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Physik studieren?
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Boehmer
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2010 - 14:12:51    Titel: Physik studieren?

Hi,

ich stehe nach meinem mittelmäßigen Abitur vor einem Studium und bräuchte dringen mal einen sachkundigen Rat.
Ich interessiere mich sehr für theoretische Physik, speziell Quantentheorie und Kosmologie und habe mir dort auch schon durch einige Fachbücher ein Grundwissen angeeignet.
Allerdings habe ich gelesen, dass das Physik-Grundstudium sehr zeitintensiv ist und schon mal 70 Wochenstunden fordert, um bei den Prüfungen überhaupt eine Chance zu haben.
Bei meinen Abiturvorbereitungen habe ich es auch auf ein solches Pensum geschafft, aber über längere Zeit könnte ich mir das nur schwer vorstellen.
Jetzt habe ich bedenken, dass ich das Studium unter den Anforderungen nicht schaffen könnte.
Könnt ihr mir einen guten Rat für mein absolute Lieblings-Fachrichtung geben?

PS: Ich habe auch gelesen, dass Ingineurwesen einen Teil Physik beinhaltet, aber ich gehe mal davon aus, dass es da weniger um Quanten und Co geht
bassiks
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Anmeldungsdatum: 31.07.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2010 - 18:49:24    Titel:

Ziehs durch!

Schau nicht so viel darauf was andere sagen. Klar muss man viel lernen auf die Prüfungen, aber es ist alles machbar. Probiers doch einfach. Im schlimmsten Fall verlierst du ein Semester. (oder auch 2 oder 3 Very Happy), aber dann hast du es wenigstens versucht. Wenn du es nicht versuchst bereust du es vielleicht irgendwann mal. Ich würde mich auf jeden Fall für Physik einschreiben, denn Quantentheorie usw. lernst du mit Sicherheit in keinem anderen Studium.
Boehmer
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:33:40    Titel:

bassiks hat folgendes geschrieben:
Ziehs durch!

Schau nicht so viel darauf was andere sagen. Klar muss man viel lernen auf die Prüfungen, aber es ist alles machbar. Probiers doch einfach. Im schlimmsten Fall verlierst du ein Semester. (oder auch 2 oder 3 Very Happy), aber dann hast du es wenigstens versucht. Wenn du es nicht versuchst bereust du es vielleicht irgendwann mal. Ich würde mich auf jeden Fall für Physik einschreiben, denn Quantentheorie usw. lernst du mit Sicherheit in keinem anderen Studium.


hoert sich schon mal nach einem guten Rat an.
Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen mit dem Physikstudium und kann was dazu sagen?

ich hoffe es liegt nicht daran, dass die Physikstudenten keine Zeit haben, Foren zu lesen haha Smile
ichbinsisyphos
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Anmeldungsdatum: 31.05.2007
Beiträge: 1700

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:46:13    Titel:

Boehmer hat folgendes geschrieben:
...ich hoffe es liegt nicht daran, dass die Physikstudenten keine Zeit haben, Foren zu lesen haha Smile
Nein, aber was soll man schon dazu sagen. Das Physikstudium ist schon recht zeitintensiv. Deswegen sollte man jede Menge Eigeninteresse mitbringen.

Genie oder Musterschüler muss man aber nicht sein.

70 Wochenstunden halte ich für Schwachsinn. 10 Stunden am Tag hab ich niemals investiert, noch nichtmal kurz vor extrem schweren Prüfungen. Grundsätzlich kann das Privatleben aber schon etwas leiden. Zu Beginn wird ausgesondert, da gehts einfach darum die Prüfungen positiv zu bestehen. Hin und wieder muss man durchaus ein Wochenende opfern ...

Wenns einen interessiert, dann steht man die Zeit zu Beginn auch durch. Wenn nicht, dann kann mans gleich lassen Wink
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2010 - 07:06:29    Titel: Re: Physik studieren?

Boehmer hat folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich gelesen, dass das Physik-Grundstudium sehr zeitintensiv ist und schon mal 70 Wochenstunden fordert, um bei den Prüfungen überhaupt eine Chance zu haben.

70 ist übertrieben. Früher (also zu Zeiten des echten, d.h. nicht-modularisierten, Diploms) war das Grundstudium zeitaufwendiger (aber trotzdem nicht 70) als das Hauptstudium (bei dem jeder gute Student ohne Probleme sogar ein zusätzliches Auslandssemester einlegen konnte). Heute, beim Bachelor, sollte man mit 50h Zeitaufwand bei Studienbeginn rechnen, der dann mit fortschreitenden Semestern auf 60h steigt.


Boehmer hat folgendes geschrieben:
Bei meinen Abiturvorbereitungen habe ich es auch auf ein solches Pensum geschafft, aber über längere Zeit könnte ich mir das nur schwer vorstellen.

Abivorbereitungen sind üblicherweise intensiv und anstrengend. Ein Studium besteht nicht nur aus Höchstleistungen - es gibt auch viele eher entspannte Veranstaltungen im Studium. Es gibt sogar einige richtig langweilige Dinge, z.B. ganztägige Versuche, bei denen es darauf ankommt in regelmäßigen Zeitabständen Daten manuell zu erfassen oder den Versuch zu kontrollieren - dann sitzt man die ganze Zeit im Labor und versucht die Zeit totzuschlagen.


Boehmer hat folgendes geschrieben:
Jetzt habe ich bedenken, dass ich das Studium unter den Anforderungen nicht schaffen könnte. Könnt ihr mir einen guten Rat für mein absolute Lieblings-Fachrichtung geben?

Das Wichtigste sind Interesse und Fleiß. Das Gerücht, man müsste geradezu ein Genie sein, um erfolgreich im Studium zu sein, sollte man getrost ignorieren.



Boehmer hat folgendes geschrieben:
Ich habe auch gelesen, dass Ingineurwesen einen Teil Physik beinhaltet, aber ich gehe mal davon aus, dass es da weniger um Quanten und Co geht

Deine Annahme ist richtig.
Boehmer
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2010 - 10:46:11    Titel: Re: Physik studieren?

Danke schon mal für alle Antworten, ist mir eine große Hilfe.
Aber eine Frage habe ich noch, bezogen auf folgendes:
2,71828 hat folgendes geschrieben:
...Heute, beim Bachelor, sollte man mit 50h Zeitaufwand bei Studienbeginn rechnen, der dann mit fortschreitenden Semestern auf 60h steigt....

Sind das die Stunden, die ich nach den Vorlesungen mit Nachbereitung verbringe, oder die Zeit die ich in der Uni bin oder wie ist das gemeint?
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2010 - 11:38:59    Titel: Re: Physik studieren?

Boehmer hat folgendes geschrieben:
Sind das die Stunden, die ich nach den Vorlesungen mit Nachbereitung verbringe, oder die Zeit die ich in der Uni bin oder wie ist das gemeint?

Gesamtaufwand pro Woche (inkl. Uni und Nachbereitung und vor allem Lösen der Übungsaufgaben)
Nookie89
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 20
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2010 - 12:06:43    Titel:

Naja, also ich komm jetzt ins 3. Semester und habe durchaus einige Woche mit 70h Zeitaufwand verbracht.
Das Problem sind halt die Übungszettel die jede Woche zu erledigen sind und teilweise ziemlich schwierig werden (vorallem in Mathematik).
So manchen Beweis zu konstruieren kann ziemlich viele Stunden kosten.
Die Zeit, die man an der Uni selbst verbring hält sich in Grenzen.
Aber bei uns muss man schon bereit sein, sein Wochenende hauptsächlich mit dem Studium zu verbringen.
Hängt natürlich aber auch alles davon ab, wie schnell man eben den richtigen Einfall hat oder ob man eben in einem guten Team mit ein paar schlauen Köpfen arbeitet.

Probieren solltest du es aber wohl auf jeden Fall, wenn du dich wirklich dafür interessierst. Denn dann sollte es einem den Zeitaufwand wert sein.
Ironiker
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 879

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2010 - 13:11:40    Titel:

Also 60h halt ich mal für vollkommenen Quatsch. Es liegt auch krass dran, was für Profs und Übungsleiter man bekommt. Da hatte ich in Experimentalphysik jetzt 2 Semester ne totale Pflaume, bei dem man die Übungsaufgaben in 2 Stunden machen konnte (worin "Nachbereitung" der Vorlesung zu der man als gesunder Mensch nicht gegangen ist eingeschlossen ist) und die Klausur war dann geschenkt .
Ich hatte vorm Studium auch Stress ob das zu viel wird (hab mich auch in Foren wie hier stressen lassen), aber wenn man gechillt ran geht, kann man mit 40h/woche da durchkommen. Zu anfang sind es meist mehr, weil man sich noch eingewöhnen muss usw. Wenn man dann mal anfängt einige Vorlesungen und Übungen die nix bringen zu schwänzen (da geht sonst viel Zeit sinnlos flöten), kommt man mit 40h/woche aus, sofern man nicht unbedingt super Noten haben will (dann muss man nicht zu den sinnlosen Vorlesungen/Übungen gehen, aber mehr Lehrbücher lesen, in Klausurphasen mehr Üben und Lernen usw.).

Meine Erfahrung beziehen sich hier auf die RWTH, an anderen Unis is das Praktikum nich in den Ferien sondern im Semester, da könnt ich mir vorstellen, dass dadurch das Semester stressiger wird.

Naja aber der wichtigste Rat einfach: Probiers aus, sonst wirst du nie rausfinden ob es was für dich ist und ein verlorenes Semester ist an der Uni nichts.
vanveeteren
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Anmeldungsdatum: 31.07.2009
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2010 - 14:44:33    Titel:

Nimms mir nicht übel, aber Leute die mit einer Kombi aus
Zitat:

mittelmäßigen Abitur


und einem interesse an populärer

Zitat:
theoretische[r] Physik, speziell Quantentheorie und Kosmologie


hatten es bei uns ziemlich schwer im Grundstudium. Da geht es fast nur um Mathe und theoretische Physik greift nicht nach den Sternen sondern nach dem harmonischen Oszillator.
Man muss schon entweder ein Genie sein (vielleicht 10% des Jahrgangs) oder sehr frustationstolerant und fleißig (der Rest der die ersten 3 Semester überlebt).
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