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Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?
 
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Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:35:06    Titel: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

Seit einigen Wochen sehen die Umfragewerte für die Grünen sehr gut aus. Bei einer aktuell anstehenden Bundestagswahl kämen die Grünen auf 19% der Zweitstimmen. Ein historisch hoher Wert. Bei der Landtagswahl in Berlin wären die Grünen im Moment sogar stärkste Partei mit 27% (SPD 26%), in Baden-Würtemmberg erreichen die Grünen zusammen mit der SPD jeweils 24% der Zweitstimmen und in Schleswig-Holstein wären es im Moment auch stolze 18% der Stimmen.
In Berlin und Baden-Würtemmberg könnte es dann 2011 nicht mehr Rot-Grün heißen, sondern womöglich Grün-Rot! Laughing

Woran könnte man den Erfolg festmachen? Zum einen denke ich, dass das Thema Verlängerung der Laufzeiten von AKWs eine Rolle spielen könnte. Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft und da das Thema sehr aktuell ist, sehen sich die AKW-Gegner am ehesten von den Grünen repräsentiert. Eine andere These wäre die "typische Stärke" von Oppositionsparteien. Die FDP hat ja auch etliche Jahre von ihrer Oppositionsrolle profitiert und so eine Wahl nach der anderen gewonnen. So ähnlich könnte es jetzt auch mit den Grünen laufen.
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:38:12    Titel:

So wie jedes Hoch einer Partei z.Z. zu Stande kommt:
Durch das Versagen der anderen Parteien.
Mehr steckt da meiner Meinung nach nicht hinter.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:46:48    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
So wie jedes Hoch einer Partei z.Z. zu Stande kommt:
Durch das Versagen der anderen Parteien.
Mehr steckt da meiner Meinung nach nicht hinter.


Kommt darauf an, welche Themen gerade tagesaktuell sind.

Was glaubst du, wie die Wahlumfragen heute ausfallen würden, wo die Sarrazin-Vernichtung noch frisch und bekannt worden ist, dass Gabriel Ausländern die gerade erst 8 Jahre hier leben, volles Wahlrecht zustehen will?
_________________
„Politisch fängt dieses Land ganz links außen an und hört dann schlagartig in der Mitte auf“ Berthold Kohler
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:55:23    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Was glaubst du, wie die Wahlumfragen heute ausfallen würden...?

Das schlägt sich meiner Ansicht nach eher in der Wahlbeteiligung nieder, als an den Anteilen für die Parteien etwas zu ändern.
Insbesondere da bei diesem Thema (Integration) -und da wirst du mir sicher gerne zustimmen- keine Partei ein erfolgsversprechendes Konzept vorweisen kann.
Heison
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Anmeldungsdatum: 05.12.2006
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:57:43    Titel:

Ich denke auch, dass es sehr viel an der Themensetzung liegt.

Die Grünen verweisen etwa in ihrem Programm neben zahlreichen Lockerungen und Ausweitungen beim Asylrecht und Zuzug von Ausländern darauf hin, dass es Millionen "Umweltflüchtlinge" gebe (wegen Klimawandel).

Es ist völlig klar, in welches Land die Grünen diese "Umweltflüchtlinge" vorrangig ziehen lassen wollen.

Die Grünen sind nach wie vor die Partei der schönredenden Multikulturalisten.
_________________
Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 13:59:52    Titel:

Wie unlogisch ist das denn bitte schön? Rolling Eyes
In einer Zeit, wo angeblich 95% hinter Sarrazin stehen, macht man Punkte mit schönreden von Multikulti?
Aha.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:02:20    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:

Was glaubst du, wie die Wahlumfragen heute ausfallen würden...?

Das schlägt sich meiner Ansicht nach eher in der Wahlbeteiligung nieder, als an den Anteilen für die Parteien etwas zu ändern.
Insbesondere da bei diesem Thema (Integration) -und da wirst du mir sicher gerne zustimmen- keine Partei ein erfolgsversprechendes Konzept vorweisen kann.


Ab welcher Minus-Wahlbeteiligung können wir eigentlich davon sprechen, dass in unserem Land keine repräsentative Demokratie mehr vorhanden ist?

Confused
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Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:05:42    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Ab welcher Minus-Wahlbeteiligung können wir eigentlich davon sprechen, dass in unserem Land keine repräsentative Demokratie mehr vorhanden ist?

Das Gefühl existiert doch schon länger.
Deshalb feiern ja auch so Einthemen- oder Protestparteien wie Piraten, Schill oder Linke teilweise grosse Erfolge.
Heison
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Anmeldungsdatum: 05.12.2006
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:10:04    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
Wie unlogisch ist das denn bitte schön? Rolling Eyes
In einer Zeit, wo angeblich 95% hinter Sarrazin stehen, macht man Punkte mit schönreden von Multikulti?
Aha.

Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Ich denke ja selbst, dass es sehr an der Themensetzung liegt. Die guten Umfrageergebnisse allerdings herrschen bei den Grünen schon seit vielen Monaten - als das Thema eher tot war.

Sollte das Thema weiterhin die Öffentlichkeit begleiten und der eine oder andere sich mal das Parteiprogramm der Grünen durchlesen, könnte das durchaus anders aussehen.

Außerdem stehen nicht 95% hinter Sarrazin. Seinen Thesen stimmen je nach Fragestellung vielleicht 50-75% zu. Die 95% stammen aus nicht repräsentativen Telefonumfragen.
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ebt'ler
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 691

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:12:01    Titel:

FDP + CDU/CSU tragen die Regierungsveratwortung und können sich dabei nicht klar profilieren. Die SPD ist schlichtweg nicht wählbar, da sie ständig ihre Positionen ändert und in den letzten Legislaturperioden zu unpopuläre Entscheidungen getroffen hat.

Die Grünen bilden sich zu einer "vollwertigen" Partei und profitieren nebenbei von den Misserfolgen der anderen.
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:15:05    Titel:

Heison hat folgendes geschrieben:

Du hast meinen Punkt nicht verstanden.

Ok.
Heison hat folgendes geschrieben:

Außerdem stehen nicht 95% hinter Sarrazin. Seinen Thesen stimmen je nach Fragestellung vielleicht 50-75% zu. Die 95% stammen aus nicht repräsentativen Telefonumfragen.

Ich hab zuviel hier im Forum gelesen Wink
Demnach stehen nämlich ausser Politiker und Journalisten alle hinter Sarrazin, nur nicht alle trauen sich das zu sagen.
Bin da irgendwie mit der Realität durcheinander gekommen...
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 3195
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:15:26    Titel:

Sie sind Opposition, das ist alles.
_________________
Die deutsche Form von Anerkennung ist Neid!
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:16:01    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:

Ab welcher Minus-Wahlbeteiligung können wir eigentlich davon sprechen, dass in unserem Land keine repräsentative Demokratie mehr vorhanden ist?

Das Gefühl existiert doch schon länger.
Deshalb feiern ja auch so Einthemen- oder Protestparteien wie Piraten, Schill oder Linke teilweise grosse Erfolge.


Das mag ja sein.
Aber ab welcher Wahlbeteiligung würde für dich die Grenze liegen?
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Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:22:35    Titel:

Das weiss ich echt nicht. Wieviele gehen denn nicht zur Wahl, nur weil Sie ihren A...h nicht hoch kriegen?
Wieviele weil Sie keine Ahnung haben (wäre für diese Leute eine direkte Demokratie besser)?
Also, keine Ahnung!
Wenn du wissen willst, ob ich mich persönlich repräsentiert fühle:
Naja...ja! Mich stört dieses 'alles in die Mitte', aber da ich in vielen Fragen recht mittig bin, geht's bei mir noch.
Heison
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Anmeldungsdatum: 05.12.2006
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:28:39    Titel:

Frau Nahles hat laut aktueller Spiegel-Meldung einen Brief an die SPD-Basis geschrieben. Ein Statement war: Es gäbe teils erhebliche Sprachdefizite, man müsse Deutschkenntnisse konsequent einfordern. Allerdings fordert die SPD dasselbe wie die Grünen:

Nämlich die Abschaffung der Sprachtests beim Familiennachzug. So hatte Cem Özdemir schon vor der letzten Bundestagswahl angekündigt, im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen die Sprachtests abzuschaffen. Glücklicherweise kam es nicht dazu.

Ich glaube bei diesem Vorschlag ebenfalls nicht, dass die Bevölkerung so begeistert davon ist. Auch die Gerichte haben bisher die Sprachtest-Regelung für grundgesetzkonform erachtet.
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Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:31:58    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
Das weiss ich echt nicht. Wieviele gehen denn nicht zur Wahl, nur weil Sie ihren A...h nicht hoch kriegen?
Wieviele weil Sie keine Ahnung haben (wäre für diese Leute eine direkte Demokratie besser)?
Also, keine Ahnung!
Wenn du wissen willst, ob ich mich persönlich repräsentiert fühle:
Naja...ja! Mich stört dieses 'alles in die Mitte', aber da ich in vielen Fragen recht mittig bin, geht's bei mir noch.


Dann wäre es doch, um den Zustand unserer Demokratie zu erhellen hilfreich, auf künftigen Wahlzetteln die Ankreuzmöglichkeit: "Ich fühle mich durch alle hier zur Wahl angetretenen Parteien nicht vertreten" einzufügen.
Dadurch hätte der mündige Bürger zumindest die Möglichkeit, sich zu offenbahren.
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Hausmann
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 2505

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:32:25    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:36:21    Titel:

Heison hat folgendes geschrieben:
Frau Nahles hat laut aktueller Spiegel-Meldung einen Brief an die SPD-Basis geschrieben. Ein Statement war: Es gäbe teils erhebliche Sprachdefizite, man müsse Deutschkenntnisse konsequent einfordern. Allerdings fordert die SPD dasselbe wie die Grünen:

Nämlich die Abschaffung der Sprachtests beim Familiennachzug. So hatte Cem Özdemir schon vor der letzten Bundestagswahl angekündigt, im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen die Sprachtests abzuschaffen. Glücklicherweise kam es nicht dazu.

Ich glaube bei diesem Vorschlag ebenfalls nicht, dass die Bevölkerung so begeistert davon ist. Auch die Gerichte haben bisher die Sprachtest-Regelung für grundgesetzkonform erachtet.


Weißt du was mich an all den "Vorschlägen" die jetzt aus den aus der Schreckstarre Erwachten heraussprudeln so stört, sind die Konjunktive.
Müsste, sollte, könnte - alles unverbindlich, da wenn der Angesprochen nicht will- na dann doktern wir mal weiter rum.

Da es keine Konsequenzen haben wird, wenn er nicht will, kann er sich lachend zurücklehnen und seine Parallelwelten weiter gemütlich einrichten.
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ebt'ler
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 691

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:40:19    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Sie sind Opposition, das ist alles.


Da vereinfachst du jetzt aber stark.
Traditionell sind der Bundespresident und der Außenminister meist die beliebtesten Politiker (beide keine Oppositionellen^^).
Aber zur Zeit steht der Außenminister denkbar schlecht in der Gunst seiner Bevölkerung.

Eine reine Regierung <-> Oposition Beziehung kann daher nicht aufgestellt werden...
Es wird wohl auch mit an der Politik liegen. Wink
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1407

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:43:19    Titel:

Naja, die Grünen sind sowas wie eine "Wohlfühlpartei". Sie besetzen populäre Themen wie Umweltschutz und Verbraucherrechte. Fast bekommt man den Eindruck, man müsse nur Grün wählen und alles würde gut. Dass die propagierte Grüne Republik den Menschen aber vor allem Opfer im Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen abverlangt will weniger in die Köpfe hinein. Vorbei sind die Zeite als eine 5-Mark-Steuer auf den Liter Benzin als Ziel ausgegeben wurde. Nach diesem Beschluss errangen die Grünen bei der darauf folgenden Bundestagswahl (1998) einen Stimmenanteil von sage und schreibe 6,7 Prozent. Smile Einen Volksparteicharakter, welcher sich darin ausdrückt, dass verschiedene Gesichtspunkte wie Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltschutz gleichermaßen Berücksichtigung finden, würde ich dieser Partei nicht zuschreiben.

Zuletzt bearbeitet von Steve2525 am 03 Sep 2010 - 14:48:47, insgesamt einmal bearbeitet
Plutarch
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Anmeldungsdatum: 18.01.2009
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:43:24    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Jockelx hat folgendes geschrieben:
So wie jedes Hoch einer Partei z.Z. zu Stande kommt:
Durch das Versagen der anderen Parteien.
Mehr steckt da meiner Meinung nach nicht hinter.


Kommt darauf an, welche Themen gerade tagesaktuell sind.

Was glaubst du, wie die Wahlumfragen heute ausfallen würden, wo die Sarrazin-Vernichtung noch frisch und bekannt worden ist, dass Gabriel Ausländern die gerade erst 8 Jahre hier leben, volles Wahlrecht zustehen will?


Hast du neben deiner Anti-Ausländer-Propaganda eigentlich noch andere Dinge, die dich beschäftigen? Laughing

Wie kann man sich denn jeden Tag nur über das selbe Thema den Mund zerreissen? Haben die NPD-Stammkneipen alle dicht gemacht ?

Wie fixiert du doch auf deine rechte Gesinnung sein musst, dass du allen ernstes behaupten möchtest, dass die Wahlumfragen der Grünen lediglich auf Sarrazins Rassenlehre der letzten Wochen zurückzuführen sind.

Aber was erzähl ich eigentlich. Du bist natürlich nicht rechts. Du hasst nur alles Nichtdeutsche, nicht wahr?
ebt'ler
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 691

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:46:22    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html


Jeder kann eine Umfrage durchführen, dadurch ist sie aber nicht automatisch representativ!
Aus deinen Link zitiert:
Zitat:
3) Die Fragestellung war: ”Soll die Bundesregierung den 2001 von Rot-Grün beschlossenenAtomausstieg rückgängig machen? Die Abstimmung lief bei www.n-tv.de/751253.html vom 10.01.07 bis mindestens 01.02.07. Bis dahin wurden
15.439 Stimmen abgegeben.
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 917

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:48:14    Titel:

Vor der Wahl war es die FDP, jetzt sind es die Grünen. Man sehnt sich offenbar nach einer bürgerrechtlich/liberalen Partei.
_________________
B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant

Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:49:14    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html

Da wechselt die Bevölkerung ja immer schön ihre Ansicht, weshalb wir jetzt auch den schlechtesten aller Wege gehen:
Wir bauen und entwickeln weder neue Kernkraftewerke, noch steigen wir konsequent aus und konzentrieren uns zu 100% auf Alternativen.
Stattdessen lügen wir uns in die Tasche, wir hätten die sichersten Kernkraftwerke (was vor 30 Jahren sicher richtig war, aber bei aller Liebe zum Patriotismus,
nein, wir waren den anderen Ländern vor 30 Jahren nicht 35 Jahre oder so voraus, als das unsere Werke immernoch die Krönung der Technik wären)
und handeln eigentlich im alleinigen Interesse der 4 Energieriesen.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:51:16    Titel:

FH-Spacken hat folgendes geschrieben:
Vor der Wahl war es die FDP, jetzt sind es die Grünen. Man sehnt sich offenbar nach einer bürgerrechtlich/liberalen Partei.


das ist der Punkt

Mutti hat abgemerkelt. Cool
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:51:20    Titel:

Vor einem Jahr haben wir hier darüber diskutiert, wie die aktuelle Stärke der FDP zustande kam.

Meiner Meinung nach ist es weniger Sachpolitik als einfache Psychologie.
Die FDP stand damals ziemlich allein als Partei der "Worthalter" da.
Sie haben, nicht wie die SPD, nach der Macht gegriffen, als es ihnen möglich war und so einiges an Vertrauen gewonnen.
Jetzt, da sie mit ihren großen Versprechungen an Iron Merkel gescheitert sind, in Regierungsverantwortung stehen und zu allem Unglück das Thema Staatsverschuldung zu einem Schlag ins Gesicht für die "Steuern-Runter"-Partei geworden ist, stehen sie sehr erbärmlich da.

Ich habe das Gefühl, dass die Grünen diese Rolle der "Beständigen" jetzt übernehmen.
Ihren Umweltschutzprinzipien treu bleibend, hat der Wähler bei ihnen das Gefühl "zu wissen woran er ist".
Wie schon bei der FDP versucht der Wähler seinem Wunsch nach einem "Fels in der Brandung" auf eine Partei zu projezieren.
Keine Sorge, ich will damit nicht sagen, dass die Grünen von ehemaligen FDP-Wählern profitieren. Aber ich glaube, dass sie dies nach einem ähnlichen Schema tun wie damals unser Guido.
Zuletzt sei nicht zu vergessen, dass die massenhafte Abwanderung von CDU- und SPD-Wählern zu den Nichtwählern den kleinen Parteien, prozentual gesehen, in die Karten spielt.

Lasst sie nur groß werden und zusammen mit Sigmar an dich Macht kommen. Von Dauer ist gar nichts. Außer der Zuwachs an Nichtwählern.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 14:57:49    Titel:

Plutarch hat folgendes geschrieben:


Hast du neben deiner Anti-Ausländer-Propaganda eigentlich noch andere Dinge, die dich beschäftigen? Laughing

Wie kann man sich denn jeden Tag nur über das selbe Thema den Mund zerreissen? Haben die NPD-Stammkneipen alle dicht gemacht ?



stimmt! Jetzt wo du es sagst. Ich muss bloß noch Pluto - dem Scheißviech - sein Stachelhalsband anlegen, den Baseballschläger in die Hand nehmen und dann gehts ab- Fidschis klatschen.

Jetzt zufrieden?

Mutti Merkel und die Mitglieder der Einheitsfront sind sicher stolz auf solche mündigen Bürger wie dich. Schließlich hat sie Debatte beendet- ab da hat Ruhe zu herrschen!
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Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3255

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 15:02:42    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Pluto

Pluto? PLUTO!!!?
So wie der Hund von Micky Maus!!!?
Also bitte, Harras oder Brutus oder sowas, aber doch nicht Pluto!
Plutarch
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Anmeldungsdatum: 18.01.2009
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 15:15:31    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Plutarch hat folgendes geschrieben:


Hast du neben deiner Anti-Ausländer-Propaganda eigentlich noch andere Dinge, die dich beschäftigen? Laughing

Wie kann man sich denn jeden Tag nur über das selbe Thema den Mund zerreissen? Haben die NPD-Stammkneipen alle dicht gemacht ?



stimmt! Jetzt wo du es sagst. Ich muss bloß noch Pluto - dem Scheißviech - sein Stachelhalsband anlegen, den Baseballschläger in die Hand nehmen und dann gehts ab- Fidschis klatschen.

Jetzt zufrieden?


Eigentlich solltest DU am Besten wissen, dass die stereotype Darstellung solcher Neonazis doch schon lange überholt ist und selbst die NPD-Stammkneipengäste eher versucht sind, Gesellschaftsfähiger aufzutreten. Das ändert nichts an Deiner Zugehörigkeit zur Rechten samt ihrer Ideologie.

Wieso ist Euch das eigentlich immer so unangenehm?

Ebenso wie in Deinen Augen die Politik durch sog. Verschönigungen das Thema 'gescheiterte Integration' o.ä. zu Verharmlosen versucht, kannst du nicht ganz einfach dazu stehen, dass du ein Fascho bist sondern tarnst Deine Gesinnung ganz einfach unter dem Vorwand, 'Republikaner' zu sein.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 4301
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 15:36:15    Titel:

Plutarch hat folgendes geschrieben:

Ebenso wie in Deinen Augen die Politik durch sog. Verschönigungen das Thema 'gescheiterte Integration' o.ä. zu Verharmlosen versucht, kannst du nicht ganz einfach dazu stehen, dass du ein Fascho bist sondern tarnst Deine Gesinnung ganz einfach unter dem Vorwand, 'Republikaner' zu sein.


Ja ich gebs zu- ich bin genauso ein Fascho wie Broder, Sarrazin, Baring, Herman, Möllemann, Günzel.

Nun zufrieden?
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xXDroogXx
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 234

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 15:48:21    Titel:

Plutarch hat folgendes geschrieben:


Eigentlich solltest DU am Besten wissen, dass die stereotype Darstellung solcher Neonazis doch schon lange überholt ist und selbst die NPD-Stammkneipengäste eher versucht sind, Gesellschaftsfähiger aufzutreten. Das ändert nichts an Deiner Zugehörigkeit zur Rechten samt ihrer Ideologie.

Wieso ist Euch das eigentlich immer so unangenehm?

Ebenso wie in Deinen Augen die Politik durch sog. Verschönigungen das Thema 'gescheiterte Integration' o.ä. zu Verharmlosen versucht, kannst du nicht ganz einfach dazu stehen, dass du ein Fascho bist sondern tarnst Deine Gesinnung ganz einfach unter dem Vorwand, 'Republikaner' zu sein.


Vielfalt ist den Linken ein hohes Gut.
Das was du von dir gibts ist allerdings das Gegenteil davon: Vereinfachende Schwarz-Weiß-Malerei.
Kritisier sachlich und spiel dich nicht als Hobby-Psychologe auf. Dann kannst du meinetwegen an der politischen Gesinnung mancher Leute hier zweifeln. So nimmt dich aber keiner ernst.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 1720

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 16:02:51    Titel:

Auszüge aus "Welt Online":

Zitat:
Der derzeitige Höhenflug der Berliner Grünen ist aber nicht allein an der forschen möglichen Spitzenkandidatin festzumachen. Das derzeitige grüne Wunder von Berlin hat viele Gründe. Die Partei sitzt weder im Land noch im Bund auf der Regierungsbank. Der derzeitige öffentliche Groll gegen die fehlende Entscheidungsfreudigkeit der Regierenden landauf landab trifft sie nicht. Zudem sind mit Umweltschutz und Klimawandel zwei zentrale grüne Themen in das öffentliche Interesse gerückt und nicht mehr nur das Thema von ein paar Öko-Spinnern.

Insgesamt hat sich in den vergangenen Jahren ein bemerkenswerter Wandel in der Hauptstadt vollzogen. Eine grüne Spitzenkraft vergleicht diese Entwicklung mit dem Erscheinungsbild des kultigen Hamburger Fußballvereins St. Pauli: sich modernen Gegebenheiten anpassen, ohne das alternative Image zu verlieren. In Berlin stößt diese Mischung offenbar auf Gegenliebe.


http://www.welt.de/politik/deutschland/article9351457/Gruene-planen-grossen-Angriff-auf-das-Rote-Rathaus.html

Das ist die Beschreibung der Berliner Grünen. Mich überrascht aber, dass die Grünen auch in Baden-Würtemmberg und in Schleswig-Holstein sehr stark sind. Das sind beides Flächenländer mit vielen ländlichen Regionen, die bevorzugt konservativ wählen.

Ich glaube auch, in den Grünen wird verstärkt die einzige "Wohlfühlpartei" gesehen. Für Umwelt- und Klimaschutz ist ja im Prinzip jeder, dagegen kann ja keiner was sagen. Hinzu kommt auch, dass die Grünen ein homogenes Bild abgeben, verschiedene Meinungen hört man innerhalb der Partei nicht. Bei der CDU und SPD melden sich ja seit Ewigkeiten zig Leute zum gleichen Thema zu Wort und jeder hat dazu eine andere Meinung. Vor allem die Schwarz-Gelbe Regierung macht einen sehr zerstrittenen Eindruck, die Grünen hingegen wirken meistens intern harmonisch. Aber gut, die Oppositionsrolle ist halt immer einfacher auszufüllen als wenn man selbst regiert.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:13:20    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html


cooler Link
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ebt'ler
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Beiträge: 691

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:24:28    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html


cooler Link


Lies lieber das Kleingedruckte, bevor du dich noch auf N-TV Umfragen berufst! Laughing
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:25:56    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

ebt'ler hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html


cooler Link


Lies lieber das Kleingedruckte, bevor du dich noch auf N-TV Umfragen berufst! Laughing


da sind doch mehr als diese eine Umfrage aufgeführt....
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ebt'ler
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:28:11    Titel:

Tonka hat folgendes geschrieben:

Ich glaube auch, in den Grünen wird verstärkt die einzige "Wohlfühlpartei" gesehen.


Wenn man nicht nur aus Protest wählen will sind die Grünen wohl die einzige akzeptable Alternative!
ebt'ler
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2010 - 17:48:33    Titel: Re: Woher kommt das Umfrage-Hoch der Grünen?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
ebt'ler hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Hausmann hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Deutschen ist ja bekanntlich gegen Atomkraft

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_zustimmung_zur_kernenergie.html


cooler Link


Lies lieber das Kleingedruckte, bevor du dich noch auf N-TV Umfragen berufst! Laughing


da sind doch mehr als diese eine Umfrage aufgeführt....


Lass uns das Thema hier nicht kaput machen. Es gibt schon genug andere Threads zur Kernenergie!

Aber die Umfragen die in den Link zitiert werden sind alle nicht representativ und sowieso aus den Zusammenhang gerissen bzw. falsch zitiert.

Überschrift ist "Zustimmung zur Kernenergie", aber es werden Prozentzahlen zu ständig wechselnden Fragen verwendet und somit in einen falschen Zusammenhang gebracht.

Nicht representativ oder unabhänig schätze ich Umfragen von: N-TV, Time Europe, Zeitung Rheinpfalz, Leipziger Volkszeitung, VDEW (Verband der Elektrizitäts Wirtschaft) und IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) ein!

Und wenn es sich dann mal um eine Umfrage eines bekannten Meinungsforschungsinstitutes handelt sind die Fragen aus den zusammenhang gerissen:

Zitat:
Im Sommer 2010 sind 81 % der Bürger derm Meinung, dass auf Kernenergie nicht völlig verzichtet werden könne.
[...]
Sogar 60 % der Grünen-Anhänger und 81 % der SPD-Sympathisanten glauben, die Atomkraft sei nötig, um die Stromversorgung hierzulande zu sichern.


Was so natürlich richtig ist, denn JETZT kann auf Kernenergie nicht verzichtet werden. Das hat nichts mir den zukünftigen Ausstieg zu tun.

Zitat:
Forsa-Umfrage im Auftrag von Bild am Sonntag am 14.01.07:
”Ist ein schneller Ausstieg vertretbar?“ Nein sagen 61 %, ja sagen 39 %. Kommentar von BAMS:
”Mehrheit der Deutschen für Atomkraft“


"Schneller Ausstieg" hat wieder absolut keinen Zeitbezug, wie beim letzten Zitat.

Zitat:
61 % der Befragten sprechen sich für eine weitere Nutzung der Kerrnenergie aus, wenn die Frage nach der sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle gelöst wird


Trifft auch wieder nicht auf die aktuelle Situation zu, da eine "sichere Endlagerung" nicht in sicht ist.

Alle Zitate stammen aus dem Kleingedruckten.

Es sieht in einer Tabelle natürlich schön aus, wenn die Hintergründe verschleiert sind. Aber ob man das als allgemeine Meinung verkaufen kann ist fraglich.
Eine verwertbare Umfrage müsste sich auf Fragen wie "Sind sie für eine Laufzeitverlängerung" stützen, dann ist die Faktenlage wenigstens klar.

Ich werde jetzt hier aber nichts weiter zum Thema Kernenergie schreiben. Es trifft nicht das Hauptthema und wir haben genug andere Threads zum diskutieren!
Filzstift
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 00:34:44    Titel:

ebt'ler hat folgendes geschrieben:
Tonka hat folgendes geschrieben:

Ich glaube auch, in den Grünen wird verstärkt die einzige "Wohlfühlpartei" gesehen.


Wenn man nicht nur aus Protest wählen will sind die Grünen wohl die einzige akzeptable Alternative!


Möchtest du z.B. Roth, Ströbele und Künast in politischer Verantwortung sehen?
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Blackmore
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 01:46:54    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Möchtest du z.B. Roth, Ströbele und Künast in politischer Verantwortung sehen?



ja.
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 08:48:26    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Möchtest du z.B. Roth, Ströbele und Künast in politischer Verantwortung sehen?


Ein Chance hätten sie meiner Meinung nach verdient.
Wenn sie dabei versagen kann man halt zukünftig nur noch aus Protest wählen gehen. Wink
cyrix42
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 08:51:55    Titel:

Also Roth hat ein Parteiamt inne. Im Sinne der Trennung von Amt und Mandat wird sie wohl eher kein Ministeramt erhalten bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen.

Ströbele ist schon genügend lang - auch mit eigenem Direktmandat ausgestattet - im Bundestag, als dass er schon nach höherem hätte streben können. Ich denke also, er würde gar nicht wollen. (Der ist eher Parlamentarier denn Minister.)

Und Künast war schon in politischer Verantwortung als Verbraucherschutz- Ministerin.


So viel zu den angesprochenen Namen...


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koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 09:00:02    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Also Roth hat ein Parteiamt inne. Im Sinne der Trennung von Amt und Mandat wird sie wohl eher kein Ministeramt erhalten bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen.

Ströbele ist schon genügend lang - auch mit eigenem Direktmandat ausgestattet - im Bundestag, als dass er schon nach höherem hätte streben können. Ich denke also, er würde gar nicht wollen. (Der ist eher Parlamentarier denn Minister.)

Und Künast war schon in politischer Verantwortung als Verbraucherschutz- Ministerin.


So viel zu den angesprochenen Namen...


Cyrix


und alle drei waren bereits verantwortlich in den ersten Reihen der Grünen als diese abgewählt wurden....
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cyrix42
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 09:03:19    Titel:

Was ich nie verstanden habe, ist, wie man Parteien "abwählen" kann. Also auf meinem Wahlzettel gab es nie eine Option jemanden "abzuwählen", sondern nur jemanden zu wählen...


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ebt'ler
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 09:22:57    Titel:

Die Grünen haten doch keine wirklichen Wahlverluste:
http://www.wahlrecht.de/ergebnisse/bundestag.htm

Im Gegenteil, sie werden immer beliebter bei den Wählern.
ebt'ler
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 09:29:50    Titel:

Hier nochmal deutlich als Grafik: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/German_parliamentary_elections_diagram_de.png
cyrix42
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 09:37:53    Titel:

Wobei man an der Stelle auch fragen muss, inwiefern da ganz einfache, demographische Faktoren eine Rolle spielen:

Die Grünen haben bei den jetzigen Rentern kaum Rückhalt. Die sterben aber langsam weg (muss man so brutal eben sagen). Jedoch hält sich umgekehrt bei vielen ehemals jungen, idealistischen Grünen-Befürwortern dies auch länger (ok, sie werden pragmatischer, bleiben aber zumeist Grün), sodass es nicht eine konstante Abwanderungsbewegung durchs Älterwerden gibt.

Will sagen: die Grünen profitieren davon, dass immer mehr der Leute, die politisch schon anders festgelegt waren als die Grünen gerade ihren Aufstieg begannen, wegsterben.


(Umgekehrt haben speziell die Volksparteien genau dies als Problem, weil sie in den älteren Bevölkerungsschichten noch die größte Stammwählerschaft besitzen...)


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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 11:50:09    Titel:

ebt'ler hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:

Möchtest du z.B. Roth, Ströbele und Künast in politischer Verantwortung sehen?


Ein Chance hätten sie meiner Meinung nach verdient.
Wenn sie dabei versagen kann man halt zukünftig nur noch aus Protest wählen gehen. Wink


Ströbele genießt wohl sein Direktmandat und ist damit genug ausgelastet. Ich glaube kaum, dass der noch Minister-Ämter anstrebt. Bei Künast bin ich mal gespannt, ob sie in Berlin Bürgermeisterin wird. Die Chancen stehen da gar nicht schlecht, den Wowereit abzulösen (vorausgesetzt sie tritt dort an, was die meisten Journalisten annehmen). Claudia Roth möchte ich nirgendwo in Regierungs-Verantwortung sehen, ich halte sie schlicht für zu inkompetent. Trittin war ja schon mal dran und seine Politik ist mir zu ideologisch. Cem Özdemir hat meiner Meinung nach noch das meiste Potenzial für höhere Ämter bei den Grünen sowie der Europaabgeordnete Werner Schulz und vielleicht auch noch Katrin Göring-Eckhardt. Reinhard Bütikofer fand ich auch noch relativ gut.
Steve2525
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2010 - 12:21:28    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Wobei man an der Stelle auch fragen muss, inwiefern da ganz einfache, demographische Faktoren eine Rolle spielen:

Die Grünen haben bei den jetzigen Rentern kaum Rückhalt. Die sterben aber langsam weg (muss man so brutal eben sagen). Jedoch hält sich umgekehrt bei vielen ehemals jungen, idealistischen Grünen-Befürwortern dies auch länger (ok, sie werden pragmatischer, bleiben aber zumeist Grün), sodass es nicht eine konstante Abwanderungsbewegung durchs Älterwerden gibt.

Will sagen: die Grünen profitieren davon, dass immer mehr der Leute, die politisch schon anders festgelegt waren als die Grünen gerade ihren Aufstieg begannen, wegsterben.


(Umgekehrt haben speziell die Volksparteien genau dies als Problem, weil sie in den älteren Bevölkerungsschichten noch die größte Stammwählerschaft besitzen...)


Cyrix


Sicher gibt es da auch eine demographische Komponente (sonst würden die anderen Parteien auch nicht so vehement versuchen mit Grünen Themen für sich werben). Und es fällt schon auf, wie die Grünen sich seit dem Ende ihrer Regierungsbeteiligung geändert haben. Wirklich kontroverse Positionen vertritt die Partei heute nicht mehr. So sehen auch viele aus dem schwarz-gelben Lager die Grünen inzwischen mit einer gewissen Sympathie. Aber erst eine erneute Regierungsbeteiligung im Bund wird zeigen, wie groß der Rückhalt für grüne Positionen wirklich ist. Von Demoskopen wird die Kernwählerschaft der Partei auf acht bis zehn Prozent der Wahlberechtigten geschätzt.
ebt'ler
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2010 - 11:53:38    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Wobei man an der Stelle auch fragen muss, inwiefern da ganz einfache, demographische Faktoren eine Rolle spielen:


Vollkommen richtig, die Parteimitglieder der Grünen sind im Schnitt 42 Jahre alt, bei allen anderen Parteien liegt der Schnitt weit über 50.
Dadurch sollten sie zukünftig auch nicht soviel Probleme mit der Nachwuchsfindung haben.

Und es fällt dann natürlich auch leichter die jungen Bevölkerungsschichten anzusprechen.

Quelle: http://www2.politik.uni-halle.de/schuettemeyer/downloads/ppp-kurzfassung.pdf (Seite 26 / der Rest ist aber auch sehr interessant)
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 13:32:26    Titel:

Herzlich Willkommen im real existierenden Rechtsstaat...

Verträge gelten auch für Ideologen.

http://www.n-tv.de/politik/Stuttgart-21-wird-weitergebaut-article3548816.html

Nur, wie sagen die es jetzt ihren Wählern? Ich denke wir sehen hier den Beginn der Entzauberung der Grünen.
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