Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Hausarbeit Strafrecht AT
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit Strafrecht AT
 
Autor Nachricht
Jurastudentin09
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.07.2010
Beiträge: 6
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2010 - 14:10:16    Titel: Hausarbeit Strafrecht AT

Hier der Sachverhalt der Hausarbeit:

Geschäftsmann G will seinen ärgsten Konkurrenten (K), mit dem er seit längerem in erbittertem
Streit liegt, aus dem Weg räumen. Um sich nicht selbst die Finger schmutzig zu
machen, wendet er sich an R, von dessen Skrupellosigkeit er weiß. Er behauptet, K habe
stets große Mengen Bargeld im Haus und sei daher ein lohnendes Opfer für einen Überfall.
Als R sich interessiert zeigt, empfiehlt G ihm, den K zunächst „ruhig zu stellen“, und
übergibt ihm zu diesem Zweck eine Karaffe Wein, die er dem K unter einem Vorwand
überreichen soll; sie enthalte, so G, ein präzise dosiertes Schlafmittel, das den K für einige
Stunden außer Gefecht setze und das ungestörte Durchsuchen des Hauses ermögliche.
Tatsächlich ist der Wein mit einem tödlichen Gift versetzt. Alle weiteren Einzelheiten
der Tatausführung bleiben R überlassen, mit dem G keinen weiteren Kontakt hält.
Einige Tage später macht sich R auf den Weg zu K. Er will ihm zum Schein ein für K
sehr lukratives Geschäft vorschlagen und ihm auf den Geschäftsabschluss hin den Wein
anbieten. Allerdings trifft er K nicht an. Enttäuscht kehrt er nach Hause zurück und stellt
die Karaffe auf den Küchentisch, um tags darauf einen neuen Anlauf bei K zu unternehmen.
Am Abend besucht ihn überraschend sein Freund F, der – wie R weiß – ein ernstes
Alkoholproblem hat. Ohne an die herumstehende Karaffe zu denken, geht R wenig später
Zigaretten holen. Währenddessen macht sich F gierig über den Wein her.
Als R zurückkommt, findet er die leere Karaffe und den leblos auf dem Küchenfußboden
liegenden F. Er glaubt, das in der Karaffe enthaltene Schlafmittel wirke und F werde von
allein wieder aufwachen, und kümmert sich deshalb nicht um ihn. Tatsächlich ist F aufgrund
der Vergiftung bereits bewusstlos und hätte nur durch sofortiges Eingreifen eines
Notarztes gerettet werden können. Am anderen Morgen stellt R entsetzt fest, dass F
schon seit Stunden tot ist.
Wie ist die Strafbarkeit von G und R zu beurteilen?

Ich bin gerade ziemlich durcheinander. Vielleicht kann mir jemand einen guten Tipp geben?
hani125
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2010 - 16:45:15    Titel:

Ja nicht ganz einfach ... es empfiehlt sich strukturiert zu arbeiten.

Ich würde auf jeden Fall erstmal vollständig die Strafbarkeit des R erötern.
(Erst wenn diese vollständig geklärt ist, würde ich mich mit G befassen)

Bei R erscheinen verschiedene Handlungen prüfungswürdig ...

- macht sich R auf den Weg zu K
Unmittelbares Ansetzen zum Totschlag, Raub, Diebstahl?

- Die Annahme der Kaffeekanne
Strafbarkeit nach §30?

- stellt die Karaffe auf den Küchentisch
Totschlag durch aktives Tun (Setzung einer Gefahrenquelle; greift wohl mangels Vorsatzes nicht durch, aber man könnte es ansprechen)

- glaubt, das in der Karaffe enthaltene Schlafmittel wirke und F werde von allein wieder aufwachen, und kümmert sich deshalb nicht um ihn
Totschlag durch Unterlassen?
Fahrlässige Tötung?



Wenn du den R abgehandelt hast, prüfst du G.

Am besten zunächst erstmal in Hinblick auf Teilnahme an den durch R tatsächlich begangenen vorsätzlichen und rechtswidrigen Taten.

Bei G stellt sich dann die Frage nach der (Versuchs-) Strafbarkeit in mittelbarer Täterschaft im Hinblick auf Mord/Totschlag.

(Relevant auch die Fragte, wann fängt der Versuch für den mittelbaren Täter an.)

Wenn mittelbare Täterschaft ausscheidet, könnte G trotzdem strafrechtlich noch anders für den Tod des Opfers verantwortlich sein.

Gleichzeit könnte er Anstifter zu einem Raub (oder Diebstahl) sein.




Naja .. geh halt strukturiert vor ... für G wirst du wahrscheinlich mehr Zeit brauchen als für K. Das müßte man bei der Zeiteinteilung etwas mitbeachten.
EinHeinzelmännchen
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 97
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2010 - 19:01:46    Titel:

Finde ich schlecht vom Aufbau her. Die Karaffe auf dem Tisch prüfe ich am Ende. Sonst ist die mittelb. Täterschaft/Anstiftung abgeschnitten.

Achja Rest per PN, grüße aus J. Wink
Jurastudentin09
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.07.2010
Beiträge: 6
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 18:06:15    Titel:

Danke schonmal fürs antworten.

Naja...meine rster Gedanke war:
in Bezug auf R und F

Totschlag durch Unterlassen (-) ?
fahrlässige Tötung durch Unterlassen (+) (-)?
fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassen ?
unterlassene Hilfeleistung?

Mein großes Problem ist zurzeit, ob R eine Garantenstellung innehat. Weil wenn nicht, würde ich ja vieles schon verneinen können.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit Strafrecht AT
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum