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Hausarbeit für Anfänger Strafrecht Uni Augsburg
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hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2010 - 15:29:19    Titel:

hmm ... glaub, darauf würd' ich noch nicht mal eingehen.

Das Problem beim Sammelgaragenfall war - soweit ich mich entsinne (!) - inwiefern eine Dritte Person für den letztendlich Geschädigten verfügen kann.
Da dort diese dritte Person keine objektive Befugnis zur Weitergabe der Autoschlüssel hatte, vertrat der BGH, dass auch eine Person, die sozsagen "im Lager" des Beeinträchtigten steht, ggfls. für diesen verfügen kann.
Damit konnte dann Betrug angenommen werden.


So wie der Sachverhalt hier steht (!), hat aber weder A, noch B überhaupt eine nähere Beziehung zum Fahrradeigentümer. Der B nimmt einfach nur das Fahrrad weg. Und der Eigentümer weiß davon nichts; auch kennen sich er und B nicht näher. Eine Betrugskonstellation liegt daher fern. (Soweit ich das überblicke, stehen die Chancen eher dahin, dass de als Randbemerkung ein 'abwegig' (dafür gibt's dann sozusagen Minuspunkte Wink ) riskierst. Ist wohl besser, man bleibt erstmal bei der Prüfung von naheliegenden Tatbeständen. )
LawStudent09
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Anmeldungsdatum: 09.08.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2010 - 18:43:42    Titel:

hm... kann gut möglich sein, dass es etwas überflüssig ist.

dann mach ich einfach mal mit den offensichtlichen Prüfungspunkten weiter. Smile
LawStudent09
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Anmeldungsdatum: 09.08.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2010 - 16:26:48    Titel:

Bin gerade dabei, eine Sachbeschädigung zu prüfen, weiß aber nicht, ob die Substanzverletzung auch erheblich ist.

A hat den Lack des Fahrrades abgekratzt und sprüht nun einen neuen darauf, damit der Eigentümer das Rad nicht mehr erkennen kann.

Ist das Abkratzen des Lackes eine erhebliche Substanzverletzung? Immerhin dauert das Beseitigen der Einwirkung, also das Aufsprühen der neuen Farbe, ja nicht sehr lang, ein nennenswerter Aufwand an Zeit und Mühe ist da wahrscheinlich nicht gegeben...

Wenn nicht bleibt ja nur noch § 303 II, also das veränderte Erscheinungsbild zu prüfen.
Schall
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Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2010 - 17:24:59    Titel:

mE nur unerheblich.
Man könnt argumentieren, dass die Stelle leichter anfängt zu rosten z.B. ist aber schon sehr gewagt.
Also eher nein.
LawStudent09
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Anmeldungsdatum: 09.08.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2010 - 13:20:51    Titel:

könnte ich das so lösen, indem ich bejahe, dass das Abkratzen des alten Lackes eine Substanzverletzung ist und das Aufsprühen einer neuen Farbe dann unter Abs.II fällt?

Kann man das überhaupt, also etwas aus Abs. I und aus Abs. II bejahen?? Oder muss ich mich für eine Lösung entscheiden?

Hab bisher noch kein Urteil gefunden, in dem das so gemacht wurde. Die meisten beschränken sich auf Abs.II
LawStudent09
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Anmeldungsdatum: 09.08.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2010 - 17:22:52    Titel:

also irgendwie weiß ich nicht so recht, ob man das so aufteilen kann.

Was meint ihr?
Danke!
Nachtblüte
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Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 6
Wohnort: bei München

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2010 - 20:38:16    Titel:

Ich glaube, so langsam hab ich's geschnallt, bzw den roten Faden wiedergefunden:

Dennoch: Welche Prüfungen stelle ich insgesamt an? Ist es korrekt, den A erst auf Alleintäterschaft zu prüfen, dann auf Mittäterschaft, dann auf Teilnahme, wie oben beschrieben? Oder kann ich gleich in die Versuchsprüfungen springen?


Zuletzt bearbeitet von Nachtblüte am 09 Sep 2010 - 12:27:19, insgesamt einmal bearbeitet
funkygroove
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Anmeldungsdatum: 09.09.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2010 - 10:40:44    Titel:

Brüte auch gerade über dieser Hausarbeit..

Ich würde im ersten Tatkomplex den A nur auf versuchten Diebstahl in mittelbarer Täterschaft prüfen.
Eine Anstiftung kommt mE gar nicht in Betracht, der gute B handelt ja ohne Vorsatz.
Das Problem stellt sich dann eben beim unmittelbaren Ansetzen.

Was haltet ihr davon, dass sogar versuchter Diebstahl in einem besonders schweren Fall vorliegen könnte? Das Fahrrad des K ist doch wahrscheinlich abgesperrt, oder wäre das Sachverhaltsquetsche? Shocked
Nachtblüte
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Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 6
Wohnort: bei München

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2010 - 12:29:46    Titel:

LawStudent09 hat folgendes geschrieben:
könnte ich das so lösen, indem ich bejahe, dass das Abkratzen des alten Lackes eine Substanzverletzung ist und das Aufsprühen einer neuen Farbe dann unter Abs.II fällt?

Kann man das überhaupt, also etwas aus Abs. I und aus Abs. II bejahen?? Oder muss ich mich für eine Lösung entscheiden?

Hab bisher noch kein Urteil gefunden, in dem das so gemacht wurde. Die meisten beschränken sich auf Abs.II


Wir haben uns das anders gedacht:

Das Abkratzen des Lacks führt (meiner Meinung nach) zu keiner Substanzverletzung. Substanzverletzung würde eine Beschädigung des Rades bedeuten, oder? Und auch ohne Lack lässt sich so'n Rad fabelhaft fahren Wink Es beeinträchtigt nicht die eigentliche Funktion, wenn du verstehst. Ich werde mich lediglich auf Absatz II beschränken. Zumal der neue Lack ja sofort raufkommt und nichtmal die Gefahr des Rostens besteht.
LawStudent09
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Anmeldungsdatum: 09.08.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2010 - 12:50:20    Titel:

@Nachtblüte: Substanzverletzung ist zur Brauchbarkeitsminderung zu unterscheiden. Bei der Substanzverletzung handelt es sich um Kratzer, Beulen, Eingravierungen... zur Sachsubstanz gehören auch Lack- und Farbanstriche.
Bei der Brauchbarkeitsmindrung ist die funktionale Brauchbarkeit gemeint. (Lehrbuch von Rengier)

Die ist hier ja nicht beschädigt, das Rad fährt trotzdem.

Substanzverletzung und Brauchbarkeitsminderung sind 2 getrennte Merkmale.
Aber der Lack, der zur Schsubstanz gehört, ist beschädigt. In dem Skript von Hemmer steht, dass ein Kratzer im Autolack erheblich ist, warum sollte es dann bei einem Fahrrad anders sein?

Was habt ihr denn bei der Strafbarkeit von K gemacht? Ich versuch gerade nen rechtfertigenden Notstand, bin mir aber nicht sicher...
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