Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Dauer/Erfahrung Klage vorm VwG
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Dauer/Erfahrung Klage vorm VwG
 
Autor Nachricht
revo
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.06.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 02:33:33    Titel: Dauer/Erfahrung Klage vorm VwG

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren ob schon einmal jemand hier gegen eine endgültig nicht bestandene (1x schriftlich, 2x mündliche) Prüfung geklagt hat? Und wie lange die Klage gedauert hat bis zum Urteil und welchen Ausgang die Klage hatte!

revo
Jonsy
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 02:54:08    Titel:

Dagegen kann man klagen? Wogegen genau denn... Nicht bestanden ist nicht bestanden, die Pruefung wird protokolliert und es gibt einen Beisitzenden, der aufpasst, dass alles korrekt ablaeuft. Du hast die Moeglichkeit, Widerspruch gegen die letzte Pruefung einzulegen (innerhalb einer gewissen Frist), was aber m.E. recht sinnfrei ist, wenn alles korrekt abgelaufen ist.
Wenn die Frist verstrichen ist, hilft alles klagen nichts mehr...
Und wenn die Pruefungsordnung die Zwangsexmatrikulation vorsieht bei ENB, dann ist das auch so.

(Btw.. durch zwei muendliche Pruefungen im gleichen Fach durchfallen => krasser Fail)

Jonsy
Rhyeira
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 09:22:53    Titel:

Jonsy hat folgendes geschrieben:
Dagegen kann man klagen? Wogegen genau denn...

Zum Beispiel dagegen, dass Verfahrensvorschriften verletzt wurden, dass die Bewertung nicht nachvollziehbar begründet wurde oder dass allgemeine Bewertungsgrundsätze missachtet wurden (z.B. dass eine vertretbare und vernünftig begründete Antwort als falsch bewertet wurde).

@ revo:

Das Prüfungsrecht ist relativ kompliziert, weil die Verwaltung hierbei einen weiten, gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbaren Beurteilungsspielraum hat. Man muss daher sehr genau wissen, was man wie rügen kann und muss, um Aussicht auf Erfolg zu haben, und man muss vor allem etwaige Fehler auch belegen können (woran es gerade bei mündlichen Prüfungen, in denen keine anderen Zeugen anwesend waren, oft scheitert) - deshalb solltest du dir, falls du das nicht ohnehin schon getan hast, auf jeden Fall gut überlegen, einen auf Prüfungsrecht spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen. Der kann dir auch sagen, ob in deinem Fall überhaupt Aussicht auf Erfolg besteht - wenn das nämlich nicht der Fall ist, solltest du dir eine Klage mit den damit verbundenen Kosten lieber sparen.

Wie lange so ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dauert, lässt sich im Voraus kaum sagen, das ist regional und auch je nach Richter verschieden und hängt überdies von zahlreichen weiteren Faktoren ab. Du solltest dich jedenfalls darauf einstellen, dass es eine ganze Weile dauern könnte.
Jonsy
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 3098

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 12:57:44    Titel:

Zitat:
Zum Beispiel dagegen, dass Verfahrensvorschriften verletzt wurden, dass die Bewertung nicht nachvollziehbar begründet wurde oder dass allgemeine Bewertungsgrundsätze missachtet wurden (z.B. dass eine vertretbare und vernünftig begründete Antwort als falsch bewertet wurde).


Gibt es denn tatsaechlich Faelle, bei dem so etwas nach einem nicht erfolgreichen Widerspruch zum Erfolg gefuehrt hat? Und ist eine Klage moeglich, nachdem man es verschlafen hat, Einspruch einzulegen?

Jonsy
revo
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.06.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 03 Nov 2010 - 23:39:56    Titel:

@Rhyeira: Das ist wenigstens mal eine Aussage.

Rhyeira hat folgendes geschrieben:

Zum Beispiel dagegen, dass Verfahrensvorschriften verletzt wurden, dass die Bewertung nicht nachvollziehbar begründet ...


Und genau dieser Fall tritt hier ein. Es wurde gegen die Studien- und Prüfungsverordnung verstoßen. Eine nachvollziehbare Bewertung aus den beiden mündlichen Prüfungen ist nahezu unmöglich. Bei einer Prüfung kann man minimal erkennen wie die Bewertung stattgefunden hat und bei der anderen überhaupt gar nicht. Nur das eine "5" verteilt wurde, mehr aber auch nicht.

Rhyeira hat folgendes geschrieben:

...wurde oder dass allgemeine Bewertungsgrundsätze missachtet wurden (z.B. dass eine vertretbare und vernünftig begründete Antwort als falsch bewertet wurde).

Tja und das Beweise mal wenn keine Antworten vermerkt wurden Rolling Eyes <-- Und genau hier liegt das Problem!

Es liegen definitiv Verstöße vor, aber ob dies reicht Recht zu bekommen?!?!

revo
revo
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.06.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2010 - 18:36:58    Titel:

Irgendwer nun Erfahrung darin gemacht?
Freigeist87
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 19:34:32    Titel: Es lohnt sich

Ich habe gegen meine Uni geklagt, weil ich die Zwischenprüfung aufgrund einer nichtbestandenen Hausarbeit (Jura) endgültig nicht bestanden hatte.
Nachdem ich die Exmatrikulation erhalten habe, hat mein Anwalt zunächst Widerspruch eingelegt und nach deren Abweisung eine Klage beim VWG eingereicht. Das war im Oktober 2009. Nach 2-jährigem schriftlichem Verkehr hatte ich gestern die mündliche Verhandlung.
Gleich zu Beginn hat der Richter unmissverständlich gesagt, dass die Aussicht auf Erfolg nicht da ist.
Mein Anwalt hatte die Hausarbeit auf Beurteilungsfehler gerügt. Darauf folgte eine Überdenkung der Benotung durch die Korrektoren. Diese haben zwar einige Fehler relativiert, ohne jedoch die Note zu verbessern.
Nachdem dieser Weg aussichtslos war, hat mein Anwalt die Prüfungsordnung der Uni ins Visier genommen und genau dort hatten wir unsere Chance.
Denn in der Prüfungsordnung von 2004 wurden keine Fristen bezüglich der Zwischenprüfung festgelegt. Ich habe mein Studium im WS 2007 aufgenommen. 2008 folgte eine Erneuerung der Prüfungsordnung mit einer 3-Semster frist.
Das Urteil steht noch aus, müsste allerdings bald folgen. Die Erfolgschancen sind 50%50, da mein Anwalt seine Aufgabe wirklich hervorragend gemacht hat und den Richter umstimmen konnte ( was eher eine Ausnahme ist).
Zusammengefasst, würde ich jedem Raten von Beurteilungsfehlern abzusehen und sich eher auf die Prüfungsordnungen zu konzentrieren. Das Verfahren dauer schon 3 Jahre. Die Kosten kann ich nicht beurteilen, da ich eine Rechtschutzversicherung habe. Mein Anwalt hat mir gesagt, dass er für seine Arbeit knapp 1000 Euro bekommt. Falls ich verlieren sollte, werden nich Gerichtsverfahrenskosten und die gegnerischen Anwaltskosten fällig.
Wer keine RV hat, sollte mit ca. 2000-3000 Euro rechnen.
pa1n
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 374

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 23:06:04    Titel:

2000-3000€? 3 Jahre?

Da haette man auch locker noch etwas anderes studieren koennen. Zumal es ja meist nicht von ungefaehr kommt 3 mal nicht zu bestehen...
Eddie_Morra
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.03.2012
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 23:11:53    Titel:

Darf man fragen was du seither so treibst/getrieben hast?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Dauer/Erfahrung Klage vorm VwG
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum