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TU9 führen Diplom wieder ein!
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emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2010 - 22:27:36    Titel:

chinantek hat folgendes geschrieben:
innerhalb der EU sind die regel recht gleich- dh die Vorgaben! deshalb ja auch ECTS!

vergleichen wir mal anhand der Ingenieurwissenschaften den Bachelor aus UK und DE

mir spontan einfallende Unterschiede:
* Im deutschem Bachelor zählt jede Note, im englischen das erste Jahr überhaupt nicht
* englischer Master ist einjährig und Teil des Erststudiums, keine Bewerbung, etc. nötig. Für Leute die von Anfang an den Master anvisieren entfällt auch die Bachelorarbeit.
* Die wenigsten Studenten beklagen sich über Überfrachtung des Stundenplanes - im Gegenteil: meist ist noch zeit für extracuriculäres und sportliches

alles Punkte die wohl Bologna nicht wiedersprechen, in DE aber quasi nirgends anzutreffen sind.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2010 - 22:37:19    Titel:

emoguy hat folgendes geschrieben:
chinantek hat folgendes geschrieben:
innerhalb der EU sind die regel recht gleich- dh die Vorgaben! deshalb ja auch ECTS!

vergleichen wir mal anhand der Ingenieurwissenschaften den Bachelor aus UK und DE

mir spontan einfallende Unterschiede:
* Im deutschem Bachelor zählt jede Note, im englischen das erste Jahr überhaupt nicht
* englischer Master ist einjährig und Teil des Erststudiums, keine Bewerbung, etc. nötig. Für Leute die von Anfang an den Master anvisieren entfällt auch die Bachelorarbeit.
* Die wenigsten Studenten beklagen sich über Überfrachtung des Stundenplanes - im Gegenteil: meist ist noch zeit für extracuriculäres und sportliches

alles Punkte die wohl Bologna nicht wiedersprechen, in DE aber quasi nirgends anzutreffen sind.


Weil Bologna hier schlecht umgesetzt wird. Hier war man von Anfang an darauf aus, Gelder zu sparen bzw. zu kürzen. Hier will man die Leute schnell durch das Studium treiben. Es ging nicht darum, die Qualität der Lehre zu verbessern.
chinantek
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Anmeldungsdatum: 27.04.2008
Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2010 - 22:40:38    Titel:

* Im deutschem Bachelor zählt jede Note, im englischen das erste Jahr überhaupt nicht

:-> hier im Forum findest du auch Bericht das bei einigen die noten des Grundstudiums nicht zählen etc. (also von der PO abhänig!)

:->einjährige Master sind hier auch möglich

und übrigens die Bachelor zusammenstellungen in Lüneburg mit Minor und Major zeigen - da auch in dt. andere Konzepte Möglich sind!

Nur weil dt. Hochschulen ihre Spielräume nicht nutzen bzw ihre alten Struckturen beibahlten wollen heißt das nicht, dass nicht auch andere Möglichkeiten hier bestehen würden.

(und zumindest Hochschulsport dürfte an jeder hinterhof FH in deutschland üblich sein;D)
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2010 - 23:57:34    Titel:

Joah... Wie ich schon desöfteren sagte...

Die Universitäten könnten... aber sie wollen nicht...

Da steckt natürlich System hinter. Indem die Bachelor/Master-Reform völlig verhunzt umgesetzt wird, generiert man natürlich perfekte Gründe dafür, endlich wieder zum alten Diplom zurückzukehren...

Interessant finde ich dabei vor Allem, dass sich die Universitäten einen Dreck um die Absolventen scheren, die bei diesem Streik auf der Strecke bleiben... nämlich die, die heute ihren Bachelor machen...

Wo die Universitäten doch immer so betonen, dass Ihnen sooooo an ihren Absolventen gelegen ist... und dass man deswegen schleunigst wieder Diplome vergeben sollte...

Das ist ungefähr so, als würde Regierung vorschreiben zukünftig nur noch energiesparende Häuser zu bauen (sinnvoll), mir dabei große Spielräume in der Umsetzung lassen (vom Niedrigverbrauchshaus bis Aktivhaus ist alles in Ordnung) und ich dann trotzdem ungedämmte Backsteinhäuser baue... und dann auch noch die Frechheit besitze zu behaupten, die Reform würde nichts bringen bzw. sie sei Schwachsinn. Denn meine Häuser stehen ja auch... Außerdem wurde in Deutschland schon vor 100 Jahren ohne Dämmung gebaut... Warum soll das schlecht sein?
Katharsis
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Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 00:03:24    Titel:

Ich kann die Probleme bisher nicht so wirklich verstehen.
Was früher das FH-Diplom war, ist jetzt der Bachelor Abschluss von Uni bzw. FH.
Was früher das Uni-Diplom war, ist jetzt der Master.
Hat doch, im groben ausgedrückt, nur eine Verschiebung stattgefunden.
Stellen, welche eher für FH Leute ausgerichtet waren, werden künftig von den Bachelorabsolventen besetzt. Wieso sollte dieser Abschluss dann ein Abschluss für Studienabbrecher sein? Nur, weil die Möglichkeit besteht, dass man einen Master draufsetzen kann? Von der Qualität her entspricht ja der Bachelor in etwa dem FH-Diplom und das wurde doch jetzt auch nicht als minderwertiger Abschluss angesehen. Wie gesagt, für FH Studenten gibt es jetzt die Möglichkeit sich mit dem Master noch mehr mit ihren Studienfächern zu beschäftigen und für die Uni Leute die Möglichkeit, die Stoffbreite eher auf FH-Diplom runterzuschrauben.
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 08:17:34    Titel:

Katharsis hat folgendes geschrieben:
Ich kann die Probleme bisher nicht so wirklich verstehen.
Was früher das FH-Diplom war, ist jetzt der Bachelor Abschluss von Uni bzw. FH.

das mag von der Studienzeit hinkommen, aber nciht vom Inhalt. Im Uni-Bachelor werden theoretische Grundlagen (beim Physiker z.B. Mathematik I-IV, theoretische Mechanik / Elektrodynamik / Quantenmechanik) gelehrt, aber die Veranstaltungen die darauf aufbauen kommen größtenteils erst im Master. Und nur mit dem theoretischen Wissen wie man die Schrödingergleichung herleitet bin ich mitnichten berufsqualifiziert.
TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 09:34:08    Titel:

Die Diskussion bzgl. der zu geringen Studienzeit des Bachelors kann ich absolut nicht nachvollziehen. Das Standardargument lautet ja immer der Bachelor sei nicht umfassend genug um berufsqualifizierend zu sein.
In Bayern beispielsweise haben wir die paradoxe Situation, dass das ein FH-Studium eine längere Regelstudienzeit aufweist als ein Uni-Studium. Der Bachelor umfasst hier nämlich in der Regel 180 ECTS bzw. 6 Semester an der Uni, wohingegen es an einer FH meist 7 Semester und 210 ECTS sind.
Wenn den Unis die 6 Semester zu kurz sind, KÖNNTEN sie leicht auch ihr Bachelor-Studium auf 7 oder 8 Semester auslegen und den Master dann eben auf entsprechend 2 oder 3 Semester. Aber das WOLLEN sie nicht, denn dann wäre ja der Master wieder zu kurz Rolling Eyes. Es gibt eigentlich nur ein Wort für deren Zustand: Schizophrenie.

Wenn für einen Chemiker oder einen Physiker 6 Semester zu wenig sind für den 1. Abschluss, wäre es kein Problem in diesem Fall auf einen Bachelor mit 240 ECTS umzustellen. Ich sehe nichts an Bologna, was das verbieten würde. Bei Studiengängen wie Physik mit sehr hohen Abbrecherquoten sehe ich eigentlich gar kein Problem in Hinblick auf ausreichend Master-Plätze. Es kommen eh nur wenige durch den Bachelor, daher ist es auch kein Problem dann den überwiegenden Teil in den Master zu übernehmen.
Bei anderen unproblematischen Studiengängen könnte man dann individuell entscheiden, ob 180 ECTS oder 210 ECTS für den Bachelor sinnvoll sind. Man sollte das dann bundesweit (besser europaweit, wobei das wohl zur Zeit noch utopisch erscheint) für alle Hochschulen einheitlich festlegen.
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 09:53:29    Titel:

naja, in der Physik läuft es i.d.R. folgendermaßen:

Bachelor:
1 -5 Semester: Grundlagen
6. Semester: Vertiefungfach & BA-Arbeit

Master:
1 - 2. Semester: Vertiefungsfächer
3. - 4. Semester: Master-Thesis

Damit ist im Prinzip die Trennung genau an der einzigen Stelle gesetzt, wo man noch ohne große Probleme einen Uni Wechsel hinbekommen kann. Wäre der Bachelor 7/8 Semester, würde der Master ja nur noch aus der Arbeit bestehen und man könnte ihn gleich abschaffen und direkt Promovieren.
TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 10:14:22    Titel:

Zitat:
Damit ist im Prinzip die Trennung genau an der einzigen Stelle gesetzt, wo man noch ohne große Probleme einen Uni Wechsel hinbekommen kann. Wäre der Bachelor 7/8 Semester, würde der Master ja nur noch aus der Arbeit bestehen und man könnte ihn gleich abschaffen und direkt Promovieren.


Es sollte doch auch möglich sein eine Masterarbeit in 6 Monaten hinzubekommen. Dann wären noch 1-2 Semester für Vertiefungsfächer. Das du dann nicht auf dem Stand eines Diploms ist sollte klar sein und bestreitet auch niemand. Aber der Abschluss kann damit auf jeden Fall das Prädikat "berufsqualifizierend" bekommen.

Im Endeffekt musst du dich immer entscheiden: Willst du in den Bachelor nur die Grundlagen reinpacken oder auch schon eine Spezialisierung ermöglichen. Man sollte halt von Fach zu Fach entscheiden was sinnvoll ist. Das man nicht immer ein optimale Lösung finden kann sollte klar sein, aber auch auch das alte Diplom war sicher nicht das gelbe vom Ei. So kann man zumindest die Vorteile des neuen Ba/Ma Systems hevorheben, die dann dessen Nachteile doch überwiegen sollten.
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:37:21    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Es sollte doch auch möglich sein eine Masterarbeit in 6 Monaten hinzubekommen.

Nein, das ist (in manchen Fächern, z.B. Physik) nicht möglich, wenn der Masterabschluss auch nur annähernd dem Diplom entsprechen und ausreichend für eine Promotion vorbereiten soll. Wenn man die Thesis kürzer macht entwertet man den Master auf (das jetzige) Bachelor-/FH-Diplom-Niveau. Dann wäre selbst der Master nicht mehr berufsqualifizierend.
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