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Frage zu internem Zinssatz
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Okiesp
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Anmeldungsdatum: 17.12.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2010 - 20:24:33    Titel: Frage zu internem Zinssatz

Hallo,

ich verzweifle gerade an einer Aufgabe aus dem Bereich Finanzierung -> Interner Zinssatz:

Verglichen werden sollen 3 Projekte (P1,P2,P3) mit einer Auszahlung (t0) und 1/2 Auszahlungen (t1/t2):

P1: -100, 60, 60
P2: -50, 60, 0
P3: -200, 120, 120

Marktzins 8%

Den internen Zinssatz zu errechnen war nicht wirklich ein Problem.

P1: 13,066%
P2: 20%
P3: 13,066%


Allerdings verzweifle ich gerade an Aufgabenteil b:
Der interne Zinssatz kann unter den Bedingungen unterschiedlicher Anfangsinvestitionen/Laufzeiten zu Fehlentscheidungen führen. Modifizieren sie deswegen das interne Zinssatzverfahren um eine sicherere Entscheidung bzgl. der Vorteilhaftigkeit treffen zu können (keine Approximation).

Mein Problem Nr. 1: Ich ging bisher davon aus, dass der interne Zinssatz von eben genau dieser Problematik NICHT betroffen ist.

Problem Nr. 2: Wie gehe ich vor? Mit Differenzinvestitionen rechnen? Etwas ganz anderes?

Bin für jede Hilfe dankbar.
-Lion-
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Anmeldungsdatum: 06.11.2010
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2010 - 00:24:37    Titel:

Der interne Zinsfuß arbeitet mit der sog. "Wiederanlageprämisse", diese ist in Deinem Beispiel als sehr unrealistisch einzuschätzen, denn der Marktzins(zu dem man tatsächlich wiederanlegen könnte!) liegt deutlich unter den internen Zinsfüßen der Reihen.

Die Lösung besteht darin, die Reihe mit Hilfe des Markzinses bzgl ihrer Zahlungszeitpunkte anzugleichen:

P1: -100 0 60+(60*1,08)
P2: -50 0 (60*1,08)
P3: -200 0 120+(120*1,08)

Davon jetzt erneut die Zinsfüße berechnen!

Schönes Extrembeispiel dazu, berechne mal den int Zinsfuß(bzw die Zinsfüße) von:

P4: -1 5 -6
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2010 - 13:26:55    Titel:

-Lion- hat folgendes geschrieben:
Der interne Zinsfuß arbeitet mit der sog. "Wiederanlageprämisse", diese ist in Deinem Beispiel als sehr unrealistisch einzuschätzen, denn der Marktzins(zu dem man tatsächlich wiederanlegen könnte!) liegt deutlich unter den internen Zinsfüßen der Reihen.


Die "Wiederanlageprämisse" bezieht sich weniger auf den Marktzins, als auf die Reinvestition im Unternehmen.
Bei Wiederanlage zum Marktzins würde eine Top-Investition, deren Dauer sehr kurz ist, künstlich schlecht gerechnet. Das mag bei der Entscheidung "ich mache eine Investition und dann ist Schluss" noch sinnvoll sein, da Unternehmen aber allgemeinhin auf Dauer angelegt sind, sehe ich den IZF ohne diese Anpassung als das bessere Instrument an.

Allgemein ist die zweite Frage eh ziemlich zweifelhaft, da man mit nur einer Methode der Investitionsrechnung schlichtweg keine vernünftige Entscheidung treffen kann.
-Lion-
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Anmeldungsdatum: 06.11.2010
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2010 - 13:30:59    Titel:

Das ist richtig. Man kann mehrere hundert Seiten über Sinn und Unsinn der Aufgabenstellung philosophieren, gefragt war aber nach der Lösung.
Okiesp
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Anmeldungsdatum: 17.12.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2010 - 17:27:12    Titel:

Das klingt einleuchtend. Danke für die anschauliche Erklärung.
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