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Was sind Farben
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cleese
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Anmeldungsdatum: 15.04.2009
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2010 - 23:35:10    Titel: Was sind Farben

Nabend zusammen,
hab mir vor nen paar Tagen die Frage gestellt, was eigl. Farben sind. Vielleicht könnt ihr Aufklärungsabeit bei mir leisten Smile

Mein Problem besteht darin, zu verstehen, woran wir Farben eigentlich erkennen. Also woran erkennen wir die Farbe eines Gegenstandes?
Eine Überlegung von mir war, dass Farben dadurch entstehen, dass die Lichtstrahlung von unterschiedlich dichten Molekülen unterschiedlich geschluckt/reflektiert wird und wir dadurch Farben unterscheiden können. Lieg ich mit der Überlegung komplett daneben, oder wie siehts aus? Weil eine andere Erklärung ist mir ehrlich gesagt leider nicht in den Sinn gekommen^^

Würd mich freuen, wenn ihr mich korrigieren (oder im absolut unglaublichen Fall) sogar bestätigen könnt Wink

Gruß
Matthias
cleese
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Anmeldungsdatum: 15.04.2009
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2010 - 10:34:09    Titel:

kann sich denn keiner erbarmen, meine stupide Denkweise aufzukären? Sad
*push*
breeze
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 510

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2010 - 11:02:35    Titel:

Du hast offensichtlich eine gute Frage gestellt Smile

Farbe entsteht im Auge und ist eine subjektiver Sinneseindruck. Die Ursache für Farbwahrnehmung ist das Vorhandensein einer elektromagnetischen Strahlung einer bestimmten Frequenz. EM Strahlung ist eine Welle und kann als solche bestimmte Frequenzen haben. Ein bestimmter Frequenzbereich der EM Strahlung ist für das Auge sichtbar. Das Auge wandelt die Energie dieser Strahlung in Sinneseindrücke um, die wir dann als Farbe warhnehmen. Farbe ist also kein Begriff, den man losgelöst vom Auge-Hirn System sehen kann, d.h. "kein Betrachter = keine Farbe". Ausserdem gilt natürlich auch "kein Licht = keine Farbe", d.h. in absoluter Dunkelheit hat ein Gegenstand keine Farbe, da er kein Licht reflektiert. Erscheint ein Gegenstand rot, so refekltiert er den roten Frequenzanteil einer vorhanden Lichtquelle z.B. der Sonne. Dabei finden im Material Vorgänge statt bei denen Photonen der Quelle absorbiert und nur Photonen einer bestimmten Frequenz (z.B. rot) wieder ausgesandt werden.

So viel erst mal!

Einen guten Rutsch!

breeze
cleese
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Anmeldungsdatum: 15.04.2009
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2010 - 13:23:07    Titel:

Hey, danke für die Antwort Smile

laut deinem Beitrag würde es dann heißen, dass z.B. eine rote Kerze eine kurzwellige Strahlung reflektiert, die wir mithilfe des Auges im Gehirn als 'rot' wahrnehmen.

Dann stellt sich mir aber die Frage, warum dann z.B. die Dichte, der Aggregatzustand oder z.B. die Viskosität eines Körpers auf die Reflektion (Reflexion?) der EM-Strahlung überhaupt keinen Einfluss hat?
Wenn wir jetzt bei dem Beispiel mit der Kerze bleiben, müsste das feste Wachs genau das gleiche Reflektionsverhalten aufweisen, wie das flüssige? Das kann doch eigl. nicht sein, oder? Wenn man sich jetzt bei dem Beispiel nur das Verhalten der Atome vor Augen hält, darf doch die Reflexion (ich bleib jetzt bei dem, das liest sich besser ^^) nicht identisch sein. Oder bleiben die absorbierten Photonen davon wirklich gänzlich unbeeindruckt.

Das Beispiel hab ich übrigends nur deswegen gewählt, weil so eine Kerze neben mir steht^^ Wenn man das an was andrem besser nachvollziehen kann, nur zu Smile


Zitat:
Ausserdem gilt natürlich auch "kein Licht = keine Farbe", d.h. in absoluter Dunkelheit hat ein Gegenstand keine Farbe, da er kein Licht reflektiert


Aber ist "in absoluter Dunkelheit" nicht auch eine Form von Energie, die in gewissen Maßen reflektiert wird? Wann wäre denn keine Reflexion mehr möglich, da ja selbst im Vakuum noch EM-Ströme nachgewiesen werden können. Gibt es überhaupt einen "nicht reflektierbaren Zustand"?


Guten Rutsch an alle

Matthias
cleese
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Anmeldungsdatum: 15.04.2009
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2011 - 17:00:23    Titel:

*push*
das kann doch nicht schon alles gewesen sein leute Wink
ulrich.thon@googlemail.co
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Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2011 - 21:39:14    Titel:

Hallo Matthias,

breeze hat Dir schon die Antwort gegeben. Naütlich hat die Viskosität sprich Dichte einen Einfluss auf das Reflektionsverhalten, schleißlich siehst du ein leckeres festes Eis anders als die geschmolzene Soße davon oder den verdampften Zustand davon wenn Du es verkochst. Die Farbe, wie in Deinem Beispiel rot, entsteht in deinem Kopf und hängt davon ab, wieviel der kurzwelligen Strahlen reflektiert werden können.

Gott sei Dank können wir aber nicht alle elektromagnetischen wellen sehen, sondern nur solche frequenzen im sichtbaren bereich. Wenn dem nicht so wäre, könntest du nie im Dunkeln Radio hören.

Die Frage, ob es den Zustand der Null Reflektion gibt ist eine gute, und Du müßtest Dich mit Quantenmechanik, Quantenfluktuationen und Quantenvakuum beschäftigen.

Grundsätzlich gilt wohl, gäbe es so einen Zustand, würdest du ihn wohl durch die Messung zerstören, denn wenn Du in einen Topf des absoluten Nichts gucken könntest wo es nicht einmal mehr Strahlung gibt, würde allein durch die Wärmestarhlung Deines Kopfes wieder Strahlung herein kommen, wenn Du den Deckel ab nimmst und deine Nase darüber hältst um hinein zu gucken. Dies beruht salopp beschrieben auf dem heisenbergschen Prinzip der Unschärferelation.

Vieleicht hast Du schon mal gehört, daß (obwohl auch in geringem Maße Partikel) im Weltraum eine Mikrowellen Hintergrund Strahlung von 3° Kelvin als Reststrahlung vom Urknall herrscht. Als logische Deduktion, kannst du ableiten, dass dort, wo es selbst diese nahe dem absoluten Null Punkt mit nur 3° Kelvin strahlenden Mikrowellen nicht mehr gibt ein Ort außerhalb unseres Universums sein muß. Ziemlich sinnlos sich mißt dem Nichts zu beschäftigen oder es gar messen zu wollen.

Das Universum ist ca 14 Milliarben Jahre alt und hat 3°K. Eine Verdopplung seiner Göße und seines Alters entspricht einer Halbierung seiner Temperatur, als kannst Du erwarten, dass das Universum in 14 Milliarden Jahren eine Hintergrundstrahlung von nur noch 1,5°K hat. In weiteren 28 Milliarden Jahren 0,75°K etc.. pp Du siehst also, dass die Expansion des Universums daran Arbeitet den Zustand zu erreichen, welchen Du beschreibst, Null Strahlung, doch selbst in 42 Milliarden Jahren bleiben noch 0,75°K übrig und der Logik folgend merkst Du, selbst wenn die Expansion und Abkühlung so weiter fort geht, wird in ferner Zukunft ein theoretischer Zustand erreicht sein, wo die Temperatur des Universums so weit abgekühlt ist, dass sie nur noch der eines Plankschen Wirkungsquantums entspricht. Was danach passiert ? Wer Weiß, ein neuer Urknall der sich aus der ungeheuren Energie des absoluten Vakuums speist ?
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