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Anstiftung?/Straßenverkehrsdelikt
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Liathano
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 46
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2010 - 01:27:47    Titel: Anstiftung?/Straßenverkehrsdelikt

A macht eine Spitztour mit seiner Freundin F. Auf der Landstraße beschleunigt A auf weit über der Höchstgeschwindigkeistbegrenzung liegende 200 km/h. F genießt die schnelle Fahrt und feuert A mit "Los, schneller, schneller" an. Radfahrer R, der in dieselbe Richtung unterwegs ist, wird von A mit 200 km/h und zu geringem Seitenabstand überholt - dass dies gefährlich sein könnte kommt A nicht in den Sinn. R stürzt und trägt leichte Verletzungen davon, die vermeidbar gewesen wären, hätte er einen Helm getragen.

Ich kaufe ein B wie Bockwurst und löse:

A - 315 c I Nr. 2 b, d
I. Obj TB
a) Führen eines Fahrzeuges im Straßenverkehr (+)
b) grob verkehrswidrig u rücksichtslos (+) Verwirklichung von 2 b (+) 2 d (+)
c) konkrete Gefährdung (+)
II. Subj TB
Vorsatz auf I a und b (+)
Vorsatz auf konkrete Gefährdung (-)
---> Vorsatz-Fahrlässigkeits-Kombi § 315 c III Nr. 1
RW, Schuld (+)

F
Hm, da bin ich mir nun nicht sicher, ob in dem Anfeuern eine Anstiftung gesehen werden kann. Wohl eher nicht, da B ja bereits ordentlich auf's Gas tritt auch ohne ihre Zurufe, also mindestens omnimodo facturus ist. (?)

Das mit dem Helm sehe ich jetzt mal als nicht relevant an für die Strafbarkeit des B, denn die konkrete Gefährdung macht das wohl nicht wett.
Umbraticulus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2008
Beiträge: 112
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2010 - 10:38:10    Titel:

Vielleicht könnte man mal über psychische Beihilfe nachdenken. Ein Bestärken des A in seinem Tatentschluss kommt hier wohl in Betracht.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2010 - 13:28:58    Titel:

Und ich frage ganz ernsthaft, ob nicht derjenige, der diesem Deppen eine Fahrerlaubnis erteilte, ein gehöriges Maß an Verantwortung zu tragen hätte.

Ich plädiere dafü, den "Idiotentest" vor der Erteilung einer Fahrerlaubnis anzusetzen, und nicht erst nach dem Entzug selbiger.

Gruß Dornbusch
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2010 - 14:24:02    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Und ich frage ganz ernsthaft, ob nicht derjenige, der diesem Deppen eine Fahrerlaubnis erteilte, ein gehöriges Maß an Verantwortung zu tragen hätte.


Wieso bitte das? Woher will bitte der Prüfer wissen, wie ein Fahrschüler sich in seinem künftigen Dasein als Autofahrer verhalten wird? Rolling Eyes
Im Übrigen glaube ich kaum, dass die MPU daran irgendetwas ändern könnte...
Liathano
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 46
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2010 - 16:39:03    Titel:

Nur am Rande: Das ist kein realer Sachverhalt, gell? Wink Wobei es natürlich sicher ebenso rücksichtslose, gedankenlose Fahrer gibt wie hier geschildert ...


Danke jedenfalls für die Hilfe, auf die psychische Beihilfe hätt ich auch selber kommen müssen, oh je. Embarassed
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