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Frage zur Schuldrecht HA für Anfänger
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Kirilow
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2010 - 19:56:11    Titel: Frage zur Schuldrecht HA für Anfänger

hey leute,

ich habe eine Frage bezüglich meiner Anfängerhausarbeit in Schuldrecht.

Es geht darum, dass A eine Sache dem B verkauft und geliefert hat. Diese Sache enthielt von Anfang an einen behebbaren Sachmangel. Als die Parteien gerade darüber diskutierten, wer denn für die Reparatur einzustehen hat, hat der ursprünglich behebbare Mangel dazu geführt, dass die Sache irreparabel beschädigt wurde. Bevor die Sache irreversibel beschädigt wurde, hat B schon Nacherfüllung in Form der Nachbesserung verlangt.

B verlangt nun Schadensersatz für die beschädigte Sache und die Mehrkosten, die ihm dadruch entstanden sind, dass er die Sache woanders teurer kaufen musste.

Meine Frage nun: Was ist die richtige Anspruchgrundlage?

In Betracht kommen für mich zum einen der Anspruch aus §§280 I, III, 281 wegen nicht wie geschuldet erbrachter Leistung und zum anderen
§§280 I, III, 283 wegen Unmöglichkeit der Leistung.

Wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte. Befinde mich diesbezüglich nämlich total auf dem Schlauch!

Danke im Voraus
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2010 - 20:31:29    Titel:

die frage ist, was genau geschuldet ist
nur mangelfreie lieferung?
nur nachbesserung?
nachbesserung oder nachlieferung?

ersteres scheidet wegen gefahrübergangs aus

bei 2. oder 3. kommt es drauf an, ob es sich bei der entscheidung für eine nacherfüllungsvariante um eine elektive konkurrenz oder eine wahlschuld handelt

bei letzterem wäre vorliegend nur die nachbesserung geschuldet, die aber unmöglich wäre, sodass 283 einschlägig wäre

sagt man es ist eine elektive konkurrenz, so kann (und muss) der käufer grundsätzlich (außer 439 III etc) die nachlieferung verlangen

h.m. ist soweit ich mich errinere die elektive konkurrenz
der käufer ist also nicht an eine einmal getroffene wahl gebunden, grenze: 242

eine bindung im sinne einer wahlschuld erscheint mir im gegensatz zum verweis auf die mögliche andere art der nacherfüllung auch nicht sachgerecht; die interessen des verkäufers kann man hinreichend über 242 wahren

daher wäre 281 einschlägig und zunächst müsste eine frist erfolglos abgelaufen sein
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