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Meinungen von Jurastudenten zum Jura Studium
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Fußball
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Anmeldungsdatum: 17.03.2010
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:21:09    Titel: Meinungen von Jurastudenten zum Jura Studium

Hi Leute.
Ich mache im nächsten Jahr Abitur und ich interessiere mich dabei auch für Jura.

Dazu habe ich mehrere wichtige Fragen, die Ihr mir sicher beantworten könnt.

Also erstens Mal: Stimmt es, dass man komplette Gesetzbücher, wie zB das BGB auswendig können muss?

Und wie ist das so mit der Lernzeit? Müsst Ihr so viel lernen, dass kaum noch Zeit für Freunde und Hobbies bleiben?

Danke für eure Antworten
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:24:52    Titel:

die gesetze muss man natürlich nicht auswendig können, da kann man reingucken
wobei es natürlich nicht schadet zu wissen wo das eine und das andere genau steht
aber das weiß man mit der zeit

zum lernpensum würde ich sagen, dass es wohl schon einigermaßen hoch ist
vor allem in der zeit vor dem examen hat man dann wirklich noch wenig zeit für sonstiges
während des studiums an sich geht es aber schon noch
Fußball
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Anmeldungsdatum: 17.03.2010
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:32:19    Titel:

puuuh.. ich habe immer gedacht, man muss das alles auswendig können

und schwuppdiwupp ist jura wieder ein extrem interessanter studiengang für mich. Very Happy

wie lange ist denn der zeitraum "zeit vor dem examen"
ich könnte mir vorstellen ein halbes jahr?!

solange es nicht arg viel länger ist, wäre ich schon zufrieden
ein gutes halbes jahr kann man dann ja wohl auch mal ein bisschen auf seine Freizeit verzichten, dafür hat man später nen ordentlichen Job..
Millhouse88
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:45:09    Titel:

Kann man pauschal nicht sagen, allerdings wohl eher so 1,5 Jahre.
wauwau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:49:01    Titel:

das gesetzestext-auswendig-lernen-vorurteil ist ziemlich stark verbreitet habe ich festgestellt.
wie oben schon gesagt musst du natürlich KEINE gesetzestaxte auswendig lernen. wieso auch? man ist nicht intelligent, wenn man weis, wann wo ein komma kommt. vielmehr ist das kniffelige an der sache, zu wissen, WO du nach der entsprechenden norm suchen musst.
der lernaufwand steigt von semester zu semester. ab dem 3. semester wirst du einige stunden am tag über den büchern verbringen (so war es zumindest bei mir), ab dem 5. semester (vor allem, wenn du dann schon mit der schwerpunktvorbereitung beginnst) wirst du 8 stunden pro tag fürs studium opfern müssen. währen der zeit, in der hausarbeiten geschrieben werden auch mal mehr.während der examensvorbereitung hast du überhaupt kein privatleben mehr.
nichtsdestotrotz ist jura ein seeeehr interessantes fach und trotz der tatsache, dass jura mega lernintensiv ist, würde ich mich nochmal dafür entscheiden.
grüße


Zuletzt bearbeitet von wauwau am 18 Okt 2010 - 19:50:13, insgesamt einmal bearbeitet
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 19:49:59    Titel:

Die Phase der konkreten Examensvorbereitung beträgt in der Regel ein Jahr, manche machen das auch anderthalb Jahre lang.

Allerdings musst du bedenken, dass es damit nicht getan ist - danach kommt noch das zweijährige Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Für das zweite Examen muss man ebenfalls lernen, und nebenbei auch noch die Arbeit für die Ausbilder im Referendariat bewältigen. Wieviel Zeit das Referendariat kostet, ist je nach den gewählten Stationen individuell sehr verschieden, aber bei mir zum Beispiel war es schon auch sehr arbeitsintensiv.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 20:01:40    Titel:

Zitat:
Stimmt es, dass man komplette Gesetzbücher, wie zB das BGB auswendig können muss?


Jaein. Insofern stimmt das nicht, als dass man nicht hunderte von Paragraphen und ihren genauen Wortlaut auswendig kennen muss.

Allerdings wird man sich während des Studiums notwendig so oft mit dem BGB beschäftigen - müssen - , dass man bestimmte Paragraphen auswendig kennt und die Systematik verstanden hat.
Dir schwirrt dann immer im gedanklichen Hintergrund mit, dass es an einer bestimmten Stelle eine Norm mit dem und dem Inhalt gibt.



Zitat:
ein gutes halbes jahr kann man dann ja wohl auch mal ein bisschen auf seine Freizeit verzichten


Nene ... um an die Scheine zu erlangen, die du zur Qualifikation für's Staatsexamen brauchst, mußt du auch Energie/Zeit investieren. Klar hat man auch Freizeit, aber der Zeitraum "vor dem Examen", in dem man sich das nötige Wissen aneignet, ist schon etwas länger.
Denke, dass man wohl in etwa 1 1/2 Jahre intensives Lernen braucht, um wirklich fit für's Examen zu sein.

Da wird schon einiges abverlangt.

Was eigentlich verständlich ist. Wenn jemand zum Rechtsanwalt geht, erwartet dieser dort Jemanden zu finden, der wirklich Ahnung hat. Man kann sein Recht z.B. durch Nichteinhalten einer Frist (die der RA eben kennen sollte; wer sie nicht kennt oder weiß, wo er nachzugucken hat, verliert Zeit) verlieren, bestimmte Gesetze sind nicht so eindeutig, dass man ohne Kenntnis der diesbezüglichen Rechtsprechung einen realistischen Rechtsrat geben kann, das Beschreiten des falschen Rechtsweges kann verherrend sein, wenn dadurch z.B. Fristen versäumt werden.
Damit man die Rechte des Mandanten wahren kann, muss man diese kennen und wissen auf welchem Weg man ihnen zur Geltung verhilft.
Und diese aktive (System-)Kenntnis erwirbt man nicht nebenbei, sondern man muss sich da reinhängen.


Das Wichtigste, denk ich, ist aber wohl, dass man an dem, was man macht, Spaß hat. Und darüber sollte man sich irgendwie Klarheit verschaffen.
Nacktscanner
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Anmeldungsdatum: 14.01.2010
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 20:51:42    Titel:

hani125 hat folgendes geschrieben:
Allerdings wird man sich während des Studiums notwendig so oft mit dem BGB beschäftigen - müssen - , dass man bestimmte Paragraphen auswendig kennt und die Systematik verstanden hat.
Dir schwirrt dann immer im gedanklichen Hintergrund mit, dass es an einer bestimmten Stelle eine Norm mit dem und dem Inhalt gibt.


Das hat man in jedem MINT-Fach genauso. Dort merkt man sich mit der Zeit auch etliche Formeln und Naturkonstanten, die man problemlos nachschlagen kann und darf.
Fußball
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Anmeldungsdatum: 17.03.2010
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2010 - 21:49:55    Titel:

Soweit danke erstmal (hätte aber nichts gegen weitere Antworten Laughing )

Hört sich auf jeden Fall alles sehr interessant an. Und klar, es ist vertsändlich ne Menge lernen zu müssen, denn man will das ja später auch komplett richtig und schnell anwenden können. Dafür ist das Studium ja da.

Für mich geht es eben nebenbei noch darum:
z.B. Wochende:
Ich lerne von Montag-Donnerstag 8. Std pro Tag -> kein Problem, wenn ich am Freitag auch mal mit 4 Stunden Lernen auskommen kann und am Abend mal ne Runde die Sau rauslassen kann.
Selbiges gilt für Samstag mit Sau rauslassen + Bundesliga anschauen Laughing
Wenn ich dann auch noch zusätzlich zu 2-5 Stunden Sport pro Woche (fußball im verein oder zumindest joggen gehen) komme, dann wäre mein Lebn auch im Studium perfekt und trotz vielen Lernens noch sehr abwechslungsreich.
Gonzalez
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Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2010 - 07:39:55    Titel:

Also immer dieses gerede, man MUSS 8 Stunden am Tag lernen, das Jura-Studium ist ein Vollzeit-Job usw... Das kommt doch auch immer auf die jeweilige Person an. Wenn Du Mo-Fr (und von mir aus auch mal Sa ODER So) deine 4-5 Stunden lernst, dann reicht das mE dicke. Stehst von mir aus um 8h auf, fängst um 9.30h an und lernst dann insgesamt (mit Pausen) bis 15h oder so. Das ist vollkommen ausreichend. Das gilt natürlich in erster Line für die Zeit vorm Examen, aber auch in der Examensvorbereitung würde ich sagen, das 8 Stunden REINE LERNZEIT am Tag schon die oberste Grenze darstellen. Und falls Du immer zu den Vorlesungen gehen willst, dann reicht in den erstem Semestern auch das eifnache Vor- und Nachbereiten der Veranstaltungen.
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