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Mathematik Studium
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Mathematik Studium
 
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Jonsy
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 00:21:30    Titel:

@Quarkonium:
Lineare Algebra und Algebra I sind nicht die gleichen Vorlesungen!

@emoguy:
Zitat:
an meiner Uni gibt es Mathe f. Physiker I-IV - in diesen Veranstaltungen werden im Prinzip Ana 1-4 und LA1+2 behandelt - zwar nicht in gleichem Umfang, aber zumindest so tief das der Stoff den ich gelernt hab, gereicht hätte um die richtigen Mathematiker-Klausuren wenigstens mit 4,0 zu bestehen.

Glaub ich dir aufs Wort... nicht!
Denn dann wuerden eure "echten" Mathematiker nur zu absoluten Flaschen ausgebildet.
Fuer einen Physiker sind Beweise einfach weitaus nebensaechlicher... Werden teilweise gemacht, aber vieles wird einfach hingenommen. Gerade wenn es um komplizietere Sachverhalte geht.

Jonsy
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 00:23:08    Titel:

Man muss dazu sagen, dass die Kölner Mathe-Ausbildung nicht gerade hohen fachlichen Ruf genießt... Wink

Cyrix
Julia*86
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 00:47:20    Titel:

@emoguy
also mathematische Methoden ist in der Tat nicht ganz ohne-bis zur 4-5. Übung ging es noch, ab da wurde es ziemlich schwer, Beweise machten wir in mathematische Methoden kaum, wohl aber in Mathe für Physiker 1 und zwar fast ausschließlich, Mathe nimmt da wirklich sehr viel Zeit in Anspruch. Mathematische Methoden soll auch eine Art Einführung in die theoretische Physik sein...

emoguy hat folgendes geschrieben:


naja, normalerweise ist LA1 Determinaten, endlichdimensionale Vektorräume, Eigenwertprobleme, Skalarprodukte


Hmm ok, das machen wir aber auch.

@cyrix

Warum hat die Kölner Uni, was Mathematik angeht einen schlechten Ruf?
Viele wollen hier kein Mathelehramt studieren, weil es an anderen Unis angeblich leichter ist..das musst du mir mal genauer erklären, würde mich interessieren.

@Jonsy

Was ist denn der Unterschied zwischen Lineare Algebra und Algebra *grübel*?

VG
Jonsy
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 01:16:21    Titel:

Lineare Algebra I + II ist eine Vorlesung, die ueblicherweise in den ersten beiden Semestern eines Mathestudiums besucht werden.
Algebra baut dann auf dem dort vermittelten Stoff mehr oder weniger auf.
Dabei werden in Lin. Alg. die Grundlagen vermittelt: Matritzenkalkuel, Vektorraeume etc. Zudem spielt auch (abhaengig vom Dozenten) Geometrie eine Rolle (Quadriken).
Das meiste ist sehr "anschaulich".
In Algebra I wird mehr abstrahiert. Zwar lassen sich viele Dinge auf geometrisch intepretieren (bzw. die Geometrie dient als Motivator), aber mich duenkt, dass das ganze schon eher in Richtung Zahlentheorie geht. Habe selbst erst Algebra I nun besucht, ich denke Cyrix kann da einen besseren Ueberblick geben, welche Inhalte wofuer noch gebraucht werden.
Ansonsten kannst du dir einfach mal die Vorlesungsinhalte ergooglen.

Jonsy
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 01:35:50    Titel:

Julia*86 hat folgendes geschrieben:
@
@cyrix

Warum hat die Kölner Uni, was Mathematik angeht einen schlechten Ruf?
Viele wollen hier kein Mathelehramt studieren, weil es an anderen Unis angeblich leichter ist..das musst du mir mal genauer erklären, würde mich interessieren.


Sagen wir es so: Die Unis Köln und Bonn (liegen ja dicht beieinander) haben verschiedene Wege bei der Umstellung ihrer Studiengänge auf das gestufte System bestritten: Die Uni Bonn meint, man müsse den Stoff von 9 Semestern Diplom in 6 Semestern Bachelor unterbringen. Die Uni Köln dagegen hat sich als Kenngröße für den Bachelor eher am 4-semstrigen Vordiplom orientiert...

Zitat:

Was ist denn der Unterschied zwischen Lineare Algebra und Algebra *grübel*?


In der linearen Algebra geht es um die Untersuchung von linearen Abbildungen zwischen Vektorräumen.

Die Algebra dagegen beschäftigt sich eher mit der Untersuchung von Körpern (also den entsprechenden algebraischen Strukturen). Damit kann man dann z.B. zeigen, welche Punkte in der Ebene eigentlich mit Zirkel und Lineal konstruierbar sind, oder welche Gleichungen man auflösen kann.

Cyrix
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1232

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 02:14:15    Titel:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Physiker Algebra gerne macht Wink
Zumindest kenne ich keinen Wirtschaftsmathematiker, der gerne Algebra 1 hörte, ganz zu schweigen dann Algebra 2 freiwillig genommen hat.


Es kommt aber darauf an wohin du willst. Eher in die theoretische Richtung? Falls nicht, dann würde ich dir empfehlen auf jeden Fall Numerik zu machen damit du die schönen Sachen wie Fouriertranformation, gewöhnliche Diffgleichungen, partielle Diffgleichungen, verschiedene Gradientenverfahrungen um Optima zu bestimmen selber implementieren kannst.

Gibt genug Physiker, die sowas machen. Ansonsten ist programmieren auch sehr nützlich.

Zitat:


Das größte Problem sehe ich bei der Kölner Veranstaltung mathematische methoden: das was dort gelehrt wird, machen wir in mathe3 und selbst da überfordert es die meisten.
Ich kann mir nicht vorstellen wie man als Erstsemester diese Inhalte wirklich (mit 4SWS VL) verstehen soll:

* Vektor- und Tensorrechnung in der Physik
* Koordinatensysteme
* Differenzieren und Integrieren
* Gewöhnliche lineare Differentialgleichungen; Diffusionsgleichung
* Greenfunktionen; Distributionen: die delta-Funktion
* Elementare Funktionentheorie (Residuenkalkül)
* Fouriertransformation
* Transformationsgruppen

In den Mathematik-VL lernt man gegen Ende des ersten Semesters normalerweise gerade mal mehrdim. Integration und hier wird schon mit Greenfkt (also partiellen(!) DGLs hantiert, die man erst später in theo QM und E-dynamik braucht.


Diese Sachen könnte man ebenfalls in der 7 Schulklasse machen. Einfach paar Beispiele mit einem Algorithmus wie man Aufgaben löst, den Schülern beibringen. Das ist aber nicht das Ziel.

Zum Beispiel wird die Fouriertranformation erst im Rahmen der Maßtheorie, also Lebesgueschen Integrationtheorie wirklich fruchtbar.

Für Funktionentheorie braucht man topologische Begriffe wie zum Beispiel Homotopie. Ansonsten wird man Residuen nicht wirklich verstehen.

Für Gew. lin. Gleichungen bracht man viel linearer Algebra wenn man Systeme von gew. Diffgl. betrachtet.

Vektor.- Tensorrechnung ebenfalls Maßtheorie und Grundzüge von Mannigfaltigkeiten wären nich schlecht. Kenne mich aber nur sehr wenig aus.

Wenn man das alles weglässt, wird das wirklich nur ein präsentieren von irgendwelchen Formeln, was Physiker oft tun.
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 10:35:04    Titel:

Jonsy hat folgendes geschrieben:

Glaub ich dir aufs Wort... nicht!
Denn dann wuerden eure "echten" Mathematiker nur zu absoluten Flaschen ausgebildet.
Fuer einen Physiker sind Beweise einfach weitaus nebensaechlicher... Werden teilweise gemacht, aber vieles wird einfach hingenommen. Gerade wenn es um komplizietere Sachverhalte geht.

naja, was soll ich sagen - ich kenne jetzt nicht die Matheklausur jedes Semesters auswendig aber wenn ich mir z.B. ne ana4 Klausur ergoogle

http://www.mathematik.uni-ulm.de/m5/wahrheit/ana4/index.html

dann ist da eigentlich überwiegend rechnen verlangt und die Aufgaben sehen eigentlich mit denen unserer Klausuren vergleichbar aus.


Mir ist natürlich selbst klar, das ein einfaches Bestehen der Mathematiker-Klausuren einem noch nicht das Vordiplom bescheren würde...
Quarkonium
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Anmeldungsdatum: 14.08.2008
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 12:10:24    Titel:

@Jonsy
Es war mir schon klar Wink

Gehe aber davon aus, dass Lina in der Mathematik für Physiker-Vorlesung enthalten ist. Wir haben uns (beispielsweise) damit am Ende des ersten und am Anfang des zweiten Semesters beschäftigt.
Die Qualität einer Mathe für Physiker-Vorlesung ist stark vom Prof abhängig. Ich hatte z.B. das Glück (oder Unglück Wink ) bei richtig harten Profs die Mathe-Vorlesungen gehabt zu haben, was sich dann im 3-ten Semester ausgezahlt hat, da wir Mathe für Physiker 3 (bzw. höhere Ana) gemeinsam mit den Mathematikern hatten und ich muss sagen, dass die Physiker im Schnitt mehr Ahnung von Ana hatten, als die Mathematiker.
Wenn ich mir die aktuellen Mathe für Physiker-Vorlesungen an meiner Uni anschaue, sind die ein Witz im Vergleich zu denen, die ich noch genießen durfte Laughing
Es kommt also alles auf den Prof an...
Julia*86
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 16:37:18    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Sagen wir es so: Die Unis Köln und Bonn (liegen ja dicht beieinander) haben verschiedene Wege bei der Umstellung ihrer Studiengänge auf das gestufte System bestritten: Die Uni Bonn meint, man müsse den Stoff von 9 Semestern Diplom in 6 Semestern Bachelor unterbringen. Die Uni Köln dagegen hat sich als Kenngröße für den Bachelor eher am 4-semstrigen Vordiplom orientiert...


Dann ist das wohl nur im Mathe Bachelor so? Ich hoffe es Wink.
Nur was ist besser? 9 Semester in 6 zu packen oder aus dem Bachelor eine Art erweitertes Vordiplom zu machen?
Ich weiß es nicht..Bei MINT Fächern sollte man sowieso noch einen Master dran hängen, dann gleicht sich der Unterschied zwischen den Bachelorangeboten wieder aus.
Ich habe jedenfalls mal die Studienpläne für Physik von beiden Unis verglichen. Bis auf die Tatsache, dass Bonn noch Mathe für Physiker 3 anbietet, haben wir die gleichen Fächer, auch was die Anzahl angeht.
Bei den Nebenfächern haben wir zum Beispiel eine viel größere Auswahl.
VG
Jonsy
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Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2009 - 17:32:28    Titel:

Zitat:
Nur was ist besser? 9 Semester in 6 zu packen oder aus dem Bachelor eine Art erweitertes Vordiplom zu machen?

Bachelor soll ein Berufsqualifizierender Abschluss sein. Mit einem Vordiplom in Mathe hat man gerade mal die Einfuehrungsveranstaltungen hinter sich gebracht.
Es ist natuerlich die Frage, was nun wirklich an Cyrix' ueberspitzt formulierter Aussage dran ist, aber der Bachelor stellt an sich schon eine Niveau-Anpassung nach unten dar. Wenn die Uni Koeln ihrem Ruf dann noch gerecht wird... Autsch.

Jonsy
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