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Examensnote so unvorhersehbar?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Examensnote so unvorhersehbar?
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 06:55:25    Titel:

ManuelD hat folgendes geschrieben:

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Scheine+Examen sehr wenig miteinander zu tun haben.


Ja, definitiv... Und ich muss zugeben, ich habe ja die Benotung immernoch verteidigt, aber ganz ehrlich... Mir hat diese ganze Scheiße die Augen geöffnet und ich nehme alles zurück, was ich gesagt habe (das ist eigentlich der größte Schock, nichtmal die Note, weil ich natürlich auch mit einer schlechten Note gerechnet habe, nur nicht mit einer so schlechten).

Wie gesagt, ich möchte nicht meine Fehler, die ich sicher gemacht haben werde, runterreden, und einige von diesen kenne ich auch. Aber dass man gleich in 7 Klausuren schlechter ist als in allen seinen jemals geschriebenen Klausuren, kann ich mir einfach nicht erklären, so oder so. Es kann nicht sein, dass ich jetzt eine schlechtere Note als Leute habe, die ihr ganzes Studium nicht wirklich gelernt haben und dann trotzdem mit ach und krach ihr Examen bestehen (und ich weiß, dass es solche Leute gibt). Da kann ich noch so viele Fehler gemacht haben etc., das wird in meinen Kopf nicht reingehen. Es ist ja nichtmal eine gute Note dabei.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 07:53:58    Titel:

Habe gerade mal rumgerechnet. Wenn ich 9 P. in der Mündlichen hätte, hätte ich im Ergebnis noch über 7 P. wegen des Schwerpunkts. Nur wie soll ich mit solchen Schriftlichen auf 9 P. geprüft werden? Andererseits sehen die Prüfer meine Vornoten, aber das wird ihnen wahrscheinlich herzlich egal sein. Mein Urlaub ist übrigens geplatzt... Wenn es kommt, dann immer so richtig dicke Wink .
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 09:03:56    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Habe gerade mal rumgerechnet. Wenn ich 9 P. in der Mündlichen hätte, hätte ich im Ergebnis noch über 7 P. wegen des Schwerpunkts. Nur wie soll ich mit solchen Schriftlichen auf 9 P. geprüft werden?

Das ist durchaus nicht unmöglich, hängt aber natürlich auch sehr von den Prüfern ab.

Ich habe schon Prüfer in der Mündlichen erlebt, die so vornotenorientiert waren, dass jemand mit einer Vorbenotung im unteren "ausreichend"-Bereich schon von vornherein kaum eine Chance hatte, in der Mündlichen in höhere Ränge vorgestoßen - ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass du solche Prüfer erwischst.

Andererseits gibt es auch (viele) Prüfer, die kaum oder gar nicht vornotenorientiert sind. Bestes Beispiel etwa die Prüfer in meiner eigenen Mündlichen des Freischusses - einer meiner Mitprüflinge hatte als Vornote genau wie du 4,1 P. und hat im Vortrag 11, im Prüfungsgespräch 9 Punkte bekommen (während gleichzeitig ein mit 8,2 P. vorbenoteter anderer Mitprüfling im Vortrag 3 und im Prüfungsgespräch 6 Punkte bekommen hat).

Ich habe also selbst aus nächster Nähe erlebt, dass es möglich ist, bei 4,1 P. in der Mündlichen noch eine ganze Menge herauszuholen, wenn man vernünftige Prüfer und selbst natürlich auch einen guten Tag erwischt hat.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 09:12:22    Titel:

Mit "Vornoten" herzlich egal meinte ich die Vornoten aus dem Studium + Schwerpunkt etc. - dass DIE wahrscheinlich herzlich egal sein werden.
Naja, letztlich ist es ohnehin egal, weil ich eh nochmal schreiben werde. Aber 7,x wäre natürlich trotzdem besser als 6,x.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 09:20:44    Titel:

Ja, ich wollte auch nur darauf hinweisen, wie unterschiedlich es die Prüfer handhaben, ob sie jemandem mit schlechten Klausuren in der Mündlichen noch eine echte Chance geben oder nicht, und dass du mit vernünftigen Prüfern durchaus noch einiges rausholen kannst.

Über die Berücksichtigung von Noten aus dem Studium kann ich keine eigenen Erfahrungssätze beitragen, weil die bei uns den Prüfern in der Regel gar nicht bekannt sind - aber wenn ich Prüfer wäre und hätte die Noten aus dem Studium vor mir liegen, würde ich sie mir zumindest mal anschauen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 09:25:15    Titel:

Naja, ich habe ja schon meine Zwischneprüfungsnote und Schwerpunktnote in Klammern im Lebenslauf erwähnt (da ich ja mal die Uni gewechselt habe, hatte ich eben erwähnt, dass ich nach der Zwischenprüfung gewechselt habe). Ich meine ja nur, ich finde es bei mir halt wirklich krass, weil ich in der Zwischenprüfung 10 P. hatte und auch in vielen Zwischenprüfungsnoten zweistellig, ebenso in den großen Scheinen. Naja, wenn ich Prüfer wäre, käme es mir natürlich auch hauptsächlich auf die Examensnoten an und wenn ich ehrlich bin, finde ich die Schriftlichen auch wesentlich wichtiger als die Mündliche, weil die darüber Aussage treffen, ob man Fälle lösen kann.

Auf jeden Fall werde ich wie geplant für meine Mündliche weiterlernen (vielleicht nicht mehr ganz so akribisch mit aktuellen Urteilen etc., denn ich sehe auch nicht ein, jetzt Tag für Tag stundenlang am Schreibtisch zu sitzen für nachher nur "leichtere Fragen", die eh nicht gut bewertet werden und für ein Zeugnis, das ich später wahrscheinlich/hoffentlich eh nicht mehr benutzen werde, denn viel schlechter kann man im Verbesserungsversuch ja nicht mehr abschneiden außer Durchfallen Laughing ).
braunschweiger22
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Anmeldungsdatum: 16.02.2007
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 11:26:41    Titel: get mad and then get over it ! - die nächste Prüfung klappt

Hallo Marina,

möglicherweise sind wir uns in Mainz mal über den Weg gelaufen, genau weiss ich es nicht, aber Deine Postings und Arbeit als Moderator in diesem Forum habe ich immer sehr geschätzt.

Zwar haben mich Deine Prüfungsresultate überrascht, allerdings ist die Erkenntnis, daß juristische Prüfungen unkalkulierbar sind, nicht gerade neu. Weshalb das System so undurchschaubar ist, habe ich bislang auch nicht verstanden.

Ich habe (durchaus erfolgreiche) Examenserfahrungen in Wirtschaftswissenschaften, im Gegensatz zu Jura wusste ich in allen Examensprüfungen (vorher gab es ja kaum Prüfungen) sehr genau, daß ich bestehen würde und auch ungefähr wie. Dies ist leider in Jura nach meinen Erfahrungen nie der Fall. Der Spruch dass man auf See und vor Gericht in Gottes Hand ist, läßt sich durchaus auch auf die Prüfungen ausweiten, zumindest zum Teil!

Als ich anfing aus Interesse nebenberuflich Jura zu studieren, wurde ich schon bei den ersten Klausuren auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir wurde klar, daß hier ein anderer Wind weht. Nun ja, im Laufe der Jahre gewöhnt sich dran, mit dem unkalkulierbaren zu kalkulieren, Rückschläge zu ertragen und daraus zu lernen.

Deinen zahlreichen Beiträge belegen, daß Jura ganz offensichtlich Dein Ding ist, ich würde an dieser Tatsache nicht zweifeln und den Weg weitergehen. Auch wenn er etwas länger und steiniger ist als gedacht.

Die Idee Rechtspfleger zu werden und sich mit der Second-best Lösung zufrieden zu geben ist mit Verlaub gesagt Blödsinn. Man darf durch solitäre Katastrophen doch nicht alles infrage stellen !

Meine Erfahrungen aus Studium und Praxis sagen, daß jemand der so wie Du für etwas brennt und sich auch noch nebenbei engagiert, langfristig immer Erfolg haben wird.

Colin Powell hat die folgenden Weisheiten geäußert:

It ain´t bad as you think, it will look better in the morning !

und

Get mad, then get over it !

Ich denke einen besseren Rat kann man nicht geben. Viel Glück für die nächste Prüfung!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 11:37:04    Titel:

Was soll ich dazu sagen... Vielen Dank! Very Happy Macht auf jeden Fall wieder Mut...
Tja, bei mir war es - leider, muss ich jetzt sagen - aber im Studium nie so, dass mich irgendwelche Noten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben. Ich habe im Studium eigentlich von Beginn des 1. Semesters an alle Klausuren mit soliden Noten bestanden (natürlich waren auch mal 4,5,6 Punkte dabei, aber da wusste ich es in der Regel immer sofort - ok, eine einzige Strafrechtsklausur hat mich auch mal überrascht, aber das war es, und heute weiß ich auch, dass das an Straßenverkehrsdelikten lag, die ich damals noch nicht konnte und nicht wusste, wie problematisch die sind Smile ). Aber gut, das Erwachen kommt scheinbar bei jedem, bei den einen früher, bei den anderen erst im Examen... Aber jetzt weiß ich Bescheid, da habt ihr Recht.

Danke auch @ Bernie (hab dir aber auch ne PN geschrieben) Wink .
NoName22
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Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2010 - 00:25:31    Titel:

ZITATBEGINN "ich dachte vor dem Examen ja eh, ach, Freiversuch, bin nicht gut vorbereitet (fühlte mich nicht gut, weißt du ja aus diversen Beiträgen), wird nix." ZITATENDE

Ich bin überhaupt nicht in der Position, Dir irgendwelche Ratschläge zu geben, weil ich mich selbst noch in der Examensvorbereitung befinde. Deswegen hat mich allerdings auch Dein Thread interessiert und da bin ich beim Durchlesen auf die oben genannte Zwischenbemerkung gestoßen, die bislang wohl unbeachtet blieb.

Wie intensiv hast Du Dich denn genau auf das Examen vorbereitet?

Vielleicht solltest Du einmal hier ansetzen. Je nach dem, wie diese Antwort jetzt ausfällt, kannst Du die 4,1 Punkte vielmehr als Erfolg verbuchen, denn Du hast das 1. juristische Staatsexamen bestanden, bei dem in die Regel 30 - 40 Prozent durchfallen. Und die nächsten 20 - 30 Prozent landen genau in Deiner Notengruppe. Und unter Umständen hat sich ein Großteil dieser Leute noch (viel) aufwändiger auf das Examen vorbereitet als Du.

Da dieser Aspekt bisher noch nicht so richtig aufgegriffen wurde und auch Du - jedenfalls was Deine Posts angeht - Dich damit noch nicht so richtig auseinandergesetzt zu haben scheinst, erlaube ich mir diesen Post und hoffe, dadurch Deine Verarbeitung des Ergebnisses und Deine Vorbereitungen auf den (nach dem obigen Zitat) "echten" Examensantritt zu bereichern. Dieser steht Dir nämlich eigentlich noch bevor.

Und dafür heißt es jetzt - wie bei mir - lernen, lernen, lernen!

Du bist doch auf dem richtigen Weg!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2010 - 06:58:07    Titel:

Da hast du sicher Recht. Und natürlich frage ich mich jetzt auch die ganze Zeit, was ich falsch gemacht habe. In meiner Examensvorbereitung ist auch einiges falsch gelaufen. Aber alles in allem muss ich sagen, dass ich immer noch zu den Punkt komme, dass ich nicht verstehe, wieso ich aufeinmal in 7 Klausuren so schlecht abgeschnitten habe (denn ich habe nicht zum ersten Mal Klausuren geschrieben) und - wie gesagt - auch einige Klausuren dabei sind, in denen ich meine Punkte nach wie vor überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Aber mir ist schon klar, dass was falsch gemacht haben muss und langsam kommt auch das Gefühl, dass ich versagt hab. Sorry, aber wenn ihr in so eine unerwartete Situation kommt, dann würde dieses Gefühl jeder bekommen und das ist jetzt echt bitter. Fällt schwer, sich noch zu irgendwas aufzuraffen.

Und wie ich schon in einem anderen Forum schrieb: Im Nachhinein würde ich sagen, die Examensklausren haben mir Spaß gemacht. Von daher: echt HERB.
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