |
Hank_Moody Senior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 351 Wohnort: Bib
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 13:45:34 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Ja, guter Post - da hast du ja einigen Leuten, die an die LSE wollen sicherlich eine riesen Angst eingejagt |
... und Leuten die nicht auf die LSE wollten doch Appetit gemacht  |
|
 |
comiter Senior Member

Anmeldungsdatum: 09.04.2006 Beiträge: 371 Wohnort: München / Barcelona
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 18:50:42 Titel: |
|
|
Naja SSE würde ich im deutschsprachigen Raum nicht vor der HSG sehen, auch wenn wir uns manchmal selber über den Anspruch beschweren, denjenigen der an die SSE ging von uns ist von der Qualität nicht begeistert und bekannt ist die SSE in D jetzt auch nicht ausserordentlich.
Das Argument Schwedinnen und umsonst ist natürlich gültig  _________________ http://cxo-jobs.com/
Die besten Jobs aus dem Private Equity und Venture Capital Umfeld und leitende Tätigkeiten in deren Portfoliounternehmen (CXO). Beitreten! |
|
 |
mowie Full Member

Anmeldungsdatum: 08.11.2005 Beiträge: 142
|
Verfasst am: 21 Jun 2010 - 22:36:27 Titel: |
|
|
| don_farzado_de_la_noche hat folgendes geschrieben: | | Ich verwette alles, was ich habe, darauf, dass er abgelehnt wird. |
| don_farzado_de_la_noche hat folgendes geschrieben: | | mowie, wo gibt es bei mir free lunch? Habe ihm doch auch gesagt, er komme nicht rein. |
Wollte damit nur sagen, dass das ja nun auch nur Vermutungen/Einschätzungen sind und man es nie 100% sicher weiß, da in irgendeinem gewissen Maße sicher auch subjektive Profmeinung Einfluss hat.
...um mich vor einem relevel zu schützen, du hast natürlich keine odds spezifiziert  |
|
 |
Hank_Moody Senior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 351 Wohnort: Bib
|
Verfasst am: 22 Jun 2010 - 20:36:10 Titel: |
|
|
Um nochmal auf die SSE zurück zu kommen:
Hier im Forum scheint die SSE ja sehr beliebt und angesehen. Aber ist das nicht ein bisschen gepushed? In den B-School Ranking ist die SSE zwar immer sehr gut, aber nicht in der Spitze.
Außerdem verwundert mich das sehr schmale Studienangebot doch etwas. Auch den Studienplan des PhD in Finance finde ich seltsam, da es sich bei den Pflichtmodule großteils um VWL Vorlesungen handelt und nichts richtig mathematisches dabei zu sein scheint.
Wie stehen im Vergleich zu SSE denn: NHH, CBS und HSE? |
|
 |
tuo Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 403
|
Verfasst am: 22 Jun 2010 - 21:01:26 Titel: |
|
|
| Das habe ich mich auch schon gefragt. Die Rankings sind nicht berauschend. SSE scheint mir das beste in Skandinavien...nicht mehr und nicht weniger. Dennoch kann ich persönlich sagen, dass ich mich auch von der SSE angezogen fühle. Aber eher aufgrund der genannten "weichen" Kriterien (Stockholm ist wunderschön, die schwedische Mentalität, die Schwedinnen...) |
|
 |
Kobi85 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 243
|
Verfasst am: 22 Jun 2010 - 23:04:27 Titel: |
|
|
Naja, ich finde die Platzierungen der SSE schon beachtlich. Klar, LSE und HEC spielen in in Europa wohl noch eine Klasse höher. Was den Master-Bereich angeht sehe ich die SSE allerdings knapp dahinter in einer Gruppe mit der RSM, ESADE und HSG. Bei den Rankings sollte man sich auch immer die zu Grunde liegende Methodik anschauen. Die Daten des FT-Rankings sind z.b. immer relativ stark zeitversetzt, weswegen die neuen Masterstudiengänge der SSE und beispiels auch der SIM der HSG noch gar nicht erfasst sind. Die erzielten Gehälter sind in Schweden zudem auch ein deutliches Stück geringer - ebenfalls ein wichtiger Punkt in vielen Rankings (und insb. bei der FT).
Mir ging es zudem vom Gefühl her ähnlich wie tuo..habe mich auch irgendwie persönlich angezogen gefühlt. Scheinbar sind wir keine Einzelfälle: Obwohl "die harten Fakten" vielleicht wirklich für andere Unis sprechen, hat die SSE enorm hohe Bewerberzahlen (5400 in diesem Jahr, auf ca. 150-200 offene Plätze in den 6 verschiedenen Mastern).
Ein Grund für diese Zahl sind sicherlich auch die Studiengebühren von 0 Euro. Warum auch für vergleichbare Konkurrenz bis 20000 Euro/Jahr berappen?
@ Hank_Moody:
CBS, NHH und HSE sind wohl nicht ganz auf dem selben Level, aber immer noch top, wie ich finde. Die Selektion ist hier bei weitem nicht so hoch, von der Qualität der Studiengänge habe ich allerdings auch nur Gutes bisher gehört. Zumindest bei der HSE wäre ich allerdings derzeit vorsichtig, da diese mit einer anderen Hochschule in Finnland fusioniert ist und ihre Studiengänge auch neu ausrichtet (heisst auch nicht mehr HSE sondern Aalto University). |
|
 |
tuo Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 403
|
Verfasst am: 23 Jun 2010 - 08:18:12 Titel: |
|
|
| Ich muss dazu sagen, dass ich mich nie für einen Master interessiert habe, sondern wenn überhaupt für den PhD in Econ. Allerdings muss man sagen, dass sowohl Curriculum als auch Profs eher average sind. Ich brauch nichts extravagentes, aber sonderlich innovativ gehts in Stockholm nicht zu, wenn ich das richtig überblicke. Auch das Placement ist eher mau. Das höchste der Gefühle war glaub ich ein AsProf an der Northwestern unter den Alumni... Auch das würde mich wohl wegen der genannten Vorteile nicht sonderlich abschrecken, aber einen Vergleich mit LSE oä halte ich für ziemlich verfehlt. |
|
 |
comiter Senior Member

Anmeldungsdatum: 09.04.2006 Beiträge: 371 Wohnort: München / Barcelona
|
Verfasst am: 23 Jun 2010 - 14:21:52 Titel: |
|
|
Ja wie gesagt mit der NHH und CBS das beste in Skandinavien und die Bewerberzahlen von 5000 sind etwas verzeert bei der SSE, denn die Anmeldung dauert nur 3 min, und alle Dokumente muss man nachreichen ( hat dazu geführt dass sich bei nem kleinerem Filmabend bei uns ca 8 HSG ler sich leicht betrunken angemeldet haben ohne iwas einzuschicken, GMAT etc und dann wars abgelehnt wurden, hab ne Mail bekommen über meine Entscheidung, aber nicht online nachgeschaut )
Und ja bevor man zu recht mässig überdurchschnittlichen geht, ist 0 Euro ein gutes Argument, auch wenn es im im Winter sehr dunkel ist und die Sprache einen auch nix bringt, wenn man dort nicht bleiben will ( was ich nach einem Austauschsemester ausschliesse) _________________ http://cxo-jobs.com/
Die besten Jobs aus dem Private Equity und Venture Capital Umfeld und leitende Tätigkeiten in deren Portfoliounternehmen (CXO). Beitreten! |
|
 |
Hank_Moody Senior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 351 Wohnort: Bib
|
Verfasst am: 23 Jun 2010 - 23:27:15 Titel: |
|
|
Etwas überspitzt könnte man also zusammenfassen: SSE ist weniger wegen der akademischen Qualität & Reputation so beliebt, sondern wegen "weichen" Faktoren. Im Hinterkopf denkt sich also jeder "ach, in einer tollen Stadt leben, keine Studiengebühren zahlen und ein (imaginäres?) heisses schwedisches Blondchen im Arm ist doch alles was ich eigentlich brauche"
 |
|
 |
millionreasons Full Member

Anmeldungsdatum: 19.08.2009 Beiträge: 92
|
Verfasst am: 23 Jun 2010 - 23:53:22 Titel: |
|
|
| SSE soll ja eine unglaubliche Platzierungsrate bei BB in der City haben. Auch Bocconi scheint recht gut zu sein. Mit etwas Abstand folgen dann St.Gallen und die HEC - diese Unis sind die kontinentalen Target Unis fürs IB in London. Das ist zumindest das, was man in englischen Foren so liest. |
|
 |
Kobi85 Full Member

Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 243
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 00:40:30 Titel: |
|
|
@ Hank_Moody:
Das ist schon arg überspitzt.. der SSE jetzt die akademische Qualität abzusprechen nur weil sie auch andere Dinge zu bieten hat, wird der Sache wohl nicht gerecht. Was diskutieren wir eigentlich genau? Im Endeffekt ist es ziemlich Wurscht ob man nun an SSE, CBS, LSE, HEC, RSM und Co. ist.. sind alles sehr gute Schulen die einem alle Optionen bieten. |
|
 |
LoLzeBoB Senior Member

Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 808
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 01:35:22 Titel: |
|
|
Hat einer von euch ne Freundin?
Wie kommt ihr in der Hinsicht mit solchen Situationen klar? Nehmt ihr die einfach mit?
Wollte ich nur mal so einwerfen... |
|
 |
tuo Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 403
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 08:08:32 Titel: |
|
|
Bei der Antwortfrequenz, die hier teilweise herrscht, kannst du doch nicht ernsthaft glauben, dass hier einer ne Freundin hat. Wer ständig auf den nächsten Post von Leuten mit Namen wie "LoLzeBoB", "Hank_Moody" oder "don_farzado_de_la_noche" lauert, kann nicht ernsthaft von irgendwem vermisst werden.
@Hank_Moody: Ganz so würde ich es auch nicht ausdrücken. In meiner Kalkulation kommt aber den Rahmenbedingungen (vor allem wie schön die Stadt ist) schon eine große Bedeutung zu. Und ich denke, da geht es vielen so. Ich möchte nur mal an die Vorbehalte gegenüber Tilburg erinnern.
Wenn sich jemand zwischen SSE und Tilburg entscheiden muss und wegen des Preises und ähnlicher Faktoren erstere wählt und die schwächere Reputation (bspw. im quantitativen Bereich) in Kauf nimmt, dann halte ich das für legitim. Man hat ja auch noch ein Leben neben dem Studium... |
|
 |
hanzu Senior Member

 Anmeldungsdatum: 04.03.2009 Beiträge: 310
|
|
 |
tuo Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 403
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 14:34:20 Titel: |
|
|
Also die Sache mit den Partnerunis mag man ja kaum glauben. Ich schätz mal, da geht es um die Management degrees...aber trotzdem. Stern BS? Wharton? Wie sie das hingekriegt haben, würde mich interessieren.
Oder was bedeutet Partneruni genau? Wissenschaftlicher oder Studentenaustausch? |
|
 |
vronay Junior Member

Anmeldungsdatum: 24.05.2010 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 15:03:40 Titel: |
|
|
| Zitat: |
Also die Sache mit den Partnerunis mag man ja kaum glauben. Ich schätz mal, da geht es um die Management degrees...aber trotzdem. Stern BS? Wharton? Wie sie das hingekriegt haben, würde mich interessieren.
Oder was bedeutet Partneruni genau? Wissenschaftlicher oder Studentenaustausch?[/code] |
Die Auswahl sind die üblichen Verdächtigen für reguläre Austausch-Agreements bei den US-Top-Unis. Bis auf Wharton hat die HSG exakt die gleichen Partnerunis. Bocconi hat dafür z.B. Wharton (Bachelor). |
|
 |
hanzu Senior Member

 Anmeldungsdatum: 04.03.2009 Beiträge: 310
|
Verfasst am: 24 Jun 2010 - 15:24:07 Titel: |
|
|
Die Master Austauschplätze funktionieren ja auch nach dem Outgoing/Incoming Prinzip oder?
Sprich, wichtig ist es dann, wieviele Stundenten von der Wunschauslandsuni an die eigene Uni wollen, oder?
Da dürfte die SSE bzw. Schweden bei Amis vermutlich auch einen sehr guten Ruf haben. |
|
 |
uss Full Member

Anmeldungsdatum: 11.06.2009 Beiträge: 111
|
Verfasst am: 07 Jan 2012 - 18:25:52 Titel: |
|
|
| *Push* Sind das Karteileichen, oder ist das Netzwerk der SSE wirklich so gut? |
|
 |
A1848 Senior Member

Anmeldungsdatum: 19.03.2008 Beiträge: 2107
|
Verfasst am: 07 Jan 2012 - 20:00:12 Titel: |
|
|
Habe mich auch für SSE beworben nun. Wurde jedoch schon für Warwick Econ& Fin. angenommen. Nach der LSE sicherlich der beste Master in genau dieser Schnittstelle...
Nur unheimlich teuer (fast 30k Pfund)
Vllt. ein paar Bewertungen der Situation?
Muss ein Pfand von 1k Pfund zahlen bis in 2 Wochen... |
|
 |
Gottesschaf Senior Member

Anmeldungsdatum: 13.03.2007 Beiträge: 2059
|
Verfasst am: 08 Jan 2012 - 06:46:38 Titel: |
|
|
| tuo hat folgendes geschrieben: | | Also die Sache mit den Partnerunis mag man ja kaum glauben. Ich schätz mal, da geht es um die Management degrees...aber trotzdem. Stern BS? Wharton? Wie sie das hingekriegt haben, würde mich interessieren. |
Die WHU bietet im Master auch Dartmouth, Stern BS und Kellogg an (und die Plätze werden wirklich vergeben) - HEC bietet MIT und Wharton an und ich habe schon mehrere Leute aus Rotterdam und Bocconi getroffen, die im Bachelor ein Auslandssemester in Wharton gemacht haben.
Da gibt es schon Möglichkeiten, das mich das mit der SSE gar nicht überrascht. Wharton hat doch ein Interesse daran sich im Austauschprogramm aus jedem Land die beste Uni auszusuchen, um sie den Studenten anzubieten. Die University of Botswana hat übrigens auch einen Austausch mit Wharton laut Homepage...  |
|
 |
TheConvexity Senior Member

 Anmeldungsdatum: 29.06.2010 Beiträge: 283
|
Verfasst am: 08 Jan 2012 - 10:10:00 Titel: |
|
|
| A1848 hat folgendes geschrieben: | Habe mich auch für SSE beworben nun. Wurde jedoch schon für Warwick Econ& Fin. angenommen. Nach der LSE sicherlich der beste Master in genau dieser Schnittstelle...
Nur unheimlich teuer (fast 30k Pfund)
Vllt. ein paar Bewertungen der Situation?
Muss ein Pfand von 1k Pfund zahlen bis in 2 Wochen... |
Wie lange hat Warwick gebraucht, um deine Bewerbung zu bearbeiten? Ich warte nämlich momentan noch auf deren Entscheidung wegen MSc in Finance, scheint bei denen ganz gut zu dauern. |
|
 |
|