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Frage zu Hausarbeit im Strafrecht
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Stoakley
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Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 12:02:04    Titel: Frage zu Hausarbeit im Strafrecht

Hallo! Ich brauche mal kurz Hilfe, denn ich bin wirklich verwirrt. Ich schreibe zurzeit an meiner Hausarbeit im Strafrecht und orientiere mich (da es meine erste Hausarbeit im Studium ist) an einer Musterhausarbeit. Allerdings ist die Musterhausarbeit bereits vom Fall her viel umfangreicher als mein Fall. Ich habe jetzt lange daran gearbeitet und bin auf gerade einmal 3 maximal 4 Fälle innnerhalb der Hausarbeit gekommen. Tatkomplexe gibt es nur 2.
In der Musterhausarbeit, sowie in anderen Hausarbeiten, die ich im Internet gefunden habe sind es meistens 14+ "kleinere" Fälle, die zu bearbeiten sind. Ich bin jetzt ein wenig verzweifelt, weil ich große Probleme habe aus diesen 3 Fällen 20 Seiten "herauszuquetschen". (Eins davon ist eine mehr oder weniger simple Sachbeschädigung..)
Meine Frage an euch nun: Ist das normal bzw. auch mal möglich, dass man eine Hausarbeit mit so wenig Problempunkten hat? Oder meint ihr ich habe hier nur etwas übersehen? Ich will nicht zu anfang gleich alles falsch machen..
Danke schonmal ^^

Lg,


PS: Den Sachverhalt schicke ich euch gerne per Mail, wenn ihr ihn haben wollt. Aber mein Ziel ist es, erstmal allgemein zu erfahren, ob man auch mal weniger Fälle haben kann.. Wink Will hier niemanden verwirren oder gar bitte meine Hausarbeit zu machen xD
wauwau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 12:40:20    Titel:

hallo,
es ist in den meisten fällen so, dass man am ende der seitenzahlen noch viel hausarbeit übrig hat.
hast du dich mit deinen kommilitonen kurzgeschlossen? was sagen die denn?
klar, eine kleine HA ist sehr viel weniger umfangreich als eine große. aber probleme gibt es in jeder HA und "zu viel platz" ist meistens ein zeichen dafür, dass man was übersehen hat.
stell mal den SV rein, dann werf ich mal nen blick drüber Smile
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 13:09:12    Titel:

Drei bis vier zu prüfende Delikte wären schon arg wenig. Mein kleiner Straf hatte einen Umfang von etwa 35 Seiten bei ca einem Dutzend Delikten.

Wenn auf der anderen Seite die HA auf 20 Seiten begrenzt ist, kann es durchaus sein, dass nur wenige Probleme drinstecken. Die muss man dann aber auch umso ausführlicher erläutern. Ich schreibe bzpw gerade an einer HA, die 15 Seiten nicht überschreiten soll, 18 nicht überschreiten darf. Da sind dann tatsächlich auch nur drei große Probleme untergebracht.
Stoakley
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Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 13:58:03    Titel:

Danke für eure Antworten. Ich saß jetzt wieder da und hab gegrübelt und Gesetzestexte gewälzt. Ich krieg einfach nicht mehr als 3 max. 4 Fälle raus. Oder kann man da noch was untergliedern? Ich mein klar bei denen sind schon auch Probleme, aber eben nichts was 20 Seiten füllt >,<
Kommilitonen kenne ich leider nicht besonders viele. Hatte erst 1 Semester und die meisten kenn ich flüchtig und ohne Telefonnummer :/

Hier ist mal der SV:

Die achtzehnjährige S ist ungewollt schwanger. Als der Kindsvater davon erfährt, trennt er sich von ihr und sagt, sie solle das Kind abtreiben lassen. S geht in ihrer Verzweiflung zunächst ohne das Wissen ihrer Eltern zur Schwangerschaftskonfliktberatung und erhält dort eine Bescheinigung nach §219 II 2 StGB. Drei Tage später geht S zum Frauenarzt A, dem sie die Beratungsbescheinigung vorlegt. A befragt S intensiv zu den Gründen ihres Wunsches nach einer Abtreibung. Zu den gesundheitlichen Risiken die mit dem Eingriff verbunden und nicht unerheblichen sind, äußert er sich nicht und drückt ihr nur eine vorformulierte schriftliche Einwilligungserklärung mit stichpunktartigen Hinweisen in die Hand. Die S überlegt und unterschreibt. A und S vereinbaren einen Termin für den Eingriff; er liegt auf dem letzten Tag der Frist nach § 218a I Nr. 3 StGB. Am Tag vor dem Eingriff kommen der S jedoch gewisse Zweifel an ihrer Entscheidung, und sie vertraut sich Ihren Eltern an. Ihr Vater V hält die Entscheidung gegen das Kind für richtig. Ihre Mutter M ist entsetzt, da sie Abtreibungen aus religiösen Gründen generell ablehnt und sagt: „Nur über meine Leiche!“ Nach langem Überlegen hält S an ihrer Entscheidung fest.
Am nächsten Tag sperrt M die S in deren Zimmer ein. Die Familie bewohnt eine Mietwohnung. Dabei sagt sie ihrer Tochter klipp und klar, dass sie alles Menschenmögliche tun werde, um den „Mord“ an ihrem ungeborenen Enkelkind zu verhindern. Als V das mitbekommt und seine Frau nicht dazu bewegen kann, den Schlüssel zum Zimmer der S herauszugeben, tritt er die Tür des Zimmers ein und fährt seine Tochter zu A, der die Abtreibung wie geplant nach den Regeln der ärztlichen Kunst vornimmt. Der Eingriff verläuft komplikationslos.
A, S und V gehen stets davon aus, rechtmäßig zu handeln. M ist sich in der rechtlichen Beurteilung ihres Verhaltens nicht sicher. In diesem Fall interessiert sie das „Recht der Juristen“ aber nicht, weil sie ihr Gewissen als den wichtigeren Maßstab betrachtet.

Prüfen Sie in einem Rechtsgutachten die Strafbarkeit von A, S, M und V!

Danke für Eure Hilfe.
Stoakley
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Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2010 - 21:08:24    Titel:

Hat keiner eine Ahnung? Bin immernoch verzweifelt Sad
Ich bin auch noch bei einer anderen Frage angelangt.. und zwar steht im SV, dass der Arzt sich ja "nicht geäußert" hat zu Risiken etc. - was ja strafbar ist laut 218c I S.2 - aber wenn ich jetzt den subj. TB prüfe kann ich ja nicht sagen, dass es Vorsatz war? Fahrlässigkeit haben wir ja noch nicht im AT I. Und ansonsten würde die Prüfung scheitern an diesem Punkt.. hat einer ne Ahnung? Oder steh ich einfach aufm Schlauch?
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2010 - 23:29:42    Titel:

Stoakley hat folgendes geschrieben:
Fahrlässigkeit haben wir ja noch nicht im AT I.

Und? Das ist doch kein Grund, eine Fahrlässigkeitsprüfung in der HA außer Acht zu lassen! Die HA dient nicht dem Zweck, an der Uni vermitteltes Wissen abzuprüfen, sondern soll eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Problemen des SV darstellen. § 218c setzt btw. zumindest bedingten Vorsatz voraus.
Wohl anzusprechende TB sind zB Totschlag, Schwangerschaftsabbruch, Körperverletzung, jew. Beihilfe, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Freiheitsberaubung, Nötigung, Aussetzung. Außerdem soll offensichtlich der Verbotsirrtum angesprochen werden.
Stoakley
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Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2010 - 18:56:05    Titel:

Danke für deine Antwort. Das klingt soweit plausibel für mich.. aber bei ein paar Punkten hätte ich noch eine Frage.
Hausfriedensbruch? Damit kann ja dann nur das Eindringen des Vaters in das Zimmer der Tochter gemeint sein, allerdings kommt das doch nicht in Frage, weil das Zimmer nicht im Besitz der Tochter ist, sondern im Besitz des Mieters, vermutlich des Vaters... oder?
Und Aussetzung würde ja voraussetzen, dass eine Gefahr von schwerer Gesundheitsschädigung daraus folgen würde... aber gesundheitlich hätte doch die Schwangere nichts zu befürchten? Höchstens psychisch..
Der Verbotsirrtum würde ja dann nur auf den Vater zutreffen, da die Tochter meines Erachtens keine Straftat begangen hat. Aber diese Prüfung breche ich ja schon vor der Schuldprüfung bei der Notstandsprüfung ab, da Notstand vorlag... oder? Sad Tut mir leid für die vielen doofen Fragen, aber es ist meine erste Hausarbeit und ich bin ein bisschen unbeholfen >.<
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2010 - 21:24:40    Titel:

Hausfriedensbruch find ich abwegig. würde eher die freiheitsberaubung ausführlich darstellen, und ob rechtfertigungs/schuldausschließungsgründe ersichtlich sind. z.b. das erziehungsrecht der eltern (im ergebnis wohl (-)), irrtümer, schuldminderungsgründe (zwingende moralische gründe, ähnlich wie beim ehrenmord), beim 218 die aufklärungspflicht vom arzt bzw. die fristeinhaltung,

wenn du am ende immernoch platz hast kannst du sachbeschädigung wegen der tür und diebstahl am schlüssel prüfen Wink
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