Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

relativistisch schnell rotierende scheibe
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> relativistisch schnell rotierende scheibe
 
Autor Nachricht
Peter Rösch
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 12.06.2010
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2010 - 13:03:21    Titel:

armchairastronaut hat folgendes geschrieben:
Sie verwenden einmal ein großes V und ein kleines v. Könnten Sie bitte den Unterschied zwischen beiden erläutern?


Das war nur ein kleiner Service für Sie im didaktischen Sinne, um vor Verwirrung zu bewahren. V ist der Platzhalter für eine einzusetzende Geschwindigkeit. Ohne diese besondere Schreibweise hieße die Substitution v = c + v.


armchairastronaut hat folgendes geschrieben:

Um mit einer kleinen Geschichte abzuschließen: wir mixen zu gleichen Teilen 56-prozentigen und 73-prozentigen Rum. Gesucht sei der Volumenanteil a des Alkohols im Gemisch.

a=(a56+a73)/2. Ich verrate Ihnen das Ergebnis: a beträgt 64,5%.
Aber das kann ja gar nicht sein, denn in der Formel steht ein verbotener Term: "a56+a73" evaluiert nämlich zu 129%. Wir wissen doch alle, dass mehr als 100% Volumenprozent nicht geht. Es ist also nicht legitim, den Term a56+a73 zu verwenden!?


Die RT-LIteratur ist voll mit solch quatschigen Suggestivbeispielen. Auch Ihrs geht an der Sache vorbei.
Es wäre nur stimmig, wenn Sie gleichzeitig die 100 % verabsolutieren würden: Es kann nicht mehr als 100 % geben. Das wäre in der Tat besoffen. Es kommt nämlich auf die Grundgröße an, auf die sich die Angabe bezieht: Mit der Mehrwertsteuer ergeben sich 119 % des Grundpreises, wie man schon aus dem Alltag weiß.


armchairastronaut hat folgendes geschrieben:
Weiters nehme ich an, dass Sie nicht SQR (square), sondern SQRT (square root) gemeint hatten?


Danke für den Tipp.

SQRT = SEHR QUATSCHIGE RELATIVITÄTSTHEORIE
armchairastronaut
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2010 - 15:20:24    Titel:

Allerdings verwenden Sie das große V in dem Ausdruck:
"Quadratwurzel(1-V²/c²)". Geläufig ist es doch eher, hier das kleine v zu verwenden?
Insofern hat es bei mir eher zur Erhöhung der Verwirrung beigetragen.

Und: einen Grundpreis kann man durch Steuern beliebig erhöhen. Aber mehr als 100% Volumenanteil sind nicht drin. Das geht einfach nicht. Der Volumenanteil gibt an, welcher Bruchteil eines Ganzen (und da haben wir die gewünschte Verabsolutierung) gemeint ist. Meinethalben verwenden Sie statt des 73-prozentigen Rums einen ideell reinen Alkohol (in der Praxis kommen wir ja an die 100% nicht so ganz heran).

Abgesehen davon wäre es wesentlich erhellender, wenn Sie begründen könnten, warum der Term "c+v" als Zwischenergebnis innerhalb einer Rechenvorschrift verboten sein soll, wenn mit ihm keine physikalische Interpretation außerhalb dieser Vorschrift, also in der beobachtbaren Welt und der messbaren Ereignisse, verbunden ist.
Batiatus
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.08.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2010 - 16:00:39    Titel:

Peter Rösch hat folgendes geschrieben:
Eine geschlossene Theorie kann niemals etwas gestatten und außerdem nicht gestatten. Das Verbot von "c + v" und dessen trotzdemige Verwendung stellt den Urfehler des relativistischen Gedankenkonstrukts dar.


Dem ist nicht so. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gilt nur für die (Signal)-Geschwindigkeit "einzelner" Objekte bzw. Lichtstrahlen. Sie können daher in irgendeinem Inertialsystem einfach zwei Lichtstrahlen nehmen und einen nach links und einen nach rechts schicken, und sie haben eine "Koordinatengeschwindigkeit" (mit der sie sich voneinander entfernen) von "c+c". Das ist völlig im Einklang mit dem Postulat der Lichtkonstanz, da dieser gewonnene Wert ja darauf beruht, dass jeder Lichtstrahl für sich (also im Einklang mit den Lichtpostulat) mit c unterwegs ist.

Oder Sie betrachten einen Körper, der sich mit v in positiver x-Richtung bewegt. Und im Abstand L bewegt sich ein Lichtstrahl mit c hinterher. Wann erreicht der Lichtstrahl gemäß der Lichtkonstanz den Körper? Wenn t die Zeit sein soll, bei der das (sich konstant mit c ausbreitende) Licht den Körper einholt, muss es dabei die Strecke ct=L+vt zurücklegen. Umgeformt ergibt sich also die Zeit mit t=L/(c-v). Wieder haben wir ein "c-v". Aber es handelt sich dabei bloß um eine Umformung, denn bei der Herleitung wurde (wie Sie ja sehen) die ganze Zeit vorausgesetzt, dass das Licht mit c unterwegs war.
Wo sehen Sie da einen Widerspruch zur RT?
Peter Rösch
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 12.06.2010
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2010 - 20:27:58    Titel:

Batiatus hat folgendes geschrieben:
Dem ist nicht so. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gilt nur für die (Signal)-Geschwindigkeit "einzelner" Objekte bzw. Lichtstrahlen. Sie können daher in irgendeinem Inertialsystem einfach zwei Lichtstrahlen nehmen und einen nach links und einen nach rechts schicken, und sie haben eine "Koordinatengeschwindigkeit" (mit der sie sich voneinander entfernen) von "c+c". Das ist völlig im Einklang mit dem Postulat der Lichtkonstanz, da dieser gewonnene Wert ja darauf beruht, dass jeder Lichtstrahl für sich (also im Einklang mit den Lichtpostulat) mit c unterwegs ist.


Das ist ein ernsthaftes Problem: Leute, die hier im Brustton der Überzeugung die Feder für die Relativitätstheorie führen - kennen die Theorie gar nicht! Die haben irgendwann irgendwas gehört und basteln sich dann so ihre eigenen Vorstellungen zusammen, wie sie meinen, daß es gemeint sein könnte.

Es ist mir zuviel, Ihnen den Unsinn, den Sie hier auf engem Raum zusammenklamüsert haben, en détail auseinanderzusetzen. Ich möchte daher nur in einem mehr feuilletonistischen Sinne, für die Mitlesenden, antworten.
Als ein Journalist nach der Kollisionsgeschwindigkeit zweier Photonen fragte, antwortete Born: "Selbstverständlich 300.000 km/s. Das ergibt sich aus den Lorentztransformationen". Und Dirac: "Selbstverständlich 600.000 km/s. Aber das ist keine echte Geschwindigkeit."
M_Hammer_Kruse
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8241
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2010 - 20:34:40    Titel:

Zitat:
Leute, die hier im Brustton der Überzeugung die Feder für die Relativitätstheorie führen - kennen die Theorie gar nicht! Die haben irgendwann irgendwas gehört und basteln sich dann so ihre eigenen Vorstellungen zusammen, wie sie meinen, daß es gemeint sein könnte.

Nur der Rösch, der hat da den Durchblick. Hurra!

Zitat:
Irrtum und Geltungsbedürfnis, Starrsinn und Penetranz: Das sind die Stoffe von denen der Troll sich nährt.


Gruß, mike
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> relativistisch schnell rotierende scheibe
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5
Seite 5 von 5

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum