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Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden
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Sybilla
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Anmeldungsdatum: 18.08.2008
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2010 - 21:39:08    Titel: Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden

Angesicht der multimedialen Stimmungslage könnten manche arglose Bürger/innen glauben es gäbe tatsächlich ein Wirtschaftswachstum XXL und zusätzlich ein Jobwunder.

Allerdings sind die harten Fakten bei weitem weniger positiv zubewerten.

18.09.2010 12:44 Siemens-Tochter SIS baut 2.000 Arbeitsplätze ab Bei der Siemens-Tochter SIS ist vorerst keine Besserung in Sicht.

Hier werden Arbeitsplätze von hoch qualifizierten Mitarbeitern abgebaut.

22.09.2010 - 19:06 Auftragsverluste bei Continental Rund 600 Arbeitsplätze in Dortmund bedroht

22.09.2010 16:19 Uhr Pharmakonzern Abbott streicht 290 von 800 Stellen in Hannover.

Nun gut nachdem die Wirtschaft in 2009 um 6 % abgestürzt ist der 3 % Aufschwung in 2010 immerhin eine deutliche Erholung, allerdings fällt diese Erholung nicht so strak aus, als von Experten erwartet.

Wie erklärt sich das multimedial beschworene „Jobwunder“?

Panorama vom 23. September 2010 Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden

Das“ Jobwunder“ findet vor allem im Bereich der 400 € Minijobs statt, diese Minijobs werden nicht wie geplant zum Einstieg in den Arbeitsmarkt sondern immer mehr zum Ausstieg aus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventionierten Jobs (ergänzendes ALG II) werden vor allem als Sparmodell genutzt: weniger Steuern, weniger Sozialabgaben. Für 400-Euro-Jobs fällt keine Einkommenssteuer an, ihr Gehalt erhalten die Minijobber "brutto für netto". Für die Sozialabgaben fällt nur eine Pauschale an….

Worin liegt nun der maximale Schaden?

1. Eine Erhöhung der ALG II Regelsätze betrifft nicht nur die statistisch erfassten Arbeitslosen (August 2010 3.188.122 Personen) sondern alle rund 6,8 Millionen Leistungsempfänger (ALG II, Sozialgeld) Aufgrund der geschaffenen Arbeitsmarktstrukturen ist die Anpassung der Hartz IV Mindestsicherung sehr kostspielig.

2. Die Steuereinnahmen der Einkommenssteuer sinken ebenso wie in der gesetzlichen Sozialversicherung (RV;GKV;PV) rapide ab, die Löcher werden größer in der Folge wird das Renteneintrittsalter (Altersrente) auf 67 angehoben und die Löcher der GKV auf Kosten der Versicherten Arbeitnehmer durch Zusatzbeiträge geschlossen.

3. Der Konsum bricht weiter ein, weil die Konsumenten immer weniger Kaufkraft (weniger Netto vom Brutto) besitzen und das anwachsende Heer der Niedriglohnbeschäftigten nur noch auf den Niveau der Existenzsicherung (Arbeit + ergänzendes ALG II) entlohnt wird.

Die Folgen des Schadens?

Zitat:
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.331 vom 21.09.2010 Höheres Defizit der Kommunen im ersten Halbjahr 2010


Von einem Wirtschaftswachstum xxl oder gar einen echten „Jobwunder“ fehlt nach wie vor jede Spur, im Gegenteil die Fakten zeigen in den Medien wird eine Welt gemalt so wie die Welt den regierenden gefällt. Die Bürger/innen die Arbeitnehmer/innen die Rentner/innen und die Kranken und rund 7,7 Millionen Leistungsempfänger (mit Arbeitslosengeld I, ALG II-Hartz IV und Sozialgeld) nehmen weder am Aufschwung xxl teil noch verbessert das „Jobwunder“ der Minijobs ihre Einkommenssituation.

Statt hier alle verbalen Kniffe, rhetorische Finten und multimedialen Legenden zu entzaubern, kann ich nur empfehlen: Hören Sie zu, halten sie die Augen offen, merken Sie auf, haben Sie acht!

Aufwachen!!! Nicht träumen!!!

wir sinken nicht

Falls gewünscht, bin ich zu einer sachlichen Diskussion meiner Thesen jederzeit bereit.
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