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"Ich bin auch der Präsident der Muslime"
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Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 17:51:32    Titel:

wie immer recht passend und bissig zum Thema:

http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_PolitKari101007_Wulff_Rede_Tag_deutsche_Einheit_Islam_Merkel_Scharia_Grundgesetz.html Confused
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 19:11:28    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 schrieb :
Zitat:
Aber sicherlich hast Du andere alberne Zahlen für mich, oder möchtest Du mit mir über Deine gefühlten Zahlen reden??

Natürlich :

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E6A92F821CC324DC7BAB1FDC87763EF3A~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Du zitierst das BKA :
Zitat:
Das Bundeskriminalamt (BKA) geht davon aus, dass sich mehr als 400 Islamisten in Deutschland aufhalten und eine Bedrohung für die innere Sicherheit darstellen. Den harten Kern bilden 131 Personen, die das BKA als "Gefährder" einstuft.

Du zitierst das in einem kontext der wohl ausdrücken soll, darüber hinaus herrscht Friede - Freude - Eierkuchen, oder wie jetzt ? Eine Gefährdung ist weit mehr als eine akute Gefahr, eine Gefahr sind verbreitete Einstellungen wie jene, die sich aus Buschkowsky Äußerungen ergeben :
" Hatun Sürücü war gerade von ihren Brüdern hingerichtet worden. In einer Neuköllner Schule fanden Schüler das völlig ok, denn sie hatte gelebt wie eine Deutsche . "

Freundliche Grüße, schelm


>>Bekir Alboga, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime zu dem sich die großen konservativen islamischen Dachverbände zusammengeschlossen haben, sagte zu den Ergebnissen der Studie, die Einstellung von jungen Muslimen zu Demokratie und Rechtsstaat unterscheide sich nicht signifikant von der der Nichtmuslime. Das sei „eines der wichtigsten Ergebnisse“ der Studie. Alboga forderte einen „behutsamen und nicht einseitigen Umgang“ mit den Ergebnissen der Untersuchung.<<

böser böser Islam
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11574
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 19:16:09    Titel:

Steve2525 hat folgendes geschrieben:
@König Ludwig: Da ließt sich folgendes aber ganz anders:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,524535,00.html

Hier die Studie:

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2007/Muslime%20in%20Deutschland.pdf?__blob=publicationFile

Wir reden hier doch über keine Massenpsychose welche die Bürger auf einmal erfaßt hätte. Es wird ja geradeso getan.


Bekir Alboga, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime zu dem sich die großen konservativen islamischen Dachverbände zusammengeschlossen haben, sagte zu den Ergebnissen der Studie, die Einstellung von jungen Muslimen zu Demokratie und Rechtsstaat unterscheide sich nicht signifikant von der der Nichtmuslime. Das sei „eines der wichtigsten Ergebnisse“ der Studie. Alboga forderte einen „behutsamen und nicht einseitigen Umgang“ mit den Ergebnissen der Untersuchung.

Auch für Dich noch mal, seit S21 glaub ich sogar dass es mehr als 50 Prozent der Nichtmuslime sind, die ein Problem mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie haben. Moslems sind eben doch besser integriert als es dargestellt werden soll.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 19:28:17    Titel:

Offener Brief an Christian Wulff
Gehören wir Ungläubigen auch dazu?
"Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland", sagte Christian Wulff in seiner Bremer Ansprache. Henryk M. Broder und Reinhard Mohr meinen, das sei gut gemeint, mache die Sache aber nicht besser.

Verehrter Herr Bundespräsident,

in Ihrer Bremer Ansprache zum zwanzigsten Jahrestag der deutschen Vereinigung haben Sie viel – womöglich: allzu viel – Richtiges gesagt. Fast alles wurde angesprochen, fast nichts blieb ungesagt. Ein Massenauflauf von Allgemeinplätzen. Eine typische Sonntagsrede eben. Nebbich.

Eine Passage aber hat uns doch irritiert. Sie sagten wörtlich:
"Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland."

Böswillige Spötter könnten nun frei nach Richard David Precht nachfragen: Welcher Islam eigentlich, und wenn ja, wie viele? Aber wir wollen seriös bleiben.

Gewiss, das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, genauso wie Beethovens Neunte, Veronica Ferres, die Currywurst, die Bielefelder Fußgängerzone und Schalke 04.

Aber finden Sie nicht auch, dass Ihre Formulierung „gehört zweifelsfrei“ ein kleines bisschen euphemistisch klingt? Ein wenig untertrieben, wie ein beliebiger Appendix, ein Anhängsel, Teil einer tendenziell endlosen Aufzählung, zu der auch Günther Netzer und Gerhard Delling gehörten?

In Bayern würde man dazu sagen: Adebei – auch dabei. Auch der von Ihren Redenschreibern pflichtschuldigst formulierte Hinweis auf die "christlich-jüdische Geschichte" ändert daran nichts. Es ist nur eine jener Leerformeln, von denen Ihre Rede strotzt. Und wenn Sie schon diese abgenutzte Formel benutzen, dann hätten Sie wenigstens erwähnen müssen, dass die christlich-jüdische Geschichte Deutschlands Jahrhunderte lang vor allem eine Geschichte der Glaubenskriege, der Unterdrückung, des Antisemitismus und der Gewalt war, vom Holocaust zu schweigen.

Aber wir verstehen natürlich: Sie meinten die Kultur des Abendlandes. Doch hier fehlt dann wieder das entscheidende Wort: Aufklärung. Es kommt in Ihrer Rede nicht vor. Weder Kant noch Voltaire, weder Spinoza noch Moses Mendelssohn. Das ist kein Zufall, denn auch die alten Römer und Griechen kommen bei Ihnen ja nicht vor, weder Aristoteles noch Sokrates oder Seneca. Kurz: Die gesamte europäische Geschichte von Aufklärung, Revolution und Humanismus ist Ihnen keinen einzigen Satz wert. Dabei ist sie doch die Grundlage unserer demokratischen Republik.

Apropos Republik: Indem sie „den Islam“ gleichberechtigt neben Christentum und Judentum stellen, erwecken Sie trotz Ihrer rhetorischen Relativierung des adebei den Eindruck, als sei das vereinte Deutschland keine zivile, säkulare Republik freier Bürger, sondern die Summe seiner Religionsgemeinschaften, eine Art multikulturelle Glaubenskongregation, ein einziger fortwährender Kirchentag unter dem gemeinsamen Vorsitz von Margot Käßmann, Kardinal Meissner, Charlotte Knobloch und dem Zentralrat der Muslime.

Absurd genug, aber selbst wenn es so wäre, müssten wir erst recht fragen: Und was ist, bitteschön, mit den Baha’i und den Buddhisten, mit Hindus und Anhängern evangelikaler Sekten, mit orthodoxen Juden und Paderborner Diaspora-Katholiken? Und was mit den frei schwebenden Esoterikern aller Glaubensrichtungen, Vegetariern und Veganern, den Apokalyptikern und Verschwörungsliebhabern aller Bundesländer?

Unsere dringendste Nachfrage, verehrter Herr Bundespräsident, betrifft allerdings uns selbst, zugegeben: merkwürdige Menschen, die, obzwar zutiefst in der christlich-deutsch-jüdisch-polnisch-hessischen Geschichte verwurzelt, gar nicht religiös sind und, pardon, keiner Glaubensgemeinschaft wirklich angehören.

Kurz: Was ist mit uns Ungläubigen und Agnostikern, uns ewigen Zweiflern, Kritikastern und Rotweintrinkern?

Gehören wir auch dazu? Sind Sie auch unser Bundespräsident, womöglich mit derselben "Leidenschaft", mit der Sie Präsident aller Muslime sind? Und worin würde sich diese Leidenschaft dann offenbaren?

Vielleicht gar in der öffentlich geäußerten Erkenntnis, dass sich Demokratie, Freiheit und Menschenrechte in unserer „christlich-jüdischen Geschichte“ fast immer im Kampf der Aufklärung gegen die Macht der Religion und des Glaubens durchgesetzt haben? Ein Kampf, der bis in die jüngsten Tage reicht, denken wir nur an unseren Mitbruder Ex-Bischof Mixa.

Wie aber wäre dies wiederum mit Ihrer Formulierung zu vereinbaren, "der Islam" gehöre "zweifelsfrei" zu Deutschland?

Wir wissen, Sie haben es gut gemeint, aber das macht die Sache nicht besser. In Ihrer ersten Rede nach Ihrer Wahl zum Bundespräsidenten haben sie erklärt, Sie wollten die Mauern in den Köpfen einreißen, die Gräben zuschütten und Brücken bauen. Wenn das die Arbeit ist, die ein Präsident leisten muss, dann wären wir mit einem Hoch- und Tiefbauingenieur besser bedient gewesen. Unser Verdacht, dass es Ihnen eher auf die Verpackung als auf den Inhalt ankommt, hat sich leider bestätigt.

Es wäre richtig gewesen, die Muslime in Deutschland willkommen zu heißen und bei dieser Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass sie - ebenso wie die DDR-Bürger vor dem Fall der Mauer - mit den Füßen abgestimmt haben. Dass sie aus Ländern gekommen sind, in denen es keine Demokratie, keine Meinungsfreiheit, keine Gewaltenteilung, keine Gleichberechtigung, nicht einmal das Recht gibt, seinen Ehepartner frei zu wählen. Indem Sie aber den Islam willkommen geheißen haben, haben Sie auch all das willkommen geheißen, wovor Millionen von Moslems geflohen sind. Es ist, als hätte ein Bundespräsident im Jahre 1980 nicht die Mauerspringer, sondern den real existierenden Sozialismus umarmt.

Wir haben den Verdacht, dass auch Sie sich von der Wirklichkeit weit entfernt haben. Fahren Sie doch mal nach Duisburg-Marxloh, wo vor kurzem die größte Moschee Deutschlands eingeweiht wurde, wobei alle Politiker betonten, jetzt sei der Islam "in Deutschland angekommen". Und reden Sie mit den einfachen Leuten in Duisburg-Marxloh, die in der Nähe der Moschee leben und arbeiten. Es sind alles Moslems. Sie werden Ihnen erzählen, dass für den Bau der Moschee Millionen ausgegeben wurden, während für Sprachkurse kein Geld da ist. Und versuchen Sie dann einmal, unangemeldet in die Moschee zu kommen, so wie sie jede Kirche in Deutschland unangemeldet besuchen können. Sie werden was erleben.

Fahren Sie mal nach Mönchengladbach, wo die Bürger im Ortsteil Eicken gegen einem Moscheeverein demonstrieren, der sich "Einladung zum Paradies" nennt, wo sich jeden Freitag Moslems zu einer gespenstischen Gebets-Demo am Marktplatz versammeln und dabei die Einwohner belästigen, die der Meinung sind, dass Religion Privatsache ist. Oder laufen Sie einfach mal bei einer "Al-Quds"-Demo mit und hören Sie sich an, welche Parolen dabei gerufen werden. Und wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, "der Islam" gehöre "zweifelsfrei" zu Deutschland, dann reden Sie mit den Häretikern unter den Moslems, die Ihnen erzählen werden, was sie "daheim" erlebt haben.

Sie haben in Ihrer Rede zwei Gruppen besonders gewürdigt: Die Ostdeutschen und die Moslems. In der Tat haben beide einiges gemeinsam: Den Mangel an demokratischer Praxis und ein Defizit in der Kunst der Selbstkritik. Allerdings haben sie uns wohlstandsgesättigten Westdeutschen etwas voraus: Die Erfahrung einer Diktatur. Und deswegen haben viele auch ein gutes Gespür für falsche Töne, leere Versprechen und wohlfeile Komplimente. Wie zum Beispiel unser Kollege Hamed Abdel-Samad, der vor 15 Jahren aus Ägypten nach Deutschland gekommen ist. Der Sohn eines Imams sagt über sich selbst, er sei "vom Glauben zum Wissen konvertiert".
Machen Sie es ihm doch bitte nach.

Shalom, Salam und Grüß Gott!
http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gehoeren-wir-unglaeubigen-auch-dazu/1950404.html
schelm
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Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 19:44:41    Titel:

koenig_ludwig73 schrieb :

Zitat:
Auch für Dich noch mal, seit S21 glaub ich sogar dass es mehr als 50 Prozent der Nichtmuslime sind, die ein Problem mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie haben. Moslems sind eben doch besser integriert als es dargestellt werden soll.


Zitat:
Bekir Alboga, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime zu dem sich die großen konservativen islamischen Dachverbände zusammengeschlossen haben, sagte zu den Ergebnissen der Studie, die Einstellung von jungen Muslimen zu Demokratie und Rechtsstaat unterscheide sich nicht signifikant von der der Nichtmuslime.

Das schrieb ich :
Zitat:
Eine Gefährdung ist weit mehr als eine akute Gefahr, eine Gefahr sind verbreitete Einstellungen wie jene, die sich aus Buschkowsky Äußerungen ergeben :
" Hatun Sürücü war gerade von ihren Brüdern hingerichtet worden. In einer Neuköllner Schule fanden Schüler das völlig ok, denn sie hatte gelebt wie eine Deutsche . "

Muß ich dazu etwas posten, oder erschließen sich dir schlussfolgernde Überlegungen selbstständig ?

Freundliche Grüße, schelm
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 20:15:07    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 schrieb :

Zitat:
Auch für Dich noch mal, seit S21 glaub ich sogar dass es mehr als 50 Prozent der Nichtmuslime sind, die ein Problem mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie haben. Moslems sind eben doch besser integriert als es dargestellt werden soll.


Zitat:
Bekir Alboga, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime zu dem sich die großen konservativen islamischen Dachverbände zusammengeschlossen haben, sagte zu den Ergebnissen der Studie, die Einstellung von jungen Muslimen zu Demokratie und Rechtsstaat unterscheide sich nicht signifikant von der der Nichtmuslime.

Das schrieb ich :
Zitat:
Eine Gefährdung ist weit mehr als eine akute Gefahr, eine Gefahr sind verbreitete Einstellungen wie jene, die sich aus Buschkowsky Äußerungen ergeben :
" Hatun Sürücü war gerade von ihren Brüdern hingerichtet worden. In einer Neuköllner Schule fanden Schüler das völlig ok, denn sie hatte gelebt wie eine Deutsche . "

Muß ich dazu etwas posten, oder erschließen sich dir schlussfolgernde Überlegungen selbstständig ?

Freundliche Grüße, schelm



Meine Schlussfolgerung ist ganz einfach, begreife erst mal unsere Werte auf die Du Dich berufst bevor Du Sie für so naive und platte Stimmungsmache missbrauchst.

Erstens geht es bei der Selbstverständlichkeit einer Anerkennung einer Religion nicht darum die Sharia einzuführen und solche Dinge gutzuheißen!

Zweitens wirst Du doch nicht ernsthaft ein negatives Beispiel als Gegenargument von wissenschaftlichen Studien anbringen wollen. Du kannst Dir nun also auch das serielle Posten von weiteren Einzelfällen sparen.


Zuletzt bearbeitet von koenig_ludwig73 am 08 Okt 2010 - 06:57:59, insgesamt einmal bearbeitet
schelm
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 21:47:57    Titel:

@ koenig_ludwig :
Zitat:
■40 Prozent aller befragten Muslime in Deutschland sind "fundamental orientiert". Merkmale dafür sind: eine enge religiöse Bindung, hohe Alltagsrelevanz der Religion, die starke Ausrichtung an religiösen Regeln und Ritualen verbunden mit einer Tendenz, "Muslime die dem nicht folgen auszugrenzen sowie den Islam pauschal auf- und westliche, christlich geprägte Kulturen abzuwerten". Dies ist der Studie zufolge aber bei weitem nicht gleichzusetzen mit dem Umfang des Potenzials demokratieskeptischer, intoleranter oder gar islamismusaffiner Haltungen unter Muslimen.


■14 Prozent aller Befragten haben "problematische Einstellungsmuster" - das bedeutet laut Studie, dass sie entweder eine hohe Distanz zu Demokratie, und/oder eine hohe Akzeptanz zu politisch-religiös motivierter Gewalt zeigen. 6 Prozent aller Befragten (hochgerechnet auf alle drei Millionen Muslime in Deutschland 180.000) sind der Studie zufolge "gewaltaffin", sie sind also theoretisch mobilisierbar. Das bedeute, dass sie massive Formen politisch-religiös motivierter Gewalt akzeptierten.


■Die Verfasser der Studie wiesen aber zugleich darauf hin, dass Distanz zu Demokratie und Rechtsstaat sowie autoritäre Einstellungen bei Muslimen nicht häufiger vorkommen würden als bei einheimischen Nichtmuslimen.


Die letzte, politisch korrekte Sf ist nur eine dämliche Korrelation, die lediglich - mögliche - prozentuale Vergleichbarkeit mit unvergleichbarer inhaltlicher, weltbildlicher Unterschiedlichkeit gleichsetzt. Das geht methodologisch in etwa wie bei dir :

Demokratische Teilhabe definierst du um in nicht demokratisches Verständnis - als Beispiel bemühst du S21, dabei ists umgekehrt - gerade die Abwesentheit der Muslime bei solchen Zukunftsfragen zeigt mangelnde Teilhabe und Interesse an demokratischen Prozessen. Meinungen zum Sachverhalt verstehst du als undemokratisch, obwohl sie strittig sind. All solches ( z.B. Politikverdrossenheit, mangelnde Wahlbeteiligung, " die da oben machen sowieso, was sie wollen " etc. ) wird dann subsumiert und gegengerechnet zu den tatsächlich undemokratischen Weltbildern, siehe Meinung der Schüler zum " Ehrenmord ", Gleichberechtigung der Frau, kollektive Zwänge, Umgang mit Apostaten etc.

Dann darf natürlich die Worthülse vom " Einzelfall " nicht fehlen, die Weltanschauung, die dahinter steht, wird ausgeblendet ...

Weißte was .. ganz offen .. aber : Du langweilst !

Freundliche Grüße, schelm


Zuletzt bearbeitet von schelm am 07 Okt 2010 - 22:31:59, insgesamt einmal bearbeitet
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 22:07:22    Titel:

@ koenig_ludwig :

überlass es doch besser Experten über den Islam zu urteilen:

Zitat:
Saarbrücker Islamforscher: "Der Islam ist mehr als eine Religion"

Kaum jemand kennt das muslimische Denken so gut wie der Saarbrücker Islamforscher Gerd-Rüdiger Puin (69). SZ-Redakteur Thomas Schäfer sprach mit ihm über die von Bundespräsident Wulff entfachte Debatte.

„Der Islam gehört zu Deutschland“ – was denken Sie über diesen Satz des Bundespräsidenten?

Puin: Naja, wenn der Bundespräsident das sagt, ist es jetzt eben amtlich. Doch das ist reines Wunschdenken. Vielmehr zeigt sich erneut, dass es heute unmöglich geworden ist, gegen diese Art von religiöser Vereinnahmung zu sein. Man glaubt, dass der Islam eine Religion ist. Doch er ist mehr.

Nämlich?

Puin: Der Islam wehrt sich programmatisch gegen die Trennung von Staat und Religion. Das führt dazu, dass uns Vertreter muslimischer Verbände pausenlos Dinge sagen müssen, die wir gerne von ihnen hören. Natürlich sagen die, wir erkennen eure Gesetze an und hacken keinem die Hand ab. Aber warum sagen sie das, wo es für sie doch „Gottesrecht“ ist? Weil es im Moment nicht praktikabel ist. Für deutsche Muslime gilt sozusagen ein Moratorium – bis Deutschland muslimisch ist.

Übertreiben Sie nicht?

Puin: Keineswegs. Das gibt es schon in Europa. Schauen Sie nach Bradford in England. Der Bürgermeister, ein Moslem, hat dort eine Art Mufti-Rat gebildet. Vor jeder Anordnung, die er rausgibt, fragt er die Gelehrten, ob sie mit islamischem Recht vereinbar ist.

Ist es also eher gefährlich, den Muslimen offen die Hand zu reichen?

Puin: Die Kritik an Sarrazin hat gezeigt, dass es sinnlos ist, sich mit Argumenten auseinander zu setzen, die gewisse Defizite auf muslimischer Seite aufzeigen.

Da ist man schnell in der rechten Ecke. Die ganze Debatte ist weltfremd, weil es keine kritische Haltung gegenüber dem Islam in Deutschland gibt. Der Hauptgrund dafür ist, dass keiner weiß, was überhaupt im Koran steht. Dort gibt es kein einziges nettes Wort über die „Ungläubigen“, aber 300 Verse, die ihnen das Schlimmste auf Erden und im Himmel androhen.

Sie empfinden den Islam als Bedrohung?


Puin: Nicht die Muslime, aber den Islam, ja. Mir kann doch niemand erzählen, dass ein Student wie der Attentäter von Hamburg, jemand aus der intellektuellen Elite, seine Taten aus Armut oder Frustration begeht. Vielmehr schaut er irgendwann in den Koran und denkt: Das ist eine Aufforderung an mich. Diese Leute sind bereit, sich in Hochhäuser zu stürzen – und zwar als Mittel des Kampfes gegen die Feinde Allahs.

Aber wollen Sie allen Moslems Bösartigkeit unterstellen?

Puin: Nein, um Gottes Willen. Es gibt Reformbewegungen, die erkennen nur Teile des islamischen Rechts an. Für diese Gruppen zählt nur der Koran und darin auch nur die Teile, die mit der Demokratie vereinbar sind.

Was erwarten Sie von den Muslimen in Deutschland?

Puin: Es ist Zeit, dass sich die Verbände von jenem Islam verabschieden, der das islamische Recht über das weltliche Gesetz stellt. Ich hoffe auch, dass sie ihre Glaubensbrüder in aller Welt missionarisch von der Friedfertigkeit des Islams überzeugen. Dann ist der Islam ein Teil Deutschlands.
[url]
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Islam-Islamforscher-Interview-Gerd-Ruediger-Puin-Integration-Religion;art27856,3446432[/url]


Wink
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2010 - 22:48:09    Titel:

@ Filzstift :

Die einzig angemessene Antwort muß die sein :

Zitat:
'Türlich macht es einen Unterschied, wo es steht und wer etwas sagt.

Wen interessiert es, was unaufgeklärte Bauernproleten über Gesellschaft und Religion zu sagen haben, wenn nur Halbwissen und Populismus gestreut wird.

Was weisst du denn über die von Dir auf Terrorismus reduzierte Religion überhaupt?

Ich bin auf Deine Antwort gespannt. Geb' lieber zu, dass Du einfach nur ein Hetzer bist.

Was ich daraus entnehme ? Noch mehr Verständnis für Sarrazin bezüglich der Frage, wie bilden sich elitäre Kreise - und wer wird warum nicht reingelassen ! Laughing

Freundliche Grüße, schelm
tolgmaster
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Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 1051

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2010 - 02:05:39    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
tolgmaster hat folgendes geschrieben:
cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Für deine Thesen wären mal Belege ganz nett... Die meisten Sachen dürften nämlich frei erfunden sein.

Das mit den Bischöfen ist auch kein geheimnis. die verdienen nunmal 70000€-120000€(nicht von der kirchensteuer) im jahr. da kannst du machen was du willst,das wird auch in hundert jahren so sein.


Na dann: Nenne mal Quellen!

Ich biete dir mal ein paar realistischere Zahlen:

http://oeffentlicher-dienst.info/kirche/rk/

Demnach wird ein Bischof nach B8 (wie Direktoren größerer Behörden) besoldet, was ein Jahresbrutto von 105847.08 € bedeutet.


Cyrix


was ist an deiner zahl realistischer?
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