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300 ECTS maximal?
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rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
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BeitragVerfasst am: 05 Dez 2011 - 22:35:30    Titel:

Ja, bezeichnend dafür, daß die Magister im Gegensatz zu dir erkannt haben, wie unwichtig Noten sind.
rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2011 - 22:41:11    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:

"Bitte beachten Sie, dass an deutschen Universitäten für die Zulassung zur Promotion ein Hochschulstudium mit einem Gesamtumfang von mindestens 300 ECTS-Punkten gefordert wird."


Wenn diese Aussage allgemein gültig wäre, dürfte in Deutschland kein Juraabsolvent promovieren, denn das Studium hat nur 8 oder 9 Semester Regelstudienzeit. Anderes Beispiel: bei Wiwis beispielsweise verlangt die Uni Mainz ein abgeschlossenes Studium mit mindestens 4 Jahren Regelstudienzeit.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2011 - 10:17:47    Titel:

So steht es geschrieben, ganz offiziell.

Aber natürlich gibt es ein paar Einschränkungen.
...denn, Ausnahmen bestätigen die Regel. So war es früher auch FH-Diplomen erlaubt zu promovieren (unter bestimmten Bedingungen, die von Uni zu Uni sehr unterschiedlich waren). Gleiches gilt heute in einigen Unis (vor allem im süddeutschen Raum) auch für Bachelorabsolventen. Allerdings müssen diese ihre besondere Eignung nachweisen, meist über Noten (sehr gut ist eher die Regel als die Ausnahme) und u.U. über zusätzliche Leistungen die zu erbringen sind. Zumindest die PromOs die ich kenne kommen nie ohne eine Öffnungsklausel dieser Art aus. Von daher sind die Unis weitestgehend "frei" Leute mit 320 oder 270 CP zuzulassen, da jeder Promotionsgesuch mit einer Einzelfallprüfung einhergeht.

Es könnte also sein, dass man mit einem 240 CP Master (inkl. Bachelor) einer FH durchaus zur Promotion zugelassen wird aber die Chancen sind tendentiell natürlich geringer.
Anderer Punkt - nicht immer braucht man fünf Jahre für 300 CP.

Thema Juristen - Vielleicht bin ich nur nicht auf dem neuesten Stand, (juristische Studiengänge sind nicht mein Gebiet), aber Juristen mit dem ersten Staatsexamen bzw. Juristen mit (Uni)Diplom (nach altem Vorbild) werden bzgl. Promotionen auch nicht in das zweistufige System mit den ECTS-Points gepresst, im Gegensatz zu jemanden, der LLB/LLM-Rechtswissenschaften studiert ohne mit dem 1. Staatsexamen abzuschließen.
Ähnlich wie alle anderen verbliebenen "Alt"-Varianten wie bspw. Medizin, Theologie etc. Hier richtet sich die Promotionszulassung weiterhin nach dem Abschluß, der im allgemeinen eine festgelegte Regelstudienzeit hat, bzw. den damals und heute noch gültigen Bedingungen.

Viele Grüße
Gozo
rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2011 - 18:18:10    Titel:

Ein Studiengang muss nicht zweistufig sein um ECTS zu vergeben. In meinem Diplomstudiengang wurden ab 2000 einfach die SWS mit einem festen Faktor in ECTS umgerechnet (üblich sind hier 1,25 bei FHs und 1,5 bei Unis) um auf 30 pro Semester zu kommen und ich nehme an, dass dies bei Jura auch geschieht, alleine schon damit Austauschstudenten ihre ECTS bekommen, die sie zuhause evtl. benötigen.

Mal abgesehen davon, kann man mit FH Diplom natürlich immer noch promovieren wenn man zusätzlich die Eignung nachweist, aber das war ja früher auch schon so. Ebenso kann man im Ausnahmefall mit Bachelor promovieren und selbst wenn der irgendwelche Zusatzleistungen erbringen müsste, käme er niemals auf 300 Credits.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2011 - 08:49:28    Titel:

Hallo Rolfbert,

niemand behaupted gegenteiliges.

Allerdings sollte man Ausnahmetatbestände nicht so darstellen, als ob es die Regel ist. Wer in Deutschland offiziell unter 300 CP kommt oder keinen Abschluß mit der entsprechenden Eignung vorweist (also bspw. Diplom FH), der geht immer über eine Ausnahmeregelung, die u.U. zusätzliche Nachweise erfordert (beim Diplom FH je nach Fakultät und Hochschule bis zu 12 Monate Vollzeitstudium mit Diplomarbeit und Klausuren oder 8 Klausuren und Diplomarbeit oder auch in selteneren Fällen "nichts").

Die 300 ECTS-Points, die hier zu Diskussion standen, haben ausschließlich was mit dem offiziellen Grenze zur Promotionsfähigkeit zu tun und nicht mit einer "Mindestpunktzahl" die ein Master haben muss. Dabei natürlich unberücksichtigt, dass man in AUSnahmen auch mit weniger als 300 ECTS-Points promovieren kann.

Grüße
Gozo
rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2011 - 11:46:35    Titel:

Die offizielle Grenze zur Promotionsfähigkeit lautet meines Erachtens Mastertitel und nicht 300 ECTS und ebendiesen bekommt man auch mit weniger.
Tantus
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Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 565

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2011 - 03:25:33    Titel:

Die "offizielle Grenze zur Promotionsfähigkeit" (...) ergibt sich aus der Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule respektive Fakultät!

Oft ist es z.B. auch Abschluss eines Studienganges mit insgesamt mindestens 8 Semestern Regelstudienzeit. Wenn man einen Betreuer findet, gibt es aber vielerorts Ausnahmen von den offiziellen Regelungen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2011 - 16:44:45    Titel:

rolfbert hat folgendes geschrieben:
Die offizielle Grenze zur Promotionsfähigkeit lautet meines Erachtens Mastertitel und nicht 300 ECTS und ebendiesen bekommt man auch mit weniger.


Deines Erachtens...die KMK sieht es im Qualifikationsrahmen 3. Stufe etwas anders.

http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2005/2005_04_21-Qualifikationsrahmen-HS-Abschluesse.pdf

KMK hat folgendes geschrieben:
3. Stufe (Promotionen): "Grade bauen in der Regel auf einem Abschluss auf Master-Ebene, also von 300 ECTS-Punkten oder mehr auf."


Bedueted kurz: 300 ECTS-Punkte sind Pflicht, Ausnahmen sind erlaubt (ausdrücklich in der Fußnote Diplom FH). Das sind die Rahmenbedingungen in den sich die deutschen Hochschulen bewegen müssen. Das zugrundegelegt, dürfen sie ihre PromO schreiben und die Zulassungskriterien genauer definieren.

Ein Master (siehe Qualifikationsrahmen KMK oder auch die Einlassungen der FernUni Hagen) führt nicht automatisch zur Promotionsfähigkeit...auch wenn es "deines Erachtens" so ist.

Allerdings wird im allgemeinen Sprachgebrauch hier leider sehr geschludert. So gilt der Master = Promotionsfähigkeitsnachweis unabhängig von den 300 ECTS-Punkten. Und in der Tat erlaubt der Master (300 hin oder her) die "Bewerbung für ein Promotionsvorhaben". Dabei bleibt aber unberücksichtigt, dass bei weniger als 300 CP aus diesem Grund abgelehnt oder zusätzliche Leistungen gefordert werden können - je nach Hochschule, Fakultät, PromO etc.

Grüße
Gozo
rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2011 - 20:07:43    Titel:

Zitat:
Bedueted kurz: 300 ECTS-Punkte sind Pflicht, Ausnahmen sind erlaubt


Richtig.


Eine Ausnahme lautet allerdings wenn man nen Master hat und trotzdem weniger als 300 ECTS.

Zitat:
Für den Master-Abschluss werden unter Einbeziehung des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses 300 ECTS-Punkte benötigt. Davon kann ... abgewichen werden. Das gilt auch, wenn nach Abschluss eines Master-Studiengangs 300 Leistungspunkte nicht erreicht werden.


Zitat:
Allerdings wird im allgemeinen Sprachgebrauch hier leider sehr geschludert. So gilt der Master = Promotionsfähigkeitsnachweis unabhängig von den 300 ECTS-Punkten.


Wenn auf dem Zeugnis steht es befähigt zur Promotion, dann sollte es auch so sein. Bei ausländischen Abschlüssen ist ja auch egal wie viele Credits sie haben, solange sie in dem Land in dem er vergeben wurde ebenfalls zur Promotion berechtigt.
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