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Frage zu Kriegsdenkmälern in der Bundesrepublik Detschland
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Felix2000
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 14:08:53    Titel: Frage zu Kriegsdenkmälern in der Bundesrepublik Detschland

Warum sieht man in Deutschland eigentlich nur Kriegsdenkmäler des ersten Weltkrieges und kaum welche des zweiten Weltkrieges?

Und kann es villeicht sein, dass sich deutsche Kriegsdenkmäler des zweiten Weltkrieges überwiegend im Ausland befinden? Könnte mir das vielleicht jemand erläutern?

Ich meine damit Kriegsdenkmäler für die gefallenden Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 1477
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 14:17:21    Titel:

Du könntest mal überlegen, warum das so sein könnte und welche (moralische) Rolle Deutschland denn gespielt hat.

Allerdings bin ich sicher, dass es auch welche gibt.
MarioXY
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Anmeldungsdatum: 19.07.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 14:26:01    Titel:

Also ich trenne streng zwischen den Handlungen der Wehrmacht und der SS. Und bei der Wehrmacht wollten sicherlich nicht alle freiwillig an die Front.

Wenn Du mich nach der Moral fragst, dann könnte ich auch argumentieren, weshalb es denn überhaupt Kriegsdenkmäler des ersten Weltkrieges gibt. Schließlich haben auch hier deutsche Soldaten einem eher totalitären Regime, nämlich dem kaiserregime, dienen MÜSSEN.

Und für alle, die es immernoch nicht erkannt haben (jetzt 65 Jahre nach dem Krieg): Die Verbrechen in den KZ´s, an der Ost- udn Westfront gegenüber Juden, Roma-Sinti und Homosexuellen sind von den Sondeeinsatzkommandos der SS begangen worden. Die Wehrmacht war diesen Handlungen gegenüber nur sehr begrenzt aktiv, aber überwiegend standen sie diesen Verbrechen passiv gegenüber, insofern sie überhaupt etwas davon mitbekommen haben. Das ist auch immer mit davon abhängig gewesen, ob der zuständige Kommandeur ein Nazianhänger war oder nicht.

Guido Knopp mag in seinen Dokus etwas anderes erzählen, aber von einem Mann seines Jahrgangs erwarte ich bezgl. dieses Thema auch wenig Objektivität. Man kann nicht alle Wehrmachtssoldaten über einen Kamm scheren und sie mit den verbrechen der SS in einen Topf stecken. Das wäre ja ähnlich, wie wenn ich behaupten würde, alle Ossis in der DDR waren Mitglieder der Stasi.

Also von daher wären doch eigentlich Kriegsdenkmäler für die gefallenden Soldaten der Wermacht vertretbar, irgendwelche für die SS-Leute will ich auch nicht sehen !
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 1477
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 16:02:43    Titel:

Das ist schon richtig. Ich sehe das ähnlich. Aber auch von der Wehrmacht wurden grausame Kriegshandlungen vollführt. Dass da viele nur passiv waren und viele gezwungen waren und die Anordnungen von oben kamen, ist klar. Nur würde jedes Denkmal, mit dem wir in irgendeiner Form den Einsatz im Zweiten Weltkrieg honorieren, wieder zu Diskussionen führen.
Historier
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Anmeldungsdatum: 03.02.2010
Beiträge: 183
Wohnort: Uni Bamberg. derzeit Nancy

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 16:37:57    Titel:

es gibt doch KriegERdenkmäler zu genüge in Deutschland.
In jedem Ort (zumindest bei uns in Bayern) gibt es eine kleinere oder größere Gedenkstätte, meist gemeinsam für 1. und 2. Weltkrieg. Dort stehen namentlich alle Gefallenen aus dem Ort und der dazugehörigen Gemeinde. Wie gesagt wie es in den anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht, achte da nicht so drauf, aber neulich in Düsseldorf ist mir eines aufgefallen, mit der Inschrift "Unseren Soldaten die den Heldentod starben"..
Die zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland, die Neue Wache in Berlin, ist neben allen anderen Opfergruppen "Von Terror und Gewaltherrschaft" auch den deutschen Soldaten anberaumt.
Was du mit Gedenkstätten im Ausland meinst sind wohl die Soldatenfriedhöfe. Aber auch solche gibt es in großer Zahl in Deutschland, man möge nur an Bitburg denken, wo Kohl damals zur Bitburg-Affaire wurde.

Man bedenke, dass am Volkstrauertag jedes Jahr an den tausenden Gedenkstätten in ganz Deutschland den Toten der WeltkriegE gedacht wird, nicht nur derer des 1. Weltkrieges.

Also einfach mal Augen auf und sich in der Umgebung umschauen Wink
MarioXY
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Anmeldungsdatum: 19.07.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 18:35:56    Titel:

Zitat:
Nur würde jedes Denkmal, mit dem wir in irgendeiner Form den Einsatz im Zweiten Weltkrieg honorieren, wieder zu Diskussionen führen


Aber genau diese Diskussion ist in Deutschland längst überfällig. Es muss endlich mal Schluß gemacht werden mit diesen ganzen Pauschalisierungen und dem "nicht darüber sprechen dürfen" !
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2010 - 18:47:19    Titel:

Hier wird eine Geisterdiskussion geführt. Worüber darf man denn nicht sprechen?

Cyrix
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2010 - 10:00:59    Titel:

Is schon was dran.
Ich wurde schon als Nazi beschimpft, weil ich eine militärische Operation der Wehrmacht im 2. Weltkrieg aus militärtaktischer Sicht als hervorragend bezeichnet habe.
hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1859

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2010 - 10:27:49    Titel:

welche meinst du? Den Sichelschnitt? Die Norwegenunternehmung? Eben Emael? Oder die Angriffe in Afrika? Es gab viele aus militärischer Sicht hervorragende Operationen. Und die Taktik der Wehrmacht am Anfang des Krieges war Vorbild für viele heutige Operationspläne.

Ich kann nciht sehen, warum man ein Nazi sein sollte, wenn man den Krieg nur mal militärisch betrachtet. Scheint wohl daran zu liegen, weil viele Linke die Angewohnheit haben, die Nazi-Zeit generell und in allem zu dämonisieren und dabei einer differenzierten Betrachtung nicht fähig sind.
MarioXY
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Anmeldungsdatum: 19.07.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2010 - 11:30:29    Titel:

Zitat:
Scheint wohl daran zu liegen, weil viele Linke die Angewohnheit haben, die Nazi-Zeit generell und in allem zu dämonisieren und dabei einer differenzierten Betrachtung nicht fähig sind.


Das lässt sich recht leicht beantworten: Es liegt einfach an deren Unwissenheit !

Jeder der sich von dem ganzen einseitigen Geschichtsunterricht aus der Schulzeit löst und sich auf eigene Faust über dieses Thema schlaumacht wird feststellen, dass uns systematisch der Kopf gewaschen wird. Einerseits finde ich es nicht gut, dass man das macht und alles pauschalisiert, andererseits muss man aber auch bedenken, dass es genug beschänkte Leute in unserem Land gibt, bei denen die Wahrheiten neuen Hass erzeugen würden und das wäre nach 65 Jahren einfach falsch !

Man muss einfach bedenken, dass die Nazi-Zeit ein Hochkomplexes Thema ist, was man gar ncht im Schnelldurchlauf verstehen kann.

Wer sich mit deutscher Geschichte seit Napoleons Feldzügen, dem Aufstieg Preußen, dem deutsch-deutschen Bruderkrieg, dem deutschen- und norddeutschen Bund, der Verfassung der Paulskirche, dem Imperalismus, der Rote Revolution in Russland, dem ersten Weltkrieg, sowie dem politischen Aufstieg und die Machtübernahme Hitlers mit objektiven Dokus und Literatur auseindersetzt, der wird sich schnell von dieser Gutmenschenmentalität in unserem Land losreißen und darüber lachen, was hier in Medien berichtet wird.

Dabei möchte ich nochmal betonen, dass auch die widerlichen Verbrechen in den KZ´s keinerwegs in Vergessenheit geraten, aber man reduziert es nciht mehr ausschließlich auf diese Aspekte, denn es ist noch viel mehr in den Jahren 1918 und 1945 passiert.
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