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TU9 führen Diplom wieder ein!
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TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 10:58:37    Titel:

Zitat:
Nein, das ist (in manchen Fächern, z.B. Physik) nicht möglich, wenn der Masterabschluss auch nur annähernd dem Diplom entsprechen und ausreichend für eine Promotion vorbereiten soll.


Die Masterarbeit sollte doch eigentlich vorwiegend methodisch und weniger inhaltlich auf eine Promotion vorbereiten. Die Promotion umfasst doch in der Regel 4-5 Jahre, was machen da inhaltlich bitte eine Differenz von 3 oder 4 Monaten bei der Masterarbeit aus.
Und wenn bei manchen Themen die reguläre Bearbeitungszeit nicht ausreicht und schon von im Vorraus auf die Promotion abgezielt wird, könnte man aus den 6 Monaten auch noch 8 oder 9 Monate im Extremfall für manchen Absolventen machen (Ich habe selber 7 Monate an meiner Thesis gearbeitet). Dann überschreitet man eben mal die Regelstudienzeit. Das ist ja nicht vorboten und war ja beim Diplom sogar eher die Regel.

Zitat:
Wenn man die Thesis kürzer macht entwertet man den Master auf (das jetzige) Bachelor-/FH-Diplom-Niveau.


Man stuft den Master auf den Bachelor herunter, weil die Dauer für die Thesis reduziert wird?? Ja, schon klar...

Ich will nicht jedes Fach im Detail durch diskutieren, der Grundtenor sollte aber sein: Es lässt sich auch mit Bachelor/Master jedes Fach gut studieren. Wenn man WOLLTE könnte man nämlich auch dieses System sinnvoll umsetzen, von den Naturwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Mehr noch, man könnte die Umstellung sogar als Chance sehen endlich Altlasten über Bord werfen zu können und eine Reform durchzuführen. Aber das will man ganz offensichtlich nicht, sondern lieber den guten alten Traditionen nachjammern. Nur ja keinen Schritt vorwärts machen. Und die Betonköpfe die dort dahinter stehen sollten eigentlich die geistige Elite unseres Landes darstellen. Armes Deutschland...
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:25:03    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:

Es sollte doch auch möglich sein eine Masterarbeit in 6 Monaten hinzubekommen.

also in der MAster/Diplomarbeit läuft es bei mir am Lehrstuhl meist so ab, dass man sich erstmal mind. 1-2 Monate in das Thema einarbeitet und sich überlegt wie man die Experimente aufbaut. Dann kann man erst Messzeit an einem Teilchenbeschleuniger (z.B. Bessy in Berlin, oder SLAC in Palo Alto) beantragen, hoffentlich schnell ein Slot kriegt, reist dort hin, macht die Messungen anschließend werden die Messungen ausgewertet und neben dem Zuammenschreiben in der Thesis in Form eines Research Posters dargestellt. Mag sein, dass du sowas auch in 6 Monaten locker hinkriegst, aber die meisten bei uns kommen mit 12 Monaten gerade mal so eben aus.

Klar kann man auch einfach die Masterarbeit auf 6 Monate kürzen, den Studenten deutlich einfachere & weniger aufwendige Themen geben und für die schwierigeren Aufgaben stellt man jedem Professor 2 promovierte Mitarbeiter zur Besoldungsstufe A14 zur Verfügung. Der Student profitiert dann davon, dass er ohne Promotion nie mehr behaupten kann, sein Master würde dem ehemaligen Diplom entsprechen.


Zuletzt bearbeitet von emoguy am 04 Aug 2010 - 11:28:51, insgesamt 2-mal bearbeitet
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:27:13    Titel:

chinantek hat folgendes geschrieben:


:->einjährige Master sind hier auch möglich



(und zumindest Hochschulsport dürfte an jeder hinterhof FH in deutschland üblich sein;D)


Ja, wenn der Bachelor 4 Jahre ging und der Student die 300 ECTS erreicht.
30 ECTS = 1 Semester... in den Niederlanden und anderen Ländern kann man den Master aber mit 240 ECTS erreichen.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:36:38    Titel:

emoguy hat folgendes geschrieben:
TK1985 hat folgendes geschrieben:

Es sollte doch auch möglich sein eine Masterarbeit in 6 Monaten hinzubekommen.

also in der MAster/Diplomarbeit läuft es bei mir am Lehrstuhl meist so ab, dass man sich erstmal mind. 1-2 Monate in das Thema einarbeitet und sich überlegt wie man die Experimente aufbaut. Dann kann man erst Messzeit an einem Teilchenbeschleuniger (z.B. Bessy in Berlin, oder SLAC in Palo Alto) beantragen, hoffentlich schnell ein Slot kriegt, reist dort hin, macht die Messungen anschließend werden die Messungen ausgewertet und neben dem Zuammenschreiben in der Thesis in Form eines Research Posters dargestellt. Mag sein, dass du sowas auch in 6 Monaten locker hinkriegst, aber die meisten bei uns kommen mit 12 Monaten gerade mal so eben aus.

Klar kann man auch einfach die Masterarbeit auf 6 Monate kürzen, den Studenten deutlich einfachere & weniger aufwendige Themen geben und für die schwierigeren Aufgaben stellt man jedem Professor 2 promovierte Mitarbeiter zur Besoldungsstufe A14 zur Verfügung. Der Student profitiert dann davon, dass er ohne Promotion nie mehr behaupten kann, sein Master würde dem ehemaligen Diplom entsprechen.


Weil du ein anderes Fach studierst. Da macht so eine einjährige Thesis eben Sinn. Der Bachelor ist auch in einigen Bereichen sinnvoll. In anderen hingegen nicht. Das ist auch ein Grund warum dieser Abschluss nicht ernst genommen wird. Man sollte ihn nur vergeben wenn er tatsächlich berufsqualifizierend ist (und damit meine ich nicht nur theoretisch, die Leute müssen eine echte Chance haben was zu finden).

Auch sollte man den Spielraum von Bologna ausnutzen und öfters mal 8 Semester im Bachelor anbieten. Das macht dann den Master relativ uninteressant, deshalb wird das auch selten gemacht.
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:50:17    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Und wenn bei manchen Themen die reguläre Bearbeitungszeit nicht ausreicht und schon von im Vorraus auf die Promotion abgezielt wird, könnte man aus den 6 Monaten auch noch 8 oder 9 Monate im Extremfall für manchen Absolventen machen (Ich habe selber 7 Monate an meiner Thesis gearbeitet). Dann überschreitet man eben mal die Regelstudienzeit. Das ist ja nicht vorboten und war ja beim Diplom sogar eher die Regel.

Es geht nicht um manche Arbeiten. Nahezu alle Arbeiten erfordern bedürfen mehr als 9 Monate.

Eine Verlängerung der Bearbeitungszeit ist meist nur bei wenigen Ausnahmen und auch nur geringfügig möglich (genau so wie beim Diplom).
Mister_X
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Anmeldungsdatum: 19.04.2009
Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 11:55:16    Titel:

Zitat:
Auch sollte man den Spielraum von Bologna ausnutzen und öfters mal 8 Semester im Bachelor anbieten. Das macht dann den Master relativ uninteressant, deshalb wird das auch selten gemacht.


Ganz genau. Würde man in den Naturwissenschaften 4-jährige Bachelor, wie die MSci in UK, anbieten, wäre das für den Großteil der Absolventen völlig ausreichend.
Die Unis könnten stark wissenschaftlich orientierte Master anbieten und gut ist.
Das dieses nicht gemacht wird, besonders in Nawis, liegt an der extremen Forschungsorientierung deutscher Unis.
Wir sind nicht mehr in den 60er wo nur ein Bruchteil der Leute studiert hat und daher fast alle Absolventen eigentlich für den Wissenschaftsapparat gebraucht wurden.
Aber deutsche Unis sind immer noch der Auffassung, dass es reicht die Leute ausschließlich wissenschaftlich vorzubereiten.
Aber ein Großteil der Absolventen wird dies nie brauchen.
Mich persönlich stört dieses wenig, eher im Gegentail, da ich in Deutschland eine akademische Ausbildung erster Güte bekomme und ich die akademische Karriere anstrebe.
Aber das trifft einfach nicht für den Großteil der Absolventen zu.
Es wäre sehr viel zeitgemäßer mal den Fokus deutlich in Richtung Lehre zu verschieben und dafür eine Fokussierung auf einige Spitzenunis für die Forschung zu verschieben.
Dann hat man eine solide und nützliche Ausbildung für die Masse und eine Topausbildung für die Forschung für wenige, die dann aber international konkurrenzfähig ist.
Heute haben wir leider immernoch ein weitgehend egalitäres Bild (zumindestens in Nawis), was keinem wirklich hilft.
Der Abschluss wäre zwar kein Diplom wie früher mehr, aber ist das wirklich nötig?
TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 12:19:38    Titel:

Zitat:
also in der MAster/Diplomarbeit läuft es bei mir am Lehrstuhl meist so ab, dass man sich erstmal mind. 1-2 Monate in das Thema einarbeitet und sich überlegt wie man die Experimente aufbaut.


Ja, so eine Einarbeitung ist sicher normal. Ich habe das auch gemacht und zwar in den Semesterferien, bevor ich mit der Arbeit begonnen habe. Würde ich das noch dazu rechnen, hätte ich für die gesamte Masterarbeit in Informatik ca. 8-9 Monate gebraucht.

Ich behaupte nicht, dass ich ein Patentrezept für eine optimale Reform habe. Aber wenn sich einige hoffentlich kluge Köpfe zusammensetzen muss es einfach möglich 10 Semester Diplom sinnvoll auf 10 Semester Bachelor/Master zu übertragen, so dass der Master das Diplom ersetzen kann und auch der Bachelor berufsqualifizierend ist. Wir sind schon zum Mond gereist, da kann es daran doch nicht scheitern!
Katharsis
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Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 12:31:41    Titel:

emoguy hat folgendes geschrieben:
Katharsis hat folgendes geschrieben:
Ich kann die Probleme bisher nicht so wirklich verstehen.
Was früher das FH-Diplom war, ist jetzt der Bachelor Abschluss von Uni bzw. FH.

das mag von der Studienzeit hinkommen, aber nciht vom Inhalt. Im Uni-Bachelor werden theoretische Grundlagen (beim Physiker z.B. Mathematik I-IV, theoretische Mechanik / Elektrodynamik / Quantenmechanik) gelehrt, aber die Veranstaltungen die darauf aufbauen kommen größtenteils erst im Master. Und nur mit dem theoretischen Wissen wie man die Schrödingergleichung herleitet bin ich mitnichten berufsqualifiziert.


Da hast du sicherlich Recht.
Man müsste versuchen, den Inhalt des Diplomstudiums besser auf Bachelor/Master aufzuteilen. Und da kann ich TK1985 nur Recht geben:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Aber wenn sich einige hoffentlich kluge Köpfe zusammensetzen muss es einfach möglich 10 Semester Diplom sinnvoll auf 10 Semester Bachelor/Master zu übertragen, so dass der Master das Diplom ersetzen kann und auch der Bachelor berufsqualifizierend ist. Wir sind schon zum Mond gereist, da kann es daran doch nicht scheitern!
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 12:36:55    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
10 Semester Diplom sinnvoll auf 10 Semester Bachelor/Master zu übertragen, so dass der Master das Diplom ersetzen kann und auch der Bachelor berufsqualifizierend ist. Wir sind schon zum Mond gereist, da kann es daran doch nicht scheitern!


Das ist doch schon jetzt nicht das große Problem. Der Master ist doch wie das Diplom. Das Problem ist der Bachelor, der ist oft zu flach und muss dringend reformiert werden.
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2010 - 12:52:34    Titel:

naja, das klügste wäre es wohl wirklich den Bachelor in den von mir propagierten Fächern wie Physik auf 8 Semester auszudehnen, als Abschlussarbeit irgendein Mittelding aus Bachelor und Master-Thesis anzubieten und den Master abzuschaffen. Dann würden die Absolventen ausreichend für nicht-wissenschaftliche Tätigkeiten in Consulting, Management, Halbleiterindustrie, etc. qualifiziert sein und diejenigen die eine wissenschaftliche Ausbildung anstreben, fangen direkt mit nach dem Bachelor die Doktorarbeit an (momentan liegt die Promotionsquote in der Physik bei etwa 50%, in der Chemie sicher bei etwa 90%).
Einen unproblematischen Uniwechsel wie früher nach dem Vordiplom kann man den Studenten dann nach dem 4. Semester anbieten und im Endeffekt dürften alle glücklich sein.
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