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Meinungen von Jurastudenten zum Jura Studium
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A320
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Anmeldungsdatum: 19.10.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2010 - 14:36:54    Titel:

"Trotzdem: Wenn ich die Noten mit viel Fleiß schaffe, die man für einen Richter- bzw. Staatsanwaltjob benötigt, würde ich natürlich auch einen solchen Job annehmen. "

Es ist bei der Person aber nicht an den Noten gescheitert... sondern an der Frauenquote. Darauf hast du keinen Einfluss.

Als Anwalt hat man natürlich die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und eine Kanzlei zu eröffnen – vorausgesetzt, man hat den "Unternehmergeist". Und was, wenn man den nicht hat oder haben will/kann (Selbstständigkeit ist immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden)? Wenn man Glück hat, und trotz der vielen Jura-Absolventen eine Stelle findet, bedeuted das nicht, dann ein angemessenes Gehalt zu beziehen. Angemessen heißt in dem Fall, sich den Lebensunterhalt leisten zu können.
calamity
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Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 15:43:13    Titel:

meiner ansicht nach:

für jura musse klotzen, abi is n lächerlicher vogelschiss dagegen was den lernaufwand angeht (FALLS du gelernt hast)

wahrscheinlich wie ich nur BEDINGT ^^... - wer lernt schon fürs abi, is ja praktisch nur n sitzschein den man für 3 jahre lachen bekommt, daher empfehle ich sich auf den dreck nichts einzubilden (erstrecht nicht auf die endnote) - der NC sagt garnix darüber aus ob du halbwegs geeinet bist als jurist, nurmal so vorweg. ob man überhaupt jemals sieht ob man geeignet ist - FRAGLICH!

ich sag du musst lernen und du musst auch freizeitstechnisch abstriche machen, sonst wirst du keinen großen erfolg haben. die leute die ich kenne die richtig richtig gut sind - sind verdient gut, weil es jura maschinen sind die für ihre erfolge mit hohen freizeiteinbußen bezahlen. und selbst die guten die ab und zu mal 13 punkte schreiben, haben dann ma nen ausreisser von 3 punkten dazwischen (durchgefallen).

unterschätz den aufwand nicht, denn er ist wesentlich höher als bei anderen studiengängen und verständnis wird sowieso kein außenstehender dafür haben, und es wird auch kein nichtjurist jemals nachvollziehen können wieso alles ab 3+ und drüber für uns juristen schon traumnoten sind.

mach jura nur wenn du wirklich bereit bist zu kämpfen. denn das studium ist undankbar und ohne bessere examensnote als befiredigend / vollbefriedigend, hast du beruflich sowieso miese karten. es sei den du klüngelst dich mit vitamin b irgendwie an die spitze.

aber mich schreckt das alles nicht ab, ich will sowieso mit 35 burnout syndrom haben, hochverschuldet - weil selbstständig (ausreichend examen) und stark selbstmordgefährdet, zudem ewig betrunken sein, weil meine wenigen mandanten einfach nich zahlen und die miete für die kanzlei- räumlichkeiten auch langsahm fällig wird.

wenn du diesen unausweichlichen fakten genauso wie ich ins gesicht lachen kannst, schreib dich sofort gleich morgen ein und tritt dem team bei und ich nenn dich bruder!
14-K
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Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 141

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 18:08:07    Titel:

@ Fußball
ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich mich ebenfalls als "fragender" einklinke.

Ich strebe ebenfalls das Jura-Studium an ( Halle o. Leipzig, lieber Halle)
Wie schon gesagt, als NICHT-Jurist versteht man nicht warum "vollbefriedigend" eine Traumnote ist.
Wie kann ich mir vollbefriedigt vorstellen? Was bedeutet das, gemessen am Arbeitsaufwand?

Ich habe mir mal ein paar dieser Klausuren/ Prüfungen angeschaut, die man so im Netz ansehen kann. Inwieweit stimmen diese mit den realen Prüfungen überein? ( Die, die ich gesehen habe, da musste man Fälle beurteilen z.B Eine Person A bestellt Brötchen und geht, muss er zahlen? so ungefähr)

LG^^
Schlumpf2010
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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 18:26:51    Titel: Re: Meinungen von Jurastudenten zum Jura Studium

Fußball hat folgendes geschrieben:


Also erstens Mal: Stimmt es, dass man komplette Gesetzbücher, wie zB das BGB auswendig können muss?



Nein, das musst du natürlich nicht.

Aber wenn dir auswendig lernen nicht liegt, solltest du dir das vielleicht nochmal überlegen, denn es gibt genug Sachen, die du fürs Examen auswendig wissen musst.
Schlumpf2010
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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 18:29:22    Titel:

14-K hat folgendes geschrieben:


Ich habe mir mal ein paar dieser Klausuren/ Prüfungen angeschaut, die man so im Netz ansehen kann. Inwieweit stimmen diese mit den realen Prüfungen überein? ( Die, die ich gesehen habe, da musste man Fälle beurteilen z.B Eine Person A bestellt Brötchen und geht, muss er zahlen? so ungefähr)

LG^^


Ja, die Klausuren sehen in etwa so aus. Im Zivilrecht prüfst du normalerweise, ob A gegen B einen bestimmten Anspruch hat.
Im Strafrecht prüfst du, ob die Person sich strafbar gemacht hat.
Im öffentlichen Recht gibt es noch ein paar Varianten.
calamity
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Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 18:31:30    Titel:

14-K hat folgendes geschrieben:
@ Fußball
ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich mich ebenfalls als "fragender" einklinke.

Ich strebe ebenfalls das Jura-Studium an ( Halle o. Leipzig, lieber Halle)
Wie schon gesagt, als NICHT-Jurist versteht man nicht warum "vollbefriedigend" eine Traumnote ist.
Wie kann ich mir vollbefriedigt vorstellen? Was bedeutet das, gemessen am Arbeitsaufwand?

Ich habe mir mal ein paar dieser Klausuren/ Prüfungen angeschaut, die man so im Netz ansehen kann. Inwieweit stimmen diese mit den realen Prüfungen überein? ( Die, die ich gesehen habe, da musste man Fälle beurteilen z.B Eine Person A bestellt Brötchen und geht, muss er zahlen? so ungefähr)

LG^^



jo sind genau so die klausuren - nur auf einem etwas höheren niveau...

examensbenotung BZW jur. Notenskala geht von 1 bis 18 punkte.
im studium und im examen gibts 2 verschiedene systeme.
könnt ihr bei bedarf selber nachgooglen - wo genau die unterschied bestehen. am wichtigsten ist aber wohl folgendes:

im grund/hauptstudium (Klausuren) ab 10 punkten = vollbefriedigend
im examen (durchschnittsnote) müssten ab 9 punkte = vollbefriediend sein

die meisten großkanzleien verlangen in Staatsex1 und Staatsex2 jeweils vollbefriedigende oder bessere Examina und andere Qualifikationen als Einstellungsvoraussetzung. Richteramtsstellen oder Leute die promovieren wollen ("Doktor machen"), sollten ebenfalls mindestens vollbefriedigende Examina ranschaffen (gibt auch Ausnahmen, Härtefälle oder Sonderanträge). Für gehobenen Dienst wären mindestens befriedigende Examen ebenfalls nicht schlecht.

die Klausuren im Studium sind mit 4 Punkten bestanden, dafür müssen 50 % korrekt gelöst worden sein. Es werden praktisch traditonell niedrige Punktzahlen vergeben. daher gilt vollbefriedigend bereits als unser "sehr gut". ^^ und alles darüber is halt göttlich-unerreichbar... ^^

Noten im Bereich der 16 - 18 Punkten kommen so gut wie nie vor...

Durchschnitt der Klausuren im Grundstudium sind meistens 4 - 5 Punkte. Je nach Fach, Uni und Prof bestehen 10 bis 80 % eine Klausur nicht. Die Regel wird wohl aber 50 - 60 % (nicht bestanden) sein.

hohe durchfallquoten im examen und das ca. 60 % die es überhaupt bestehen mit nem ausreichend aus der prüfung gehen ist ebenfalls bekannt.

(angaben ohne gewähr, man möge mich berichtigen falls nötig)
14-K
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Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 141

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 19:12:28    Titel:

Danke für die Antworten^^

Nun es fällt mir immernoch etwas schwer zu glauben das besser als vollbefriedigend schon göttlich ist aber, da werdet ihr schon Recht haben!

Ich habe i-woe gelesen , das wenn man durch das Grundstudium durchfällt, kann man nie mehr Jura studieren! Der Killer soll das Öffentliche Recht sein. Ist da etwas dran?

Wie sieht das allgemein mit dem wiederholen aus, was darf ich und wie oft? ( Blöde Frage aber man weiß ja ni was kommt)

Ist ein Masterstudiengang lohnenswert, vorausgesetzt man hat was als durchschnitt?

LG^^
calamity
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Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 19:27:52    Titel:

alles uniabhängig -

je nach bundesland usw anders.

an manchen unis is nach 2 x klausur verkacken = Ende (im grundstudium) / bei anderen unis kannst du 3 x wiederholen oder hast unlimitierte wiederholuns- verbesserungsversuche.
dagegen zb in (vor bestehen unlimitierte versuchsanzahl) = JENA nach bestehen einer klausur dann => KEINEN verbesserungsversuch mehr. ^^ (totale schwachsinn).

bei manchen is Ende wenn man Zwischenprüfung in ner bestimmten zeit nicht beendet hat (und zwischenprüfung heisst nur: die anzahl der klausuren bestanden haben). zwischenprüfung (grundstudium is keine klausur und auch in keinster form als studienabschluss anerkannt, also ihr habt nichts in der hand wenn ihr sagt "ich hau in sack nach 4 sem"). es ist jedoch vorteilhaft das grundstudium beendet zu haben, wenn man die uni wechseln will, da so die wahrscheinlichkeit am größten ist, dass alle leistungen an der neuen UNI ohne probleme anerkannt werden (meistens keine anrechnungsprobleme).

ich kenn mich nur mit NRW unis aus von daher. - aber meistens regeln die unis das individuell und steht in den prüfungsordnungen.

das examen kann man deutschlandweit 2x machen.
bei zweimaligem nichtbestehen darfst du es nie mehr machen - danach is ende mit jura stex.

es gibt aber auch die möglichkeit einen dritten examensversuch zu bekommen, meistens wenn du dich bis ende des 8. Fachsemesters zur staatlichen pflichtfachprüfugn anmeldest. - aber das schafft lang nicht jeder. da in 8 semestern durch studium hetzten nicht jeder schafft (alle klausuren und schwerpunktbereich bis dahin zu bestehen), und zweitens heisst das auch nicht das du "GUT" vorbereite bist aufs examen, nur weil du schnell bist. und die meisten sind nicht Schnell ^^. regelstudienzeit is immernoch 10 sems um de dreh... (nur fürs erste examen schon).

ihr könnt euch ruhig andere quellen rausuchen die bestätigen das 3+ bei uns praktisch sehr gut ist...

in deutschland kannst du dir meiner meinung nach den bachelor / master schlicht sparen. anwalt/richter oder sonst was werden kannst du damit nicht - und ist wohl auch nicht gern gesehen. also ich finds dreck master / bachelor - deswegen studier ich den auch nicht. ^^ höchstens in wirtschaftlichen bereich wo grad genau einer nen BWLER mit miesen rechtskenntnisen sucht, da is das wohl top ^^ sonst nicht.

falls du BWL odersowas als hauptfach hast, könntest du evtl JURA bachelor noch mitdranhängen - aber was das bringen soll später is mehr als fraglich... ^^

weil bachelor is viel leichter (man muss keine "ECHTEN" klausuren schreiben) und man kann halt nix ^^ - is eifnach 0 mit staatsexamen vergleichbar. wo staatsexamenskandidaten nen gutachten schreiben müssen, bekommen bachelors nen multiple choice test oder nen fragebogen oder bekommen für ANWESEND sein sitzscheine (punkte).
im staatsexamen kräht keiner danach ob du anwesend bist - is ja kein kindergarten wie inner schule - wenn du die leistungen nicht bringtst in den klausuren/hausarbeiten = pech.

ich halt die bachelor jura story fürn witz ^^.


Zuletzt bearbeitet von calamity am 23 Okt 2010 - 19:39:44, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 141

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 19:38:49    Titel:

@calamity:

Leider habe ich Maschinenbau als 2. Hauptfach =(

Was bedeuten eig. diese sogenannten Scheine?
Sind das Zulassungen? Wie erhalte ich sie? Kann ich sie verlieren?

LG
calamity
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Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2010 - 19:40:41    Titel:

früher gabs scheine - heute gibs keine scheine mehr. meines wissens nach jedenfalls.

früher gabs große und kleine scheine -> also leistungsnachweise

schwerere/hauptstuduimsleistungen = große scheine
grundstudium usw. = kleine scheine

an meiner uni gibs keine scheine mehr

aber bachelors bkommen bei uns wohl noch schriftliche bescheinigungen dafür das sie anwesend waren usw. blablub also leistungsnachweise.

bekommse für bestandene klausur, regelmäßige anwesenheit - sowas...

aber an meiner uni wie gesagt gibs keine "scheine" mehr - da werden die prüfungsleistungen anderweitig verbucht.

verlieren kann man die meines wissens nach nicht ^^.

mann könnte scheine oder prüfungsleistungen evtl noch nutzen beim abbruch des studiums in anderen bereichen - aber da bin ich überfragt. zb JURA staatsex abbrechen und sich EVTL als Rechtspfleger paar scheine anrechnen lassen wird bestimmt gehen sowas. - aber sonst sind die scheine wertlos bis zum staatsex. du brauchst sie nur als zulassungsvoraussetzungen.

zb
-> 7 bis10 leistungen im grundstudium (wenn alle bestanden), (kleine scheine theoretisch)
= zwischenprüfung bestanden
-> 5 leistungen im hauptstudium (theoretisch große scheine)
-> kleiner englischcschein
-> 2 praktika ZIVIL und ÖFFENTLICH rechtliches
-> 1 Seminarschein
-> +schwerpunktbereichsklausur, HA, mündliche prüfung usw.
= zulassung zur staatlichen pflichtfachprüfung
-> examen

musse mich in icq adden wenne mehr wissen willst -
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