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Wichtige Statistik zum Jurastudium
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ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 21:38:09    Titel: Wichtige Statistik zum Jurastudium

Weil es hier doch relativ häufig Threads gibt zum Thema ,,Soll ich Jura studieren?" wollte ich kurz auf einen wichtigen Link hinweisen:
http://www.landtag-bw.de/wp14/drucksachen/0000/14_0792_d.pdf

Danach fallen in Jura an manchen Unis in Baden-Württemberg jedes Jahr 35-40% der Kandidaten durch.
(Soweit ich weiß, liegt die Chance, endgültig nicht zu bestehen bei ca. 5%)

Das sollte für jeden, der sich mit Jura beschäftigt, nicht überraschend sein.
Verblüfft haben mich allerdings die Vergleiche mit anderen Studiengängen:

- Lehramt Gymnasium: ca. 2-3% Nicht Bestanden
- Medizin Staatsexamen: ca. 0,5% Nicht Bestanden
- Pharmazie: 0,0% Nicht Bestanden

Natürlich bedeutet das nicht, dass Jura sehr viel schwieriger ist als Medizin.
Wahrscheinlich lassen derart extreme Abweichungen aber den Schluss zu, dass in Jura vor dem Staatsexamen viel zu wenig ausgesiebt wird.

Mit anderen Worten: Es gibt keinen anderen Studiengang, bei dem eine derart große Gefahr besteht, in einer sehr späten Phase der Ausbildung seine Nichteignung für das eigene Studienfach festzustellen.
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2010 - 00:32:15    Titel:

Würde ich nicht ganz so sehen, immerhin bedarf es einiger Voraussetzungen, um zum Examen zugelassen zu werden. Ganz ohne Fleiß lassen sich die kleinen und großen Scheine nun auch wieder nicht erwerben.

Den Hauptunterschied zu den oben genannten Fächern würde ich darin sehen, dass man in Jura soviel lernen kann wie man will....solange man es nicht verstanden hat, ist alles "für die Katz" und entsprechen fallen dann die Klausuren aus. In Medizin ist es bspw. ganz anders, in einem Fach, dass zu einem großen Teil aus multiple-choice-Klausuren besteht, bringt Auswendiglernen natürlich mehr.
DwieDillinger
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Anmeldungsdatum: 26.02.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2010 - 02:05:57    Titel:

bin gespannt, was die Mediziner dazu sagen würden!
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2010 - 08:30:36    Titel:

Zitat:
Den Hauptunterschied zu den oben genannten Fächern würde ich darin sehen, dass man in Jura soviel lernen kann wie man will....solange man es nicht verstanden hat, ist alles "für die Katz" und entsprechen fallen dann die Klausuren aus. In Medizin ist es bspw. ganz anders, in einem Fach, dass zu einem großen Teil aus multiple-choice-Klausuren besteht, bringt Auswendiglernen natürlich mehr.


Damit hast du natürlich Recht, aber das dürfte zB bei Lehramt Mathe/Physik ja nicht viel anders sein.
Die Besonderheit bei Jura ist vielleicht auch, dass jede Klausur ein ,,Gesamtkunstwerk" ist; Wenn man bei ein paar MC-Fragen dicke Fehler reinbaut hat das ja auf den Rest der Arbeit keinen Einfluss...

Dennoch denke ich, dass solche extremen Unterschiede zu anderen Studiengängen schon darauf hinweisen, dass vielleicht manche Leute im Jurastudium ohne größeres Verschulden ihre fehlende Eignung nicht rechtzeitig erkennen können.
Das ist für schlechtere Kandidaten schon ein erhebliches Lebensrisiko, das sie so in anderen Studiengängen nicht eingehen müssten.(Besonders in Bachelor-Studiengängen ist ja alles völlig transparent)
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2010 - 10:38:25    Titel:

Gerüchteweise schreiben auch Lehrämtler MP-Klausuren;)
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2010 - 12:40:07    Titel:

Man kann auch alles verstehen und viel lernen und trotzdem auf die Nase fallen. Jura ist ein Faß ohne Boden! Cool
Majestix
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 11 Jul 2010 - 12:15:22    Titel:

Die "höheren Weihen der Eignung zum Jurastudium" erlangt möglicherweise wohl niemand so richtig in den Augen aller anderen, eventuell noch nicht einmal die 0,5 %, welche ein "sehr gutes Examensergebnis" erzielen.
Offen bliebe, ob dies etwas "erstrebenswert Positives" sein muss?
Siniver
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Anmeldungsdatum: 15.05.2006
Beiträge: 252

BeitragVerfasst am: 11 Jul 2010 - 15:54:56    Titel:

Das Fach Jura ist wirklich ein Fass ohne Boden. Medizin ist natürlich auch lernintensiv, aber da ist es nicht selten ausreichend, "nur" Auswändig zu lernen.
Darüber hinaus ist das Examen in Medizin, was die Zahl der Prüfungen betrifft, weniger umfangreich als in Jura.

In Jura hat man - wie schon gesagt - das Problem, dass man das abstrakte Wissen nicht nur haben, sondern auch auf einen konkreten Fall anwenden können muss. Ob das klappt, hängt maßgeblich von drei Faktoren ab: (1) Klausurroutine, (2) Tagesform, (3) Glück.

Ohnehin bin ich der Auffassung, dass das Staatsexamen in Jura zu umfangreich und damit auch zu anspruchsvoll ist. Meiner Ansicht nach wird die Grenze dessen, was man von einem Studenten vernünftigerweise erwarten kann, überschritten.
Auch hinsichtlich der sparsamen Bewertung habe ich ernstliche Zweifel dahingehend, dass ausschließlich sachbezogene Kriterien eine Rolle spielen. Man scheint vielmehr peinlich genau darauf zu achten, es nicht zu einer Noteninflation kommen zu lassen.

Naja, so ist das in Deutschland. Das hat anscheinend eine lange Tradition.
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